Basiert Microsofts Zukunft auf dem Code von Google?

Basiert Microsofts Zukunft auf dem Code von Google?

Der PC und mit ihm die Nutzung von Windows befinden sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Die Zukunft liegt im mobilen Computing und im Web. In diesen beiden Bereichen setzt Microsoft auf Technologien von Google. Basiert die Zukunft von Redmond also auf dem Code aus Mountain View? Dieser Frage wollen wir heute nachgehen.

Es begann im Grunde schon, als Microsoft die Werbetrommel für die Progressive Web Apps zu rühren begann. Technologisch hat man hier von Anfang an 1:1 die Ansätze von Google übernommen und unterstützt. Ein echter Paukenschlag war es, als Microsoft ankündigte, seinen Browser Edge von Grund auf neu zu entwickeln – auf der Basis von Chromium. In der letzten Woche schließlich stellte Microsoft mit dem Surface Duo sein erstes Android-Gerät vor.

Browser und mobiles Betriebssystem, das sind zwei Felder, auf denen sich Microsoft und Google einst als Konkurrenten gegenüberstanden. In beiden Fällen hat Google mit Pauken und Trompeten triumphiert, Microsoft hat dagegen auf ganzer Linie verloren – ohne jede Aussicht auf eine erfolgreiche Revanche. Wenn Microsoft jetzt auf Chromium und Android setzt, dann ist das selbstverständlich eine Unterwerfung und ein Eingeständnis der endgültigen Niederlage. Es ist aber auch der Verzicht auf einen Kampf, in dem es für Microsoft ohnehin nichts mehr zu gewinnen gäbe. Browser-Engines und Betriebssysteme sind nichts, mit dem das Microsoft der Zukunft sein Geld verdient.

In den Beiträgen zum Surface Duo habe ich das Thema schon angerissen: Microsoft interessiert sich nicht für Android. Sie nehmen es, weil es das einzige Betriebssystem ist, das für ein solches Gerät Sinn ergibt, und bauen darauf ihre eigene User-Experience. Wenn es sich nicht gerade um Microsoft und Google handeln würde, eigentlich ein ganz normaler Vorgang. Warum etwas selbst machen, was es schon gibt? Microsoft hat die Entwicklung des mobilen Betriebssystems sozusagen ausgelagert, man lässt Google die Arbeit machen und bedient sich des fertigen Ökosystems, auf dem man sich um das kümmern kann, mit dem man eigentlich sein Geld verdienen möchte: Dem Dienste-Sammelsurium Microsoft 365.

Microsoft hat kein Interesse, Android zu unterwandern. Es ist die Scheibe Brot, auf der sie ihren Kunden die Wurst servieren. Das gilt 1:1 auch für Windows, wenngleich ich es für falsch halte, wenn man Satya Nadellas Aussage, das Betriebssystem sei nicht mehr so wichtig, mit „Windows ist unwichtig“ übersetzt. Natürlich hat es nicht mehr den Stellenwert wie früher, aber es gibt nun mal für Geräte jenseits von 10 Zoll keinen anderen Brotlieferanten, um bei dem Vergleich zu bleiben. Schon alleine aus diesem Grund muss Microsoft Windows weiterentwickeln – als Unterlage für die eigenen Apps und Dienste und als Bindeglied zwischen Cloud und Kunde. Sollte tatsächlich irgendwann einmal ein anderes System als Windows die Desktop-Dominanz erlangen, wird Microsoft das entspannt zur Kenntnis nehmen und seine Produkte dann eben dorthin bringen.

Beim Browser liegt der Fall ein klein wenig anders. Hier ist Microsoft nicht einfach nur Kunde von Google, sondern Partner. Junior-Partner, aber Partner. Google wäre nicht auf Hilfe angewiesen, sie haben die Dominanz aus eigener Kraft an sich gerissen, aber um in diese führende Position in Zukunft zu behalten, kann ein Partner wie Microsoft sicher kein Schaden sein. Die Redmonder aktiv an der Chromium-Basis mitarbeiten zu lassen, ist außerdem ein gutes Argument in Antitrust-Verhandlungen.

Während Microsoft bei Android einfach den Standard übernimmt, entwickelt der Chromium-Edge eine eigene Persönlichkeit. Alle Verweise auf Google wurden aus dem Quellcode entfernt, Microsoft baut sich eine eigene Oberfläche – wer es nicht weiß, der käme nicht von alleine auf die Idee, dass Google Chrome und Microsoft Edge den selben Unterbau haben.

