BUILD 2019: Microsoft-Manager spricht über UWP, Win32 und den Windows Store

BUILD 2019: Microsoft-Manager spricht über UWP, Win32 und den Windows Store

Seit langer Zeit gibt es in der Windows-Community zwei Themen, die zusammen hängen und die immer wieder heiß diskutiert werden: Ist UWP tot? Ist der Windows Store ein Auslaufmodell? Microsoft-Manager Kevin Gallo gab in einem Interview mit Mary Jo Foley Antworten auf diese Fragen, und sie werden euch natürlich nicht überraschen: In beiden Fällen sagt er „Nein“. Abgesehen davon macht er aber noch andere interessante Aussagen, die sich ziemlich exakt mit dem decken, was ich über diese beiden Themen zuletzt geschrieben habe.

Als letzte Woche diverse UWP-Features für Win32-Anwendungen zugänglich gemacht wurden, schrieb ich in diesem Zusammenhang ein paar grundsätzliche Gedanken auf: Microsoft: Von der Hau-Ruck-Mentalität zur Politik der kleinen Schritte. Tatsächlich räumt Gallo im Gespräch mit Foley ein, dass Microsoft nicht so laut auf die UWP-Pauke hätte schlagen sollen. Man hat die Entwickler in diese Richtung gedrängt. „Das hätten wir nicht tun sollen, das war der falsche Weg“ sagt Gallo dazu ganz offen. Er ergänzt, dass man irgendwann nicht mehr von Win32, UWP oder einer anderen Technologie sprechen soll. Stattdessen soll es einfach „Windows Apps“ geben, und jedem Entwickler sollen alle Möglichkeiten offen stehen.

Das Gleiche gilt für den Store. Ihr erinnert euch, dass ich in Wie geht es weiter mit dem Microsoft Store? geschrieben hatte, dass der Store bleibt, aber eben nur als Option und nicht mehr als das Vertriebsmodell, zu dem Microsoft die Entwickler am liebsten zwingen möchte.

Als zum Wochenende hin die Bestätigung kam, dass Office nicht mehr über den Store installiert werden kann, wollte ich einen spekulativen Artikel schreiben. In dem wäre es darum gegangen, dass ich glaube, Microsoft würde eine Art „dezentralen Store“ erschaffen. Soll heißen: Man kann sein Installationspaket von Microsoft als vertrauenswürdig signieren lassen, dann lässt es sich zum Beispiel unter Windows 10 im S Modus auch am Store vorbei installieren Das Paketformat MSIX eignet sich dafür prima, weil es beispielsweise auch automatische Updates erlaubt – für mich DAS Killerargument für den Store.

Kevin Gallo sagt nun im Interview zum Store: Er werde natürlich bleiben, denn man habe ihn geschaffen, um eine vertrauenswürdige Quelle für den Bezug von Windows-Software zu haben. Es gäbe aber auch andere Wege, Apps als vertrauenswürdig zu kennzeichnen. Bingo.

