Billige Microsoft-Lizenzen im Einzelhandel: Aufklärung fehlgeschlagen

Billige Microsoft-Lizenzen im Einzelhandel: Aufklärung fehlgeschlagen

In schöner Regelmäßigkeit besprechen wir an dieser Stelle supergünstige Lizenzkeys für Windows oder Microsoft Office, und mein Rat ist immer gleich: Finger weg. Zwar wird niemand deswegen juristische Schwierigkeiten bekommen und der drohende finanzielle Verlust ist überschaubar, dennoch ist und bleibt es eine Grauzone.

Wenn ich das Thema aufgreife und davor warne, darf ich mich immer auf besondere Fanpost freuen. Zum letzten Mal habe ich im August über die billigen Lizenzen bei Edeka berichtet und daraufhin eine E-Mail mit ein paar wirklich originellen Beleidigungen erhalten. Vielleicht schreibe ich darüber ja irgendwann mal ein Buch.

Ich würde mich wie viele andere Leute sehr darüber freuen, wenn dieses Thema endgültig und eindeutig geklärt werden könnte. Darum habe ich mich gefreut, als heute in meinem Feedreader die Schlagzeile „Einwandfrei: Microsoft-Schnäppchen aus dem Supermarkt“ aufpoppte. In  der Einleitung verspricht der heise-Redakteur: Wir konnten den Nebel lichten.

Um es kurz zu machen: Der Artikel löst sein Versprechen nicht ein, versucht aber krampfhaft, den vom Autor erwünschten Ausgang irgendwie herbeizureden. Geklärt wird überhaupt nichts. Das fiel wohl auch der Redaktion irgendwann auf, das „Einwandfrei“ wurde später aus der Überschrift entfernt, im Feedreader aktualisiert sich das aber nicht, daher sieht man dort immer noch das Original.

Artikel Windows Lizenzen

Enthüllt hat der verhinderte Aufklärungsjournalist überwiegend Fakten, die wir schon kannten: Für die bei Edeka verkauften Lizengo-Gutscheine bekommt man technisch funktionierende Lizenzschlüssel, die auch Microsoft nicht eindeutig als gültig oder ungültig klassifizieren kann. Dass Microsoft vor diesen Angeboten warnt und sie für illegal hält, gleichzeitig aber ganz offensichtlich keine Handhabe dagegen hat, ist ebenfalls schon bekannt. Dass sich weder München noch Redmond motiviert fühlten, ihren Teil zur erhofften Aufklärung beizutragen, ist nun wirklich keine Überraschung.

Für mich neu war allerdings die Information, dass Lizengo sogenannten MAKs vertreibt. MAK steht für „Multiple Activation Key“, das heißt es stecken hinter einer Seriennummer beispielsweise 50 Lizenzen. Es erhalten also mehrere Käufer den selben Schlüssel, und wenn man als Käufer weiß, dass es sich um einen MAK handelt, könnte man diesen auch mehrfach einsetzen. Das wäre natürlich ein Lizenzverstoß, aber hey, wen interessiert das schon? Lizengo juckt es jedenfalls nicht, sie geben zwar an, über jeden Key genauestens Buch zu führen, aber wenn bei einem Kunden etwas nicht funktioniert, dann bekommt er unbürokratisch einen neuen. Lebenslange Garantie, was soll da also noch schief gehen? Bezieht sich aber halt leider nicht auf euer Leben, sondern auf das der Firma.

Ich mag hier den guten Willen nicht absprechen. Man hat sich bemüht, den Sachverhalt zu klären, und es hat leider nicht funktioniert. Das kann und sollte man dann aber auch so darstellen, stattdessen wird deutlich suggeriert, dass man als Kunde bedenkenlos zugreifen könne. Man wirbt in dem Artikel sogar mit einem Foto für den „repräsentativ wirkenden Firmensitz“ der Firma Lizengo. Was immer das zur Aufklärung beitragen soll…

Kollege Günter Born beschäftigt sich schon sehr lange und intensiv mit der Thematik. Während ich hier nur an der Oberfläche kratze, hat er die Sachverhalte detailliert analysiert und aufbereitet – nehmt gerne den Beitrag von heute als Einstieg, um euch einzulesen, wenn ihr es genauer wissen wollt. Das Fazit von Günter ist jedoch das gleiche: Für Käufer von solchen Billig-Keys gibt es weder Rechts- noch sonst irgendeine Sicherheit. Wenn der Key nicht mehr funktioniert und es den Verkäufer nicht mehr gibt, ist das Geld futsch, und dafür ist dann jeder Euro zu schade.

Ich schrieb das schon im letzten Beitrag: Ich bin bei diesem Thema weder Microsofts Anwalt noch Hilfssheriff. Wer bei diesen Angeboten zugreifen will, bitte sehr. Ich will nur, dass meine Leser die Risiken kennen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Der Artikel findet sich auch bereits in der gedruckten Version der c´t Nr. 21/19
    Auch dort ist von "Einwandfreien Schnäpchen" die Rede und der Artikel ist sogar überschrieben mit "Klare Verhältnisse".
    Wenn man den Artikel dann liest, wird einem die Rechtslage ungefähr so deutlich wie die derzeitige Situation beim Brexit.
    Auch interessant, dass heise vor wenigen Wochen noch zum genau gegenteiligen Ergebnis kam und vom Kauf abriet.
    Und noch was:
    wie man Dich, Martin, für einen Beitrag zu diesem Thema beleidigen kann, das ist mir ja ein völliges Rätsel.
    Mir ist das heute bereits bei einem Kommentar zu einem anderen Beitrag aufgefallen, der sich auf eine ausgewiesene *Meinung* von Dir bezogen hatte.
    Also, wenn man in seinem eigenen Blog nicht mehr seine Meinung zu einem Thema sagen darf, dann weiß ich auch nicht weiter...
    Ich habe den Artikel in der CT gelesen und bin hinterher auch genau so schlau wie vorher schon nicht.
    MS hat da mit deren Stellungnahme versucht den Pelz zu waschen ohne sich naß zu machen.
    @cosmicyes: Das ist ok für mich. Ich suche die Öffentlichkeit, ich will für meine Beiträge gemocht werden. Also muss ich auch damit klar kommen, wenn es andersrum läuft :).
    Das Problem ist also nicht so sehr ein rechtliches - sondern eines vom "Menschsein an sich".
    Wenn alle Kaeufer einer solchen Lizenz ihre eigene nur 1x aktivieren - dann gibts keine Probleme fuer niemanden...
    Wenn der Lizenzhaendler "schlau" ist dann verkauft er nicht alle Lizenzen aus einem Pool so das ein paar (z.B. versehentliche) Mehrfachaktivierungen moeglich sind.
    Im c't Artikel wird ja auch beschrieben das Firmenkunden die tatsaechliche mehrere Lizenzen aktivieren eh gesondert gehandelt werden.
    Die Wahrscheinlichkeit das eine Privatperson sich da einmal Office holt um es dann 5x zu aktivieren - eher gering...
    -
    Bezeichnend im c't Artikel: deren Anfrage hat Microsoft von einer PR-Firma beantworten lassen. Wahrscheinlich waren die eigenen Wortverdreher im Urlaub oder alle MS Mitarbeiter waren so schlau nicht die A****karte ziehen zu wollen :-)
    Miine
    Wenn alle Kaeufer einer solchen Lizenz ihre eigene nur 1x aktivieren - dann gibts keine Probleme fuer niemanden...