Die Frage „Basiert Microsofts Zukunft auf dem Code von Google?“ kann man also zu einem guten Teil mit Ja beantworten. Das birgt selbstverständlich Gefahren, weil man die Richtung nicht vorgeben kann. Gleichzeitig ist es aber auch ein pragmatischer Ansatz, der Microsoft von vielen Basisarbeiten entlastet und ihnen die Möglichkeit gibt, sich voll und ganz auf die Dinge zu konzentrieren, mit denen sie ihr Geld verdienen. Man kann darüber lamentieren, dass es hätte anders kommen können, man kann zum hundertsten Mal analysieren, welche Fehler Microsoft gemacht hat, die es Google letztlich ermöglichten, die Führung zu übernehmen, aber keine dieser Überlegungen führt zu einem guten Plan für die Zukunft.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich würde mal die User nicht ganz aus der Gleichung rausnehmen. Ja ich habe auch die Google Suche - damals in den Anfangstagen - empfohlen. Heute sehe ich Leute, die verlernt haben eine Adresszeile zu nutzen und stattdessen alles bei Google einhacken. Im Web kann man scheinbar keine Web Site ohne Google Font bauen. Auch die App Entwickler haben Windows Phone ohne wirklichen Grund hängen gelassen.
    Und dann darauf pochen, dass der Staat, das NetzDG, oder die DSGVO den Wildwuchs irgendwie gerade biegt? Was MS macht findet absolut nicht meine Zustimmung. Sehe aber und muss es wohl akzeptieren dass man pragmatisch handelt. Und MS wird mit den selbst verursachten Folgen leben müssen - warum sollte jemand OneDrive nutzen, wenn Google Drive näher liegt? Wenn ich mal auf Google Drive bin, warum sollte ich dann MS Office nutzen? Und so fort ... die Kohle wandert natürlicherweise woanders hin.
    In kurz: wenn sich die Leute weiter so verhalten, wie sie sich nun mal verhalten, dann hat MS aus meiner Sicht eher schlechte Karten für die Zukunft.
    Dass Microsoft mit neuem Browser und mobilem OS auf verlorenem Posten stand (und ganz wesentlich selbst daran schuld war) kann niemand bestreiten.
    Dennoch bin ich der Ansicht, dass sie sich mit ihrem Erzkonkurrenten Google mit dem falschen Partner ins Bett legen.
    Beim Browser habe ich nie verstanden, warum Microsoft beim neuen Edge auf Chromium und nicht auf Firefox als Grundlage gesetzt hat. Mit Firefox’ Marktanteil als Ausgangsbasis hätten Microzilla zusammen vielleicht doch noch eine Chance gehabt, Googles Browser-Monopol zu brechen.
    Und beim mobilen OS hätte ich mir gewünscht, dass Microsoft und Apple in Anbetracht ihrer guten Zusammenarbeit in der Vergangnheit eine Vereinbarung schließen, iOS-Apps auf Windows Mobile zu bringen.
    Warum sollte Apple daran ein Interesse haben und dem zustimmen?
    Aus zwei Gründen:
    Erstens: In Zeiten stagnierender Smartphone-Verkäufe verschiebt sich Apples Schwerpunkt auch mehr von der Hardware- zur Service-Firma. Damit wäre jede mehr (an Windows-Nutzer) verkaufte App auch ein Gewinn für Apple.
    Und zweitens gilt: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Wenn es Windows Mobile also noch gäbe und Microsoft Google Android-Kunden abspenstig machte, wäre das unter dem Strich auch gut für Apple.
    Ich weiß, das klingt unrealistisch. Aber die Zusammenarbeit von Microsoft und Google wäre vor zwei Jahren auch noch unter „eher friert die Hölle zu“ gelaufen.
    Beim mobilen OS mag die von mir skizzierte Zusammenarbeit zugegebenermaßen unwahrscheinlich sein, aber beim Browser habe ich tatsächlich nie verstanden, warum Microsoft nicht Mozilla zusammenarbeitet. Schließlich erzählen sie uns seit Jahren wie toll sie Open source finden. Und Mozilla ist definitiv mehr Open source als Google.
    Ich finde die Entwicklung gut. Man mag von Google halten was man will aber mit Android haben sie nun mal das einzige Gegenstück zu iOS das sich etablieren konnte.
    Die Integration von Android in Windows finde ich sehr gut, denn aktuell hat nur ein Apple macOS Benutzer mit einem iOS Gerät eine solche tiefe System Integration. Microsoft hat hier die richtige Entscheidung getroffen - mit jedem neuen großen Update kommen neue Funktionen hinzu um das eigenen NICHT iOS Smartphone mit Windows besser nutzen zu können.
    Also Chromium und Android sind aber zwei grundverschiedene Sachen: Chromium basiert auf Apples WebKit was wiederum auf KHTML von Linux basiert. Beim Bowser gilt: das nehmen was 110%ig kompatibel ist. Microsoft hat es in der Vergangenheit halt nicht geschafft fuer die Zukunft zu definieren was eben "kompatibel" zu sein bedeutet.
    BTW: Hut ab vor Googles V8 JavaScript-Engine. Was die an Performance liefert ist eigentlich unglaublich angesichts dessen was JavaScript fuer ein ausgemachter Mist ist. Moechte garnicht wissen wieviel Millionen Google da investiert hat...
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    Android ist wiederum was ganz anderes: da gibt es mehrere Bestandteile. Das unten drunter liegende Linux - who cares? Kann man im Zweifelsfall ersetzen wenn man was bessers/geeigneteres hat.
    Dann gibt es die Google Play Services - ohne die kein Google AppStore. Und ohne Google Zertifizierung eben keine Play Services.
    Der Rest ist eigentlich das was wirklich interessant an Android ist - wo aber keiner der bisherigen Third-Parties (ausser Jide) richtig was aendern wollte: das GUI, APIs und deren Implementation.
    Jides Idee war es Android auf den Desktop zu bringen (z.B. Jide Mini) hatte aber das Problem das sie dafuer zuviel Anpassungen haetten machen muessen und die eigene "Marktmacht" zu gering war das diese von den App-Entwicklern adaptiert worden waeren. Die zweite Idee von den Ex-Googlern bei Jide war es wohl die eigene Firma danach an Google wieder zu verkaufen... hat auch nicht geklappt.
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    Wenn Microsoft eine fuer den Desktop angepasste Version von Android APIs auf Windows anbietet - dann sieht das aber ganz anders aus!
    Die Frage ist nur: wird Microsoft das machen und warum sollten sie?
    Die Antwort dazu sollte neben der leichteren Portierung von Apps vor allen in der Technik liegen - wenn Android resourcenschonender als die Windows APIs und GUI ist, dann macht dies schlichtweg Sinn...
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    Leider gibt es von Microsoft keine Uebersicht wie man denn Apps fuer Tablet&Co. besonders resourcenschonend entwickelt. Ist z.B. C#/UWP-GUI da besser als Javascript/Electron? Oder wie sieht es mit C++/UWP-GUI oder WinForms oder WPF aus?
    Fragen ueber Fragen...
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    Microsoft sollte da endlich mal in die Gaenge kommen und den Entwicklern klar gegenueber kommunizieren was nun Sache ist (beim letzten .NET Event kam UWP nur am Rande vor, wurde aber auch nicht explizit abgekuendigt)...
    Ich halte solche Aussagen wie Windows auf dem absteigenden Ast immer etwas hoch gegriffen. Das der PC Markt gesättigt ist ist doch normal. Der Smartphone (Android) Markt aber auch. Trotzdem gibt es, und wird es auf absehbare Zeit immer geben, Millionen Menschen die Windows nutzen. Und auch wenn man sein Notebook länger nutzt so werden die meisten trotzdem wieder ein Windows Gerät kaufen. Das gilt genau so für Android.
    Und die Aussage das Chrome OS Kunden weg nimmt mag für die USA gelten aber nicht für andere Teile der Welt. In meinen Bekanntenkreis hat jeder einen Windows PC zu Hause selbst wenn er ein Android Smartphone oder ein I-Phone besitzt. Ich denke Windows wird gebraucht. Nur nicht in jedem Bereich. Aber in vielen.
    @Martin: Hallo Martin, du schreibst in deinem Profil: "...wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause.". Dem möchte ich nach der Lektüre deiner Artikel widersprechen und behaupte: "Du fühlst dich in der mobilen Welt, in der Windows einmal eine Rolle spielte und in der Zukunft gerne wieder spielen möchte/wird, zuhause. Windows am PC ist nicht deine Welt.".
    Ich komme auf diese Behauptung, weil du deine Prägung der letzten 10 Jahre Microsoft komplett überstülpst und Microsoft nur aus diesem Blickwinkel siehst. Mobil sein ist gut, aber nicht überall in jeder Situation brauchbar bzw. die richtige Wahl. Stationär hat Microsoft mit Windows die Nase weit vor Google vorn. In stationär beziehe ich dabei die schon sehr mobilen Formfaktoren Notebook, 2 in 1, Convertibles, Tablet-PC mit ein. Hier kommt Google nach wie vor "nur" als Browser und Suchmaschine vor, nicht aber als Windows-Konkurrent. Zusammen gezählt gibt es an die oder sogar über 2 Milliarden installierte Windows-Versionen. Jetzt tust du so als würde, weil Microsoft auf dem Surface Duo Android installiert hat, und erzählst du hier in deinem Blog, dass Microsofts Software und OS in Zukunft auf dem Code von Google basiert und glaubst es womöglich auch. Findest du nicht, dass du hier deine ahnungslosen Leser aufs hinterlistigste für ein paar Klicks nach Strich und Faden verarscht?
    @WindowsPhoenix: Apple hatte noch nie ein Interesse das eigene Framework was man als OpenStep von NeXT gekauft hatte zu lizensieren - ganz im Gegensatz zu NeXT wo es eine Version fuer Solaris, Windows NT (!) und HP/UX gab.
    Man haette ja sogar (anonym) den Kickstarter fuer GNU-Step finanzieren koennen damit dieses API-Kompatibel zu MacOS 10.6 wird...
    Ja schade. Apple hatte bei Kauf von NeXT eine "Yellow-Box" versprochen - sprich OpenStep auf Windows. Die Geschichte des Desktops waere wohl anders verlaufen wenn Apple sein Versprechen eingehalten haette.
    WindowsPhoenix
    Beim Browser habe ich nie verstanden, warum Microsoft beim neuen Edge auf Chromium und nicht auf Firefox als Grundlage gesetzt hat. Mit Firefox’ Marktanteil als Ausgangsbasis hätten Microzilla zusammen vielleicht doch noch eine Chance gehabt, Googles Browser-Monopol zu brechen.
    Und beim mobilen OS hätte ich mir gewünscht, dass Microsoft und Apple in Anbetracht ihrer guten Zusammenarbeit in der Vergangnheit eine Vereinbarung schließen, iOS-Apps auf Windows Mobile zu bringen.

