Chrome: Google nennt weitere Details zum künftigen Umgang mit Content-Blockern

Chrome: Google nennt weitere Details zum künftigen Umgang mit Content-Blockern

Bereits im vergangenen Januar kündigte Google das neue Manifest V3 für Chrome-Erweiterungen an und sorgte damit vor allem bei den Entwicklern von Content-Blockern gleich mal für ein richtiges Erdbeben. Hintergrund des Protests war vor allem der geplante Rauswurf der webRequests API, die von den meisten Erweiterungen wie uBlock Origin verwendet wird und ihnen weitreichende Möglichkeiten zum Blockieren bietet. Mit der declarativeNetRequests API übernimmt dagegen Chrome wieder die Kontrolle und die Erweiterungen müssen entsprechende Filterregeln über den Browser umsetzen. Gleichzeitig wurde die Zahl der Regeln auch noch auf maximal 30.000 Stück begrenzt.

Mittlerweile sind einige Monate ins Land gezogen und Google hatte versprochen, das Ganze nochmal zu überarbeiten. Die Ergebnisse hat Simeon Vincent vom Chrome-Entwicklerteam nun veröffentlicht und für den normalen Endnutzer sind diese ziemlich ernüchternd. Die webRequests API bleibt zwar erhalten, die Möglichkeit zum Blockieren von Inhalten wird künftig aber nur noch zahlenden Enterprise-Kunden zur Verfügung stehen. Im Gegenzug wird die declarativeNetRequests API etwas ausgebaut und kennt neben statischen nun auch dynamische Filterregeln. Wie an den Kommentaren unter dem Posting deutlich wird, hat sich an den Begrenzungen aktuell noch nicht viel geändert (30.000 statische und 5.000 dynamische Regeln im Maximum). Zum Vergleich: Die EasyList bringt es auf mindestens 75.000 Einträge und uBlock Origin hält bei mir in der Standardkonfiguration sogar fast 170.000 Einträge vor.

Letztlich bleibt es dabei, dass die geplanten Änderungen, die bis Jahresende umgesetzt werden sollen, bisherige Erweiterungen wie uBlock Origin zumindest in Chrome in ihrer derzeitigen Form unbrauchbar machen werden, sofern Google nicht noch weiter nachbessert. Nun ist der Einsatz von Adblockern immer ein Teufelskreis und man muss darüber diskutieren dürfen, wann und ob ein solcher Einsatz in Ordnung ist, aber in erster Linie fallen hierunter auch Erweiterungen, die Tracking unterbinden und die Sicherheit erhöhen (uBlock Origin blockiert zum Beispiel eine große Zahl an Malware-Domains). Unter anderem deswegen haben sich auch Entwickler wie die der Electronic Frontier Foundation, die unter anderem HTTPS Everywhere und den Privacy Badger entwickeln, gegen die Änderungen ausgesprochen. Gebracht hat es letztlich nichts.

Das eigentliche Problem ist aber ein Interessenkonflikt, der mit den Änderungen einher gehen wird. Mit Googles Quasi-Monopol im Bereich des Anzeigenmarktes und bei den Webbrowsern kollidieren zwei marktbeherrschende Stellungen mit Entwicklungen, die innerhalb von Chrome über die vergangenen Monate erfolgt sind. Mit dem „Bad Ads Blocker“ verfügt Chrome nämlich schon lange über einen eigenen Werbeblocker, dessen Basis aus der Arbeit in der Coalition for Better Ads hervorgegangen ist, auf den ich als Nutzer aber in keinster Weise Einfluss nehmen kann. Möchte ich eine Seite explizit auf eine Whitelist setzen, um sie zu unterstützen, geht das nicht. Google entscheidet also, was ich sehe und was nicht, ob und wie viele Anzeigen eine Seite anzeigen kann oder nicht. Wichtige andere Themen wie der Schutz vor Malvertising oder einem besseren Tracking-Schutz (an dem Google sowieso kaum bis gar kein Interesse hat) sind da noch gar nicht mit drin. Hinzu kommen Seiten, die Adblocker erkennen und mich erst weiter surfen lassen, wenn ich ein Abo abschließe (was ziemlich teuer wird bei vielen Seiten gleichzeitig) oder den Blocker deaktiviere. Mit dem „Bad Ads Blocker“ kann ich Letzteres vergessen.