Es bleibt weiterhin jedem selbst überlassen, wie er die Strategie-Änderungen bewertet, die Microsoft hier vornimmt. Letztlich folgen sie aber nur der Vernunft.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Am einfachsten waere ja gewesen 3rd Party Begeisterung zu entfachen wenn alles was man selbst an Software hat, zumindestens was W10 an System-GUI bietet in ein UWP GUI verpackt worden waere.
    Stattdessen hat man nicht mal das absolute Mimimum hinbekommen: Oeffnen/Speichern Dialoge wirken in UWP Apps wie Fremdkoerper die man sprichwoertlich besser nicht anfassen sollte.
    Okay, man hat schon 3rd-Party-Begeisterung entfacht indem MS selbst bewiesen hat, dass die Programmierer von Apps der Abschaum von Null und Eins sind und nur dafür ihr "Hello World" erweitert haben, um Kackwerbung ins Universum zu streuen.
    Nein, ganz ehrlich. Außer der Wetter-App ist ALLES verranzt und verabscheuungswürdig. Der Store hat nichts anderes verdient. Und DA sollen sich Profis Software ziehen?
    Die letzten 7 Jahre predigte Microsoft, alles zu vereinfachen. Ein Windows für alles, ein Store für das eine Windows. Martin schrieb dann: Ja, alles zusammen zu führen bringt gerade zwar viele Unannehmlichkeiten mit einem unfertigen Windows 10 (Mobile) und einem Edge-Browser, der zum Kotzen ist, Letztlich folgen sie aber nur der Vernunft.
    Jetzt macht Microsoft die Rolle Rückwärts und macht noch Android und iOS als Großbaustelle mit auf, stampft erst die eigenen Smartphones ein, über die der Store eigentlich seine Daseinsberechtigung zu 90% bezog und produziert nur noch Caos, an dem es dann irgendwann ersticken wird.
    Und Martin sagt: Letztlich folgen sie aber nur der Vernunft.
    Prost!
    Ich bin jetzt mal vorsichtig mit der Behauptung, das hätte ich so nie gesagt :D.
    Dass ich von der UWP-Vision, dem Store und dem "einen Windows für alle" begeistert war und auch daran geglaubt habe, daraus mache ich keinen Hehl. Dass ich es als "Weg der Vernunft" bezeichnet habe, kann ich mir aber nicht so recht vorstellen.
    Die Art und Weise, wie du verallgemeinerst und gleich mal noch ein paar andere Themen mit einbaust, von denen gar nicht die Rede war, zeigt mir aber, wie ernst ich diesen "Vorwurf" nehmen sollte - um mich geht es letztlich gar nicht :).
    Die letzten 7 Jahre predigte Microsoft, alles zu vereinfachen. Ein Windows für alles, ein Store für das eine Windows. Martin schrieb dann: Ja, alles zusammen zu führen bringt gerade zwar viele Unannehmlichkeiten mit einem unfertigen Windows 10 (Mobile) und einem Edge-Browser, der zum Kotzen ist, Letztlich folgen sie aber nur der Vernunft.
    Jetzt macht Microsoft die Rolle Rückwärts und macht noch Android und iOS als Großbaustelle mit auf, stampft erst die eigenen Smartphones ein, über die der Store eigentlich seine Daseinsberechtigung zu 90% bezog und produziert nur noch Caos, an dem es dann irgendwann ersticken wird.
    Und Martin sagt: Letztlich folgen sie aber nur der Vernunft.
    Prost!