    Was ist wenn man das Office-Paket neu installiert und dann auch aktiviert wenn man Windows 10 auf seinen PC vorher neu installiert hat oder sogar einen neuen PC kauft. Da werden leicht zwei oder drei Aktivierungen fällig ohne das sich das verhindern läßt.
    @John22: eigentlich ist es Aufgabe des Lizenzverkaeufers darauf hinzuweisen das die Lizenz geraetegebunden ist...
    Deswegen ja das vorgeschlagene "Overprovisioning" das sich im Preis niederschlagen sollte.
    -
    Mal abgesehen davon: Microsoft koennte ja selbst dazu beitragen das da weniger Aktivierungen noetig sind - wenn ein garantiert funktionierendes Image-Backuptool in W10 drin waere. Damit gaebe es dann beim Restore auf den gleichen Rechner ein Problem weniger...
    Ich verstehe nach wie vor die Aufregung überhaupt nicht.
    Es gibt günstige Lizenzen von denen clevere Käufer Gebrauch machen. Vertrag geschlossen zwischen Kunde und Verkäufer. Damit ist für den Kunden alles geklärt.
    Wenn MS diese Lizenzen als illegal einstuft hat der Verkäufer ein Problem, aber nicht der Kunde.
    Mehr muss man dazu gar nicht sagen.
    ich weiß nicht ob es hier angebracht ist...aber...es gibt doch auch ganz legal Win10 Pro Lizenzen zu erwerben...ohne den MS Store für 259€...sogenannte OEM...oder ? Da zumindest hatte mir ein MS Mitarbeiter geschrieben...als Antwort auf den Artikel von Martin vor kurzem bzgl. der EDEKA Lizenz...nur sagte er nicht wo...
    Dass du wegen solcher Dinge persönlich beleidigt wirst, ist allerdings schon die Härte. Da müssen sich ja Leute direkt angegriffen fühlen. Vermutlich waren das dann wohl diejenigen, die mit geringem Aufwand bei eBay und Amazon Marketplace solche Keys verkaufen und damit Kasse machen.
    Nordlicht2112
    Ich verstehe nach wie vor die Aufregung überhaupt nicht.
    Es gibt günstige Lizenzen von denen clevere Käufer Gebrauch machen.

    Schlau ist das nun wirklich nicht. Eher komplett naiv bzw. nach dem "Legal illegal sch***egal" Prinzip.
    Aber, gut, ich erwarte in diesem Land ohnehin nicht mehr, dass die Justiz selbst in solchen Zweifelsfällen überhaupt noch im Sinne der Firmen entscheidet. Die Zeiten sind sowas von vorbei. Heutzutage zählt nur der Wille des dummen Konsumenten. Egal wie dumm dessen Wünsche auch sind, und egal wie wenig Sinn sie machen.
    Übrigens, nochmals: Der einzige, der sich hier die Taschen vollmacht ist Edeka. Oder die anderen Hinterhof-Anbieter, die solche dubiosen Keys anbieten. Microsoft hat da überhaupt nichts von. Und wenn es jeder so machen würde... den Rest darf ich, denke ich, von "cleveren" Menschen erwarten, dass sie ihn kennen. Oder auch nicht. Eigentlich kann ich dann nur noch einen Rat geben: Die entsprechenden Leute, die sowas kaufen, sollen den nächsten Monat für umsonst arbeiten. Dann sehen sie, wie es ist, wenn man für das, was man tut, nicht korrekt entlohnt wird.
    Wenn es alle so tun würden, wie die Käufer dieser Keys, dann kann Microsoft morgen keine Software mehr anbieten. So einfach ist das. Oder auch schwer. Kommt drauf an, wie "clever" man ist.
    @chakko: Microsoft steht es vollkommen frei seine Lizenzkeys und Aktivierung anders zu implementieren. Machen sie aber nicht.
    Wahrscheinlich aus einem ganz einfachen Grund: JEDE Microsoft Office-Installation ist eine gute Installation.
    Defakto ist es so das die "billig-Lizenzen" sozusagen ein Lernprogram darstellen. Wer das als Privatperson einsetzt wird auch in der Firma nicht auf die Idee kommen nach LibreOffice zu schreien...
    Wuesste zwar nicht warum man letzteres machen sollte, aber solche User muss es ja auch geben :-)
    Wie gesagt... wenn das alle so machen würden, dann wäre der Ofen irgendwann aus. Sein wir froh, dass es nur wenige "clevere" Menschen da draußen gibt, und der Rest von uns so blöd ist, den Preis zu zahlen, den die Entwickler für ihre Arbeit haben müssen. ;)
    Eine legale Lizenz, ob nun für Microsoft Windows oder Microsoft Office, besteht stets aus einem Product-Key und einem Nutzungsrecht (Regel: Legale Lizenz = Product-Key + Nutzungsrecht).
    Ein Product-Key ohne Nutzungsrecht ist vergleichbar mit einem Autoschlüssel. Der Autoschlüssel "berechtigt" den Besitzer lediglich, das entsprechende Fahrzeug zu bewegen, selbst wenn dieser nicht der Eigentümer des Autos ist. In einem fiktiven Beispiel könnte also ein Dieb, der sich zuvor der Autoschlüssel bemächtigte, das gestohlene Fahrzeug problemlos bewegen. Sobald jedoch durch Dritte festgestellt wird, dass der Dieb nicht der Eigentümer des Autoschlüssels ist, entfällt die Berechtigung.
    Verfügt der Besitzer des Product-Keys über kein Nutzungsrecht, ist die Lizenz ungültig und die Verwendung des Keys ist nicht legal. Ein Nutzungsrecht beinhaltet hingegen immer automatisch einen Key.
    Die erfolgreiche Aktivierung eines Produkts wird oft mit einer gültigen Lizenz verwechselt. Grundsätzlich wird für den Aktivierungprozess ein Product-Key zwingend benötigt. Die erfolgreiche Aktivierung bedeutet jedoch lediglich, dass der Key funktionsfähig ist und muss nicht gleichbedeutend mit einem Nutzungsrecht sein. Somit kann selbst bei einer erfolgreichen Aktivierung nicht gewährleistet werden, dass das Produkt mit einer legalen Lizenz versehen wurde.
    Finger weg. Zwar wird niemand deswegen juristische Schwierigkeiten bekommen und der drohende finanzielle Verlust ist überschaubar, dennoch ist und bleibt es eine Grauzone.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Käufer illegaler Lizenzen, Endkunden wie Unternehmer, eines Product-Keys ohne Nutzungsrecht rechtliche Schritte befürchten müssen, ist tatsächlich gering. Sollte Microsoft jedoch einen Anbieter illegaler Lizenzen verklagen, und im Rahmen des Verfahrens beschlagnahmt die Justiz Kundendaten, kann die Staatsanwaltschaft durchaus rechtliche Schritte gegen die Kunden einleiten. Unwissenheit schützt beileibe nicht vor Strafe. Aus diesem Grund wirbt Microsoft unter anderem mit der #BleibEcht-Kampagne.
    Ein niedriger Preis muss vordergründig kein Beweis für eine illegale Lizenz sein, kann jedoch ein Indiz darstellen. Die Preisgestaltung eines Produkts obliegt jedem Händler im weitesten Sinne selbst. Wenn ein Händler illegale Lizenzen in der Vergangenheit verkauft hatte, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass sein komplettes Angebot aus nicht legalen Lizenzen besteht.
    Dass sich weder München noch Redmond motiviert fühlten, ihren Teil zur erhofften Aufklärung beizutragen, ist nun wirklich keine Überraschung.

