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Bericht: Neue Informationen zur kommenden Xbox-Generation geleakt

Bericht: Neue Informationen zur kommenden Xbox-Generation geleakt

Glaubt man einem Bericht der Kollegen von Windows Central vom vergangenen Wochenende, dürfte die nächste Konsolengeneration für die Xbox deutlich flexibler werden, als wir es bisher gedacht haben. Die bisher vermutete Timeline für einen Start im kommenden Jahr wurde durch AMD-Chefin Lisa Su erst vor einigen Tagen durch die Blume bestätigt, hat Microsoft intern aber auf kaltem Fuß erwischt. In Redmond will man sich derzeit noch nicht auf 2027 festlegen.

Einer der wesentlichen Gründe hierfür liegt bei Windows 11. Mittlerweile wissen wir, dass die Qualitätsmängel von Microsofts aktuellem Betriebssystem auch in den höheren Führungsebenen angekommen sind und neben den Kurskorrekturen bei der Qualität und der Überprüfung aktueller KI-Integrationen kommt eine dritte Baustelle hinzu, wo die Teams von Xbox-Chef Phil Spencer und Windows-Chef Pavan Davuluri momentan damit beschäftigt sind, Windows 11 überhaupt in einen vorzeigbaren Zustand für die nächste Xbox zu bringen.

Hardware

Auch bei der Hardware dürfte das „Super Premium“, was Xbox-Präsidentin Sarah Bond vor Monaten angedeutet hatte, flexibler ausgelegt werden. Der Plan bleibt zwar ambitioniert, die nächste Xbox soll aber eher dem Konzept von Surface folgen und stattdessen sollen Drittanbieter wie ASUS die Möglichkeit bekommen, noch hochwertigere, aber vor allem auch preiswertere Modelle nach unten zu veröffentlichen, damit die nächste Generation auch für kleinere Geldbeutel erschwinglich bleibt. Microsoft arbeitet hier aktiv mit OEMs an Konzepten.

Die ROG Xbox Ally ist ein vorlaufendes Beispiel davon, wie das auch unterschiedliche Formfaktoren einschließen wird. Auch eine eigene Handheld bleibt bei Microsoft auf dem Tisch. Was der Spaß am Ende kosten wird und ob wir tatsächlich die Schallmauer von 1.000 USD erreichen, weiß man in Redmond aber selbst noch nicht. Vor allem wegen der Zölle, der steigenden Komponentenpreise und anderen Faktoren ist das einfach nicht absehbar.

Xbox Series X|S

Während Windows und Unsicherheiten rund um die Hardware für einiges Kopfzerbrechen in Redmond in diesem Jahr sorgen dürften, wird die aktuelle Generation auch nach dem Release der kommenden Xbox unvermindert weiter gepflegt werden. Laut Bericht erwartet man neben der Playstation 5 auch bei der Xbox Series X|S eine weitaus längere Lebensdauer, als es bei früheren Generationen üblich war. Hintergrund sind die sich verbreiternden Endpunkte, und Microsoft selbst wird die aktuelle Generation neben dem Steam Deck und der Nintendo Switch 2 auch bei kommenden Games weiter unterstützen.

Etwas gemächlicher geht es bei den KI-Funktionen voran. Microsoft testet auf der ROG Xbox Ally hier derzeit nur eine neue Funktion, wo Gaming-Clips über die NPU automatisch zu teilbaren Videos zusammengefasst und aufbereitet werden.

Weitere Reformen in Aussicht

Ultimativ wird die nächste Xbox also ein Konzept wie das Steam Deck verfolgen, wo eine gesonderte Oberfläche primär angezeigt wird, man aber auf das reguläre Betriebssystem, hier eben Windows 11, ausweichen kann, wenn man das will. Gleichzeitig ist das nur ein Bestandteil weiterer Reformen, die sich für 2027 bei der Xbox am Horizont andeuten und teilweise noch in diesem Jahr kommen dürften. Neben Storefronten wie Steam oder Epic kommen auch neue Controller etwa für das Xbox Cloud Gaming dazu.

Neben der Cloud wird auch der Xbox Game Pass voraussichtlich im kommenden Jahr eine weitere Überarbeitung erhalten. Hier könnten dann PC Game Pass und Game Pass Premium zusammengelegt und weitere Goodies von Drittentwicklern in die unterschiedlichen Tarife integriert werden.

Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und den Entwicklerthemen zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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