    Volle Zustimmung - ohne Smartphone bringt MS keinen Fuß mehr in irgendeine Tür.
    @Paulchen73 also insbesondere Microsofts Mail und Kontakte sind funktional halbwegs brauchbar und was die Uebersichtlichkeit und Bedienbarkeit angeht leider konkurrenzlos - nicht nur innerhalb des Stores. Es gibt auch noch viele andere hervorragende UWP Apps gegen Geld.
    Wer was fuer UWP und somit Touch/Pen Input sowie Geraeteklassenuebergreifend (immer noch, siehe Surface Hub) programmiert, der stellt es auch in den Store rein. Das ist der groesste Distributionskanal fuer UWP Apps und wird es auch bleiben - es sei denn jemand macht sich die Arbeit einen neuen zu programmieren und vor allem zu betreuen. So von Menschen die dafuer Geld bekommen...
    Ich hatte ja schon an anderer Stelle vorgeschlagen das es so eine Art jaehrliche Einstellgebuehr geben sollte damit allzu "optimistische" Programierer nicht einen Store "zuranzen". Ein Problem das nicht nur der Microsoft Store hat.
    -
    Im Prinzip ist das Store-Problem noch tiefgreifender: das ein Betriebssystemanbieter beim App-Verkauf ueber einen Store mitverdienen will - OK.
    Erstes Problem: wenn man selbst Apps darin anbietet und somit in Konkurrenz zu Entwicklern der eigenen Plattform tritt. Und insbesondere da man ja selbst nicht auf die Store-Marge verzichten muss..
    Zweites Problem: es sollen nicht die Entwickler oder gar Benutzer des Stores (aka zahlende Kunden) gluecklich gemacht werden, sondern die eigenen Aktionaere.
    Beides zusammen funktioniert nur "erfolgreich" wenn ein solcher Store ein Monopol fuer die Program-Distribution hat. Sprich: Apples iOS AppStore.
    Drittes Problem: die Qualitaet der Apps. Wenn der Store Betreiber selbst Apps einstellt, dann ist das mit dem "ablehnen" nicht mehr ganz so einfach. Mal abgesehen davon das pruefen Geld kostet was die Aktionaere nicht sehen - etwas was angeblich im Steam-Store sehr beherzt wird.
    -
    Ich bin mal gespannt ob und wieviel Geld das Pruefen und Zertifizieren von Installationspaketen durch Microsoft dann kosten wird. Eigentlich haette Microsoft das auch alles einfacher haben koennen: eine eigene Firma fuer den Store die nur eine "Schwarze Null" erreichen soll...
    @Miine: Wenn es eine Einstellgebühr gäbe, wären viele (insbesondere kostenlose und teils trotzdem gute) Apps sofort weg. Das wäre der Weg hin zu payed-only und noch weniger Store-Nutzern. ?
    " also insbesondere Microsofts Mail und Kontakte sind funktional halbwegs brauchbar und was die Uebersichtlichkeit und Bedienbarkeit angeht leider konkurrenzlos... "
    Also sorry, aber die Mailapp ist ja eine Katastrophe. Zum Arbeiten nicht zu gebrauchen, ins System verwurzelt, nicht deinstallierbar und macht ein "einfaches" Teilen mit 'nem richtigen Outlook in vielen Fällen unmöglich.
    Nein, Martin, um Dich geht es letztlich nicht, weil Du für dieses ganz große Kino bei Microsoft nichts kannst. Ich denke aber, dass der Traum von der einen (eigenen) Plattform der richtige war. Deshalb folgen sie gerade alles anderem als der Vernunft.
    Klar braucht eine Aktiengesellschaft Gewinne, um die Dividenden auszuzahlen, aber das, was Microsoft macht, ist nicht nachhaltig. Wie ich hier schon sehr oft geschrieben habe: Der Krieg um die Hoheit des Betriebsystems wird mobil geführt. Microsoft hätte die WinPhones nicht einstampfen, sondern weiterentwickeln sollen. Die App-Gap hätte überwunden werden können, wenn man Windows Mobile nicht halbherzig und stiefmütterlich behandelt hätte.
    Jetzt schafft sich Microsoft 1000 zusätzliche unlösbare Probleme. Edge auf dem Mac. Welcher Appleboy wird sich das installieren?
    Wie lautet das bekannte Sprichwort?
    - Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
    Erst verschwindet Windows, dann Office und damit dann das Cloudbusiness. ALPHABET braucht nur ein zu bezahlendes OS auf den Markt bringen, das dann werbefrei und datenschützend ist. Die Android-Gemeinde wird dann ruck-zuck im Businessbereich umsteigen. Die Cloud wird dann über Amazon organisiert.
    Für Microsoft heißt es dann: Schachmatt.
    Ich wäre froh wenn sich MS konkret zu OneNote und deren Pläne äussern würde. Was bei User Voice abgeht spricht Bände, ausser für den Privaten Gebrauch und vieleicht für die Schule ist die (offenbar als einzige noch weiterentwickelte Version) UWP App einfach ungenügend.
    @Blacker: Ich kann vielen dieser Gedanken durchaus folgen. Ich sehe es durchaus auch so, dass Microsoft mit seiner Offenheit auch an seiner Beliebigkeit und Austauschbarkeit arbeitet. Eine Implosion halte ich aus heutiger Sicht zwar für unwahrscheinlich, ein "Too big to fail" gibt es aber auch nicht.
    Man kann es aber auch so sehen: Die UWP- und Store-Strategien für Windows 10 waren falsch, sie haben erwiesenermaßen nicht funktioniert. Der Weg, den Microsoft jetzt einschlägt, ist für Windows definitiv gesünder. Ich hätte diese ursprüngliche Vision gerne erlebt und bin sicher, es wäre großartig geworden. Aber es hat nun mal nicht funktioniert und während wir immer noch damit beschäftigt sind, darüber zu trauern, macht sich Microsoft auf den Weg und überlegt, was sie stattdessen tun können. Und das sieht schwer nach "Back to the roots" aus. Windows 10 wird zu dem, was Windows immer war: Ein Desktop-Betriebssystem für die Arbeit.
    Es ist und bleibt natürlich ein Widerspruch, dass Microsoft einerseits vom Plattform-Denken weg will, selbst aber auf einer der größten sitzt. Aus dieser Falle auszubrechen, ohne etwas kaputt zu machen, wird extrem schwierig.
    @Martin
    Wenn MS tatsächlich vom Plattform-Denken weg will ist der Store aber auch nicht mehr nötig und verliert vollends seine Daseinsberechtigung. Gut ich denke der hat eh schon kaum noch eine Daseinsberechtigung genauso wie die App Oberfläche in W10, aber das ist ein anderes Thema.
    Mit der Daseinsberechtigung ist das so eine Sache. Täten sie den Store Richtung Softwaremanager/Center-Paketmanager umbauen.....Vereinfacht ist der Store vergleichbar mit dem Paketmanager.
    Eine zentrale Anlaufstelle für Anwendungen in Win10 hat durchaus seine Vorteile. Viele wollen es nicht, ok. Interessant nur, das zentrale Anlaufstellen wie Chip, Heise, Netzwelt oder Bild gut besucht sind.
    DrWindows
    Es bleibt weiterhin jedem selbst überlassen, wie er die Strategie-Änderungen bewertet, die Microsoft hier vornimmt. Letztlich folgen sie aber nur der Vernunft.