    Es hätte bei den Browsern keinen Unterschied gemacht, ob Microsoft bei Edge nun Gecko als Engine genommen hätte oder gleich auf Chromium aufbaut. Auch wenn Mozilla mit dem Quantum-Projekt unheimlich viel bei Gecko erreicht hat und Firefox heute ein deutlich besserer und schnellerer Browser ist, trägt Mozilla selbst auch Code zum Chromium-Projekt bei und verwendet viele Technologien, die zu Chromium weitgehend kompatibel sind (z.B. die neuen WebExtensions). Dass es sich nicht lohnt, Gecko in dem Maße in der Industrie noch zu pushen, hat zwei Gründe.
    Erstens: Im Grunde rennt das gesamte Web und viele Tools mittlerweile auf Chromium-Basis, sei es wegen Node.js oder Electron oder dem breiten Support durch Facebook oder der QtWebEngine oder diverse Clients wie Steam oder Spotify. Chromium ist ein Industriestandard geworden.
    Zweitens: Das alte Gecko-Ökosystem hatte sich schon vor dem Wechsel zu Quantum selbst zerlegt. Was heute mit Chromium umgesetzt wird, hatte Gecko damals im großen Stil, es gab Musikplayer, Browser, Mailclients, IDEs, Zeichenwerkzeuge etc., die auf der Firefox-Basis aufbauten. Die meisten davon sind aufgrund von Zeitmangel eingeschlafen oder sind frühzeitig auf den Chromium-Zug aufgesprungen, andere wie Pale Moon probten bewusst den Aufstand. Heute sind nur noch wenige Projekte übrig, die Gecko etwas mehr Gewicht verleihen, die meisten davon haben eine Teilbeteiligung von Mozilla (Tor, Cliqz) oder finden unter ihrem Dach statt (Thunderbird). Es gibt Unternehmen wie Samsung, die sich zumindest in der Forschung an Servo beteiligen, aber für ihren Android-Browser haben Samsung z.B. trotzdem Chromium als Basis genommen. Hinzu kommt, dass viele kommerzielle Erweiterungen schon nicht mehr für Firefox erscheinen oder zumindest unregelmäßig gepflegt werden. Bei Chromium sieht das ganz anders aus.
    Was eine Zusammenarbeit mit Apple beträfe... da weiss man, dass sie in Cupertino im Grunde kein Interesse an Windows haben. Ich hatte das ja schon oft genug ausgeführt, aber Apple zieht sich seit Jahren nur noch von Windows als Plattform zurück: 2012 mit Safari, 2016 mit dem ohnehin veralteten Quicktime 7, was nur noch Sicherheitsupdates bekam und dann quasi unter der Hand eingestampft wurde, und eigentlich das Gleiche sehen wir jetzt wieder mit iTunes, wo wir eben keine neuen Apps bekommen haben und wir auch unter Windows in der Form keinen Zugriff auf die neuen Services außer Apple Music kriegen werden. Das einzige Zugeständnis für Windows war die neue iCloud-App im Microsoft Store, wo Microsoft aber selbst ganz gewaltig seine Finger im Spiel hatte. Ansonsten beißen wir bei neuen Entwicklungen auf Granit. Weder hat Apple iOS für die Your Phone-App geöffnet, noch gibt es einen offiziellen Port von Swift für Windows (es gibt nur einen von Drittentwicklern), die eine leichte Portierung von Mac-Anwendungen möglich machen würden.
    Insofern sind das einfach pragmatische Entscheidungen gewesen. Chromium und Android erlauben das, woran es bei Gecko und vor allem iOS scheitern würde.
    "Google wäre nicht auf Hilfe angewiesen, sie haben die Dominanz aus eigener Kraft an sich gerissen, aber um in diese führende Position in Zukunft zu behalten, kann ein Partner wie Microsoft sicher kein Schaden sein." - Gegen welche Konkurrenz denn bitte?
    Wenn Google und Microsoft in dieser Sache "eins" werden, wer sollte denn da noch der Konkurrent sein?
    Apple? Nicht wirklich oder?
    Das übliche halt bei den Open Source Projekten. Viel Engagement in der Anfangszeit, und dann sterben sie alle weg wie die Fliegen.
    Ich kann mich übrigens noch gut daran erinnern, dass für den Thunderbird vor nicht allzu langer Zeit (ungefähr ein Jahr her oder so) bahnbrechende Änderungen angekündigt waren, vor allem, was die Programmoberfläche betrifft. Dafür soll Mozilla sogar extra Mitarbeiter beschäftigt haben. Was ist daraus geworden? Nicht viel. Chromium und andere Projekte unter Google's Haube sind da eine ganz andere Hausnummer. Allein schon daher hätte ich mich am Kopf gekratzt, wenn Microsoft auf die Basis setzt. Ich denke, das haben sie schon richtig gemacht. Chromium kommt auch bei sehr vielen anderen Browsern zum Einsatz.
    Und, ja, ist mir klar, dass Chromium auch ein Open Source Projekt ist. Der Unterschied ist, dass hier eine große Firma mit entsprechender Manpower dahinter steht.
    Ich denke eigentlich ganz einfach und logisch. Der mobile Markt und damit meine ich die SmartPhones, bestimmt wo es lang geht. Den Trend hat MS viel zu spät akzeptiert und als die späte Blume begann zu blühen haben sie die einfach verdursten lassen.
    Jetzt bleibt MS nichts anderes mehr übrig wie mit Google zu schmusen.
    Und mal ehrlich, die allermeisten brauchen für das bisschen Browsen und Office auch kein Windows mehr.
    Microsoft muss nicht mit Google "schmusen". Ganz im Gegenteil. Google hat so ein "kleines Problem" mit den Kartelwaechtern in der EU wegen Google PlayStore und PlayServices.
    Sprich: auf dem SmartPhone (Duo etc.) geht fuer Microsoft erstmal kein weg an der Google Zertifizierung vorbei.
    Allerdings wird sich Google schlecht dagegen wehren koennen wenn Microsoft die APIs von Android so erweitert das die MS-tauglich werden oder gar Android auf einem Windows-Desktop ermoeglichen.
    Auf Windows kann dann Microsoft sein eigenes Windroid anbieten - ohne Google PlayStore und Google Apps. Dafuer aber mit den eigenen API-Erweiterungen die das Duo eh benoetigt.
    Und was das eigene Office 365 angeht: da sitzt Microsoft am laengeren Hebel. Den kann man auch benutzen.
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    "Dank Trump" wird die Android-Entwicklung in China interessant - Huawei kann kein Google PlayStore mehr verwenden und muss was eigenes aufbauen. Die Chance wird man sich nicht entgehen lassen...
    Na dann sollen sie mal machen. Bis die das Angebot bieten können, das der Play Store bietet, wird es sicher bereits das nächste mobile Betriebssystem von Google geben. DAS ist das Hauptproblem. Woran auch Microsoft mit Windows Phone gescheitert sind. Und auch Huawei scheitern wird. Auch wenn ich es immer noch nicht in trockenen Tüchern sehe, dass Huawei nicht doch irgendwann wieder Android ganz normal lizensieren kann. Ganz ehrlich: Hierzulande wird doch eh nur Schmarrn berichtet, was Trump angeht. Nicht, dass ich das hier zum Polit-Diskurs entarten möchte, aber, mich würde wirklich nicht wundern, wenn das jetzt bereits vom Tisch wäre, und es nur niemand berichtet hat.
    chakko
    Ich kann mich übrigens noch gut daran erinnern, dass für den Thunderbird vor nicht allzu langer Zeit (ungefähr ein Jahr her oder so) bahnbrechende Änderungen angekündigt waren, vor allem, was die Programmoberfläche betrifft. Dafür soll Mozilla sogar extra Mitarbeiter beschäftigt haben. Was ist daraus geworden? Nicht viel.