Nun könnte man anmerken, dass man diese Funktionen einfach aus dem Browser ausgliedert und auf das Hardwarelevel bzw. ins lokale Netzwerk verlagert. Allerdings könnte mit DNS-over-HTTPS ein kommender Webstandard zur DNS-Verschlüsselung solche Bemühungen ins Leere laufen lassen, sofern ihr zum Beispiel einen PiHole als Ersatz betreibt. Eine entsprechende Diskussion gibt es immer noch bei Mozilla, da die Browserentwickler die entsprechenden DNS-Server nach dem aktuellen Entwurf fest in den Browser eincodieren müssen. Mozilla hat sich damals für Cloudflare entschieden, aber weitere Anbieter in Aussicht gestellt. Dass Google seinen eigenen Public DNS für Chrome wählen wird, dürfte klar sein. Das Endergebnis ist aber das Gleiche: Dem Browser wird es dann egal sein, welche DNS-Einstellungen ihr im Netzwerk oder in Windows getroffen habt, weil er immer zielsicher den voreingestellten DNS-Server ansteuern wird. Entsprechend fällt diese Alternative also (weitgehend) flach, sobald es entsprechend integriert wurde.

Die gute Nachricht ist aber, dass sich die Implementierung direkt in Chrome abspielen wird und die eigentlich Chromium-Basis – nach derzeitigem Stand – außenvor ist. Was also Microsoft Edge, Opera, Vivaldi und andere Derivate umsetzen, steht auf einem anderen Blatt. Gewisse Kollateralschäden wird es aber trotzdem geben, weil die meisten Chromium-Derivate keinen eigenen Store betreiben und wie Chrome auf den Chrome Web Store setzen. Gewisse Vorteile bekommen dadurch vor allem Microsoft und Opera in die Hände, die zwar mit gewissem Aufwand auch den CWS unterstützen, gleichzeitig aber auch eigene Stores für die Erweiterungen betreiben. Ob sich das aber auch in den Marktanteilen widerspiegeln wird, wird sich zeigen müssen.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Der beste Werbeblocker den ich kenne, ist ohnehin der Lesemodus. Ich nutze keinen Werbeblocker sondern am Smartphone wie am Dekstop den Lesemodus. Da werden Hoverfenster, Banner und vieles mehr zuverlässig ausgeblendet.
    "Nun ist der Einsatz von Adblockern immer ein Teufelskreis und man muss darüber diskutieren dürfen, wann und ob ein solcher Einsatz in Ordnung ist"
    Insbesondere, wenn das Produkt, auf das sich die Diskussion bezieht, von einer Firma kommt, deren Tagesgeschäft die Werbung ist, und Werbung im Netz immer noch dafür sorgt, dass nicht an jeder Ecke im Netz die Hand aufgehalten wird, und gefragt wird "Haste mal 'nen Euro?...". So eine Diskussion erinnert mich am Ende immer an die Vorstellung, dass VW ein Auto verkauft, das keinen Motor eingebaut hat. Google's Geschäft ist die Werbung, insofern wird man sich selbstverständlich dagegen sträuben, die Entwicklung von Adblockern zu unterstützen. Ich fand's ja schon richtig süß, wie vor Jahren kolportiert wurde, Google würde einen Adblocker in den Chrome einbauen. :) Am Ende stellte sich das lediglich als Option heraus, die aufdringliche Werbung, die neue Tabs öffnet, und Mauseingaben abfängt, blockiert. Ich denke, man muss da die Kirche im Dorf lassen. Im Grunde regen sich diejenigen, die das kritisieren, über etwas auf, was Google vollkommen optional, und freiwillig in ihr Produkt einbauen. Sie müssten das nicht tun. Genausowenig wie ein Webdesigner seine Webseite auf allen Browser testen muss, und dafür garantieren muss, dass die überall läuft. Von daher ist das für mich eine ziemliche Wohlstandsdiskussion. Google muss gar nichts.
