BUILD 2018: Kleine Neuheiten rund um Visual Studio und .NET - Update 1

BUILD 2018: Kleine Neuheiten rund um Visual Studio und .NET - Update 1

Während sich Microsoft auf seinen Keynotes gestern vor allem mit Microsoft Azure und diversen Cloud- und AI-Themen befasst hat, wurden hinter den Kulissen auch einige Sachen freigegeben, mit denen die Entwickler unter uns bereits unmittelbarer in Berührung kommen. Im Laufe des Abends wurde dabei das nächste große Update für Visual Studio 2017 veröffentlicht. Die neue Version 15.7 hebt dabei TypeScript auf Version 2.8 und C# auf Version 7.3 an, bringt aber quer durch die IDE eine große Zahl an Verbesserungen mit. Was sich ansonsten so getan hat, findet ihr wie immer im zugehörigen Changelog.

Neben der finalen Version 15.7 erschien dabei auch schon die erste Preview der kommenden Version 15.8 von Microsofts Entwicklungsumgebung. Außerdem hat Microsoft unabhängig davon auch den Dienst Visual Studio Live Share in Preview freigegeben, welcher das gemeinsame Arbeiten an einer Anwendung erlaubt. Die entsprechende Erweiterung für Visual Studio 2017 und Visual Studio Code kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

Auch bei .NET Core hat sich ein bisschen was getan. Für Version 2.1 steht jetzt der erste Release Candidate zur Verfügung, ein Release ist im Sommer geplant. Zudem gab es auch schon erste ausführliche Neuigkeiten rund um .NET Core 3.0, welche im Laufe des Jahres in die Preview gehen und Anfang 2019 final veröffentlicht werden soll. Größtes Highlight ist hierbei, dass die quelloffene Variante von Microsofts Framework nicht mehr nur auf einfache Aufgaben wie Konsolenanwendungen beschränkt ist, sondern kann auch u.a. über die XAML Islands für klassische Windows-Desktopanwendungen verwendet werden.

Zu guter Letzt kündigte Microsoft auch noch die kommende Version 4.8 des klassischen .NET Frameworks an, die nach derzeitiger Planung in ungefähr einem Jahr erscheinen soll. Alle Infos zu den Themen rund um .NET findet ihr in diesem Blogpost.

Alle News zur BUILD 2018 in der Übersicht

Update 1:
Jetzt hätte ich euch beinahe ein paar wichtige Releases unterschlagen. Neben .NET Core sind auch ASP.NET Core und EF Core je mit dem ersten RC von Version 2.1 erschienen, außerdem wurde Visual Studio for Mac auf Version 7.5 angehoben. Außerdem steht nun auch Update 2 vom Team Foundation Server 2018 zur Verfügung und mit IntelliCode schickt Microsoft eine weitere kostenlose Erweiterung für Visual Studio 2017 (ihr braucht die aktuelle Version 15.7) in die Preview, welche IntelliSense mit KI-Funktionen aufwerten und dabei komplett offline funktionieren soll. Das Tool funktioniert momentan nur mit C# und kann künftig um Cloud-Funktionen erweitert werden.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Der Upgrade auf 15.7 ist übrigens dahingehend bemerkenswert und interessant für Entwickler, da sich nun das "Blazor" Framework offiziell verwenden lässt. "Blazor" ist wieder mal ein sog. Garage Projekt, welches aber wohl großes Potential in sich trägt. Bei Blazor (Browser plus Razor) handelt es sich um ein Framework dass es erlaubt Single-Page Anwendungen via Webassembly zu entwickeln. Damit ist es (theoretisch) möglich SP Anwendungen ohne Javascript zu implementieren. Man versuch also C# und die .NET Runtime für Web Apps wieder in den Vordergrund zu spielen. Meiner Ansicht ein ganz spannendes Thema:
    https://learn-blazor.com/
    Und ganz nebenbei landet mit Version 15.7 auch ganz automatisch das aktuelle SDK für das April Update bei den Entwicklern. ;)
    @mober
    Razor ist eine der pott hässlichsten deklarativen Beschreibungssprachen. Ist natürlich nur meine Meinung!
    Damals wurde der Quatsch von Guthrie losgetreten, weil ja Webforms "angeblich" Bloatware waren. Heute werden MBs an JavaScript über die Leitung geschickt usw. Der ganze Web Krampf wird immer komplexer. Angular und Co bieten hier schon etwas Abstraktion und entkoppeln. Trotzdem ist es unbegreiflich, warum man damals die deklarative Webform Syntax über den Haufen geworfen hat oder eben jetzt die exzellente XAML Syntax in der Versenkung verschwindet. Es wäre vollkommen naheliegend einen XAML Parser für SPAs zu schreiben. Somit hätte man wieder Synergie Effekte und könnte als Entwickler sowohl Web als auch Windows adressieren.
    Ich sehe in Blazor keinen einzigen Sinn, wenn damit lediglich im Browser ein klein wenig .NET läuft. Wenn Guthrie jetzt noch Windows alienated und man zukünftig Blazor und JS als Schnittstelle zu Windows nehmen muss, bin ich komplett weg und werde mir nur noch C++ Projekte suchen.
    Man sollte in dem Bereich etwas vorsichtiger sein und .NET und WebAssembly stärker trennen. WebAssembly selber ist ein neues Binärformat fürs das Web, was von Mozilla entwickelt wird und auf den Erfahrungen mit asm.js aufbaut. Da ist also in aller Regel sehrwohl JavaScript mit im Spiel. Was man Microsoft ankreiden muss, ist, dass sie das gleich von drei oder vier Ecken angehen, anstatt eine konsistente Variante zu implementieren. Neben dem hauseigenen Stack mit Blazor bzw. generell .NET (Core) hat ja auch Mono das Binärformat ins Visier genommen. Wie das am Ende ausgehen wird, muss man sehen, jedenfalls ist WebAssembly eben Teil der Aufwertung der freien Webplattform, genau wie WebVR bzw. - was Mozilla in diesem Jahr noch vorstellen wird - WebXR, die Variante für Mixed Reality.
    Übrigens ist C++ auch nicht frei von WebAssembly. Die Entwickler bei Qt arbeiten zum Beispiel auch daran, es anzusprechen.
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