    DrWindows
    Es ist und bleibt natürlich ein Widerspruch, dass Microsoft einerseits vom Plattform-Denken weg will, selbst aber auf einer der größten sitzt. Aus dieser Falle auszubrechen, ohne etwas kaputt zu machen, wird extrem schwierig.

    Ehrlich gesagt kann ich das neue Vernunft getriebene Microsoft nicht ausstehen.
    Und wenn sie allen Ernstes den Anspruch haben, Windows weiterzuentwickeln ohne etwas kaputt zu machen, dann sind sie längst krachend gescheitert.
    Die Einstellung von Windows Phone hat unzählige Kunden und Entwickler vergrault, die auch nicht mehr wiederkommen werden!
    Microsoft hat mich vom begeisterten und (gerne) zahlenden Kunden zum Nutzer der Gratis-Version von OneDrive gemacht. Und das, davon bin ich ich fest überzeugt, wird für den größten Teil der Android- und iOS-Nutzer gelten. An Nutzern von Gratis-Diensten verdient Microsoft nur leider nicht viel. Aber selber schuld.
    Und was das neulich gepostete Bild von einer Microsoft-Entwickler-Konferenz anbelangt: Wir wissen alle, dass es beim Thema Apps (oder zukünftig Skills) nicht auf einen Raum voller Geeks, sondern auf die großen namhaften Firmen (Paypal, Banken, große Einzelhändler, TV-Streaming-Dienste, Spielentwickler, usw.) ankommt. Und die werden zukünftig kein Geld mehr in die Entwicklung von Apps oder Skills für Microsofts Dienste mehr stecken!
    Setter
    Mit der Daseinsberechtigung ist das so eine Sache. Täten sie den Store Richtung Softwaremanager/Center-Paketmanager umbauen.....Vereinfacht ist der Store vergleichbar mit dem Paketmanager.

