Porsche arbeitet an sicherem Smartphone-Autoschlüssel

Porsche arbeitet an sicherem Smartphone-Autoschlüssel

Das Smartphone ist unser täglicher Begleiter und die Vernetzung zwischen dem mobilen Telefon und anderen Dingen, wie Autos, nimmt immer mehr zu. Da stellen sich mehrere Fragen, unter anderem, wie man die Datenübertragung möglichst sicher machen kann. Ein Lösungsansatz ist die Nutzung der Blockchain-Technologie samt Kryptografie (sprich: Verschlüsselung). Die Datenbanktechnologie ist einer größeren Öffentlichkeit durch die Kryptowährung Bitcoin ein Begriff und geistert in letzter Zeit häufig durchs Netz. Gemeinsam mit dem Berliner Start-Up Xain hat nun der Zuffenhausener Sportwagenbauer Porsche ein paar Anwendungsfälle für die Blockchain entwickelt. Zunächst aber eine kurze Erklärung, was die Datenbanktechnologie ist (vgl. auch hier und hier).

Die Blockchain stellt eine Möglichkeit dar, Transaktionen jeglicher Art – also nicht nur Währung, sondern beispielsweise auch Produktdaten – dezentral zu speichern, so dass die Daten auf möglichst vielen Computersystemen („Nodes“ genannt) liegen, anstatt nur auf „einem“ Server, der einem Unternehmen gehört. Ein Blockelement besteht aus einer festgelegten Anzahl an Transaktionen. Jeder Block hat darüber hinaus einen Hash-Wert, der in Abhängigkeit des vorangegangenen Blocks einzigartig ermittelt wird. Um diesen Wert zu erhalten, wird Prozessorleistung benötigt. Nur der Ursprungsblock hat einen Hash-Wert, der unabhängig von allen anderen Blöcken generiert ist. Wenn man nun das System manipulieren möchte, so sollten immer mehrere Blöcke verändert werden, da diese in Relation zueinander stehen. Die Reihenfolge der Transaktionen wird im Zeitstempel, der in jedem Kettenelement enthalten ist, festgehalten. Zur Verifizierung eines Blocks dient eine zufällig generierte Nummer, „nonce“ genannt. Jede Transaktion muss erst durch die Mehrheit der Computersysteme bestätigt werden, um als valide zu gelten und somit Teil eines Blocks zu werden. Das wohl bekannteste Beispiel, das auf die Blockchain-Technologie setzt, ist die fiktive Währung Bitcoin.

Einsatz der Blockchain fürs Auto

Porsche nutzt nun die Blockchain, um Daten dezentral zu speichern und schneller abrufbar zu machen. In einer Beispiel-App ist der digitale Autoschlüssel in der Blockchain gespeichert. Das soll die Übertragung sicherer und um das Sechsfache schneller machen, als es bei heutigen Lösungen, wie beispielsweise von Mercedes oder BMW der Fall ist.

Was Porsche alles getestet hat, ist im folgenden Video zu sehen:

Wann auf Blockchain basierte Anwendungen in Serie gehen, steht noch nicht fest. Es zeigt aber, dass es ein Bewusstsein darüber gibt, wie man mit Daten umgeht.

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Quelle: Porsche

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.
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