Billige Windows- und Office-Lizenzen von Lizengo: Offizielles Statement von Microsoft

Billige Windows- und Office-Lizenzen von Lizengo: Offizielles Statement von Microsoft

Die von Lizengo vertriebenen Windows- und Office-Lizenzen sind seit ein paar Wochen Dauergast in den Schlagzeilen, so auch bei uns. Bislang haben uns alle Informationen zu diesem Thema auf indirektem Weg erreicht, nun liegt mir aber ein offizielles Statement von Microsoft vor. Auf sechs Seiten dokumentiert das Unternehmen den Fall und erläutert dabei sehr detailliert die entdeckten Unstimmigkeiten, die Microsoft letztlich dazu bewogen haben, juristisch aktiv zu werden.

Eine Sache muss dabei vorweg gerade gerückt werden. Ich hatte unter Berufung auf einen anderen Bericht geschrieben, Microsoft würde Lizengo verklagen. In dem Microsoft-Statement ist dagegen von „rechtlichen Schritten“ die Rede. Das kann beispielsweise auch eine Abmahnung oder die Beantragung einer einstweiligen Verfügung sein.

Zu Beginn seiner Stellungnahme erläutert Microsoft zunächst, dass ein funktionierender Produkt-Key nicht zwangsläufig bedeutet, dass man auch eine gültige Lizenz besitzt. Es wird auch die grundsätzliche Problematik erläutert, dass man beim Kauf eines Produktschlüssels über Zwischenhändler nicht zweifelsfrei prüfen kann, ob das Angebot rechtlich einwandfrei ist. Wer Verdacht schöpft, kann sich an den Produktidentifikationsservice von Microsoft wenden und erhält dann von dort eine Auskunft, was die Prüfung ergeben hat. Ersatz leistet Microsoft bei einer ungültigen Lizenz natürlich nicht.

Mehrere Kunden, die unter anderem bei EDEKA einen Lizengo-Gutschein gekauft und diesen gegen einen Produkt-Key eingelöst hatten, haben diese Schlüssel zur Überprüfung eingereicht. Die Ergebnisse, die wir schon im Beitrag von vorletzter Woche aufgezählt haben, finden sich auch in der vorliegenden Stellungnahme wieder. Die Schlüssel stammten aus dem OEM-Programm für China oder aus anderen speziellen Lizenzprogrammen, keines davon war für den Weiterverkauf bzw. den Vertrieb in Deutschland vorgesehen.

Weitere Fälle, die genannt werden: Ein von Lizengo verteilter Office-Key gehört zu einem Volumenlizenzvertrag mit einer bulgarischen Universität über eine einzige Lizenz. Dieser Key wurde bereits 24 Mal zur Aktivierung benutzt. Konkret auf Lizengo bezogen kann Microsoft nachweisen, dass diese den Schlüssel an mindestens zwei Kunden ausgegeben haben.

Einen gleich gelagerten Fall gibt es mit einer dänischen Uni, auch hier gibt es einen „Volumenvertrag“ über eine einzelne Office-Lizenz. Der zugehörige Key wurde schon 30 Mal benutzt, außerdem ergab eine Überprüfung, dass besagte Uni nie einen Vertrag mit Microsoft abgeschlossen hat. Offenbar hat also ein unbekannter Dritter diesen Vertrag unter Angabe falscher Daten abgeschlossen.

Inwieweit Lizengo von der zweifelhaften Herkunft der Produktschlüssel wusste, wird eine der Fragen sein, auf die wahrscheinlich vor Gericht eine Antwort gefunden werden muss. „Die bei uns erworbenen Produktschlüssel sind ausschließlich neu“ schreibt Lizengo auf seiner Homepage. Dieser Aussage hält Microsoft entgegen, dass einige der überprüften Schlüssel schon vor dem erstmaligen Verkauf durch Lizengo für die Aktivierung von Office oder Windows benutzt wurden.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Hoffentlich geben die Beispiele aus dem Artikel dem ein oder anderen zu denken, ob er mit seinem Geld solche Abzocker und Bauernfänger weiter reich machen will...
    Hoffentlich geben die Beispiele aus dem Artikel dem ein oder anderen zu denken, ob er mit seinem Geld solche Abzocker und Bauernfänger weiter reich machen will...

    Wen juckts? Ich kauf meine Keys immer bei mmoga. Was soll\'s wenn einer nicht geht von den 10 die ich mir kaufen könnte für das was MS für einen Key verlangt.
    Wobei man bei mmoga eig. immer Ersatz bekommt falls es wirklich sein sollte das was nicht funktioniert.
    Wen juckts?