    Der Store ist definitiv mehr als ein Package Manager. Ich sehe das auch gar nicht so verkopft wie viele, dass der Store DIE zentrale Anlaufstelle sein muss. Ebenso wenig finde ich dass der Store tot oder komplett erfolglos ist. Es nutzen ihn viele nicht, andere aber durchaus. Man sagt ja auch nicht OneNote ist tot, nur weil nicht jeder Windows-Nutzer automatisch ein OneNote-Nutzer ist.
    Ich persönlich finde (aus Entwickler-Sicht) am Store toll, dass ich mich eben nicht um den Abrechnung und Lizenzierung kümmern muss. Microsoft kassiert für mich, stellt Rechnungen aus, bietet den Kunden verschiedene Bezahlmöglichkeiten und sichert obendrein ab, dass Bezahlpflichtiges auch nur funktioniert wenn jemand zuvor das Recht daran erworben hat.
    Das ist toll, dafür gebe ich auch gerne Prozente ab.
    Daher finde ich die Aussage von Gallo komplett richtig: "The Store is about commerce. It's another channel for distribution."
    Jeder der sich den Vertrieb und insbesondere den Commerce-Anteil nicht selbst antun will oder kann, kann darauf zurückgreifen. Aber ist doch Wahnsinn zu behaupten etwas ist total sinnlos wenn es nicht jeder nutzen will oder gar muss.
    Insofern, entspannte Restwoche allerseits! ;)
    PS: Gibt es am Mac eigentlich auch so verbissene Kämpfe, dass der Store dort tot ist weil er nicht annähernd so erfolgreich und sinnvoll ist wie am iPhone oder iPad?

    Schildere doch mal, warum man mit der App nicht arbeiten kann und warum sie eine Katastrophe ist. Ach, nicht die gleiche Funktionalität, wie Outlook? Sag bloß.
    Ich war ja einer der lautesten Kritiker der Mail App. Bis ich mich entschloss, sie einfach mal ganz unvoreingenommen zu benutzen und zu prüfen, ob sie denn einfach nur tut, was sie soll. Und das tut sie in der Tat. Ich nutze sie inzwischen wirklich gerne, hab mich aber bisher noch nicht getraut, das laut zu sagen :D.
    Ich kann nur für mich sprechen….
    Neu hinzugekommen ist, das wenn der "Darkmode" aktiviert wurde, man beim lesen erst das Licht anschalten muss. Zuvor gab es ein dunkles Design aber einen "weißen Brief". Jetzt ist dies standardmäßig auch Dunkel.
    Kommen wir aber zu den Mängeln.
    Die App verschluckt sich regelmäßig im Zusammenhang mit s/mime. Ständig bleiben die Mails im Postausgang hängen. Besonders betroffen, Weiterleiten, ein Anhang versenden oder über die Funktion Teilen.-Ein immer wiederkehrender Fehler der mal gefixt erschien und nach einem Update wieder auftauchte
    Prüfung einer Signatur war lange Zeit erst nach vollständigem Herunterladen der Mail möglich. Diese wurde erst nach EFail erst gefixt. Und jetzt überlegen wir mal, wie lange es diese App schon gibt.....
    Es fehlen die Optionen, Termin oder Aufgaben erstellen aus einer Mail heraus. Bei dieser Funktion wird die Mail als Anhang in das Notizfeld übertragen.
    Es gibt auch keine Option Funktionen wie pgp nachzurüsten oder Regeln zu erstellen
    Ich nutze die Apps nur für die Benachrichtigungsfunktion wobei hier abonnierte Ordner nicht wirklich berücksichtigt werden.
    Was aber gar nicht geht, ist der beschnittene Kalenderzeitraum. WTF da kann man nicht mal einen ZA-Termin planen.
    Abgesehen von diesen Punkten und wenn man das nicht benötigt- ist das Paket ganz brauchbar.
    Martin
    ... Und das tut sie in der Tat. Ich nutze sie inzwischen wirklich gerne, hab mich aber bisher noch nicht getraut, das laut zu sagen :D.