    Der Fairness halber: Mozilla hat mit Thunderbird nichts mehr zu tun und stellt auch seit etlichen Jahren keine Entwickler mehr - außer die tragen in ihrer Freizeit etwas bei - für Thunderbird ab. Sie sind zwar weiterhin die rechtliche und fiskalische Heimat für den Mailclient, aber die Entscheidungen trifft der Thunderbird Council um Ryan Sipes und die Entwicklung wurde nach Thunderbird 17.0 komplett an die Community übergeben. Seitdem arbeiten nach meinem Kenntnisstand 14 Leute fest an dem Projekt, wovon aber nicht alle Entwickler sind und man auch die externen Beiträge noch einrechnen muss.
    Außerdem ging es auch um nichts Bahnbrechendes. Es ging darum, dass die Leute wieder mehr Tempo in die Entwicklung von Thunderbird bringen wollten und dafür dann auch entsprechende Ziele definiert haben. Das war Anfang des Jahres, da hatte die Arbeit an der nächsten Hauptversion aber schon lange begonnen. Die UI wurde technisch bei Thunderbird 68.0 schon ordentlich modernisiert und an Firefox angeglichen, der Hauptteil davon wird erst mit der nächsten Hauptversion folgen. Da soll ja unter anderem die Mailverschlüsselung auf Basis von OpenPGP direkt in Thunderbird integriert und Enigmail dafür eingestellt werden. Wurde alles auch von Anfang an so kommuniziert, dass es über mehrere Versionen hinweg gehen wird und ein mehrjähriges Unterfangen ist, insofern muss man in dem Punkt schon fair bleiben.
    @HubertD Du hast natürlich Recht, viele User haben den Wunsch nach "alles aus einer Hand", aber diesen Wunsch kann im Grunde nur noch Apple wirklich erfüllen. Wenn Google tatsächlich mal zum Frontalangriff auf den Desktop ansetzt, könnte der jetzt eingeschlagene Weg in der Tat zum Bumerang für Microsoft werden - aber das ist ein Risiko, dass man jetzt einfach eingehen muss.
    @WindowsPhoenix: Warum Google statt Mozilla? Dafür gab es sicher auch technische Gründe, die Kevin auch schon angeführt hat, aber der pragmatische Gedanke könnte ganz simpel gewesen sein: Warum in einen Kampf eintreten, wenn wir uns einfach dem Gewinner anschließen können?
    @shrike: ok, vielleicht hätte ich schreiben sollen "die Nutzung ist rückläufig" oder "verliert an Bedeutung". Natürlich wird der gute alte PC und mit ihm Windows auf absehbare Zeit noch gebraucht, verschwinden wird da so schnell nichts. Klar ist aber auch, dass es keine allein tragende Säule mehr ist. Der Satz "Microsoft geht dahin, wo die Kunden sind" bringt es da ganz gut auf den Punkt. Die sind halt nicht mehr nur bei Windows, sondern in der Mehrzahl woanders, denn es gibt mehr Android- als Windows-Geräte.
    @chakko
    Ja, ich weiß, das ist alles etwas kompliziert. Es stimmt schon, dass sie die Stellen über die Mozilla Fundation ausgeschrieben haben, weil Mozilla wie gesagt die rechtliche und fiskalische Heimat von Thunderbird ist. Die Angestellten werden aber nicht von Mozilla selbst bezahlt. Das Thunderbird-Projekt hat selbst über Donations und Crowdfunding genug Geld eingesammelt, um die Stellen finanzieren zu können. Insofern hat Mozilla damit trotzdem nur indirekt etwas zu tun, weil sie als Dachorganisation für den Kram ihren Kopf hinhalten.
    Ich weiß nicht, wo ich es damals gelesen hatte, aber, es ging um ziemlich maßgebliche Änderungen an der Programmoberfläche.