    Mal abgesehen sind sowohl Entwickler als auch Benutzer mündig, und können sich überlegen, wofür sie entwickeln, bzw. was sie verwenden.
    @chakko
    Du hast schon recht, aber man muss das Ganze auch ein wenig im Kontext sehen. Zum einen ist es ja so, dass Google sich sowieso verstärkt darum bemüht, unabhängiger vom Werbemarkt zu werden. Bestimmte Entwicklerprodukte sind kostenpflichtig geworden (z.B. bestimmte APIs in Google Maps), dann gibt Google One, demnächst kommt Stadia, dann wurde bei YouTube viel versucht und so weiter. Sie schaffen es aber in vielen Fällen nicht und bei YouTube ist das sogar richtig in die Hose gegangen. Da ist das für mich schon eine gewisse Ironie, dass bei Stadia ausgerechnet die Verbindung mit YouTube das große Highlight werden soll, wo sie ihren Gaming-Bereich dort über die Jahre systematisch zu Grunde gerichtet haben und die größte Zahl an Let´s Playern mittlerweile teilweise oder exklusiv zu Twitch gewandert sind. Die werden nicht mit offenen Armen zurückkehren, genauso wie Hitbox oder Mixer Twitch nicht gefährlich werden konnten. ;)
    Am Schlimmsten sind aber die Kollateralschäden. Wahlfreiheit bei Chromium bringt mir kaum was, wenn die meisten Browser sowieso auf den CWS zugreifen und nur von dort ihre Erweiterungen beziehen. Gibt dann drei Möglichkeiten: 1. Firefox, 2. auf Edge oder Opera für ihren Store ausweichen, 3. schauen, was die einzelnen Browser nativ implementiert haben. Und die größte Hürde sind die Seitenbetreiber, wenn sie - wie gesagt - den Bad Ads Blocker erkennen und mich auffordern, ihn zu deaktivieren. Das geht technisch gar nicht. Entsprechend wäre bei solchen Seiten mit Chrome dann Endstation, es sei denn, Stroer und Konsorten beugen sich Googles Marktmacht.
    PS: Das sind so Punkte, wo ich mir wünschen würde, dass Apple Safari wieder auf Windows bringt oder das Gnome-Projekt eine Windows-Version von Epiphany bereitstellt. Mag komisch klingen, aber unter Windows sind wir so oder so auf Chromium festgenagelt, weil Gecko zu klein ist.
    Dann bekommt die Vollversion von Adguard in Zukunft wohl noch ne ganze Menge Nutzer dazu. :)
    Gegen einen Filter auf Netzwerk/Treiberebene kann der Browser nix machen. Durch lokales SSL-Zertifikat kommen auch DNS-over-HTTPS/TLS Anfragen an diesem nicht vorbei.
    Wenn es wirklich das Ziel von Google ist, für ihre Nutzer mehr Anreize zu schaffen eine Lizenz für einen Bezahl-Adblocker zu erwerben, dann bitte.
    Ich bin ein Ewiggestriger, darum frage ich mich bei sowas immer wieder, warum man überhaupt Chrome benutzt...
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Leute an einem Payware-Adblocker interessiert sind. Das wird eine Randerscheinung sein, mehr nicht. Viele Leute, die ich so kenne, nutzen Adblock, oder Adblock Plus, weil irgendjemand ihnen das so empfohlen hat. Sonst wären sie vollkommen ohne Adblocker unterwegs. Ich selbst nutze Adblock Plus, gegen hartnäckige und aufdringliche Werbung. Auf Seiten, die so etwas nicht haben, schalte ich den ganz aus. Werbung ist für mich der Motor, der das Internet kostenlos macht. Natürlich wäre es schön ohne, aber, von irgendetwas muss jeder leben. Ich arbeite auch nicht gerne für umsonst, gelinde ausgedrückt.
    Ich bin ein Ewiggestriger, darum frage ich mich bei sowas immer wieder, warum man überhaupt Chrome benutzt...

