Am Puls von Microsoft

Bericht: Windows 10 bekommt Einweg-Sandbox für verdächtige Anwendungen

Bericht: Windows 10 bekommt Einweg-Sandbox für verdächtige Anwendungen

Was tut man, wenn man eine Anwendung testet, der man nicht 100%ig vertrauen kann? Man isoliert sie, so gut es geht, am allerbesten eignet sich dafür eine virtuelle Maschine. Wird diese verseucht, wirft man sie weg, und es entsteht kein weiterer Schaden.

Für genau solche Szenarien arbeitet Microsoft an einer neuen Funktion für Windows 10, die sozusagen eine Instant-VM zur Verfügung stellt, in der verdächtige Anwendungen ausgeführt werden können. „InPrivate Desktop“ soll diese neue Funktion heißen, die unter dem Codenamen „Madrid“ entwickelt wird (Die Projekte, die sich mit Sicherheitsfunktionen beschäftigen, tragen häufiger die Namen spanischer Städte). Ein erster Hinweis darauf tauchte kürzlich im Feedback Hub auf.

InPrivateDesktop für Windows 10

Der Beschreibung nach haben Administratoren mit dem InPrivateDesktop die Möglichkeit, Applikationen in einer „Wegwerf-Sandbox“ zu testen. Es wird eine virtuelle Maschine erzeugt, die Anwendung wird in dieser ausgeführt und getestet, und sobald man die Anwendung wieder schließt, wird auch die virtuelle Maschine sofort entsorgt.

Wenn das auch noch performant funktioniert, wäre das sicherlich eine prima Sache. Aktuell taucht der Hinweis auf den InPrivateDesktop nur in der Enterprise-Version von Windows 10 auf, gut möglich also, dass die Funktion dieser Edition vorbehalten bleiben wird. So lange es nicht offiziell angekündigt ist, bleibt das aber natürlich reine Spekulation.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Anzeige