    Der Markt in der Europäischen Union ist frei. Microsoft darf diesen weder kontrollieren, kommentieren noch geltendes Recht für eigene Zwecke interpretieren.
    Microsoft Deutschland befindet sich ständig mit Anbietern zweifelhafter Lizenzen im Rechtsstreit. Sie dürfen sich daher zu laufenden Verfahren nicht äußern. Des Weiteren würde vermutlich der überwiegende Anteil der Medien ein solches Statement zum Anlass nehmen, um Microsoft in das Lager der Gebrauchtsoftwaregegner zu schreiben. Dies wäre für das Unternehmen wohl ein Imageverlust sondergleichen.
    Nordlicht2112

    Es gibt günstige Lizenzen von denen clevere Käufer Gebrauch machen.

    Viele Anbieter günstiger Keys bewerben Produkte als Neuware und Einzelplatzlizenzen, obwohl es sich hierbei zu einem großen Teil um Lizenzen aus Volumenverträgen handelt. Volumenlizenzen können allerdings nicht von Händlern als Neuware angeboten werden, da der Kunde in diesem Fall ein direktes Vertragsverhältnis mit Microsoft hätte eingehen müssen.
    Unseriöse Anbieter bieten etwa "Microsoft Office 2019 Standard" als Neuware an, welches ausschließlich als Volumenlizenz erhältlich ist, demzufolge keine Einzelplatzlizenz darstellen kann und aus diesem Grunde wohl Gebrauchtsoftware sein muss, da der Kunde die entsprechende Lizenz nicht von Microsoft, sondern vom Händler, erhält.

    Des Weiteren werden oftmals gebrauchte Produkte angeboten, die vermutlich nicht von einem Gebrauchtmarkt stammen, sondern aus einer illegalen Quelle.
    Für den durchschnittlichen Kunden ist daher nicht ersichtlich, ob es sich bei dem angeboten Produkt um gebrauchte Software handelt, die laut EU-Recht weiterverkauft werden darf, oder ob es sich um illegale Product-Keys handelt, die sich unter dem Deckmantel gebrauchter Software befinden.
    Nordlicht2112

    Wenn MS diese Lizenzen als illegal einstuft hat der Verkäufer ein Problem, aber nicht der Kunde.

    Der Handel mit gebrauchten Lizenzen ist nach EU-Recht selbstverständlich möglich, vorausgesetzt wird hierbei jedoch, dass die Software, mit welchem der Product-Key vertrieben wurde, ursprünglich in der Europäischen Union (EU) oder in einem Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) in den Umlauf gebracht wurde. Die Dokumentationskette muss bei jedem Wiederverkauf stets gewahrt bleiben und alle Kopien des Product-Keys müssen zum Zeitpunkt des Verkaufs vernichtet worden sein. Die Verantwortung über den Einsatz der Software liegt dennoch vordergründig beim Kunden, nicht beim Händler.
    Wer unsicher ist, ob sein erworbener Product-Key auch über ein entsprechendes Nutzungsrecht verfügt, kann hierzu gerne den Produktidentifikationsservice (PID) von Microsoft kontaktieren (https://www.microsoft.com/de-de/rechtliche-hinweise/pidservice).
    John22
    Was ist wenn man das Office-Paket neu installiert und dann auch aktiviert wenn man Windows 10 auf seinen PC vorher neu installiert hat oder sogar einen neuen PC kauft. Da werden leicht zwei oder drei Aktivierungen fällig ohne das sich das verhindern läßt.