    Weil's der beste Browser ist. *Achselzuck*
    Und diese Frage hat jetzt welchen Kontext zum Inhalt? Hier gehts um Werbeblocker in Chrome, nicht um die Freiheit, generell einen anderen Browser zu nutzen - warum müsst ihr solche Themen immer für euren Quark missbrauchen ?
    (kaufe ein "e")
    @.Bernd
    Warum liest Du nicht richtig? Warum musst Du solche Artikel für Deinen Krawall-Quark missbrauchen?
    Die fehlende Freiheit bezog sich darauf, dass wir zwar wählen können zwischen Netzbrillen, aber die nutzen weitgehend dieselbe Quelle für Erweiterungen, also ist das nur eine Scheinfreiheit. Am Ende haben wir dasselbe Problem: Erweiterungen klappen nicht mehr in Google Chrome, bleiben also nicht in dessen Web Store, also auch nicht in den anderen Netzbrillen.
    Ich finde den Umstand schade, denn ich sorge mich um das Malwaretising, darum lasse ich viel blockieren, setze aber Seiten als Ausnahmen, die ich unterstützen will und für die ich das Risiko eingehe.
    Selbstverständlich nutzen wir ewiggestrigen noch den Netscape Communicator mit der Versionsnummer 4.8 das ist der einzige der noch unter Windows 98 einwandfrei funktioniert alle höheren Versionen schmieren bei mir ab.
    @Kevin: die Erweiterungen kann ich z.B. bei Opera doch sowohl von Google, als auch von Opera nehmen, und ansonsten nimmt man zusätzlich noch einen useragent switcher. uBlock gibt es bei Opera direkt. Nie bin ich so entspannt gewesen, wie bei dieser Meldung.
    BTW: gerade auf dieser Seite ist es lustig, Diskussionen zu, Adblock zu führen. Neutral kann die Diskussion ja hier nicht sein.
    Der Begriff Browser war mir schon lange vor der Erfindung des WWW geläufig, als Fachterminus zur Abgrenzung von bestimmten Weidetieren zu anderen, den Grazern anhand ihres typischen Weideverhaltens.
    Typischer Browser: Die Ziege will unbedingt an die frische Knospe da oben, sie stellt sich auf die Hinterbeine oder klettert gleich in den Ast.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Browsing_(herbivory)
    Typischer Grazer: Das Rind mampft alles weg was da unten wächst, wie ein Rasenmäher.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Grazing
    Mir scheint, Googles Chrome der Zukunft wird gar kein Browser mehr sein, sondern eher ein Grazer.
    :weg
    Sollte die Ankündigung von Google in die Tat umgesetzt und wieder einmal der Edge Chromium behindert werden, dann würde ich mal sagen, dass Microsoft auf das falsche Pferd gesetzt hat :(
    Wäre eigentlich schade, obwohl ich schon immer ein Gegner von Google Chrome & Co war, habe ich mich mittlerweile mit den neuen Edge angefreundet und als Standardbrowser gesetzt.
    Nachtrag: Die Inkompatibilität mit YouTube.new scheint sich in Luft aufgelöst zu sein, warum auch immer.
    MSFreak
    Sollte die Ankündigung von Google in die Tat umgesetzt und wieder einmal der Edge Chromium behindert werden, dann würde ich mal sagen, dass Microsoft auf das falsche Pferd gesetzt hat :(