    Man muss da zwei Sachen unterscheiden, weil da von zwei Seiten her modernisiert wird. Technisch muss Thunderbird da in groben Zügen weiterhin Firefox folgen, weil sie sich weiterhin an den ESR-Zyklus von Firefox binden und Mozilla da selbst alte Technologien wie XUL und XBL nach und nach über Bord wirft bzw. geworfen hat. Stattdessen kommen HTML/CSS und React/Redux zum Einsatz und davon wurde bei Thunderbird 68.0 auch schon einiges umgesetzt.
    Was das Design angeht, hängt das im Wesentlichen von diesem netten Herren ab. Alessandro Castellani ist seit Beginn des Jahres der neue Chefdesigner von Thunderbird, macht das aber auch nur als ein Projekt von mehreren. Neben Thunderbird entwickelt er für Linux mit Akira auch noch einen Konkurrenten für Lunacy (Windows), Sketch (Mac) und Adobe XD (Windows/Mac) und macht so nebenbei noch YouTube und normales Design-Work für WordPress und Co. Um das letztlich beurteilen zu können, müssen wir mal die Betas in den nächsten Monaten abwarten und wie vor allem Thunderbird 78.0 als nächste Version dann ausschaut. Auf Thunderbird 68.0 hatte er noch keinen Einfluss.
    Moin Martin, aber warum hat Google noch immer nicht zum Desktop Schlag ausgeholt?
    ChromeOs gibt es mittlerweile auch schon ein paar Jahre. Hat Google überhaupt noch ernsthaft Interesse an ChromeOs? Die Cjromebooks sind ja hier kaum vertreten.
    niclas
    Moin Martin, aber warum hat Google noch immer nicht zum Desktop Schlag ausgeholt?