    Dies ist lizenztechnisch selbstverständlich rechtens, da du Eigentümer des Product-Keys und des Nutzungsrechts bist und bleibst, sofern du über eine gültige Lizenz verfügst.
    Fakt ist, dass Edeka als Vermittler der (scheinbaren) Lizenzen mit seinem Namen bürgt. Also passiert dem Kunden, der dort die Keys erwirbt, gar nichts. Werden später einmal die Keys von MSFT nicht mehr akzeptiert, wird Edeka immer Ersatz leisten, dafür sorgt dann schon BILD und Co. Im Zweifelsfall gibt es dann von Edeka den Kaufpreis vermindert um eine Nutzungspauschale für die genutzte Zeit zurück.
    Das Problem liegt in der Komplexität der Lizensierungspolitik von Microsoft und der Gewinnmaximierungspolitik dieses Konzerns. Es wäre ein Leichtes, jedem privaten und gewerblichen Endkunden eine eindeutig identifizierbare Lizenz zuzuordnen. Dafür müssten dann aber für jeden Kunden und jeden gewerblichen Abnehmer individuelle Datenträger produziert werden. Genau das erhöht den Produktionsaufwand um mehrere USD. Und bei einer Rohspanne von über 50% des Endverkaufspreises ist das den gierigen Managern schon zu viel.
    Billiger sind Influencer, die man mal ab und wann nett in die Konzernzentrale einlädt, damit diese dann ihren Lesern und Zusehern ins Gewissen reden.
    Wirtschaft heute.
    G.-J.
    Hallo, ich gehöre auch zu der Fraktion, die mit einen verbilligten Windows 8.1 Pro Stick , inzwischen mit der Windows 10 Pro unterwegs ist. Ganz unwohl ist mir nicht, da ich gute 40 Euro gezahlt habe und MS die Möglichkeit zur Upgrade gestatte. Kenne nicht die interne Abwicklung, wie MS die Lizenzkeys programmiert oder "auslost". Da müsste es doch Lücken im System der Firma geben, die auch Fremde Lizenzkeys erzeugen können, die sogar eine Aktivierung ermöglichen. Vielleicht geht es wie mit den Kraken von Keys, dass solche dann billig verschachert werden.
    Gruß Uwi58
    Miine
    ... JEDE Microsoft Office-Installation ist eine gute Installation.
    Defakto ist es so das die "billig-Lizenzen" sozusagen ein Lernprogram darstellen. Wer das als Privatperson einsetzt wird auch in der Firma nicht auf die Idee kommen nach LibreOffice zu schreien ...

    Da kann gut was dran sein. Warum sonst die Aktionen mit dem Home-Use-Program? 13,99 € für Office-2016-Pro-Plus hatte ich bezahlt im Direktgeschäft mit Microsoft. Okay, ich weiß jetzt nicht, wieviel die teilnehmenden Firmen zusätzlich noch an MS ablatzen müssen ...
    ich nutze keys von defekten notebooks/pcs, die auf dem wertstoffhof entsorgrt wurden. werden sauber entfernt, und bei bedarf eingesetzt.
    da windows 7 keys immernoch gültig sind,bisher keinerlei probleme.
    @Gajus-Julius: eigene Datentraeger? Es wird doch eh Online-Aktiviert. Da kann man nachschauen ob einmal aktiviert wurde und wenn ja kann man keinen Namen etc. mehr selbst eingeben sondern bekommt das was bei Microsoft bei Erstaktivierung hinterlegt wurde...
    Vielleicht sollte man sich mal ueberlegen: WARUM bietet Microsoft denn ueberhaupt noch ein Office 2019 an wenn das mit den Lizenzkeys soviel Scherereien macht?
    Adobe hat mit der Creative Cloud doch vorgemacht wie man Kunden ins Abo steckt. Ich kenne aber mehr die keines haben als welche mit...
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    Microsoft kennt seine "Pappenheimer" ganz genau - z.B. Office Home & Student 2019 kostet 150 EUR und wird bis 2024 supported. Sprich: bei Release haette man fuenf Jahre Updates bekommen und somit sind die Kosten pro Monat: 2,50 EUR (!!!).
    Office 365 Personal kostet min. 5 EUR pro Monat. Sprich: das doppelte. Hat mit Publisher, Outlook und Access sowie OneDrive "Zeug" drin was "kein Mensch braucht".
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    Wenn Microsoft eine Moeglichkeit sehen wuerde den Abo-Preis zu senken OHNE sich sein Preisgefuege nachhaltig zu demolieren - dann haetten sie es schon laengst getan. (*)
    Defakto ist es so: Microsoft verdient SO WIE ES IST am meisten Geld. Darauf wuerde ich mein Excel verwetten.
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    Das man jetzt die 2016 Office Keys "nachgeschmissen" bekommt ist kein Wunder - Support laeuft in 12 Monaten aus. Bei ueber 30 EUR wird man "abgezockt"...
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    (*) gut - das ist Office 365 Home. Insgesamt sechs Familienmitglieder auf sonstwievielen Geraeten. Wer das Glueck/Pech einer solchen Grossfamilie hat: unter 1,50 pro Monat und Nase. DAS ist allerdings ein No-Brainer...
    Die Problematik mit den Lizenzkeys wurde auch in der Sendung c't-uplink besprochen. Ergebnis wie gehabt: Anscheinend nicht illegal, trotzdem hat man ein ungutes Gefühl.
    Aber wie dem auch sei. Als Kunde kann einem das egal sein. Die Keys werden offiziell verkauft und funktionieren letztendlich. Selbst wenn so ein Key mal gesperrt werden sollte, ist nur wenig Geld weg und man kauft einen Neuen.

    Reiner Bali 08.10.2019, 2:41
    Wieso denn nicht einfach das W Media Creation Tool nutzen? Da bekommt man W10 offiziell und gratis!