    Mich. Ich sehe mein Geld viel lieber bei den Entwicklern ankommen, als bei schlitzohrigen Hinterhofanbietern.
    Am Ende beißen die mit so einem Gebahren ohnehin nur die Hand, die sie füttert. Aber, gut, die haben sicher schon einen Plan B in der Tasche. "Sammlerware" bei Ebay anbieten, oder ähnliches. ;) Solche Schmierfinken haben immer eine Idee, wie's noch schmieriger geht.
    Ich bin auch kein Freund von "vom Laster gefallen", muss aber auch sagen, dass Microsoft mit den Mondpreisen, die sie für Windows verlangen, so etwas wie einen "Schwarzmarkt" für Lizenzen forciert. Solch vernagelte Online-Verifikation auf Lizenzgültigkeit dient nur dazu, dem Markt die Preise diktieren zu wollen oder gar alleiniger Vertriebskanal zu sein.
    Rechtfertigt das diesen Schwarzmarkt? Ja, durchaus, aber legitim ist das selbstverständlich nicht. Ich habe für den Kauf solcher Lizenzen jedenfalls Verständnis, auch wenn das nicht mein Handeln wäre.
    PS: Entwickler, Entwickler - Bla. Das ist ein Beruf unter vielen, der muss nicht auf ein hohes Podest gehoben werden. Sehe dein Geld doch lieber bei den wichtigen, sozialen, Berufen. ;)
    Selbst bei 1 Euro Lizenzgebühren könnte Microsoft die Entwickler gewiss fürstlich entlohnen und die Entwicklungskosten insgesamt dicke wieder einfahren.
    Mehrere Kunden, die unter anderem bei EDEKA einen Lizengo-Gutschein gekauft und diesen gegen einen Produkt-Key eingelöst hatten, haben diese Schlüssel zur Überprüfung eingereicht.<<
    So kann man es auch ausdruecken. Richtiger waere das es Journalisten waren die Keys die sich nicht selbst bezahlt haben haben pruefen lassen.
    Warum sich Privatkunde sich einen Key bei EDEKA holt diesen via Produktschnickschnack-Service umstaendlich und langwierig pruefen lassen sollte - es waere schoen wenn einem Microsoft das mal erklaert.
    Wenn gebuehrenpflichtig abmahnen und klagen gewollt waere - dann wuerden die eine Anwaltskanzlei damit beauftragen das Internet nach entsprechenden Angeboten zu durchforsten...
    Fakt ist: Microsoft hat da gar keinen Bock drauf. Es ist nicht so das alle Anwaelte und Kanzleien im Geld schwimmen und sich vor Kunden/Auftraegen nicht retten koennen.
    Das einzige Problem fuer Microsoft war das der Fall an die "grosse Glocke" kam. Und wie man darauf reagierte und mit welcher Geschwindigkeit spricht auch fuer sich.
    @Fembre Was schreibst du denn da für ein Unsinn. Wir reden hier von einem Betriebssystem und nicht von einer ollen App aus irgendeinem Store. Das kostet ensprechend. Du bekommst Windows 10 auch als OEM Version. Die kostet weniger, aber keine 30€. Die Entwicklung und der Support eines OS erfordert viele Ressourcen. Das ist mit einem Euro nicht getan.
    @Martin: Ein Antrag auf eine "Einstweilige Verfügung" stellt eine Unterform einer Klage dar. Bei einer "Einstweiligen Verfügung" wird die Klageschrift nicht durch herkömmliche Beweiserhebungsanträge (Vorlage von Dokumenten, Antrag auf Zeugeneinvernahmen, etc. pp.) untermauert, auf die dann der Antragsgegner seine Sicht der Dinge durch ebensolche Beweisanträge erwidern kann, sondern der Antragsteller (Kläger) muss durch eine Eidesstattliche Versicherung die Richtigkeit seiner Vorwürfe belegen.
    Es obliegt dem entscheidenden Gericht, einem solchen Antrag vollumfänglich Glauben zu schenken, oder dem Antragsgegner dann doch eine kurze Frist zu einer Erwiderung zu geben.
    Im ersten Fall ergeht die Verfügung, die sofort gültig und vorläufig vollstreckbar ist, gegen die aber der Antragsgegner Widerspruch einlegen kann, und damit mutiert die Angelegenheit im Hauptsacheverfahren zu einem normalen Rechtsstreit.
    Im zweiten Fall will das Gericht eine kurze Erwiderung der Gegenseite sehen, um dann zu entscheiden, ob es ohne Hauptverhandlung eine Verfügung erlässt, oder eben nicht.
    Einstweilige Verfügungen dienen vor allem in den Fällen einem Antragsteller, wenn es um Zeit und damit um mögliche erhebliche Verluste gleich welcher Art geht. Häufig in Familienrechtsangelegenheiten angewendet, wenn bei einem gemeinsamen Sorgerecht für Kinder ein Elternteil mitsamt Kinder ins ferne Ausland verschwinden will, und der andere Elternteil noch schnell eine Grenzsperre für die Kinder erreichen will. Oder aber wenn es sich um gefälschte Urkunden handelt, aus denen bereits unwiderruflich erhebliche Vermögensverluste für den Antragsteller erwachsen. (Gefälschte Testamente, Nachgemachte Notarurkunden, gefälschte Gerichtsurteile)
    Befürchtet eine Partei, dass gegen sie eine Einstweilige Verfügung beantragt wird, kann sie bei Gericht eine Schutzschrift hinterlegen. In diesem Fall darf keine Verfügung mehr ausgesprochen werden.
    Wenn die Anwälte von Lizengo ihr Studium auch nur mit "Ausreichend" abgeschlossen haben, dann dürfte längst eine solche Schutzschrift beim örtlichen Gericht vorliegen.
    Und zur Sache: In einer eigentlichen Hauptsacheentscheidung wird jedes deutsche Gericht prüfen, wie es angeht, dass chinesische Aktivierungsschlüssel in Deutschland bei Liese Müller auf ihrer deutschen Softwareversion funktionieren.
    Stichwort: Schadenminderungspflicht eines Geschädigten
    Und genau das dürfte auch der Grund sein, warum Microsoft bis dato trotz Vermutung oder gar Kenntnis der Zweckentfremdung von Aktivierungsschlüssel gegen solche Schlüsselverkäufer nicht vorgeht. Auch eBay hat eine (übrigens sehr gut funktionierende) Rechtsabteilung. Die wäre längst eingeschritten, wenn die Veröffentlichung von Kaufangeboten von Keys für wenige Cent auch nur ansatzweise für eBay gefährlich wäre.
    G.-J.
    Kubiac
    @Fembre Was schreibst du denn da für ein Unsinn.
    Es geht um die Entwicklung, nicht die laufenden Kosten oder den Support. Windows 10 ist keine Neuentwicklung. Windows läuft auf 99% aller PC dieser Welt. Lass nur 10% davon auch tatsächlich mit einer gekauften (auch OEM-)Version von Windows 7, 8 oder 10 betrieben sein. Rechne, Schätze. Auf wie viele Mrd. kommst du?
    @Gajus-Julius danke für den kleinen Exkurs, auch wenn ich das alles schon wusste, man kommt mit dem Zeug ja leider auch hin und wieder in Berührung. Da es sich um eine Online-Aktivierung handelt, könnte Microsoft den "fliegenden Gerichtsstand" nutzen und eine EV irgendwo beantragen, dann wird's mit der Schutzschrift schwierig. Ich gehe aber nicht davon aus, dass sie so vorgehen wollen oder werden, weil ja genau das auch wieder angreifbar ist. Am Ende ist mir das auch ehrlich gesagt völlig Banane, ist ja weder mein Problem noch mein Geld.
    Fembre
    Ich bin auch kein Freund von "vom Laster gefallen", muss aber auch sagen, dass Microsoft mit den Mondpreisen, die sie für Windows verlangen, so etwas wie einen "Schwarzmarkt" für Lizenzen forciert.

    Sorry, aber so eine Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Ein teures Auto forciert auch keine Diebstahl. Ein iPhone forciert auch nicht, dass man damit ohne zu bezahlen den Laden verlässt. Ich weiß, bei Software ist die Hemmschwelle ungleich niedriger, und, ich bin mir auch sicher, dass viele meinen, dass das hier völlig legal, und legitim wäre. Aber, ich kann's nur immer wieder sagen. Das hier ist genauso legal und legitim wie die Rolex für 50 € vom Straßenhändler. Nämlich gar nicht. Und, es ist auch keine besonders schöne Lebenseinstellung, wenn man Leute, die sich in ihrem Job den Hintern aufreißen, nicht das bezahlt, was ihre Arbeit wert ist. Ich denke, das kann jeder nachvollziehen, der mal irgendwann in seinem Leben gearbeitet hat. Oder auch nicht, denn, sowas scheint schnell vergessen, wenn das Schnäppchen ruft, das gar keins ist.
    wenn man Leute, die sich in ihrem Job den Hintern aufreißen, nicht das bezahlt, was ihre Arbeit wert ist.
    Und das sagst du ausgerechnet einem Altenpfleger. Rofl. Bezahl du mir als Pflegeversicherter also das, was meine Arbeit wert ist. Machst du? Machst du nicht, denn da geht es ja um das eigene Säckel, wo man nichts Physisches / Digitales erwirbt. Geht doch bloß um das Alter, ipfui. Kannst ja mal spaßeshalber schauen, was die sich Hintern aufreißenden Altenpfleger "verdienen" - und was die sich Hintern aufreißenden Softwareentwickler bekommen. Und vergleich dann vielleicht auch direkt mal spaßeshalber die Jobs. So von wegen Verantwortung, Dienst an der Gesellschaft und so.
    Software ist ein digitales Gut, das sich ohne weiteren Aufwand und Kosten millionenfach duplizieren lässt. Das schafft der Straßenhändler mit seiner gefälschten Rolex nicht, genauso wenig der Hersteller des teuren Autos.
    Hier ist der Knackpunkt und der Hund begraben. Und außerdem: Was kommst du mit Luxusartikeln ums Eck? Ist Windows für dich Luxus? Was vergleichst du Massenware mit Handmade und Statusobjekt? Nicht dein Ernst.
    Und das sagst du ausgerechnet einem Altenpfleger. Rofl. Bezahl du mir als Pflegeversicherter also das, was meine Arbeit wert ist. Machst du? Machst du nicht, denn da geht es ja um das eigene Säckel, wo man nichts Physisches / Digitales erwirbt. Geht doch bloß um das Alter, ipfui.

