BUILD 2020: Microsoft Edge erhält Pinterest-Integration, bessere PWA-Unterstützung und mehr

BUILD 2020: Microsoft Edge erhält Pinterest-Integration, bessere PWA-Unterstützung und mehr

Nachdem Microsoft den runderneuerten Edge-Browser am 15. Januar 2020 in der ersten finalen Version für diverse Windows-Version und macOS zum Download freigegeben hat, konnte der Browser bereits einige gute Kritiken verbuchen und wird in den kommenden Monaten auch für Linux zur Verfügung stehen. Auf der Entwicklerkonferenz BUILD 2020 kündigte Microsoft nun diverse Verbesserungen für Entwickler, Consumer und Unternehmen an, die Microsoft Edge weiter voran bringen sollen. Außerdem soll die Aktualisierung vom alten auf den neuen Edge via Windows Update in den kommenden Wochen auf breiter Front starten.

Pinterest-Integration

Consumer können sich in Kürze über zwei weitere neue Funktionen freuen, die vor allem die Sammlungen aufwerten sollen. Neben dem Export zu Word und Excel wird im kommenden Monat auch OneNote als weitere Option in den Insider-Versionen von Microsoft Edge integriert. Zudem geht Microsoft eine Kooperation mit dem sozialen Netzwerk Pinterest ein, welches nicht nur den Export der Sammlungen zu Pinterest erlauben, sondern auch Vorschläge aus Pinterest am Ende der eigenen Sammlung anzeigen wird.

Pinterest-Integration in Microsoft Edge

Als zweite Funktion wird eine neue Suche in den Browser integriert. Wird ein entsprechender Begriff markiert, kann über das Kontextmenü die neue Funktion „Search in Sidebar“ genutzt werden, die den entsprechenden Begriff dann in einer neuen Seitenleiste nachschlägt.

Neuerungen für Entwickler

Diverse Neuerungen wurden für Entwickler angekündigt, die auf Microsoft Edge oder seine zugrunde liegenden Technologien aufbauen. Noch in diesem Monat soll die Addon-Seite von Microsoft Edge deutlich überarbeitet werden. Neben einer verbesserten Suche sollen dabei auch das Layout erneuert und neue Kategorien zum Einordnen der entsprechenden Erweiterungen integriert werden. Daneben adaptiert Microsoft auch die Origin Trials, die Google bereits bei der Entwicklung von Chrome seit einigen Monaten verwendet. Dabei handelt es sich um experimentelle Erweiterungen der Web-Plattform, mit denen Entwickler unter anderem über entsprechende A/B-Tests arbeiten können, bis sie offiziell für die Allgemeinheit freigegeben werden. Nähere Informationen und die Registrierung für die Origin Trials von Microsoft Edge können hier gefunden werden.

Daneben weitet Microsoft auch die Möglichkeiten für die WebView2-Preview aus, die bisher nur für Win32-Anwendungen zur Verfügung stand. Nun erweitern die Entwickler das Ganze um neue Optionen für .NET- und UWP-Anwendungen im Rahmen von WinUI 3.0, sodass nun auch Apps auf Basis von WinForms, WPF und UWP von der Preview Gebrauch machen können. Die Dokumentation und einen entsprechenden Getting Started-Guide könnt ihr hier abrufen.

PWAs werden „ein bisschen nativer“

Microsoft erweitert außerdem die Möglichkeiten für Progressive Web Apps. Werden diese über den Edge-Browser installiert, können sie in Zukunft auch über die Settings-App verwaltet werden und zudem die Teilen-Funktion von Windows 10 besser verwenden. Um einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, muss neben einer aktuellen Insider Preview von Windows 10 auch die Canary-Version von Microsoft Edge installiert sein. Anschließend muss hier noch der entsprechende Flag „Web Apps Identity Proxy“ aktiviert werden.

Neuerungen für Unternehmen

Für Unternehmen werden in Kürze neue Optionen zur Synchronisation zur Verfügung stehen. IT-Professionals können dann unter anderem über neue Gruppenrichtlinien festlegen, welche Art von Daten von Microsoft Edge synchronisiert werden dürfen. Außerdem wird die Synchronisation in Kürze auch Unternehmen zur Verfügung stehen, deren Infrastruktur noch on-premise aufbaut ist und die noch nicht bereit sind, in die Cloud überzusiedeln. Microsoft hat außerdem den Wechsel zwischen persönlichen und arbeitsspezifischen Profilen vereinfacht, sodass nun für jeden Link ein spezifisches Profil eingestellt werden kann, in dem dieser geöffnet werden soll. Auch der automatische Wechsel zwischen Profilen wird ermöglicht, sodass Edge einen Link in einem arbeitsspezifischen Profil öffnet, sobald die Notwendigkeit von Work Credentials erkannt wird.

Microsoft Edge wird außerdem den Einsatz von Windows Information Protection unter Windows 10 unterstützen, was gerade im Home Office einen deutlichen Sicherheitsgewinn bringen soll und eine von Unternehmen stark nachgefragte Funktion ist. Zudem wird mit Microsoft Search in Bing ein neuer arbeitsbezogener Tab in Microsofts Suchmaschine eingeführt, sobald man in Bing mit seinen Work Credentials angemeldet ist. Nähere Informationen können Unternehmen auf dieser Seite finden.

Hinweis: Die Informationen und Links in diesem Artikel wurden uns vorab unter Embargo zur Verfügung gestellt. Es ist gut möglich, dass die Links zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels noch nicht aktiv sind, das sollte sich dann allerdings in Kürze ändern.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. "sondern auch Vorschläge aus Pinterest am Ende der eigenen Sammlung anzeigen wird."
    Was soll das denn sein?
    Meine Daten sollen auf dem Rechner bleiben und nicht an MS oder sogar dritte zur Auswertung geschickt werden!
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