    kurz dazu: eigentlich hast Du recht, ich nutze sie auf dem SF-Go auch nebenbei, wenn ich nicht extra Outlook öffnen will. Jedoch nervt mich der nicht vorhandene Zeilenumbruch beim schreiben (das ist ja eigentlich ein Problem vor der Jahrtausendwende) und kein "Senden als", da ich gerne mal schnell das Konto wechsle, wenn ich antworte.
    Aber meinetwegen, als Notprogramm ist es OK.
    Zu der Diskussion hier oben bzw. dem Artikel: ich merke, wie ich mittlerweile völlig emotionslos gegenüber MS geworden bin, habe keinerlei Hoffnung, dass noch einmal eine zuverlässige Linie erkennbar wird.
    Das ist sowohl bei mir privat so, und wird nur durch noch größere Abneigung gegen Google und Apple übertrumpft, so dass ich anderswo alternativem suche, und im Pro Bereich mag es sein, dass ich noch mal MS-Server installiere, aber eigentlich bin ich auch dort auf dem Abflug.
    Die "nicht" Zuverlässigkeit von MS nervt, und somit ist es ja heutzutage völlig egal, was irgendeine Manager sagt, was man morgen machen wolle, es wird übermorgen ohnehin alles als Fehler tituliert und über den Haufen geschmissen. Das nenne ich falsches Management. Schade um MS, ich vermute, die laufen in den nächsten 5 bis 10 Jahren in ihre selbstgemachte Falle.
    @DonRolando : Die Einstellgebuehr wird vorab gezahlt und mit den Verkaeufen verrechnet. Wenn die App Umsonst ist, wird halt ein "virtueller" Betrag pro Download verrechnet. D.h. am Ende des Jahres bekommt der Entwickler der guten Umsonst-App seine Einstellgebuehr zurueck…
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    Es ist alles nur eine Frage wie man die Regeln macht. Und da darf man durchaus kreativ sein und ausprobieren was zu dem gewuenschten Ergebnis fuehrt.
    Warum das so nicht ist - evtl. ist ja gar kein anderes Ergebnis als das was man jetzt hat erwuenscht…
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    Was den Mac App Store angeht: ja, da gibt es auch "Kaempfe". Allerdings eher von den Entwicklern gegen Apple. Es dauert dann auch immer eine zeitlang bis Apple ein bisschen nachgibt…
    Wobei das was ich da ankreide - das Apple gleicher als Gleich ist - nur ganz selten Thematisiert wird. Konkret: alle Apps sind mit bestimmt Sandboxrechten versehen. Nur Apples XCode hat "gottgleiche" Rechte… .
    @kram : die Mail-App ist nur insofern "tief im System verwurzelt" als das einen Outlook-Communicator Prozess verwendet. Die APIs fuer die Kontoeinstellungen sind aber offen und koennen von Anderen ebenfalls verwendet werden. Gleiches gilt fuer Kontakte und Termine.
    Ob man diese APIs unbedingt verwenden will ist natuerlich eine ganz andere Frage - diese sind ja, Ueberraschung! - auf die Beduerfnisse von Microsoft ausgelegt.
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    Der groesste Nachteil was Mail diesbzgl. angeht ist, dass weder Mail noch Outlook die Header einer Mail anzeigen koennen. Somit nicht der Sendeverlauf einsehbar ist was manchmal sehr praktisch um herauszufinden ob man es mit mit einer "legitimen" Mail zu tun hat...
    @Miine: Ich hätte dann schon gar keine Lust mehr eine kostenlose App anzubieten, wenn ich in Vorleistung gehen soll und erst im Nachgang irgendwas erstattet bekomme - oder vielleicht gar eine super App habe aber einen Nischenmarkt adressiere und dann aufgrund niedriger Download-Zahlen sogar noch draufzahle.
    Solch kreative Regeln machen den Store dann zwar schön leer, aber eben nicht nur frei von sinnfreien Apps.
    Es geht ja eben nicht darum den Store möglichst attraktiv als zentrale Anlaufstelle zu machen, sondern einfach nur einen EINFACHEN Vertriebsweg für die zu bieten, die sich den ganzen Overhead für Abrechnung und Verteilung sparen wollen. Und unsereins will eben nicht komplizierte Rechen- und Ausgleichspielchen mit denen man sich wieder rumschlagen muss. ;)
    und kein "Senden als", da ich gerne mal schnell das Konto wechsle, wenn ich antworte..