    Ganz ehrlich, dann weiß ich nicht, was es hier viel zu diskutieren gäbe. Du weißt doch, wie der Hase läuft. ;)
    Software ist ein digitales Gut, das sich ohne weiteren Aufwand und Kosten millionenfach duplizieren lässt.

    Das ist völlig irrelevant. Wenn du deine Software millionenfach duplizierst, und dann einen feuchten Kehricht dafür bekommst, dann geht gar nichts. Da besteht kein Unterschied zu einem physischen Gut, welches du für einen Appel und ein Ei anbieten musst. Zumindest wenn du damit deinen Lebensunterhalt verdienst. Und, es tut auch nichts zur Sache, ob du der kleine Bastler von der Ecke bist, oder ob du Microsoft heißt. Eine Firma braucht eine Geschäftsgrundlage. Besteht diese nicht, dann wird das auf Dauer nicht gut gehen.
    Was meinst du denn, was passiert, wenn immer mehr Leute diese Billig-Keys kaufen? Genau, Windows wird dann noch teurer. Oder Microsoft beschränkt sich auf das, was das Geld in die Kassen spült, und lässt Windows vor die Wand laufen. Das sind doch keine Zauberer mit magischer Gelddruckmaschine im Keller.
    Sorry, möchte eigentlich echt nicht groß mit dir diskutieren, du scheinst mir ansonsten sehr vernünftig, aber, in diesem Fall liegst du einfach falsch. Genau wie die Leute, die von diesen tollen "Schnäppchen" profitieren, und nicht verstehen, was sie da eigentlich tun.
    Sorry, möchte eigentlich echt nicht groß mit dir diskutieren, du scheinst mir ansonsten sehr vernünftig, aber, in diesem Fall liegst du einfach falsch.
    Sorry, das kann ich 1 zu 1 zurückgeben. Im Positiven wie im Negativen. Belassen wir es also dabei, sagen uns Ciao und bis zum nächsten Mal. ;) :hallo2.
    Grundsaetzlich gibt es das deutsche Recht nicht her das Microsoft einem Haendler den Verkauf von Lizenzen zu verbieten kann mit dem es noch nicht einmal einen Vertrag hat - Ausland als Bezugsquelle hin oder her.
    Somit hat Lizengo dahingehend Microsoft nicht geschadet. Da muss sich dann Microsoft an den chinesischen Vertragspartner schadlos halten, was bestimmt viel Freude bereiten wird...
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    Die Frage ob man Volumekeys einzeln verkaufen kann - warum nicht? Wenn Lizengo sicherstellt da keine zuviel, d.h. mehrfach zu verkaufen (!) UND den Kaeufer darauf hinweist das dieser eben nur EINMAL aktiviert werden kann - wahrscheinlich ebenfalls schlechte Karten fuer Microsoft.
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    Chancen hat Microsoft da wo die Keys unter falschen Angaben (bulgarische Uni etc.) erschlichen wurden. Da koennte man fast von Hehlerware ausgehen.
    Allerdings ist das dann ebenfalls nicht wirklich das Problen von Lizengo gegenueber Microsoft - denn Microsoft hat ja bewiesen das die Pruefung von Keys geschaeftsschaedigend "ewig und drei Tage" dauert. Und: Microsoft kann die Aktivierungen ja einfach wieder zuruecknehmen womit dann Lizengo als Verkaeufer ein Problem hat.
    Bin gespannt ob das passiert...
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    Das man Volumen-Keys auf unmanaged Devices installieren kann ist mir eh ein Raetsel. Kann mir nicht vorstellen das jemand der einen 1000er Pack Office holt alle Rechner von Hand wartet...
    Mal schauen wann Microsoft das umstellt bzw. ob es in Zukunft ueberhaupt noch Office jenseits des Abos gibt.
    Gilt im Prinzip auch fuer W10. Aber da ist halt jede Installation eine gute Installation..
    Leute, einfach einen KMS aufsetzen und warten bis Microsoft dich höflich um Buchung eines Volumekeys bittet. - Ein bis zwei Jahre Ruhe ohne Gedöns mit gekauften Keys. Für eine gesamte Workgroup oder eine komplette Domain.
    Es geht um die Entwicklung, nicht die laufenden Kosten oder den Support. Windows 10 ist keine Neuentwicklung. Windows läuft auf 99% aller PC dieser Welt. Lass nur 10% davon auch tatsächlich mit einer gekauften (auch OEM-)Version von Windows 7, 8 oder 10 betrieben sein. Rechne, Schätze. Auf wie viele Mrd. kommst du?