    Via Media Creation Tool bekommt man Windows nicht gratis, sondern nur eine Testversion. Letztendlich benötigt man auch damit einen funktionierenden Lizenzkey.
    So läuft das Angebot via Edeka ja auch. Lizenzkey bei Edeka kaufen und Windows via Media Creation Tool installieren.
    Wozu braucht man die überhaupt? Ich habe im Freundeskreis bei mehreren älteren Computern mit Windows 7 einfach per Upgrade Assistent eine Aktualisierung auf Windows 10 durchgeführt. Es funktioniert auch und dass natürlich diese Lizenz an den entsprechenden Computer gebunden ist stört doch keinen. Wenn derjenige sich einen neuen Computer holt, bekommt er doch eh ein neues Betriebssystem mit darauf. Das einzige, zu diesen Aktionen, worauf ich hingewiesen habe ist, dass Microsoft evtl. diese Lizenzen widerrufen könnte, da ja die kostenlose Updatezeit offiziell schon längst abgelaufen ist. Noch aber funktioniert es und die Leute sind damit zufrieden. Wenn also jemand meint, sich diese billigen Lizenzen zu holen und er wäre aus meinem Bekanntenkreise, würde ich ihn auf jeden Fall davon abraten.
    Zu der Sache mit den Beleidigungen: Kann ich nicht nachvollziehen aber leider ist das Verlassen einer bestimmten Etikette mittlerweile wohl Gang und Gebe geworden. Ich finde deine Berichte immer sehr gut und soweit für mich relevant, weise ich auch in meinem Bekanntenkreis darauf hin.
    Also von mir aus …. weiter so :daumen+ und nicht durch irgendwelche unflätigen Kommentare stören lassen!
    Gajus-Julius
    Fakt ist, dass Edeka als Vermittler der (scheinbaren) Lizenzen mit seinem Namen bürgt. Also passiert dem Kunden, der dort die Keys erwirbt, gar nichts.
    G.-J.

    Und genau das ist der springende Punkt für den Endkunden. Und mehr muss man dazu eigentlich gar nicht sagen.
    Wer, wie @chakko meint clever zu sein, weil er für das gleiche Produkt freiwillig mehr bezahlt kann das gerne tun aber anderen die günstiger (legal) einkaufen vorzuwerfen Schuld daran zu sein das MS zu wenig verdient ist schlicht weg Blödsinn.
    Das Ur-Problem ist:
    Lizengo kauft einen MAK-Schlüssel, dieser ist nur für Geschäftskunden einer Volumenlizenz, denn dieser wird mittels SCC und Intune dazu benutzt mehrere Rechner in einer Firma auf einmal zu lizenzieren.
    Microsoft und speziell der Support sagt nichts, weil der Schlüssel aktiv und gültig ist.
    Ob Lizengo damit den Servicevertrag bricht und ob es nachgewiesen werden kann, steht auf einem anderem Papier.
    Umgekehrt beschwert sich Microsoft oder ein MS-Distributor aber auch nicht, wenn ein Lizenzschlüssel für 100,000 Lizenzen erworben wird, denn das macht sich in der Bilanz des jeweiligen Region Field Managers gut.
    Am Ende, wenn es irgendwelche Probleme gibt, ist es eine Sache zwischen dem Endverbraucher und Lizengo. Punkt.
    Am Ende, wenn es irgendwelche Probleme gibt, ist es eine Sache zwischen dem Endverbraucher und Lizengo. Punkt.
    Nicht schön, aber richtig.
    Ich habe mir einfach einen Version ( Windows 10 ) zum vollen Preis für den ersten selbst gebauten PC gekauft.
    Das kostet zwar mehr, aber eh wenn ich mir einen 2000.-€ PC bauen und dann eiere ich rum beim Preis für Windows?
    Eines ist sicher, hat zwar mehr gekostet dafür gibt es keine Probleme.
    Erst jetzt neue CPU 3900X dazu neunes Mainboard X570. Kein Problem einfach nur angeklickt neues Board verbaut und gut war es.
    Windows kauft man ja nicht jedes Jahr neu.Den vollen Support will ich jeder dann haben. Der kostet aber auch Geld.
    @Nordlicht den Vorwurf mach ich aber auch. Denn man will dann auch den vollen Support und der koste auch Geld.
    Was würde man sage wenn die Leute her gehen uns einen bei der eigenen Arbeit nur mehr 10% zahlen? Dann würde man dann ganz schnell anderes reden.
    Ich finde Microsoft sollte Windows in ein ABO Model wandeln. Mit Verschiedenen Modellen. Läuft was ABO aus läuft zwar Windows weiter, aber es gibt keinen Support oder Update mehr.
    15 - 20.-€ im Jahr für das billigste Model. Dann halt Modele wo man mehr Cloud Speicher dabei hat. Ein Model mit Office 365 was zusammen dann eben billiger ist.
    Für Firmen Kunden eigne Modele. Wer einen Service Vertrag mit Microsoft hat, da ist Windows halt dabei. Ein Model was Service Partner von Microsoft auch anbieten können.
    Apple geht da viel härter vor. Denn sie sagen gleich nach einer gewissen Zeit wenn du die neueste Version haben willst dann kauf dir einen neune Rechner.
    Wer nix zahlen will für das System der soll sich halt Linux nehmen.
    So sehe ich das.
    Reiner Bali
    Wieso denn nicht einfach das W Media Creation Tool nutzen? Da bekommt man W10 offiziell und gratis!

    Das MediaCreationTool von Microsoft kann lediglich ein Installationsmedium bereitstellen. Du benötigst zusätzlich einen Product-Key und das entsprechende Nutzungsrecht. Ohne Key kannst du Windows 10 nicht aktivieren und ohne Nutzungsrecht ist die verwendete Lizenz nicht legal.
    Gajus-Julius
    Fakt ist, dass Edeka als Vermittler der (scheinbaren) Lizenzen mit seinem Namen bürgt. Also passiert dem Kunden, der dort die Keys erwirbt, gar nichts.

    Deine These ist nicht korrekt. Ich wiederhole: Die Verantwortung über den Einsatz der Software liegt vordergründig beim Kunden, nicht beim Händler.
    mt03c06
    Die Keys werden offiziell verkauft und funktionieren letztendlich.

    Die erfolgreiche Aktivierung eines Produkts wird oft mit einer gültigen Lizenz verwechselt. Grundsätzlich wird für den Aktivierungprozess ein Product-Key zwingend benötigt. Die erfolgreiche Aktivierung bedeutet jedoch lediglich, dass der Key funktionsfähig ist und muss nicht gleichbedeutend mit einem Nutzungsrecht sein. Somit kann selbst bei einer erfolgreichen Aktivierung nicht gewährleistet werden, dass das Produkt mit einer legalen Lizenz versehen wurde.
    Schattenwald

    @Nordlicht den Vorwurf mach ich aber auch. Denn man will dann auch den vollen Support und der koste auch Geld.
    Was würde man sage wenn die Leute her gehen uns einen bei der eigenen Arbeit nur mehr 10% zahlen? Dann würde man dann ganz schnell anderes reden.