    Eigentlich müsste die Frage ja lauten, ob Google mit Chrome OS überhaupt noch zum großen Schlag ausholen muss. ;)
    Google versorgt sein Betriebssystem ja weiterhin mit regelmäßigen Updates und die fallen in den letzten Jahren ja auch nicht allzu klein aus. Die Oberfläche wurde runderneuert, die Ausführung von Android-Apps ermöglicht und das OS auch für klassische Linux-Anwendungen (Chrome OS ist nix anderes als ein Gentoo Linux) geöffnet, sodass z.B. Android Studio auch dort lauffähig ist. Gleichzeitig besteht aber kaum Notwendigkeit, Chrome OS außerhalb der aktuellen Basis wirklich in den Markt zu drücken. Google könnte, wenn sie wollten, aber der Löwenanteil der Technologien landet über den Chrome-Browser sowie auf Windows, Mac und Linux. Insofern hat Google schon jetzt eine gewisse Kontrolle über das Zusammenspiel von Chrome mit seinen Webdiensten und kriegt den auch noch quasi zum Nulltarif. Sie müssen Chrome als "OS im OS" nur weiterhin alle 6 Wochen aktualisieren.
    @niclas: Google ist "about" Web-Apps. Insofern ist Chrome OS mit seinem Cloud-Ansatz halt auch ein wenig speziell. Und hierzulande tun die Datenschützer alles dafür, dass bloß keine Euphorie für eine Firma wie Google ausbricht. Amerika ist eh böse, und Google ist noch viel böser, weil Monopolist und so, und, wir Sozialisten hier in Deutschland sind halt gegen Monopole, weil böse und so.
    Ist nicht ganz ernst gemeint, aber, so ein bisschen in die Richtung geht's schon. Ich hab's ja schon diverse Male hier geschrieben: Wenn man es mal nüchtern betrachtet, dann ist Google maßgeblich dafür verantwortlich, dass Unternehmen und Werbetreibende ihre Webpräsenz kostenlos anbieten können. Wie es anders aussehen könnte sieht man auf viele Tageszeitungs-Präsenzen. Die sind zwar kostenlos zu erreichen, aber, die Inhalte kosten richtig teuer Geld. Und, so sähe es bei jeder zweiten Webseite ebenfalls aus, wenn es Google nicht gäbe. Das macht sie nicht zu Heiligen, aber, die Ausgeburt des Teufels, so wie sie in Deutschland immer dargestellt werden, sind sie auch nicht.
    Aber, das schweift jetzt zu sehr vom Thema ab. Zu Chrome OS, und der Popularität der Betriebssysteme: Es ist natürlich auch schwierig. Wie Martin bereits schrieb, sind die echten Desktop-Geräte seit einiger Zeit im Abnehmen begriffen. Ich glaube nicht, dass sie irgendwann aussterben werden, denn, besser arbeiten kann man darauf in jedem Fall. Aber, Privatmensch surft halt heutzutage in der Regel eher mit dem Smartphone oder dem Tablet. Und, wie gesagt, dazu ist Chrome OS auch noch recht speziell, und fordert eine etwas andere Bedienweise. Und Photoshop gibt es darauf auch nicht. Oder Sony Vegas. Oder Microsoft Office. Oder... Das Höchste wäre dann Linux-Software. Und, die ist für viele halt keine gute Alternative.
    Im Amerika nimmt übrigens der Anteil von Chrome OS stetig zu, so habe ich das jedenfalls immer gesehen. Ist halt ein anderer Markt dort, und, die sind auch nicht so Arsch-zugekniffen, und ziehen alle immer am selben Meinungsstrang/Mainstream wie hier.
    Ich lehne die Übermacht von Alphabet und daher auch die Kooperation mit Microsoft strikt ab. Es kommt einer Monopolisierung gleich (,,Wozu braucht die Welt ein drittes Handy OS?") und Monopole sind fatal. Hoffentlich wird es weiter Insellösungen als Alternativen (z. B. Linux, Firefox, DuckDuckGo) geben.
    Ich glaube ja das die Entscheidung den Edge Chromium zu entwickeln eher was mit dem miesen Spiel von Google zu tun hat. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr das Google jede nur erdenklichen Trick nutzt um andere Browser schlecht da stehen zu lassen. So Funktionierte YouTube in anderen Browsern immer schlechter als im Chrome. So macht es Google mit allen seinen erfolgreichen Diensten. Genauso wie es Microsoft früher mit seinem Windows und IE Monopol auch gemacht hat. Als User sehe ich ja nur das Ladezeiten und Komfort Funktionen in Chrome viel besser sind, das da eine miese Masche hinter steckt, sehe ich ja nicht. Microsoft umgeht dieser Trickserei nun recht Elegant und ich (Leihe) vermute das sich damit die Portierung von Android Apps in den Windows Store viel besser realisieren lassen. Den hinter den Apps steckt ja zum größten teil ein nicht sichtbares Chrome Browserfenster.
    Warum holt Google nicht zum grossen Schlag gegen den Desktop aus?
    Weil man bei Google nicht dumm ist.
    Android auf dem Desktop ist genau das Gegenteil von dem was Google will: PWA auf dem Desktop. Denn mit "reinem" Android geht der Datenverkehr an Google "vorbei". Deswegen ja auch die drakonische Bindung von PlayStore an PlayServices sowie Zertifizierung der "ausspionierbarkeit".
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    Was Google somit ueberhaupt nicht braucht ist ein ernstzunehmender Konkurrent der sich Android schnappt und sein eigenes Ding mit macht, dabei aber im Gegensatz zu Amazon "offen" ist...
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    Microsoft als #1 auf dem Desktop hat die Marktmacht dazu. Und die Android-App-Anbieter wuerden auch schneller als man schauen kann Anpassungen vornehmen - das ist einfach der naechste Goldrausch. Wer da zu spaet kommt den bestraft der Kunde...
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    @Krischan1981: Android-Apps haben mit Chromium so rein garnichts zu tun. Beides voellig unabhaengig voneinander abgesehen davon das es eine Android-Version der Chromium-Engine gibt.
    @Kevin: Vielen Dank für die Ausführungen. Leider ist das meiste davon für mich als neugierigen Nutzer (aber nicht Entwickler), so sehr Fach-Chinesisch, dass ich es bestenfalls erahnen aber nicht wirklich verstehen kann.
    Was ich verstanden habe, ist dass es am Unterbau von Firefox (Quantum) und Chrome (Chromium) technisch viele Gemeinsamkeiten gibt.
    Dann hätte es aber doch nicht geschadet, wenn Mocrpsoft eine Partnerschaft mit Mozilla eingegangen wäre.
    @Martin: Das bringt mich zu dem, was du gesagt hast.
    Wenn man sich von vornherein, ohne es mit Mozilla zu versuchen, dem Gewinner anschließt, geht man den Weg des geringsten Widerstands. Unter den aktuellen CEO wird nur noch alles „auf Nummer sicher“ gemacht. Wo ist das mutige, kampflustige Microsoft hin? Ich vermisse die kämpferischen Tage unter Ballmer.
    Und für die, die jetzt die Sinnfrage stellen: zusammen mit Mozilla hätte es eine Chance gegeben Google vom Thron zu stoßen.
    @WindowsPhoenix: schau Dir einfach mal an welche Browser auf Windows am meisten benutzt werden. FireFox kommt dabei in Deutschland nicht nur bei Dr. Windows sogar noch besonders gut weg... .
    https://www.drwindows.de/news/verteilung-der-desktop-browser-und-betriebssysteme-im-september-2019
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    Da die Benutzer beim Thema Browser "mit den Fuessen abstimmen" ist da "hinterherlaufen" schlichtweg schlauer als kaempfen. Insbesondere da man ja dabei auch "ueberholen" kann - wenn man es richtig schlau anstellt.
    Da die Benutzer beim Thema Browser "mit den Fuessen abstimmen" ist da "hinterherlaufen" schlichtweg schlauer als kaempfen.