    Glaube ich nicht. So, wie Google das rübergebracht hat, gehört die neue Schnittstelle zum Chrome-spezifischen Teil und wird nicht direkt in die Chromium-Basis implementiert. Und selbst wenn es direkt in Chromium landen würde, wäre die OpenSource-Lizenz die gleiche und entsprechend steht es Microsoft frei, das zu tun, was sie auch bisher bei Edge gemacht haben, nämlich alles von Google rausschmeißen, was nicht zwingend notwendig ist. Entsprechend können sie die neue dNR API auch einfach rausschmeißen und die webRequests API wiederherstellen, dass sie ihre volle Funktionalität behält. Edge ist da sowieso anders aufgestellt, weil er im Gegensatz zu Chrome eine ausgewachsene Tracking Protection bekommt und auch einen eigenen Store betreibt.
    Microsoft ist zwar auch Teil der Coalition for better ads, aber sie sind im Gegensatz zu Google ziemlich unabhängig von Werbeeinnahmen. Wenn sie so ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal kriegen können, werden sie das sicherlich tun. Außerdem bin ich mir sicher, dass sie die positiven Stimmen im Netz zum neuen Edge durchaus zur Kenntnis nehmen und ihre Schlüsse ziehen.
    In der Fritz Box kann man doch content filtern und somit auch die DNS Http Zugriffe, und wenn das nicht hilft dann kann man noch das Routing der IP ins nirvana leiten oder einen proxy Server einrichten damit ist dann wieder Internet alle 1996 :-)
    Klarer Fall von Machtmißbrauch.
    Kaum hat man einen hohen Marktanteil bei Browsern, werden Features entfernt aus Sorge um das eigene Werbegeschäft.
    @Kevin:
    Wird imo schon in Chromium landen, Google will schließlich die Verbreitung der Einschränkung. Solange das Feature für Firmenkunden (per GPO?) drin bleibt vermutlich auch leicht zu reaktivieren.
    Ich hoffen andere Chromium Browser (MS, Opera, Vivaldi,...) übernehmen dies nicht und Google verliert User.
    Solange das Feature für Firmenkunden (per GPO?) drin bleibt vermutlich auch leicht zu reaktivieren.

    Wenn das Feature "paid" sein wird, dann kommst du an diese Version nicht ohne weiteres ran, dafür ist Google zu erwachsen. Nur wenn es dann wirklich nur in Chrome reduziert sein sollte, dann könnte entweder Edge (falls) oder Chromium (falls) auf regen Zulauf freuen. Opera und Vivaldi eben"falls", wenn die mit der normalen Api weiterarbeiten.
    RicardoSSB
    In der Fritz Box kann man doch content filtern und somit auch die DNS Http Zugriffe, und wenn das nicht hilft dann kann man noch das Routing der IP ins nirvana leiten oder einen proxy Server einrichten damit ist dann wieder Internet alle 1996 :-)
    Die arme Fritzbox wird das kaum schaffen. Sobald man dort Filterlisten der in Adblockern üblichen Größe einträgt, dürfte die Box so blockiert werden, daß das gesamte Netzwerk nur noch in Zeitlupe läuft. Wenn der Speicher der Box überhaupt so viele Einträge verträgt bzw. FritzOS die Anzahl der Einträge in den Filterlisten begrenzt.
    "Pi-hole Oder Adguard Premium"
    Das hilft mir nicht wirklich. Die ublock Origin Einstellungen und Listen kann ich unter jedem Desktop OS importieren.
    Was ziemlich gut funktioniert: Unter Linux muss man bei Adguard die DNS umstellen (was ich nicht will), da es das Setzen von Ausnahmen für bestimmte Seiten ziemlich unmöglich macht. Ich will nicht für ein Sonderangebot laufend an den DNS Einstellungen fummeln.
    Dasselbe gilt natürlich für jede extra Hardware, die meine Netzwerkdaten reinigt. Zuviel Fummelei, das muss gehen wie bei ublock und den anderen Webfiltern.
    Die ublock Origin Einstellungen und Listen kann ich unter jedem Desktop OS importieren.