    Sorry aber eure Argumentation bzgl. der Bezahlung der MS Mitarbeiter ist völliger Mumpitz.
    Die bekommen nach wie vor den gleichen Lohn obwohl es bei Edeka ein paar günstigere Lizenzen gibt.
    Wenn das finanziell für MS wirklich ein so großes Problem wäre wie ihr euch einredet, glaubt ihr ernsthaft sie würden dann nichts dagegen unternehmen?
    Mal ein anderes Beispiel:
    Wenn ihr Urlaub bucht, nehmt ihr dann das günstigste Angebot für ein und dasselbe Hotel oder zahlt ihr freiwillig lieber einige hundert Euro mehr an den teuersten Anbieter nur weil ihr glaubt das die Mitarbeiter beim Reiseveranstalter sonst weniger Gehalt bekommen?
    @Nonkonfromist
    Deine These ist nicht korrekt. Ich wiederhole: Die Verantwortung über den Einsatz der Software liegt vordergründig beim Kunden, nicht beim Händler.

    Und wie soll der Kunde sowas sicherstellen?
    Dann dürfen wir gar keine Software mehr einsetzen solange weil wir Kunden nichts garantieren können.
    Fakt ist der Kaufvertrag wird zwischen dem Kunden und Edeka geschlossen. Also ist für mich als Kunde Edeka der Geschäftspartner der für die Legalität des Vertrags verantwortlich ist.
    Ich fand die billig Windows Lizenzen schon immer Klasse. Habe im Laufe der Zeit bestimmt 3-4 jeweils fuer VMs gekauft um mit Windows "rumzuspielen". Ohne solche Angebote haette ich das nicht gemacht...
    Und dann bin ich vom Mac gewechselt und habe mir ein Surface Pro gekauft. Funktioniert also irgendwie fuer Microsoft :-)
    @Schattenwald: wer Microsoft Support haben will kauft sich die "richtige" Lizenz.
    Andersrum wird ein Schuh draus: diese Billig-Lizenzen unterstuetzen das gesamte Microsoft-Ecosystem - denn wer sich nicht selbst helfen kann, da muss dann im schlimmsten Fall ein bezahlter Dritt-Dienstleister das Problem loesen.
    Wahrscheinlich tritt Edeka nur als Vermittler auf und haftet somit NICHT.
    Aehnlich ist das ja auch mit den anderen Keys (iTunes, Amazon etc.) die man erwerben kann.
    Edeka selbst wird da wohl keinen grossen Schnapp dran machen - Chips (zum Essen) werden mehr Marge haben.
    Wenn die Keys zu oft aktiviert werden, dann kann dieser PR-Stunt seitens Edeka nach hinten losgehen - denn fuer den Kunden buergen die mit ihrem guten Namen.
    Wie gut der PR-Stunt funktioniert - einfach mal das Wort "Edeka" auf dieser Seite zaehlen :-)
    Mir ist eh völlig unklar, warum Edeka sich sowas ans Bein bindet. Das erwarte ich von Hinterhof Ebay-Shops, aber nicht von so einer etablierten Supermarkt-Kette. Völlig unverständlich. Aber, zeigt irgendwie recht gut, wie weit es bereits mit DE und der EU gekommen ist, wenn Firmen überhaupt keine Handhabe haben gegen Dinge, die gegen ihre Nutzungsrechte verstoßen. Ich würde mir da, ehrlich gesagt, überlegen, ob ich das Geschäft nicht komplett aufgebe, und alles per Abo mache, wie bereits bei Office 365. Und der Kunde bedankt sich dann bei der laxen Rechtssprechung, und dem ewigen Entsprechen der Politik nach seinen Bedürfnissen, was dann vollkommen nach hinten losgeht. Dafür gibt es ja auch bereits etliche Beispiele.
    Wenn Edeka an einer 20,- € Lizenz nur 1,- € verdient, dann ist das eine Gewinnspanne von 5% und damit deutlich höher als bei Lebensmitteln üblich, da sind´s nur ca. 3%.
    @Chakko
    Edeka verdient damit auf recht einfache Weise zusätzliches Geld, was ist daran unklar?
    Du kannst dort ja auch Sim Karten fürs Smartphone kaufen und jede Menge anderer Produkte die mit Lebensmitteln nichts zu tun haben.
    @PeteM92: deswegen nahm ich Chips - auch wenn manchmal ueberlebensnotwendig sind das nicht wirklich "Lebensmittel" :-)
    Die vorhandenen Margen sieht man ja ganz gut wenn es Aktionsangebote gibt - da wird bestimmt nicht mit Verlust verkauft.
    @chakko: sorry- gerade in der EU und Deutschland haben die Firmen bereits das Sagen. War nie anders.
    Sammelklagen gibts in den USA seit Ewigkeiten und da gibt es auch explizit "abschreckende" Strafen (sprich die Fantastilliarden).
    Da haben wir hier noch Aufholbedarf. Und "guess what" - Microsoft ist eine US-Firma und gibt es immer noch...
    Guter Beitrag! ??
    Bitte die Fragezeichen durch freundliche Emoticons ersetzen. ;) Ich vergesse jedes Mal, dass die Emoticons meiner Tastatur hier nicht funktionieren. *lach*
    @Miine: Sehen wir es doch mal realistisch: Die meisten Staatseinnahmen werden durch Firmen erwirtschaftet. Ich denke, da liegt es nicht besonders fern, wenn man die Hand, die einen füttert, nur zart beißt. ABER, ich sehe auch ganz deutlich einen Trend zur Bedienung von, sorry, dummen Konsumenten, die nicht mehr den Stecker eines Fernsehgerätes einstecken können, ohne sich über irgendetwas zu beschweren. Und, da muss man sich halt wirklich überlegen, ob das alles so sein kann. Zumindest sollte man überlegen, auch da wir das Land der Bürokraten sind ;), ob man da nicht für Fälle, bei denen Firmen wie Microsoft Lizenzen verkaufen, deren Lizenzmodell einfach keinen Wiederverkauf vorsehen, und das zum Teil, oder im größeren Umfang die Geschäftsgrundlage bedroht, andere Wege zu finden.
    Da ich das Beispiel so treffend finde: Es sollte sich mal jeder überlegen, was passiert, wenn seine Firma die Dienstleistungen oder Produkte morgen alle nur noch auf dem Gebrauchtmarkt wiederfindet, und das zu einem Zehntel des regulären Preises. Und die Firma dann die Gehälter auf ein Zehntel kürzt. Dass das dann kaum dafür reicht, das Essen auf den Tisch zu bringen, dürfte klar sein.
    In diesem Fall ist es sogar noch krasser, denn Microsoft verdient überhaupt nichts daran. Und Edeka, oder die Ebay-Hinterhof-Anbieter verdienen sich als Reseller dumm daran. Das kann so nicht angehen.
    @chakko: es ist egal was die Lizenzen vorsehen wenn die Gesetze und Rechtssprechung eines Staates in dem diese angeboten und verkauft werden etwas anderes sagen.
    Das Du Sachen auf dem Gebrauchtmarkt guenstiger findest - das ist so dessen Natur.
    -
    Was meinst Du warum Microsoft das jeweilige Office "nur" fuer fuenf Jahre supporten? Es steht Microsoft frei jedes Jahr eine neue Version rauszubringen die insgesamt zwei Jahre support hat.
    Tatsache ist: so ein Office wuerde dann weniger kosten und Microsoft hat halt lieber den Batzen Geld auf einmal in der Tasche... .
    Evtl. ist es auch so das die Kunden nach fuenf Jahren eher die bis dahin geschaffenen Neuerungen sehen und dafuer bereit sind zu zahlen.
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    Das Abo-Model spricht halt andere Kunden an: diejenigen die Probleme gerne mit Geld loesen. Z.b. weil die eigene Zeit einfach mehr wert ist.
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    Noch einmal: Microsoft verdient genau so wie es IST zur Zeit am meisten. Sonst wuerden sie es aendern.
    Nordlicht2112
    Und wie soll der Kunde sowas sicherstellen?
    Dann dürfen wir gar keine Software mehr einsetzen solange weil wir Kunden nichts garantieren können.
    Fakt ist der Kaufvertrag wird zwischen dem Kunden und Edeka geschlossen. Also ist für mich als Kunde Edeka der Geschäftspartner der für die Legalität des Vertrags verantwortlich ist.