    Achja, das ist immer so die schöne Vorstellung derer, die auf einen anderen Browser setzen, und sich das schönreden müssen. Ich nutze Chrome, weil er einfach wesentlich besser, performanter, schneller, und auch einfacher zu bedienen ist. Bin kein Schaf. Bääh. ;)
    Chrome hat einfach einen Sturmlauf angesetzt, weil es ein verdammt guter Browser ist. Sonst hätten ja alle weiterhin den Firefox benutzt, und wären in der Schafsherde geblieben. Und, das alles hat auch nicht auf einmal bei Android angefangen, sondern war bereits vorher in vollem Gang.
    So ist es. Google hat mit Chrome einen neuen Standard definiert und das Web nachhaltig geprägt, gar mitgestaltet und modernisiert. Ich fände es völlig okay, wenn Microsofts Zukunft mit auf Code von Google basiert. Warum auch nicht? Von den Besten kann man nur lernen.
    Zwei Welten könnten miteinander verschmelzen, die stationäre (Windows PC, Laptop) und die mobile (Android Phones), und das im perfekten Einklang. Dazu muss von den beiden an einen Strang gezogen werden. Womöglich, vielleicht - durchaus realistisch kann das zukünftig werden. Ich glaube nämlich nicht, dass Google zum Großangriff auf Windows blasen könnte, ohne erheblichen Schaden zu nehmen. Genauso wenig könnte Microsoft zum Großangriff auf Android blasen, ohne ... oh, wait. :lol
    @hchakko: Google hat im Gegensatz zu Firefox aber jede Menge Geld fuer Werbung in die Hand nehmen koennen... Und bei Bedarf "dreht" man dann noch was bei den Google WebApps oder YouTube. Da kann Mozilla halt auch nicht wirklich mithalten...
    Das man auf Android den eigenen Browser als Standard ausliefern kann - auch kein Nachteil fuer die Desktop-Verbreitung.
    Ich wuerde es mal so sagen: Google macht einfach das was Microsoft fueher getan haette als es das noch konnte...
    Konnte Firefox doch auch? Firefox OS wurde mit - na? - Firefox als Standardbrowser ausgeliefert.
    Mag ja sein, dass Firefox sympathischer erscheint, als Chrome. Oder Mozilla als Alphabet. Aber nach Sympathie gehe ich persönlich nicht nur, sondern auch nach der Leistung. Und da ist Chrome für mich ungeschlagen. Und das sage ich als Edge Nutzer. :D
    @Fembre: mich jucken diese Sandkasten-Browser-Wars recht wenig. Wenn ueberhaupt dann wuerde ich mir anschauen welche Browser-Engine fuer eigene Projekte brauchbar ist. Denn ganz ehrlich: Chrome, Firefox, Edge, Safari - in meinen Augen alles Browser fuer kleine und grosse Kinder...
    Mir ist eigentlich völlig egal, welchen "Unterbau" Microsoft zukünftig nutzt.
    Für mich persönlich ist nur wichtig, dass die Dienste - wie z.B. Office365, Steam usw. - auf meinem PC weiterhin nutzbar sind und ich keinerlei Einschränkungen habe. Ob da nun Code von Google verwendet wird, dies ist mir als Endverbraucher egal. ;)
    Und auf den mobilen Systemen - Smartphones - ist Google soweit vorn, dass ich gut verstehen kann, wenn Microsoft dort eher kooperiert und nicht experimentiert. Also Geld in Eigenentwicklungen pumpt, die schlussendlich eh kaum ein 0815 Verbraucher nutzt (siehe Windows Mobile/Windows Phone).
    Microsoft macht derzeit vieles richtig und ich freue mich auf das, was da so kommt. :)
    Hallo Kommentatoren dieses Betrags: danke für die interessanten, sachlichen und vor allem respektvoll höflichen Kommentare. Sogar ein Danke ist mal zu lesen. Macht weiter so!
    Miine
    @Fembre: mich jucken diese Sandkasten-Browser-Wars recht wenig. Wenn ueberhaupt dann wuerde ich mir anschauen welche Browser-Engine fuer eigene Projekte brauchbar ist. Denn ganz ehrlich: Chrome, Firefox, Edge, Safari - in meinen Augen alles Browser fuer kleine und grosse Kinder...