    senden als* geht wenn du es im konto einrichtest.
    Genau das ist der Punkt wo MS die Fehler macht, insbesondere beim Winphone, alles muss umständlich gesucht, eingerichtet oder angepasst werden. Das Winphone wäre ein Erfolg geworden wenn man es hätte mit wenigen Klicks einrichten können.
    @find_no_name: es würde mich freuen, wenn ich all die Zeit etwas übersehen hätte, aber ich befürchte nicht :) Wo kann ich bei der Antwort auf eine Mail kurz vor dem senden das Konto wechseln, mit dem geantwortet werden soll? Nie gesehen diese Funktion.
    Ich hoffe wie gesagt, ich habe all die Zeit etwas übersehen.
    Diese Möglichkeit besteht nicht.
    Wenn du aber dein externes/dritten E-Mailkonto deinem Microsoftkonto hinzufügst, kannst du diese Absenderadresse zu den zusätzlichen Microsoftkontoadressen/Outlook.com Aliase auch auswählen. Hier wird dann quasi das dritte Konto als Bestandteil des MS-Kontos betrachtet. Das dritte Konto wird dann auch nicht mehr eigenständig in der Mailapp benötigt und kann entfernt werden.
    Verknüpft/Hinzugefügt wird das dritte Konto in der WebApp auf Outlook.com
    Frage mich jetzt aber bitte nicht wie oder warum man ein dritten Konto mit dem MS-Konto verknüpfen/hinzufügen sollte. Denn der tiefere Sinn hat sich mir noch nicht erschlossen.
    @Setter: Danke fuer den Hinweis. Werde Outlook aber trotzdem nicht benutzen da da kein UWP :-(
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    @DonRolando: ich habe zwar (noch) keine Ahnung was die Teilnahme am Microsoft Store ueberhaupt kostet, aber bei Apple braucht man zumindest einen Dev-Account fuer aktuell 50 EUR pro Jahr (bzw. 100 EUR frueher und das war schon "geschenkt" im Vergleich zu MacOS<X Zeiten)… .
    Ganz ehrlich: entweder ist jemand von seiner Idee ueberzeugt das da mehrere Tausend Downloads stattfinden werden - oder er sollte es eh besser sein lassen. Es sei denn es geht einfach um des gute Gefuehl was in den Microsoft Store eingestellt zu haben.
    -
    Schau Dir mal die Stores an die wirklich funktionieren - auf den Konsolen. Alleine die Kosten der Dev-Kits schrecken da "Taschenlampe 4.0" Programmierer ab...
    @setter: das meint, ich muss die Zugangsdaten aller Konten an MS übergeben, von denen ich innerhalb von Win10-Mail ein "senden als" machen will?
    Miine

    @DonRolando: ich habe zwar (noch) keine Ahnung was die Teilnahme am Microsoft Store ueberhaupt kostet, aber bei Apple braucht man zumindest einen Dev-Account fuer aktuell 50 EUR pro Jahr (bzw. 100 EUR frueher und das war schon "geschenkt" im Vergleich zu MacOS
    Ganz ehrlich: entweder ist jemand von seiner Idee ueberzeugt das da mehrere Tausend Downloads stattfinden werden - oder er sollte es eh besser sein lassen. Es sei denn es geht einfach um des gute Gefuehl was in den Microsoft Store eingestellt zu haben.