    Zugegebenermaßen ist das eine schwierige Angelegenheit. Microsofts Lizenzbedingungen sind hingegen eindeutig. Wenn ein Kunde ein Produkt von Microsoft, oder einem autorisierten Distributor, rechtmäßig erwirbt, kann sich dieser sicher sein, dass das erworbene Produkt die Lizenzbedingungen vollständig erfüllt.
    Wenn ein Produkt von einem Händler deutlich unter seinem üblichen Marktpreis angeboten wird, wenngleich im EU-Recht keine Softwarepreisbindung durch Hersteller existiert, kann die Gutgläubigkeit des Kunden nicht immer ohne Weiteres nachgewiesen werden. Zudem erwartet der Gesetzgeber von geschäftsfähigen Personen stets ein Mindestmaß an Skepsis.
    Beispiel:
    Ein Neuwagen eines aktuellen Modells wird von Händler A zu einem Preis von 40.000,00 € angeboten. Händler A kann lückenlos nachweisen, dass dieser das Fahrzeug direkt vom Hersteller bezog. Händler B bietet hingegen den gleichen Neuwagen mit den selben technischen Spezifikationen lediglich für 10.000,00 € an, kann allerdings nicht nachweisen, woher das Fahrzeug bezogen wurde. Es könnte daher im Bereich des Möglichen sein, dass das Fahrzeug aus einer dubiosen Quelle stammt.
    Ich wiederhole erneut:
    Ein niedriger Preis muss vordergründig kein Beweis für eine illegale Lizenz sein, kann jedoch ein Indiz darstellen. Die Preisgestaltung eines Produkts obliegt jedem Händler, wie bereits oben angeführt, im weitesten Sinne selbst. Dennoch muss der Kunde abwägen können, ob der vom Händler aufgerufene Kaufpreis für das angebotene Produkt marktüblich und daher realistisch ist.
    Es genügt aus diesem Grund nicht, als Kunde die Opferrolle einzunehmen, und die Schuld auf die betroffenen Unternehmen abzuwälzen.
    Es schaut doch so aus: Für Kunden ist die Situation mehr als unbefriedigend: Sie bekommen einen Schlüssel aus unklarer Herkunft und sehr wahrscheinlich kein legales Programmexemplar. Windows macht aber keine Anstalten, sich sofort zu beschweren und der Rechercheprozess bei Microsoft dauert und ist mit Aufwand verbunden.
    Sollte jemand gebrauchte Lizenzen kaufen wollen, gibt es leider keinen allgemeingültigen Trick, um legale Angebote zu erkennen. Der gesunde Menschenverstand kann bei der Auswahl helfen: Sicherlich können Händler gebrauchte Lizenzen günstig einkaufen und unter Microsofts Einzelpreis verkaufen – bei Preisen unter 10 Euro ist die Wahrscheinlichkeit aber klein, dass das Geschäftsmodell legal ist. Aber auch höhere Preise garantieren nicht die Echtheit.
    Will man als Kunde sichergehen, eine legale Kopie der Software zu bekommen, sollte man schon bei der Auswahl des Händlers auf die Wortwahl achten. „Keys“ sind noch keine Lizenzen – ganz unabhängig davon, ob sie funktionieren. Zum Gebrauchtverkauf von Lizenzen gehört immer eine Dokumentation der Herkunft. Wenn man Zweifel hat, sollte man vor dem Kauf danach fragen. Ein Händler, der die Geschichte der Lizenz nicht erklären kann, ist verdächtig.
    Wer in der Vergangenheit eine verdächtig günstige Lizenz gekauft hat und ganz sicher gehen möchte, nichts Verbotenes getan zu haben, sollte den Händler kontaktieren und Microsofts Formular in Anspruch nehmen. Dann muss man aber damit rechnen, dass der Schlüssel gesperrt wird. Wer den Schlüssel mit dem bordeigenen Werkzeug oder ShowKey Plus analysiert hat und „MAK“ angezeigt bekommt, kann sich sicher sein, dass der Weiterverkauf unzulässig war.
    @Schattenwald
    was machst du an dem Tag an dem Microsoft keine Kauflizenzen mehr anbietet, sondern, wie so viele andere Firmen, auf Abo umstellt? Meinst du daß da noch lange Support für das Kauflizenz-Windows gegeben wird?
    Ich kenne die Sache von Adobe her, die auch - zur Verärgerung und zum Entsetzen - vieler Käufer einfach so umstellte.
    Ich freue mich noch heute über diese Entscheidung, denn selbst nach 6 Jahren Abozahlung habe ich noch nicht mal die Hälfte dessen bezahlt was die Kaufversion gekostet hätte.
    Bei Office 365 Home sind sagenhafte 6 TB Cloudspeicher dabei. Natürlich fülle ich davon nicht mal 1 GB mit Office-Dateien - sondern mit meinem Bilderzeug und YouTube Videos. Wozu NAS immer wieder teuer aufrüsten wenn OneDrive Online vergleichsweise spottbillig den gleichen Komfort bietet? Auch bei Office 365 gibt es immer wieder Schnäppchenangebote...ganz legal.
    Insofern sind Billig-Lizenzen, gekauft bei Firmen mit deutschem Firmensitz, nicht wirklich das Schlimmste was man sich und Microsoft antun kann.
    Ich bin überhaupt kein Freund von irgendwelchen Abos, von daher wäre der Tag der Einführung einer Windows Version im reinen Abo inkl. Beendigung des Supports meiner aktuellen Windows 10 Versionen mit Sicherheit der Tag an dem ich mich auf meinen privaten Rechnern von Windows komplett verabschiede, ich guck mir ja nicht umsonst seit Jahren die verschiedenen Linux Varianten am Markt an, die Entwicklung schreitet dort fort und das Softwareangebot wächst.
    Im beruflichen Umfeld wird das natürlich nicht möglich sein, da werde ich dann in den sauren Apfel beißen müssen, da zahlt man ja für viele Anwendungen ohnehin monatlich, allerdings bisher nicht für das Betriebssystem ...
    Bisher gehörte das Windows jeweils zum Lieferumfang meiner Hardware (zuletzt Windows 7), wenn Microsoft jetzt die Consumer nach Vorbild von Office 365 auf ein Windows Abosystem umstellen möchte, kaufe ich mit Sicherheit auch nur noch Geräte ohne Betriebssystem, oder baue sie mir selbst zusammen.
    Ich befürchte allerdings tatsächlich, dass die Tage der kostenlosen Updates bald zu Ende gehen... dann heißt es "Tschüss Windows"...
    Ich hatte noch nie eine Retail Lizenz. Erst war es ne klassische OEM aus dem Planetenmarkt, dann waren es eben von Amazon gekaufte OEMs und dann kam eh passend zur Windows 10 Zeit die Dreamspark (was irgendwie jedes Jahr anders heißt) Zeit und dann waren da eh Windows Lizenzen bei.
    Seit dem brauche ich dank Win10 SaaS quasi gar keine Lizenz mehr.
    Nur mit Office, bis 2010 als - ja wirklich - gekaufte Studentenversion mit Lizenz, das aktuelle 2019er habe ich dann - ob man es glaubt oder nicht - per 5€ Ebay Lizenz gemacht. Volume License MAK Key kam an und ich habe halt auch nur einmal aktiviert.
    Das Problem dabei ist bei mir auch: Ich bin nicht bereit für einen Mainboard-Tausch (weil das alte eben kaputt ging) gleich eine neue Lizenz zu kaufen oder einen mehrwöchigen Prozess zum durchwechseln der Lizenzen durchzumachen (was bei DreamSpark Lizenzen quasi unmöglich ist) - aber, 5€ für ne neue Ebay-Lizenz nach nem Mainboardwechsel ist ein notwendiges Übel das quasi gar nicht zu Buche schlägt. Geht halt irgendwas kaputt wovon dann Microsoft meint ich müsste denen erst einmal Geld für ne Lizenz hinwerfen dann bin ich eher gewillt 5€ hinzulegen weil genau das dann bedeutend schneller geht als Microsoft davon zu überzeugen dass die alte Hardware auch wirklich kaputt gegangen ist.
    Und niemand hat mir jemals garantieren können dass die Lizenz die ich aktuell auf dem PC habe so an meinen Microsoft Account gebunden ist dass dies nach einem wirklichen Formatieren der Festplatte immer noch erkennbar ist.
    paradonym
    Nur mit Office, bis 2010 als - ja wirklich - gekaufte Studentenversion mit Lizenz, das aktuelle 2019er habe ich dann - ob man es glaubt oder nicht - per 5€ Ebay Lizenz gemacht. Volume License MAK Key kam an und ich habe halt auch nur einmal aktiviert.