    Nun ja. Du warst es, der Chrome als den Browser für die Schafsherde bezeichnet hat, und Verschwörungstheorien über Google-Apps, die in anderen Browsern nicht gut laufen (was auch immer das heißen soll) in die Welt gesetzt hat. ;)
    Aber, du hast recht, lass uns nicht darüber streiten, bringt eh nichts. Allerdings weiß ich nicht, warum man sich immer die Realität so zurecht biegen muss, dass sie einem am besten passt.
    BTW: Google, und auch jede andere Firma, oder Privatperson braucht seine Webseiten überhaupt nicht für andere Browser zu testen. Das passiert rein auf der Basis, dass man selbst möchte, dass seine Webseite, oder Web-App auf allen Browsern gut läuft. Niemand muss das tun. Wenn ich eine Webseite erstelle, dann kann mir niemand Kompatiblität mit jedem Browser der Welt aufzwängen. Wo kämen wir sonst auch hin? Und, natürlich passiert sowas auch auf der Basis der Marktanteile der Browser. Schon allein deshalb wäre es komplett hirnverbrannt, seine Seite nicht für den Firefox zu testen, oder seine Apps auf anderen Browser schlechter laufen zu lassen. Wie gesagt, was auch immer das heißen soll. Für mich ist das ein Märchen aus dem Geschichtenbuch.
    @chakko
    Das mit den auf anderen Browsern schlechter laufendem Dienst bezieht sich auf Youtube. YouTube (bzw. Google) hat mal ein Update ihrer Seite rausgebracht, die auf einer "Technologie" basierte, die allgemein als veraltet galt. Andere Browser-Hersteller hatten die Unterstützung deshalb auch nicht mehr in ihren Browsern drin; Google schon. Daher lief YouTube z.B. im Edge nach dem Update einfach nur grauenhaft. Ob das jetzt Absicht oder ein Zufall war; wer weiß...
    Eben. Und solange man es nicht weiß, sollte man vielleicht Abstand davon nehmen, Dinge zu suggerieren, die so vielleicht (oder sehr wahrscheinlich) gar nicht zutreffen.
    Mal im ernst: Wenn du ein Produkt verkaufen möchtest, würdest du dann eine große Anzahl von Kunden ausschließen? Ich denke, die Antwort auf diese Frage erübrigt sich, denn, wer einigermaßen wirtschaftlich denkt, der wird diese in jedem Fall mit nein beantworten. Und, natürlich möchte auch Google seinen Chrome pushe, genauso wie Microsoft seinen Edge, oder Apple seinen Safari. Zum Beispiel kann ich mich an recht aufdringliche "Empfehlungen" von Microsoft in Form von Desktop-Benachrichtigungen erinnern, dass man doch bitte den Edge ausprobieren möchte. ;) Gut, auch das ist legitim. Zeigt aber auch, dass am Ende jede dieser Firmen ihr Produkt verkaufen möchte, nicht nur Google allein. Und, das ist auch ganz normal und valid so.
    Wenn ich ein Produkt verkaufen möchte, welches relativ neu ist bzw. die Konkurrenz in Schlagweite ist, dann mag das stimmen; aber wenn ich ein Produkt (YouTube) habe welches bereits von nahezu allen(!) genutzt wird; nun, dann könnte ich doch auf die Idee kommen dieses Produkt zu nutzen um ein anderes meiner Produkte (Chrome) zu stärken bzw. die Konkurrenz zu schwächen. ;)
    Das Microsoft sein Fähnchen in die Richtung ausrichtet wo der "Rubel rollt" bzw. wo aus Sicht des Konzerns es die meisten $$$ zu scheffeln gibt, ist verständlich. Als Anwender sehe ich das teilweise etwas anders. Beim neuen Chromium Edge stimme ich Microsoft zu. Der Browser ist schneller als der alte Edge und wenn man incl. IE-Explorer-Kompatibilitätsmodus damit einen Standardbrowser für Windows schaffen kann der auch im Firmenumfeld den völlig veralteten IE-Explorer auf Dauer ablösen kann, ist das Vorgehen richtig und nachvollziehbar. Als Windows-Mobile-Geschädigter sehe die Beerdigung von Windows-Mobile aber eher kritisch. Das hätte nicht sein müssen, wenn man sich zur rechten Zeit mehr gekümmert hätte. Es genügt nun mal heutzutage nicht mehr ein super Betriebssystem im mobilen Bereich zu haben und darauf zu warten, dass es schon wird. Auch Marketing ist heute sehr wichtig. Das beste Beispiel ist der Konkurrent Apple. Die schaffen es mit Ihren völlig altbackenen iPhones die Kunden mit völlig überteuerten Preisen über den Tisch zu ziehen.
    @Krischan1981
    Das miese Spiel kann MS aber auch. Als Amazon Video auf den Markt kam konnte man nur mit dem IE oder später mit dem Edge vom PC Filme in 1080p schauen. Auf Chrome oder FF funktionierte das nicht, wurde auch so von Amazon kommuniziert. Die tun sich da beide nichts, MS ist nicht besser. Das Problem ist einfach das die kommende Generation nur noch YT, Twitch, Netflix, FB, WA oder Amazon Video konsumiert. Die haben ein Smarty und Konsole (Box oder PS) und Windows interessiert dann keinen mehr außer im Job.
    Der PC und mit ihm die Nutzung von Windows befinden sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast.
    Aha, das heißt die Firmen schmeißen demnächst alle PC raus und stellen dann Spielekonsolen und Smartphones in die Büros?!?
    Den Satz würde ich mir noch mal genau überlegen als Author.
    Ich würde ihn mir insofern anders überlegen, als dass ich es vielleicht hätte anders formulieren können, da geb ich dir Recht.
    Dass die Windows- und PC-Nutzung rückläufig ist und wohl auch in Zukunft bleiben wird, ist halt aber dennoch eine Tatsache. Das heißt ja nicht, dass man gar keine PCs mehr braucht, sondern eben einfach nur viel weniger davon.
    In diesem Kommentar hast du übrigens selbst mal ein Szenario aufgezeigt, wie Windows in Firmen irgendwann keine Rolle mehr spielen könnte :).
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