Chrome Web Store: Warnung an Nutzer von Microsoft Edge ist verschwunden

Chrome Web Store: Warnung an Nutzer von Microsoft Edge ist verschwunden

Vor knapp drei Wochen berichtete ich an dieser Stelle von einer kleinen PR-Guerilla-Aktion seitens Google gegen den neuen Edge-Browser von Microsoft. Wer mit diesem den Chrome Web Store besuchte, erhielt die Empfehlung, für eine „sichere Verwendung von Erweiterungen“ zu Google Chrome zu wechseln. Die Meldung war nur in Microsoft Edge zu sehen, andere auf Chromium basierende Browser zeigten diese Meldung nicht an.

Es wurde diskutiert, ob das wirklich eine gezielte Aktion von Google sei, oder ob andere Browser wie beispielsweise Vivaldi diese Meldung nicht zeigen, weil sie sich im User Agent als Chrome ausgeben. Für mich war alleine die Gestaltung des Benachrichtigungs-Banners überzeugend genug, denn er war so gestaltet, dass das Auge dort einrastete und man die darüber stehende Meldung von Edge leicht übersehen konnte (siehe oben).

Die Diskussionen haben sich aber nun erübrigt, denn wie Techdows (via MPSU) am Wochenende aufgefallen ist, wurde besagte Warnmeldung zwischenzeitlich wieder entfernt. Ich gehe mal davon aus, dass es ein klärendes Gespräch zwischen Google und Microsoft gab, oder vielleicht hat man auch von sich aus eingesehen, dass das keine allzu smarte Idee war.

Es dürfte nicht das letzte Kapitel gewesen sein, schließlich ist es eine alles andere als alltägliche Situation, dass Unternehmen zwei konkurrierende Produkte anbieten, an der Basis dieser Produkte aber kooperieren.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Wie so oft mal wieder viel heiße Luft um nichts.
    Ist Google wohl doch nicht so böse und hinterhältig wie man in der Windows Welt glauben möchte. ;-).
    Solche Themen finde ich immer wieder überaus amüsant, weil dann die Verschwörungstheoretiker zu Höchstleistungen auflaufen. *lol*
    Irgendwas werden sie wieder finden, da bin ich mir sicher. ;)
    "Guerilla-PR-Aktion" finde ich übrigens knuffig. Dass Google davor warnt, dass ungetestet Addons in Fremd-Browsern installiert werden ist absolut nicht möglich? Steh völlig außer Frage? Ist absolut undenkbar?
    Wäre dann übrigens die gleiche Chose wie die Geschichte mit den Google Web-Apps, bei denen man mit dem Edge gewarnt wurde.
    @chakko
    Wenn das OK ist, was Google macht, sollte MS das bei der Installation von Fremdbrowsern einfach auch machen:
    "Achtung, Sie sind gerade im Begriff, einen Browser zu installieren, der nicht von uns für die Nutzung unter Windows 10 zertifiziert wurde. Dies kann die Stabilität und Sicherheit des Systems beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich fortfahren?"
    Wenn man dazu allerdings denkt, das sowas ein Unding wäre und gar nicht geht, dann darf Google auf ihren Diensten auch nicht Fremdbrowser aussperren oder diese aktiv ausbremsen.
    Wenn der Browser nicht mit allem kompatibel ist, was Windows 10 macht, wäre das durchaus denkbar. Nochmals: Chrome-Addons, die auf API's basieren, die der Edge nicht unterstützt, funktionieren im Edge nicht richtig. Das sind sehr wenige, aber, es gibt sie.
    Ich finde, diese Sache wird mal wieder viel zu sehr aufgeblasen. Nur weil's Google ist, und Google voll böse ist.
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