Browser und Betriebssysteme im April 2018: Windows und Firefox legen zu

Browser und Betriebssysteme im April 2018: Windows und Firefox legen zu

Zum Monatswechsel gibt es den gewohnten Blick auf die aktuellen Nutzungsanteile der Browser und Betriebssysteme. Bei den Betriebssystemen geht alles seinen gewohnten Gang, bei den Browsern gibt es allerdings eine erfreuliche Ausnahme vom Trend der letzten Monate.

Windows 10 legt zu

Windows 10 legt nach einem kleinen Durchhänger in diesem Monat wieder etwas zu. Langfristig bleibt der Trend natürlich der, dass sich Windows 10 langsam nach oben arbeitet und sich nach und nach die Anteile von Windows 7 holt, dessen Support im Januar 2020 auslaufen wird. Das ist im Grunde gar nicht mehr so lange hin…

Nutzungsanteile der Desktop-Betriebssysteme im April 2018
Quelle: NetMarketShare

 

Browser: Firefox macht einen Sprung

Bei den Browsern thront Google nach wie vor ganz weit über den Konkurrenten. Es ist schon bezeichnend, dass mit dem Internet Explorer ausgerechnet ein Zombie der direkte „Verfolger“ ist. Vielleicht ändert sich das aber, wenn Firefox weiter so zulegen kann wie im letzten Monat.

Die aktuellen Zahlen:

Nutzungsanteile der Desktop-Browser im April 2018
Quelle: NetMarketShare

 

Die Dr. Windows-Statistiken

Und nun kommen wir noch zu den isolierten Dr. Windows-Statistiken, die deshalb so interessant sind, weil sie von den „offiziellen“ Werten traditionell stark abweichen. Das heißt aber nicht, dass sie falsch sind, sondern nur, dass wir hier ein spezielles Publikum haben. Die Zahlen basieren auf rund 1,3 Millionen Besuchern im letzten Monat (nur Webseite, keine Apps).

Die Dr. Windows-Besucherstatistik im April 2018

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Hm, wenn ich den Marktanteil von windows 7 im Gegensatz zu w8.1 sehe, müssen die leute w8.1 ja richtig gehasst haben ?
    Das mit Windows 7 vs. 8.1 ist dem fehlenden Startmenü in 8.1 geschuldet. Wie groß war doch der Aufschrei, als dieser Dinosaurier entfernt wurde. Ich hatte zeitweise das Gefühl, einige würden sich wegen des fehlenden Startmenü das L...… nehmen. Ich bin heute noch sauer, das es wieder zurück ist. Aber deswegen zurück zu 8.1 oder mir das L..... nehmen nein.
    Die Nutzer von Windows 8.1, die gewechselt sind, sind vermutlich neuem gegenüber aufgeschlossener und haben erkannt, daß Windows 10 eher Vor- als Nachteile hat. Dagegen sind unter den Nutzern von Windows 7 wohl viele, die frühstens im Januar 2020 wechseln werden.
    @Holunder1957: Das Startmenü ist eben das Take That unter den Betriebssystemfunktionen. ;-)
    Ich denke Windows 7 wird noch durch den gewerblichen Einsatz in den Zahlen gestärkt?
    Ja, das gute alte Startmenü ;-) Ich hatte am Anfang von Win 8 auch ClassicShell am laufen, bis ich mich dann davon getrennt habe.
    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier :D
    Hatte mich aus Neugier auch mal ins Linuxlager begeben. Haben ja um 0,11% zugelegt. Bin allerdings wieder zurück, weil einige Sachen nicht richtig liefen. Unter Mint ging meine Soundblaster Z nicht, unter Arch mein Drucker nicht usw usw usw... Daher bin ich wieder bei denen, die Win 10 zu mehr Prozenten verhelfen. Bin auch wirklich zufrieden damit. Ich bin noch einer von denen, die damals mit MS-DOS angefangen hatten.
    Mich würde mal eure Meinung zu ChromeOS interessieren. Es ist bei einigen Schulen beliebt. Aber die Anteile und das Wachstum sprechen im Grunde nicht gerade für die Zukunft des Systems.
    Chromebooks mit ChromeOS werden fast ausschließlich in Schulen in den USA eingesetzt - und zwar bis zur 12. Klasse. Die Geräte sind quasi Lehrmittel analog zu Schulbüchern. Sie greifen auf Webseiten mit Lehrinhalten zu und werden für Mitschriebe mittels Google-Docs verwendet. Oft gehören die Geräte den Schulen und sie dürfen nicht privat genutzt werden, sondern bleiben außerhalb des Unterrichts in den Spinden der Schüler eingeschlossen. Deshalb tauchen sie auch in den Nutzungsstatistiken kaum auf. Die Rechner sind auch komplett zugenagelt und werden wohl auch regelmäßig remote zurückgesetzt - etwa vor Prüfungen. Daher dürften die Schulen über die Android-Apps auch gar nicht so glücklich sein.
    Damit versucht Google, die Chromebooks nun auch außerhalb des Bildungswesens populärer zu machen - aber bisher wohl ohne großen Erfolg.
    Um mal einen Vergleich zu wagen: Die von den Schulen gratis an die Schüler ausgegebenen Schulbücher haben auch nicht dazu geführt, dass die Buchhandlungen Pleite gehen.
    Danke, Klaus.
    Das hört sich so an, als hätte dieses System keine Zukunftsperspektive?!
    K12 in den US-amerikanischen Schulen ist durchaus ein interessanter Markt, in den Microsoft und vor allem Apple wieder verstärkt herein wollen. Daher auch das günstige iPad mit Stift für Bildungseinrichtungen oder auch Windows 10S. Es ist zwar eine Nische - aber eine lukrativer Markt, in der ChromeOS gut weiter existieren kann. Allerdings schafft es Google nicht, aus dieser Nische auszubrechen. Vielleicht soll das ja Fuchsia schaffen.
    Das Durchschnittsalter der PC-Nutzer wächst
    und damit zwangsläufig das Anspruchsverhalten dieser Nutzer. Das gilt sowohl in Privat- als auch in Firmenumgebungen. Was man sich als Karlchen vor 20 Jahren mühsam angeeignet hat, will man als Karl heute nicht mehr aufgeben. Wer mit Windows 95/98/XP aufgewachsen ist, der hat noch so gerade die Kurve auf W7 bekommen, aber weiter will er nicht, weil er keinen persönlichen Vorteil sieht, der ausreicht, nochmals eine nicht immer flache Lernkurve hinzulegen.
    Mit dem Alter verliert das Augenlicht seine Stärke, weswegen Tablets und Smartphones mehr von der jüngeren Generation als PC-Ersatz bevorzugt werden. Auch die Umstellung von einer physischen Tastatur auf eine Bildschirmtatstatur liegt mehr den Jüngeren.
    Da sich aber auch das Nutzungsverhalten mit steigendem Alter ändert (kompliziertere Sachen wie Video- oder Bildbearbeitung) überlässt man dann gerne den Kindern oder Enkelkindern und hat gleich einen zusätzlichen Grund, diese um sich zu scharen. Hier reichen Windows 7 und Office 2003 völlig aus, selbst den Serienbrief an die Kollegen vom Karnevalsverein druckt der 10 Jahre alte Drucker noch anstandslos, für den es unter Windows 10 gar keine Treiber mehr gibt.
    Die spannende Frage ist doch, wie sich die derzeitigen W7 und W8 Nutzer in 2020 verhalten, wenn es keinen Support mehr für W7 mehr gibt. Augen zu und durch, oder Wechsel auf einen neuen PC der mit einem erweiterten UEFI nebst Mini-OS daherkommt, und sich in der Cloud dann die benötigten Anwendungen lädt und dort direkt seine Daten speichert.
    Letztere Alternative sind wohl die feuchten Träume von MSFT-Manager, die Realität wird wohl einen Mix bringen. Ein Teil wird auch ohne Support bei W7 / W8 bleiben, ein Teil wird auf Apple umsteigen und der Rest wird sich einen neuen PC mit rudimentärem W10 als Zugang zur Cloud kaufen. Microsoft übt ja schon mit einer neuen Version von W10, die nur noch 6GB Festplattenspeicher benötigt. Bis zum Jahre 2020 werden die das auf 2 GB Bedarf runtergeschraubt haben, und die werden dann in Zigarettenschachtelgroßen Kistchen als Beilage zur Tageszeitung verschenkt. Hinten am Fernseher angestöpselt und monatlich ??? Euro als Cloudmiete gehen vom Konto ab.
    G.-J.
    Hm, wenn ich den Marktanteil von windows 7 im Gegensatz zu w8.1 sehe, müssen die leute w8.1 ja richtig gehasst haben ?