    Aber bald nicht mehr mit Chrome, das ist ja der springende Punkt, auf jedem OS. Ich weiss von jemandem, der nutzt pi-hole auf diese Weise und hat auch Ausnahmen definiert, allerdings fummelt er wesentlich seltener dran rum als du mir grad weis machen möchtest ;)
    Die Kombination macht es. Adguard als prinzipieller Filter, und im Browser dann nur noch Feinjustage, wo die Listen eben in besagtes Datenpaket passen. Genau so arbeite ich unter Android, wobei Firefox mit uBlock in Adguard nicht gefiltert wird. Mal schauen, wohin Mozilla tendiert. Falls es dort auch so kommen wird, kratzt das schon wieder extrem an Firefox, man könnte auch vermuten, dass die neuerlichen Filter ab Firefox 67 (crypto, fingerprint) darauf hinarbeiten. Nichts genaues weiss man eben nicht.
    "als du mir grad weis machen möchtest"
    Schon bereue ich es, überhaupt mal wieder was geschrieben zu haben.
    Ich brauche eine Lösung, die unter jedem gängigen Desktop OS und in jedem genutzten Browser funktioniert. Wenn es mit Chrome wirklich so krass kommen sollte. Neben der Whitelist sind temporäre Ausnahmen für mein Arbeiten mit dem Browser essentiell. Genau das geht eben nicht mit dem adguard DNS für Linux, und mit separater Hardware ist das Einstellen zu nervig. Früher gab es sowas wie den Proxomitron, wo man den Blocker per TNA Icon kurz mal auf Durchzug schalten konnte. Aber dieses Projekt scheint tot, und funktioniert nicht für Mac und Linux.
    Dann mach dich mal schlau, erstelle ein (neues) Konzept für dich und deine Betriebssysteme, und lasse uns an deinen Erkenntnissen teilhaben. Ich lasse das auf mich zukommen, und da ich Chromium gelegentlich nutze werde ich abwarten, ob das in Chromium auch kommen wird (siehe oben).
    Momentan ist es so, dass Google was angekündigt hat, sich alle das Maul zerreissen und doch niemand was genaues weiss, wie groß die Listen denn nun tatsächlich werden können und ob zB gorhill bei uBlock irgendwas dazu splitten kann/könnte.
    Und sollte ein pi-hole die einzige Lösung sein später, dann ist das so.
    Was Proxomitron angeht, vor 5 Jahren eingemottet, die letzten Änderungen hier sind 12 Jahre alt, dann kannst du abschätzen, seit wann der richtig tot war. SSL und Pipelining konnte der eh noch nie, daran hat auch Ad-Muncher gelitten.
    build10240
    Wenn der Speicher der Box überhaupt so viele Einträge verträgt bzw. FritzOS die Anzahl der Einträge in den Filterlisten begrenzt.

    500 Einträge für die Black oder Whitelist sind möglich. M.E. ist das eher als Pornofilter gedacht.
    Das Problem ist doch im Prinzip diese Scheiss Nervwerbung aufploppende Fenster, selbst startende Videos, Epilepsie auslösende Blinkfenster, usw usw. Ich kann mit Werbung leben. Aber so nicht. Darum bin ja gezwungen ad locker zu nutzen.
    So sehe ich das auch. Leider ist es halt abzusehen, dass sowas immer einreißt, wegen einiger raffgierigen Leute, die es mit der Werbung übertreiben müssen.
    Wobei ein generelles Problem mit der Werbung das Ausarten ist. Wie ein Teufelskreis. Werbung zieht immer weniger, je mehr Werbung auf der Seite ist, entsprechend wird die Werbung billiger, und entsprechend mehr Werbung muss man schalten. Da beißt sich die Katz' in den Schwanz, sozusagen.
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