    Also ich verstehe das Problem nicht. Erst einmal, darf man die Entwicklung doch nicht extra betrachten. Diese muss im Verkaufspreis wieder reinkommen. Man darf nicht nur die laufenden Kosten nach Veröffentlichung betrachten. Aber ich bin eigentlich schon ganz bei dir, dass ich Windows auch etwas teuer finde, weil es eben auf so vielen PCs läuft. Was ich aber bei dem Einwand nicht verstehe ist, dass keiner gezwungen wird Windows zu benutzen. Es gibt Alternativen. Bspw. kannst du doch dann gerne irgendein Linux verwenden, das gibt es kostenlos.
    Wenn vorhin schon der Rolex Vergleich gezogen wird, so ergänze ich das Beispiel. Mir kommt es so vor, als wenn ich ne Uhr bräuchte und mich ärgere warum eine Uhr nur 5000 € kostet. Deswegen soll es verständlich sein, dass man Uhren klaut. Aber auf die Idee, dass es auch Uhren für 10 € gibt kommt man nicht. Jeder will immer das Beste haben, aber bitte nicht teurer als das Billigste. Unternehmen sind vielleicht angewiesen auf Windows, aber Privatpersonen meist nicht.
    Grundsaetzlich gibt es das deutsche Recht nicht her das Microsoft einem Haendler den Verkauf von Lizenzen zu verbieten kann mit dem es noch nicht einmal einen Vertrag hat - Ausland als Bezugsquelle hin oder her.
    Somit hat Lizengo dahingehend Microsoft nicht geschadet. Da muss sich dann Microsoft an den chinesischen Vertragspartner schadlos halten, was bestimmt viel Freude bereiten wird...
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    Die Frage ob man Volumekeys einzeln verkaufen kann - warum nicht? Wenn Lizengo sicherstellt da keine zuviel, d.h. mehrfach zu verkaufen (!) UND den Kaeufer darauf hinweist das dieser eben nur EINMAL aktiviert werden kann - wahrscheinlich ebenfalls schlechte Karten fuer Microsoft.
    Doch das deutsche bzw. europäische Recht gibt das durchaus her. Denn die urheberrechtliche Erschöpfung tritt nur unter ganz bestimmten Bedingungen ein und bei außerhalb von Europa in den Verkehr gebrachten Lizenzen eben nicht so ohne weiteres bzw. überhaupt nicht.
    Bei der Aufspaltung von Volumenlizenzen gibt es noch mehr zu beachten. U.a. daß nichts doppelt verkauft wurde, was nach der Darstellung von Microsoft eben genau so passiert ist.
    Chancen hat Microsoft da wo die Keys unter falschen Angaben (bulgarische Uni etc.) erschlichen wurden. Da koennte man fast von Hehlerware ausgehen.
    Nein, weil den Keys und auch den Lizenzen eine entscheidende Eigenschaft abgeht. Sie sind keine Sachen und deshalb ist das eben weder Hehlerei noch Hehlerware.
    Allerdings ist das dann ebenfalls nicht wirklich das Problen von Lizengo gegenueber Microsoft - denn Microsoft hat ja bewiesen das die Pruefung von Keys geschaeftsschaedigend "ewig und drei Tage" dauert. Und: Microsoft kann die Aktivierungen ja einfach wieder zuruecknehmen womit dann Lizengo als Verkaeufer ein Problem hat.
    Wenn Microsoft die Fälle beweisen kann, ist das sehr wohl ein Problem für Lizengo. Ist zwar wie geschrieben keine Hehlerei, aber gewerbliche Urheberrechtsverletztungen sind erstens ggf. strafbar und zweitens sind meines Wissens auch die Schadensersatzregelungen andere, heißt ungünstiger für Lizengo als bei einer privaten Urheberrechtsverletzung. Wie lange die Überprüfung von Keys dauert ist gar nicht relevant, Lizengo trägt grundsätzlich das Risiko, wenn sie sich als Händler Keys über mehr oder weniger kreative Weise besorgen.
    Wir leben in einer Geiz ist geil Gesellschaft. Wir kaufen Klamotten die in 3. Welt Ländern von Kindern zusammen genäht werden. Wir kaufen Tonnenweise billig Schokolade an der der Hersteller immer noch ne goldene Nase verdient aber die Familie des Kakaobauern verhungert. Unsere Tiere werden viele hundert Kilometer durch die Gegend gekarrt weil z.B. ein polnischer Schlachthof billiger ist und das Fleisch dann noch günstiger angeboten werden kann.
    Es spielt gar keine Rolle wieviel Gewinn ein Konzern macht oder wie gut es ihm geht. Für geleistete Arbeit hat jeder einen entsprechenden Betrag verdient.
    Aber wir sind alle froh wenn wir wieder paar Euro gespart haben. Was interessieren uns andere Menschen....
    @build10240: was den Erschoepfungsgrundsatz bzgl. Lizenzen angeht - ich nehme mal an das man dies in China sehr grosszuegig sieht.. .
    Was waere wenn ein Key von dort dann nach hier verkauft wird, dieses nach China-Recht moeglich ist - warum sollte der Key dann hier auf einmal ungueltig sein?
    Solange man bei der Aktivierung keinen neuen Lizenzvertrag akzeptiert der den China-Lizenzvertrag ungueltig macht und somit unter deutsches/europaeisches Lizenzrecht stellt bleibt der Key unter chinesischem Recht...
    Das ganze sollte somit analog zum Patentrecht sein - wenn ein chinesisches Patent hier nicht angemeldet ist kann man damit machen was man lustig ist und umgekehrt...
    Das den Globalisten nicht "schmeckt" wenn Globalisierung diese dann fuer Alle da ist - nicht mein Problem.
    @shrike: was hat das Eine (Billig-Lizenzen z.B. aus China) mit dem Anderen (3. Welt Problematik) zu tun?
    Genau - eigentlich nichts.
    Wenn Microsoft oder irgendjemand sonst in Asien oder gar China programmieren laesst - wird dann nur das Produkt guenstiger oder evtl. doch der Gewinn erhoeht?
    Du kannst genauso wie ich von einer Sache ausgehen: GENAUSO WIE ES IST macht Microsoft mit den Lizenzen am meisten Gewinn. Wer was anderes glaubt sollte sich mal fragen wer eigentlich Excel herstellt...
    Das Problem für Microsoft ist, sie wollen dass Windows 10 möglichst auf jedem Rechner auf der Welt installiert ist. Bei dieser Begeisterung für Globalisierung wird nur nicht bedacht, dass Keys ebenso den Erdteil wechseln können. Da müssten sie ihr Windows überall zu ihren etwas überzogenen Preisen anbieten.
    Die Beispiele mit den Lizenzen aus Volumen-Verträgen (siehe Universitäten) sind natürlich Mist.
    Um es noch einmal zu betonen, ich bin 100%ig dafür, dass gute Arbeit entlohnt werden soll und habe meine Software regulär (aber trotzdem oft günstig - bspw. Aktionen bei Amazon) gekauft. Ich kann aber auch Leute verstehen, die das anders machen.
    Warum manche so vehement Microsoft verteidigen, will mir nur nicht in den Kopf. Die haben einmal einen Superdeal mit IBM gemacht und hoffen, dass das nun immer so weitergeht.
    Ich finde schon das es ein allgemeines Problem ist das alles immer billiger und günstiger werden muss und niemand sich mehr dafür interessiert wie der Preis zustande kommt
    Einen gleich gelagerten Fall gibt es mit einer dänischen Uni, auch hier gibt es einen „Volumenvertrag“ über eine einzelne Office-Lizenz. Der zugehörige Key wurde schon 30 Mal benutzt, außerdem ergab eine Überprüfung, dass besagte Uni nie einen Vertrag mit Microsoft abgeschlossen hat. Offenbar hat also ein unbekannter Dritter diesen Vertrag unter Angabe falscher Daten abgeschlossen

