BUILD 2020: Windows Terminal und WSL 2 sind fertig, Windows bekommt einen Paketmanager

BUILD 2020: Windows Terminal und WSL 2 sind fertig, Windows bekommt einen Paketmanager

Microsoft kündigt im Rahmen der virtuellen Entwicklerkonferenz BUILD 2020 diverse Neuerungen und Verbesserungen für die Kommandozeile unter Windows 10 an. Einer der wichtigsten Meilensteine betrifft dabei wie erwartet das Windows Terminal, das nach elf Monaten Entwicklungszeit und zwei Release Candidates nun auch die Version 1.0 erreicht und damit die Preview verlässt. Mit dem heutigen Release empfehlen die Entwickler außerdem ab sofort auch den Einsatz in Unternehmen.

Windows Terminal
Windows Terminal
Entwickler: ‪Microsoft Corporation‬
Preis: Kostenlos

Diverse Neuerungen wurden außerdem für das Windows Subsystem for Linux angekündigt, welches mit dem Release des nächsten großen Windows 10-Updates 20H1 als WSL 2 in die zweite Generation startet und dann auch über einen minimalen Linux-Kernel verfügen wird. Demnächst wird das Linux-System über den Befehl „wsl.exe -install“ nicht nur einen vereinfachten Installationsmechanismus bekommen, sondern auch stärker von der GPU Gebrauch machen können. Damit können Linux-Anwendungen unter Windows 10 von der Hardwarebeschleunigung profitieren, was bei diversen Entwicklungsszenarios wie Machine Learning oder AI-basierter Entwicklung hilfreich sein sollte. Neu ist zudem die Ausführung von GUI-Apps ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen X-Servers. Wenn also bestimmte Werkzeuge wie der Texteditor Pluma oder die Entwicklungsumgebung Gnome Builder benötigt werden, die nicht nativ für Windows 10 verfügbar sind, wird damit die Einstiegshürde deutlich gesenkt.

Ganz neu ist außerdem der Windows Package Manager, der mit dem heutigen Tag in die Preview startet. Der Paketmanager, über den bereits im Vorfeld reichlich spekuliert worden war, steht quelloffen auf GitHub zur Verfügung und soll die Einrichtung einer persönlichen Entwicklungsumgebung unter Windows 10 deutlich beschleunigen und vereinfachen. Das zugehörige Repository mit den entsprechenden Paketen steht ebenfalls auf GitHub zur Verfügung.

Hinweis: Die Informationen und Links in diesem Artikel wurden uns vorab unter Embargo zur Verfügung gestellt. Es ist gut möglich, dass die Links zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels noch nicht aktiv sind, das sollte sich dann allerdings in Kürze ändern.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. Wie verhält sich der neue Package Manager zum bisherigen PackageManagement in Windows (aka OneGet)?
    Werden die Projekte zusammengeführt?
    Ohne es sicher zu wissen, würde ich davon ausgehen, dass die nichts miteinander zu tun haben.
    HaHa1
    Paket Manager finde ich genial. Vielleicht sollten sie einfach chocolately aufkaufen.

    WinGet wird ja an chocolatey andocken, das hatte Scott Hanselman gestern noch im Livestream angedeutet. Erstmal muss der Paketmanager ja in den nächsten 12 Monaten entwickelt und dann per Update des App Installers über den Microsoft Store an alle ausgeliefert werden. Letztlich ist er ja nur eine Erweiterung im Umgang mit den neuen MSIX-Paketen, die Microsoft im letzten Jahr schon gezeigt hat.
    Anschließend soll es - Stand jetzt - zwei Repositories geben. Eines wird Microsoft auf GitHub selbst pflegen, als zweites soll das kostenlose und öffentlich zugängliche Repository von chocolatey noch folgen. Das sind sie momentan wohl in Gesprächen.
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