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Chip-Krise: Keine bessere Verfügbarkeit der Xbox Series X in Sicht

Chip-Krise: Keine bessere Verfügbarkeit der Xbox Series X in Sicht

Anders als seinerzeit bei der Xbox One hat Microsoft mit der Xbox Series X einen gelungenen Start hingelegt. Finanziell schlägt sich dieser Erfolg allerdings bislang nicht wie gewünscht nieder, denn Microsoft hat schlicht keine Konsolen, die sie den interessierten Käufern anbieten können.

Nach wie vor ist es ein Glücksspiel, die neue Konsole zu bekommen, und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Phil Spencer dämpfte entsprechende Erwartungen in einem Podcast und erklärte, nicht nur die Chips selbst seien schwer zu beschaffen, auch andere Teile wie beispielsweise Netzwerkkomponenten würden nur in geringer Stückzahl zur Verfügung stehen. Die Ursache ist selbstredend in beiden Fällen identisch: Es fehlen die Halbleiter als „Rohmaterial“.

Thurrott hat nochmals konkret bei Microsoft nachgefragt, wann mit einer Besserung der Situation zu rechnen ist, aber nur die allgemeine Antwort erhalten, dass man „gemeinsam mit den Partnern hart daran arbeitet, die Situation zu verbessern und die unglaublich hohe Nachfrage nach Xbox-Konsolen zu bedienen“.

Genauer können sie es nicht sagen, weil sie es nicht wissen. Genauer gesagt weiß niemand, wann sich die Lage wieder entspannt. Ich unterstelle einfach mal, dass man entlang der Lieferkette auch gar kein allzu großes Interesse daran hat, so schnell wie möglich wieder den Normalzustand zu erreichen. Die Zulieferer, aus denen ansonsten das letzte Zugeständnis herausgepresst wird, um die Marge auf das Endprodukt zu steigern, sitzen plötzlich am längeren Hebel und können ihre Kontingente beinahe meistbietend versteigern. Allzu großes Heimweh nach der Zeit vor der Pandemie haben die womöglich gar nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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