    Diesen Fall verstehe ich nicht so richtig. Wieso kann Microsoft wissen, dass der Key von einer dänischen Uni stammt, wenn es dort keinen rechtmäßigen Vertrag gegeben hat?
    Nun, das hast Du doch selbst zitiert. Da hat sich jemand mit der Adresse und im Namen der Uni für diese Lizenz einen Vertrag abgeschlossen.
    @Miine
    "Was waere wenn ein Key von dort dann nach hier verkauft wird, dieses nach China-Recht moeglich ist - warum sollte der Key dann hier auf einmal ungueltig sein?"
    Möglicherweise weil in der EU / Deutschland kein chinesisches Recht gilt?
    Meines Erachtens ist die Argumentation der Billigkäufer sehr scheinheilig.
    Die Verantwortung für illegales Handeln wird auf den Verkäufer geschoben.
    Man könnte zwar auch illegaler Weise ein KMS-Tool verwenden, um sein Windows oder Office zu aktivieren, zahlt aber lieber 10 € an irgend einen Verkäufer im Netz.
    Immer nach dem Motto: "Legal, illegal, scheiß egal". :daumen-
    also mit so einem Key erwirbt man ja nicht mal eine Sache sondern nur das Recht eine Sache zu nutzen , daher hast du auch keinen Anspruch darauf das die genutzte Sache bleibt wie sie ist. Ich halte es nach wie vor, wie schon in den 80ern, Windows und heute auch Office hat man, aber gibt niemals Geld dafür aus.
    Na ja, heute im schlimmsten Fall 3,99 Das ist auch der große Unterschied in der Akzeptanz gegenüber Apple.
    Ich halte es nach wie vor, wie schon in den 80ern, Windows und heute auch Office hat man, aber gibt niemals Geld dafür aus.

    Bin mir nicht sicher, was du damit genau meinst. Hast du noch nie einen Rechner mit vorinstalliertem Windows gekauft? Wie hast du Windows erworben? Offensichtlich nutzt du es ja.
    Hat es für Microsoft überhaupt eine große Relevanz für Windows 10 Home Geld vom Privatanwender zu verlangen? Hauptziel ist ja eine große Verbreitung.
    also mit so einem Key erwirbt man ja nicht mal eine Sache sondern nur das Recht eine Sache zu nutzen , daher hast du auch keinen Anspruch darauf das die genutzte Sache bleibt wie sie ist. Ich halte es nach wie vor, wie schon in den 80ern, Windows und heute auch Office hat man, aber gibt niemals Geld dafür aus.
    Na ja, heute im schlimmsten Fall 3,99 Das ist auch der große Unterschied in der Akzeptanz gegenüber Apple.

    Jedes MacOS X (mittlerweile nur noch MacOS) Update ist gratis. MacOS gibt es nicht frei verkäuflich zu erwerben und wird ausschließlich als vorinstalliertes OS mit Apple Hardware verkauft. Worauf genau willst du dann hinaus?
    Miine
    @build10240: was den Erschoepfungsgrundsatz bzgl. Lizenzen angeht - ich nehme mal an das man dies in China sehr grosszuegig sieht.. .
    Was waere wenn ein Key von dort dann nach hier verkauft wird, dieses nach China-Recht moeglich ist - warum sollte der Key dann hier auf einmal ungueltig sein?
    Weil hier nicht chinesisches Recht gilt. Und nach dem hier geltenden Recht ist es nun mal eine Urheberrechtsverletzung, wenn in China in Verkehr gebrachte Softwarelizenzen hier ohne Erlaubnis von Microsoft verkauft werden.
    Solange man bei der Aktivierung keinen neuen Lizenzvertrag akzeptiert der den China-Lizenzvertrag ungueltig macht und somit unter deutsches/europaeisches Lizenzrecht stellt bleibt der Key unter chinesischem Recht...
    Das ist einfach Quatsch. Nicht mal jemand ohne spezielle juristische Kenntnisse würde das glauben. Hier gilt deutsches Recht und nicht chinesisches. Geschäfte, die hier zwischen zwei Parteien abgeschlossen wurden, unterliegen deutschem Recht und zumindest gegenüber Verbrauchern ist kaum anderes möglich. Der chinesische Lizenzvertrag interessiert hier nicht, weil es ums Urheberrecht geht und das ist unabhängig von dem konkreten Lizenzvertrag. Microsoft verliert jedenfalls innerhalb der EU nicht dadurch seine Verbreitungsrechte, daß ein bestimmtes Produkt in China in Verkehr gebracht wurde. Also kann innerhalb der EU niemand legal mit in China erworbenen Softwarelizenzen handeln.
    Das ganze sollte somit analog zum Patentrecht sein - wenn ein chinesisches Patent hier nicht angemeldet ist kann man damit machen was man lustig ist und umgekehrt...
    Das heißt Patentrecht, weil es eben nicht um Urheberrechte geht. Demzufolge gelten dort auch andere Spielregeln.
    gial
    Meines Erachtens ist die Argumentation der Billigkäufer sehr scheinheilig.
    Die Verantwortung für illegales Handeln wird auf den Verkäufer geschoben.
    Man könnte zwar auch illegaler Weise ein MAK-Tool verwenden, um sein Windows oder Office zu aktivieren, zahlt aber lieber 10 € an irgend einen Verkäufer im Netz.
    Immer nach dem Motto: "Legal, illegal, scheiß egal". :daumen-
    Schmarotzer eben, ist ja sowieso allgemein in Mode. Man kann sich dann schon vorstellen, wie die im übrigen Leben agieren. Mutig genug sich bei Kriminellen einen Key für drei Euro zu kaufen, aber zu feige das Windows gleich illegal zu aktivieren. Nebenbei wird dann auch noch eine Mafia von professionellen Urheberrechtsverletzern mit Kapital versorgt. Gerechtfertigt wird das dann mit Phrasen a la Microsoft habe sowieso genug, Microsoft verlange zu viel oder Windows müsse auch Leuten mit wenig Geld zur Verfügung stehen.
    Stefan
    Hat es für Microsoft überhaupt eine große Relevanz für Windows 10 Home Geld vom Privatanwender zu verlangen? Hauptziel ist ja eine große Verbreitung.

