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Bestätigt: iTunes geht in Apple Music, TV und Podcasts auf – Update 1

Bestätigt: iTunes geht in Apple Music, TV und Podcasts auf - Update 1

Mit dem Release von macOS 10.15 Catalina schickt Apple sein altes Schlachtschiff iTunes in Rente und teilt die Software in fortan drei unterschiedliche Apps auf. Damit haben sich die Gerüchte, die bereits seit einigen Wochen durch die Medien geistern, bestätigt. Konkret wird es neben der bereits angekündigten Apple TV-App und einer eigenen App für Apple Music auch eine eigenständige Podcast-App geben. Letztere bekommt dabei eine verbesserte Suchfunktion und wird mit Machine Learning-Technologie aufgewertet, während die Apple TV-App neben dem neuen Videostreamingdienst von Apple auch die bei iTunes gekauften Filme und Serien beheimaten wird.

Die für Windows-Nutzer interessanteste App ist aber sicherlich Apple Music. Hier gab es zuletzt ja Gerüchte, dass man bestehenden Code von iTunes weiterverwenden will und die neue App neben den konzentrierten Musikfunktionen von iTunes auch die Backup-Funktionalität weiter beinhalten würde. In diesem Punkt gibt es für Windows nach derzeitigem Stand aber einen echten Dämpfer. Abgesehen davon, dass in der Keynote kein Wort über eine zukünftige Windows-Unterstützung verloren wurde, hat Apple die Backup-Funktionen in macOS 10.15 in Finder, den Dateimanager von macOS, verlagert. Apple Music hat damit also nichts mehr zu tun und konzentriert sich voll auf das Thema Musik. Außerdem scheinen alle drei Apps auf Project Catalyst zu basieren, sind also Weiterentwicklungen von Project Marzipan und wurden vom iPad auf den Mac portiert.

Noch steht eine offizielle Äußerung von Apple bezüglich Windows aus, aber damit scheint sich aktuell der harte Schnitt, der sich auf dem März-Event schon angedeutet hat, zumindest im Wesentlichen zu bestätigen. Sofern sich nichts Anderes andeutet, bliebe nach dem Ende von iTunes nur noch das iCloud Control Panel unter Windows übrig. Sollte sich in der Sachlage etwas verändern, wird der Beitrag entsprechend aktualisiert.

Update:
Wie Micah Singleton vom Billboard Magazine auf Twitter schreibt, will Apple iTunes 12,x in seiner derzeitigen Form für Windows vorerst weiterpflegen und mit kleineren Updates versehen. Was das langfristig bedeutet, wird sich aber noch herausstellen müssen. Eine konsequente Lösung, die vor allem auch nicht so rüberkommt, als seien andere Ökosysteme nur welche dritter Klasse, sieht aber anders aus.

https://twitter.com/MicahSingleton/status/1135630505695539200

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und den Entwicklerthemen zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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