    Was soll Windows 8.0 sagen :)
    Zu Chrome OS: Sicherlich ist es statistisch betrachtet irrelevant, ich hab es aber mit in der Liste, um es "unter Beobachtung zu halten". Allerdings glaube ich, dass Chrome OS noch nicht der Durchbruch für Google am Desktop wird, das wird dann eher mit "Fuchsia" kommen.
    Ich nutze ebenfalls ein Chromebook (Acer R11), und das Einzige, was mich davon abhält, es öfter in die Hand zu nehmen, ist die billige Haptik der Hardware. Chrome OS auf einem Gerät wie dem Surface Pro dagegen könnte mir richtig Spaß machen. In Verbindung mit den Android-Apps fehlt meiner Meinung nach nur noch ganz wenig, um sagen zu können: Für den Hausgebrauch vollkommen ausreichend und durchaus als Windows-Ersatz zu gebrauchen.
    Bislang stellt sich Google bei seinen diesbezüglichen Bemühungen ja nicht sonderlich geschickt an, die stampfen ja noch mehr aus dem Boden und wieder dorthin zurück als Microsoft, aber wenn sie das mit Fuchsia ordentlich auf die Reihe bekommen, dann wird das richtig interessant.
    Hallo Martin, Danke für die neuste Statistik. Ich gehöre zur Windows 8.1 Fraktion und das Startmenü gibt es noch, sieht nur anderes aus. Kann man cool sich einrichten und ein Klick von allen anderen Sachen entfernt.
    Gruß Uwi58
    @Gajus-Julius
    Jetzt weiß ich erst, wie das so als Karlchen ist. Und ich wundere mich schon, dass ich so ganz anders bin. Mit CP/M-80 angefangen - verstehe ich Deinen Text trotzdem nicht.
    Ich kann 8.1 nur empfehlen. Modernere Basis als 7, längerer Support als 7, keine nervigen Zwangsupgrades, "Startmenü" imo besser als 10, resourcenschonender als 10. Benutzen leider sehr wenige, wohl wegen des PR Disasters 8.
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