    Gute Frage. Die so wahrscheinlich nur Microsoft selbst beantworten kann.
    Ok, man muss wohl auch sagen, dass Microsoft da eine recht laxe Politik abgestrebt hat, bei der jeder mit Windows 7 oder 8 upgraden konnte, und es immer noch kann. Dennoch rechtfertigt das für mich nicht, die Lizenzen auf eine nicht rechtmäßige Art und Weise zu verkaufen. Und das ist halt der Punkt.
    Erstmal vorweg, diese Lizenzen sind Nutzungsrechte, keine Objekte! Ähnlichkeiten bestehen eher zum Handel mit CO2-Zertifikaten, denn mit Waren.
    Generell stellen sich da grundlegende Fragen:
    Ist denn der Weiterverkauf nicht benötigter Lizenzen verboten?
    Ist der Weiterverkauf der Lizenzen über Ländergrenzen hinweg verboten?
    Wenn es nicht untersagt ist, kann man es nicht unterbinden.
    Ich frage mich, wieso Microsoft die Lizenzen nicht generell an ein Zugangskonto, oder ähnliches Fest bindet. Eventuell, weil sie dann dazu verdonnert werden, ein Rücknahmesystem zu etablieren?
    Illegal erworbene (bulgarische Uni) mal ausgenommen.
    Aus moralischer Sicht, kann man das natürlich kritisch sehen.
    Witzig finde ich dabei ja, bei Fertig PC ist einen Lizenz so und so dabei. Wer selber Baut kauft Hardware um einige 100.-€ und mehr. Jammert aber dann bei der Windows Lizenz die er weit länger haben wird.
    Mainbaord gewechselt und keine Probleme.
    Ich wäre ja dafür das die Betriebssystem auf Abos umgestellt werden. Dann hat das alles ein Ende und das Geld geht dorthin wo es hingehört.
    Bei Apple hat man eh schon einen Art Abo. So lange geht das bei der Hardware. Dann ist Schluss. Willst was neues und Support kauf dir einen neuen Rechner.
    Die bisherigen Kommentare zeigen recht deutlich, dass dies hier zum Teil ein IT-, aber ganz sicher kein IP-Forum ist:smokin
    Ansonsten möchte ich vermuten, Microsoft wäre es am liebsten, die gesamte Fragestellung hinsichtlich des Handelns mit Lizenzen wäre möglichst schnell vom Tisch. Die möglicherweise an der Legalität vorbei gehandelten Lizenzen stören die weniger, als die mit dem Thema einhergehende Transparenz bezüglich ihrer Preisgestaltung*. Erinnert mich ein wenig an die Zeit des Aufkommens von Internet-Apotheken.
    *betrifft neben Windows und Office auch Xbox-Spiele, für die sich so manch einer ein russisches Microsoft-Konto zugelegt haben soll...
    @Schattenwald: Ich behaupte Mal, dass es auch so kommen wird. Abos kommen mehr und mehr, überall. Meiner Auffassung ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Windows 10 per Abo-Modell kommt. Hoffentlich dann erschwinglich...
    @ Schattenwald
    ausgerechnet Apple als Heilsbringer und Lichtgestalt am IT-Himmel ... :D Ich mag weder deren Hardwarepolitik, noch ein Abo-Modell für ein Betriebssystem, von der Gängelung ganz zu schweigen. Ich stelle mir gerade vor, dass ich für mein gutes halbes Dutzend alte und neuere Laptops monatlich jeweils ne Abogebühr entrichten soll ... ein sofortiger Wechsel auf Linux wäre meine Reaktion. Windows dann nur noch auf dem Office-Rechner ... mit der Meinung bin ich mit ziemlicher Sicherheit auch nicht alleine, adieu Marktführerschaft, ob das nach Microsofts Geschmack wäre? Apple kann gerne so weitermachen, der Marktanteil unter 10 % zu über 87 % bei Microsoft macht den Erfolg ja sehr deutlich...:lol
    Würde Microsoft spürbar viel in der Kasse fehlen wegen der Billiglizenzen dürfte es für Microsoft kein Problem sein Abo-Lizenzen quasi über Nacht anzubieten. Office 365 Home bezeichne ich selbst nicht als Abzocke.
    Bei den so häufig zitierten Preisen von *schlag-mich-tot* gut und gerne € 140 für eine Pro Lizenz wäre Abo-Modell Win 10Pro für Family jährliches Abo vergleichbar Office Abo eine faire Sache.
    Andererseits, und da bin ich mir ganz sicher, handelte Microsoft in keinster Weise anständig gegenüber den ehrlichen Kunden.
    Schade, daß die betrogenen Win Mobile User keine Parallelen sehen. Den Nimbus des ach so tollen Konzerns hat Microsoft im eigenen Land auf gar keinen Fall.
    Käme für mich darauf an, wie hoch der Abo-Preis ausfällt. 50 € im Jahr wären definitiv zu viel für mich. Über 20 € im Jahr könnte man durchaus reden (für die Home-Edition). Ich bin der Auffassung, dass die Leute, die sowas programmieren, verdienen, auch entsprechend dafür entlohnt zu werden. Nur so kann auch in Zukunft gute Software von schlauen Programmierern entwickelt werden.
    @chakko
    die Entwickler werden so entlohnt wie es Microsoft in den Kram passt.
    Daß die gerade neulich gegangene Hupfdohle und ein paar andere ein lockeres Leben führten ist doch wohl klar?
    Ein Unternehmen welches Rekordgewinne einschiebt, wird hoffentlich entsprechend Geld für die Mitarbeiter erübrigen. Da braucht sich sich der deutsche Michel keine Sorgen machen.
    Die schlauen Programmierer bei Microsoft haben schon so viel Mist produziert, daß man nur froh sein kann, daß solche Heinis nicht überall vertreten sind.
    Daß die gerade neulich gegangene Hupfdohle und ein paar andere ein lockeres Leben führten ist doch wohl klar?