    Glücklicherweise bist du durch das Impressum deines Blogs leicht zu identifizieren und wirst das Nutzungsrecht deines Product-Keys im Falle einer Prüfung sicherlich lückenlos per Dokumentation belegen können.
    paradonym

    Das Problem dabei ist bei mir auch: Ich bin nicht bereit für einen Mainboard-Tausch (weil das alte eben kaputt ging) gleich eine neue Lizenz zu kaufen oder einen mehrwöchigen Prozess zum durchwechseln der Lizenzen durchzumachen (was bei DreamSpark Lizenzen quasi unmöglich ist)

    Sofern du dich an die Nutzungsbedingungen des Microsoft Imagine-Programms (ehemals DreamSpark) hältst, sollte dies dir doch keine Probleme bereiten. Andernfalls musst du eine gültige Lizenz mit Product-Key und Nutzungsrecht erwerben, wie alle anderen auch, die nicht von Microsoft durch Förderprogramme bevorzugt werden.
    Den Heise Artikel habe ich 2 x durchgelesen und war so schlau wie vorher.
    Hier noch was von Microsoft (Sven Langenfeld): Software-Piraterie
    Über Lizengo, Lizenzfuchs und Co. wird im Channel viel diskutiert. Die CRN hat kürzlich einen sehr guten und umfangreichen Artikel dazu veröfentlicht. https://www.crn.de/software-services/artikel-120773.html
    Daraufhin hat mich die CANCOM zu einem Interview eingeladen, welches auf meinem YouTube-Channel zu finden ist. https://www.youtube.com/watch?v=p52J2nlR-PI&feature=youtu.be
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