    Microsoft verlangt genau wie Google einen kleinen Einmalbetrag, nicht jährlich wiederkehrende Kosten.
    Und gibt es deswegen bei Apple weniger Taschenlampen? Der Store bei Apple ist vielleicht besser aufgebaut, aber das Preismodell für Entwickler ist sicher nicht der Hintergrund.
    Und wenn jemand überzeugt ist und der Community was schenken will,dann soll er sooo überzeugt sein dass er vorab Kosten auf sich nimmt und obendrein ein finanzielles Risiko eingeht? Damit ist jeder Privatier und jedes Open Source Projekt aus der Geschichte raus bevor es los geht. Überzeugung ist ja toll, aber wenn es dann am Ende nicht wie erwartet läuft auch noch miese machen? Dream on.
    Miine

    Schau Dir mal die Stores an die wirklich funktionieren - auf den Konsolen. Alleine die Kosten der Dev-Kits schrecken da "Taschenlampe 4.0" Programmierer ab...

    Schon richtig, aber auf Konsolen gibt es auch nichts umsonst, sind keine Amateure unterwegs und selbst Indie-Entwickler haben es ohne Publisher schwer. Wenn man nur wenig Auswahl und stattdessen einzig und allein Profis will, dann macht man es genau so - dann hat das aber nichts mehr mit "einfacher Vertriebsweg für diejenigen die sich nicht um Abrechnung und Verteilung kümmern wollen" zu tun, sondern wir sind eben wieder bei dem zentralen, einzigen und perfekten Store für ein komplett geschlossenes System an dem nix vorbei kommt. Denn auf Konsolen ist alles andere als der zentrale Store verboten.
    Und jetzt drehen wir uns im Kreis, genau das ist ja was der Windows Store nicht (mehr) sein will und auch gar nicht sein soll. ;)
    Innerhalb weniger Tage (warum ich diesen Store überhaupt öffne weiß ich nicht) ist der Store das zweite mal auf englisch umgestellt.
    Die Mail-App war letztens ebenso auf englisch und dazu noch dies tolle Relevanz-Geschichte aktiviert. Spinnt hier irgendwas auf meinem Rechneroder ist dieses Start-Up organisatorisch noch nicht so weit?
    @weltleser: Also mir ist derartiges bislang nicht aufgefallen... und ist doch beruhigend, dass es sich nicht bloß auf eine App beschränkt, sondern systemweiten "Impact" hat. ;)
    weltleser
    Innerhalb weniger Tage (warum ich diesen Store überhaupt öffne weiß ich nicht) ist der Store das zweite mal auf englisch umgestellt.
    Die Mail-App war letztens ebenso auf englisch und dazu noch dies tolle Relevanz-Geschichte aktiviert.

    Apps in Englisch hatte ich nach den letzten 2 Patchdays auf dem PC. Hatte sich aber ganz schnell von alleine geregelt. Hatte trotzdem sehr verwundert dreinschaut.
    Also, mein eindeutig vom "User Experience" mit Google-Suchmaschine und Android Play Store geprägtes Verhalten hat mir bei jedem Start der Microsoft irgendwie ein ungutes Gefühl verschafft.
    Microsoft Store App Store von Google-Fiesling (Malware) zu Crippleware reduziert? Identische Suche nach Apps lieferte zu 95 % fast keine relevanten Treffer und wenn schon mal was dabei war, entweder überteuert oder Müllhaldeware. Meine Kontodatenbank für Storeware bei Microsoft, gerade in Bezug auf Müllhaldezeug klemmt auch gehörig. Leider noch nirgends einen Registry-Hack zur Datenbank-Bereinigung gefunden.
    Der Microsoft Store ist für mich in der Qualität und Funktionalität das was gefühlt nur Microsoft fertig bringt. An einem minderwertigen Produkt z.B. wie das neue OneNote stur festhalten und zwar so lange bis die Masse (Entwickler und Consumer) endgültig die Schnauze voll halt.
    Englische Sprache war und blieb bei OneDrive auf meinem Surface Pro Standard. Watt'n Glück, immerhin keine arabischen oder kyrillischen Schriftzeichen.
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