    Naja, nicht jeder erarbeitet sich so eine Position. Und, auch wenn ich deine Meinung über die Dame teile, werden bei den CEO's doch eine Menge Leute dabei sein, die nicht die Karriereleiter hochgestolpert sind. ;)
    Und, ich denke auch nicht, dass das Argument sein kann "Die sind ja so groß, die können das". Keine Firma kann das mal eben, oder ist so Banane, nicht zu jedem Zeitpunkt wirtschaftlich zu denken. Das muss so sein. Um ehrlich zu sein sehe ich den Schaden durch das Thema Lizengo und Co. auch nicht so wirklich als groß an. Mich ärgert mehr die Attitüde, und die "Alles für lau" Haltung. Die Leute, die so denken, sollen mal einen Monat lang ehrenamtlich ihren Tagesjob verrichten, dann sehen wir, wie geil alles für lau wirklich ist.
    Für mich ist das auch eher ein generelles gesellschaftliches Problem, als wirklich auf diese Sache beschränkt. Und, das finde ich halt schade. Wenn wir international nicht abgehängt werden wollen, dann sollten wir vielleicht nicht so verdammt unternehmensfeindlich sein.
    Wie einige bereits schrieben, MS stört das eigentlich nicht wirklich, nur die aktuelle Aufmerksamkeit lässt sie reagieren... Und MS ist es im Grunde auch egal ob 1€ oder 100€, hauptsache MS.
    Wie einige bereits schrieben, MS stört das eigentlich nicht wirklich
    Das ist doch nur Spekulation.
    nur die aktuelle Aufmerksamkeit lässt sie reagieren...
    Nein, handfeste Beweise und der Umsatz dieses betroffenen Händlers lassen sie reagieren. Wenn überhaupt, ist es die Aufmerksamkeit, die Lizenzgo durch das Betreten der großen Bühne selbst auf sich gelenkt hat. In anderen Fällen legen eben diese handfesten Beweise nicht vor bzw. die Täter sind nicht greifbar. Dank den bekannten Hehlerplattformen des Internets kann Microsoft daran auch nicht viel ändern.
    Und MS ist es im Grunde auch egal ob 1€ oder 100€, hauptsache MS.
    Damit erzählst Du nur das beliebte Argument der Schmarotzer nach, die ihren Kauf zu einem 1 EUR vor sich und anderen rechtfertigen müssen.
    @chakko
    unternehmensfeindlich war ich noch nie, denn meine Kröten bekam ich nie vom Sozialamt sondern immer von Firmen die zu ihrer Zeit nicht ganz zu den Wisch-und-Weg Namen gehörten. Der erste Arbeitgeber wurde von BASF geschluckt und besteht in der Gesamtheit nicht mehr.
    Zur zweiten Firma, Standard Elektrik Lorenz AG in Stgt-Zuffenhausen kannst du dich gerne bei Wikipedia informieren. Die Dimensionen des Firmengeländes kann ich nur so beschreiben: zu Fuß vom Haupteingang eine kleine Wanderung bis zum im Tal gelegenen Kabelwerk.
    Die dritte Firma, vom ehemaligen Besitzer an Ami-Konzern verscherbelt ist heute in französischer Hand.
    Beim langjährigsten Arbeitgeber (auch von amerikanischem Konzern aufgekauft) ist seit Mitte vom letzten Jahrzehnt die immer moderate und anständige deutsche Führung komplett ausgetauscht worden und das so allseits bekannte Hire-und-Fire (in deutscher Ausgabe = überwiegend Zeitverträge) machte sich breit.
    Ich selbst hatte Glück mit meinen jeweiligen Stellen (Jobs) und kenne Interna zu Gewinn- und Verlust (Jahresbilanzen). Zu Preiskalkulationen, ganz gute Einblicke bekommen. Persönlich sehr viel Verständnis für Kleinmengen-Käufer. Standardware mit Aufschlägen jenseits von Gut und Böse. Die Massenbesteller mit den ganz großen Namen habe die Preise diktiert und waren nicht alle angenehme Kunden, von Zahlungsmoral ganz zu schweigen. Nichtsdestotrotz, meistens musste noch investiert werden weil sonst die Erwartungen für das nächste Betriebsergebnis zu hoch gewesen wären. Mit anderen Worten, verdient wurde immer. Bezahlung war OK, vor allem nie Zittern ob am Ende vom Monat pünktlich auf dem Konto.
    Meine Arbeitgeber hatten allesamt Entwicklung, Fertigung und Verkauf. Entsprechend war überwiegend auch das allgemeine und berufsspezifische Bildungsniveau durchaus im höheren Bereich angesiedelt.
    Wenn das bei Microsoft auch der Fall ist, frage ich mich ... siehe "known issues".
    Digitale Win-Lizenz für einen Rechner zu +/- €40 Endpreis ist doch kein Verlustgeschäft für Microsoft? Wo sitzen denn die ach so bemitleidenswerten Programmierer? Indien, Pakistan oder wo??
    Digitale Win-Lizenz für einen Rechner zu +/- €40 Endpreis ist doch kein Verlustgeschäft für Microsoft?

    Nichts für ungut, aber, woher möchtest du das denn bitte schön wissen?
    Nur weil du bei irgendwelchen ach so tollen Firmen gearbeitet hast, und meinst, du würdest dich so gut auskennen, hast du noch lange keine Einblicke in Microsoft's Finanzplanung.
    Keiner von Außerhalb hat Einblick in Microsoft's Finanzkalkulation.
    Somit ist alles nichts als Spekulation!
    Eventuell sind 40€ kostendeckend, vielleicht auch nicht.
    Trotzdem geht Microsoft im Fall der Lizenzen recht schwerfällig vor, so dass der Eindruck entsteht, man will da eigentlich gar nicht konsequent durchgreifen.
    Der Eindruck mag täuschen, oder gerechtfertigt sein. Wir wissen es nicht.
    Ich glaube auch kaum, dass Microsoft da Transparenz schaffen wird. Die Vergangenheit zeigt, dass es Spekulation bleiben wird.
    Leute, diese ganzen Spekulationen, ob die Preise gerechtfertigt sind, ob Microsoft hier juristisch gute oder schlechte Karten hat, ob sie moralisch im Recht oder im Unrecht sind - das ist doch alles völlig egal. Also mir ist es das zumindest. Mich juckt es auch nicht, ob und wie viel Geld Microsoft durch die Lappen geht.
    Das Einzige, was mich interessiert, sind die "normalen Leute", die das im guten Glauben kaufen und am Ende möglicherweise ihre Kohle verbrannt haben - dafür ist jeder Euro zu viel. Es spielt dann auch gar keine Rolle, wer in diesem Spiel der Böse ist - der Dumme ist bei einem gesperrten Key in jedem Fall der Kunde.
    Stellt man mal die Relation her, dann ist auch klar, warum sich Microsoft nicht gerade intensiv mit ein paar deutschen Windows und Office Keys beschäftigt: Wie groß wäre der Aufwand ein paar Windows und Office Keys zu sperren, gerichtliche Schritte einzuleiten um eventuell am Ende wieder mal eine Schlappe wegen der Lizenzverkäufe in Europa/Deutschland zu erleben, angesichts von 129.000.000 € Gewinn ..... TÄGLICH!!!!
    Das sind denn wirklich mal die berühmten "Peanuts" dafür lohnt sich der Aufwand gar nicht.
    @Martin
    Das sehe ich ähnlich.
    Wobei ich mir zumindest bei den Leuten, die bei EBay die Lizenz für einstellige Beträge kaufen, sich dieses Risikos bewusst sind.
    1960tommy
    Wie groß wäre der Aufwand ein paar Windows und Office Keys zu sperren
    Das eigentliche Sperren ist nicht das Problem. Das hat die Vergangenheit schon gezeigt. Das Problem dürfte sein die richtigen Keys zu ermitteln, sonst gibt's einen riesigen Kollateralschaden unter den ehrlichen Kunden. Einfach so bestimmte Chargen zu sperren, weil davon einer bei dubiosen Händlern aufgetaucht ist, geht jedenfalls nicht.
    , gerichtliche Schritte einzuleiten
    Das machen sie nur, wenn wie hier offenbar handfeste Beweise vorliegen. Nur ist das in den seltensten Fällen so.
    wieder mal eine Schlappe wegen der Lizenzverkäufe in Europa/Deutschland zu erleben
    Welche Schlappen denn? Da gibt es eigentlich nur eine die Microsoft so richtig weh getan hat und das war die Entscheidung bzgl. Aufspaltung von OEM-Lizenz und Hardware. Darauf haben sie inzwischen mit dem Key im BIOS reagiert. Obwohl das auch nicht im Sinne der vorherigen Urteile ist, hat bisher aber noch niemand geklagt. Alle anderen Prozesse hat Microsoft mehr oder weniger gewonnen, zumindest insofern dem ehrlichen Händler und ehrlichen Kunden so hohe Hürden gesetzt wurden, daß sich viele von Microsoft ungern gesehene Praktiken nicht mehr lohnen. Die diversen illegal agierenden Händler bekommt man mit Urteilen sowieso nicht.
    @chakko,
    Mal klar und deutlich: Microsoft spendiert auch 3 Jahre nach ursprünglich vorgesehenem Ende kostenlose Upgrades auf Win 10.
    Weiter: glaubst du etwa daß in einem heute verkauften OEM-Rechner für € 500 oder weniger brutto eine Win 10 Lizenz zum Preis von € 80 netto enthalten ist?
    Mit der Finanzplanung von Microsoft müssen wir uns gar nicht beschäftigen. Die Kriegskasse war voll genug um das Nokia-Debakel wegzustecken. Wurden diese Kosten jemals über die Win Mobile Erträge gedeckt?
    Außerdem, was genau bedeutet daß Microsoft den Fokus nicht mehr auf Windows setzt?
    Übrigens, denk mal ganz scharf darüber nach was hohe Aktienkurse bedeuten, auch aus Sicht der Unternehmen.
    @build10240
    Kollateralschäden, genau das dürfte der Punkt sein, der Microsoft unter den Nägeln brennt.
    An den (nicht-Raubkopien sondern) Billiglizenzen-kreuz-und-quer Diskussionen findet zwar die einschlägige Presse gefallen, aber ob das in den Köpfen der Microsoft-Verantwortlichen auch so ist, bezweifle ich stark.
    Weiter: glaubst du etwa daß in einem heute verkauften OEM-Rechner für € 500 oder weniger brutto eine Win 10 Lizenz zum Preis von € 80 netto enthalten ist?

    Habe ich das behauptet? Selbstverständlich bekommen Firmen, die reihenweise Rechner mit vorinstalliertem Windows verkaufen, die OEM-Lizenzen verbilligt. Das heißt aber nicht, dass das für jeden Futzie, der sich eine einzige Lizenz kauft, genauso drin ist. Solltest du eigentlich wissen, bei deiner Erfahrung in dem Bereich.
    Mal klar und deutlich: Microsoft spendiert auch 3 Jahre nach ursprünglich vorgesehenem Ende kostenlose Upgrades auf Win 10.

    Das ist aber nicht wirklich offiziell. Offiziell ist die Zeit, in der du Windows 7 und 8 auf Windows 10 upgraden kannst, vorbei, und, das geht meines Wissens auch nur über Umwege. Oder, indem du mit deinem Win 7 oder 8 Key ein Windows 10 bei einer Neuinstallation aktivierst.
    Von dieser Methode wissen übrigens nicht mal die Mitarbeiter im Lizenz-Support etwas. Ich hatte mal mit denen telefoniert, und denen erzählt, dass das Aktivieren von Windows 10 mit Win 7 und 8 Keys geht, und, die wussten von nichts... das ist also alles nichts, was Microsoft offiziell macht, oder seine Mitarbeiter darauf trainiert, solche Fälle zu behandeln. Das wissen nur solche Nerds wie... wir zum Beispiel. ;)
    @chakko
    zum letzten Mal
    im Gegensatz zu echtem Mehraufwand beim Verkauf/Versand von Kleinstmengen an Waren ist die digitale Verwaltung von Lizenzkeys nur eine Frage der eigenen Kompetenz damit und obwohl selbstverständlich der kleine Endverbraucher mehr bezahlen muß sind Faktor Zehnfach Wucher.
    Daß Microsoft in der Vergangenheit geschludert hat und den Markt quasi befeuerte ist doch offensichtlich. Microsoft hatte das erklärte Ziel Win 10 auf allen Rechnern und wollte/musste Wiederholung von XP verhindern.
    Bei Office ist das Abomodell meines Wissens nicht gescheitert. Wer mit Office zufrieden war musste nicht bangen, daß das nächste Update den Rechner zum Absturz bringt.
    Bei Win 10 war die Situation ganz anders und weil Win 10 für viele Nicht-Nerds Frust pur wurde will man wenigstens nicht zu viel dafür bezahlen.
    Daß der Microsoft Support verkaufen will ist dir anscheinend nicht klar? Ob die Leute ihr Gehalt von Microsoft direkt bekommen wollen wir erst gar nicht wissen.
    Ich geb's auf. Gegen so viel Kompetenz bei der Kreierung von Verschwörungen, die angeblich an jeder Ecke lauern, ist man einfach machtlos. ;)
    Nur nochmal als Fazit: Weder du noch ich wissen genau, wie es um die Finanzen in Hinsicht auf das Consumer-Windows 10 steht, und, wir wissen genauso wenig, wie die Finanzplanung von Microsoft intern aussieht. Insofern können wir beide spekulieren, und, da ich nicht gerade ein Fan vom Spekulieren bin, lasse ich es lieber gleich bleiben, denn, ich mag harte Fakten einfach viel mehr, als Rätselraten, und in der Märchen-Wolke zu leben, die man sich so schön selbst basteln kann.
    Pixelschubse
    Mal klar und deutlich: Microsoft spendiert auch 3 Jahre nach ursprünglich vorgesehenem Ende kostenlose Upgrades auf Win 10.
    Nein, machen sie nicht. Auf allen Webseiten, auf denen Endverbraucher Windows 10 herunterladen können, steht eindeutig, daß man eine Lizenz für Windows 10 benötigt. Formell hat man nach dem Upgrade mit einem Windows-7-Key derzeit keine Lizenz für Windows 10. Alle Nutzer die jetzt noch mit ihrem Windows-7-Key Windows 10 aktivieren, können höchstens für sich in Anspruch nehmen, daß Microsoft das nicht verhindert hat und auch in einem derart aktivierten Windows 10 steht, daß eine digitale Lizenz vorliegt.
    Warum das so ist und über Microsofts Motive gibt es nichts als Spekulationen. Offiziell gibt es jedenfalls kein kostenloses Upgrade mehr und Microsoft wird das auch genauso bestätigen.
    Meine Auffassung: So war das alles von MS gar nicht vorgesehen. Sonst wären die Support-Mitarbeiter doch auch darauf geschult worden. Man hat da halt in den oberen Etagen überhaupt nicht mit gerechnet, wie bei so vielem, mit dem man nicht rechnet, und die Leute machen es dann doch. Da es sich mit Sicherheit auch nicht lohnt, jetzt mit viel Kosten und Aufwand das ganze Lizenzsystem umzukrempeln, lässt man es einfach, und freut sich über diejenigen, die man auf der Haben-Seite hat, und ärgert sich etwas über diejenigen, die jetzt Profit daraus schlagen, wie die Hinterhofanbieter von Lizengo und Co.
    Jetzt spekuliere ich hier auch schon munter drauf los, obwohl ich das gar nicht möchte... :rolleyes:
    Pixelschubse
    Microsoft hatte das erklärte Ziel Win 10 auf allen Rechnern und wollte/musste Wiederholung von XP verhindern.

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