Chromebooks: Google erweitert Support für aktuelle Geräte auf bis zu 8 Jahre

Chromebooks: Google erweitert Support für aktuelle Geräte auf bis zu 8 Jahre

Während in Deutschland mobile Computer mit Windows 10 und macOS dominieren und Google mit seinen Geräten auf Basis von Chrome OS eher ein Nischendasein fristet, sind die Chromebooks besonders in den Bildungseinrichtungen in den USA beliebt und gelten auch aufgrund des relativ niedrigen Preises als ernsthafte Alternative zu den größeren Plattformen. Ein größerer Haken war allerdings der Supportzeitraum für die einzelnen Geräte. Nachdem die Chromebooks anfänglich nur drei Jahre mit Updates versorgt wurden, konnte Google den Zeitraum nach eigener Aussage auf über 6 Jahre ausdehnen.

Für aktuelle Geräte legt das Unternehmen nun noch einmal nach. Wie Google heute in einem Blogeintrag verkündete, werden neue Geräte wie das Lenovo 10e Chromebook Tablet oder das Acer Chromebook 712 offiziell bis Juni 2028 und damit über 8 Jahre lang mit automatischen Updates versorgt. Gleiches gilt für neue Geräte wie das ASUS Chromebook Flip C214 und das Lenovo 500e Chromebook, die ebenfalls noch 2020 auf den Markt kommen sollen. Damit nähert sich Google den Zeiträumen von Apple an, die macOS auf ihren Geräten im Schnitt etwa 7 Jahre mit neuen Funktionen versorgen.

Inwieweit das für Deutschland relevant wird und welche Geräte auch in Europa auf den Markt kommen, muss man noch sehen. Letztlich kann man aber sagen, dass Google in letzter Zeit wieder mehr in Chrome OS investiert. So wurde für die eigene Entwicklungsumgebung Android Studio vor kurzem ein eigenes Installationspaket für Chrome OS bereitgestellt, gleichzeitig soll Google laut Berichten zusammen mit Valve daran arbeiten, den Linux-Client von Steam auch für Chrome OS verfügbar zu machen. Hierfür sollen angeblich auch leistungsstärkere Chromebooks in Arbeit sein.

Quelle: Google Blog

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Chromebooks sind nicht sehr verbreitet in Deutschland. Allerdings macht Google so einiges, um Chrome OS populärer zu machen. Jüngst wurde z.B. nativer Support für die Spiele-Plattform Steam angekündigt, und, auch Google Stadia dürfte Chrome OS attraktiver machen.
    Bislang habe ich nie einen Grund gesehen, mir ein Chromebook zu kaufen, auch, weil mir dieser pure Cloud- und Web-App-Approach nicht unbedingt liegt. Aber, generell nein würde ich nicht sagen, wenn sich die Geräte weiter öffnen, wenn, vor allem, die gängige Software verfügbar wird, und die Hardware attraktiv wird. Das alles ist natürlich abhängig vom Verbreitungsgrad. Und von der Willigkeit der Entwickler, diesen Web-App-Ansatz mitzugehen. Aber, so wie ich das sehe wird sowas eher populärer. Von daher, schauen wir mal, wie es sich entwickeln. Momentan für mich noch keine Alternative, in Zukunft irgendwann vielleicht.
    Man stelle sich mal vor, Microsoft würde Windows-Nutzer zwingen, sich alle acht Jahre einen neuen PC zu kaufen. Da wäre aber Stimmung ;-)
    Also... eigentlich müsstest du wissen, dass nach 8 Jahren nicht auf einmal magisch der Computer aufhört zu funktionieren. ;) Und, dass Microsoft (und jeder andere Hersteller) seine Geräte auch nicht bis ans Ende aller Zeiten mit Treibern versorgt, müsstest du ebenfalls wissen. Von daher wundert mich dein Kommentar etwas.
    Gut, vielleicht meinst du ja auch die Betriebssystemupdates. Dann müsste man mal schauen, ob jeder PC oder Laptop, der jetzt mit Windows läuft, auch in 10 Jahren noch mit der dann aktuellen Windows-Version läuft. Was man testen müsste. Ich behaupte mal, dass einige PC's und Laptops nicht mehr mit der dann aktuellen Windows-Version laufen würden. Es läuft auch nicht jeder Vista-Laptop noch mit Windows 10. Das ist halt einfach so.
    @chacko: auf meinem MacBookPro von 2010 laeuft das aktuelle Windows 10. Allerdings nicht besonders schnell... . Aber immerhin - Apple hatte die Versorgung mit MacOS dafuer schon vor langer Zeit eingestellt.
    Ich finde es besser selbst als Benutzer entscheiden zu koennen ob ich auf das Geraet warten will oder mir dann doch was Neues hole. Eigentlich sollte ich das meinem Vater geben - der hat ja genug Zeit :-)
    Wären die Chromebooks "IBM kompatibel", würden sich leichter alternative OS installieren lassen, und man wäre damit weniger abhängig von Googles Chrome OS Support.
    "To support this greater lifespan, we’ve increased the list price of the Chrome Education Upgrade from $30 to $38. You can purchase Chrome Education Upgrade through your reseller to manage your devices today."
    habe ich bei der Quelle noch gefunden.
    Also ich hab mich von Martin verleiten lassen ein Chromebook jemanden zu empfehlen für den niedrigen Preis, weil es ja einfach hier "empfohlen" wurde; musste dann allerdings in letzter Minute feststellen, dass das neue iPad von Apple wesentlich schöner intelligenter daherkommt zum selben Preis ca 350,00 €. Und das ist einfach unschlagbar empfehlenswert gegenüber allen anderen Geräten. Man spürt einfach einen gewissen Liebreiz am I Pad.
    Das Display des Chromebook erscheint da einfach billig.
    ntoskrnl
    Wären die Chromebooks "IBM kompatibel", würden sich leichter alternative OS installieren lassen, und man wäre damit weniger abhängig von Googles Chrome OS Support.

    Irgendwie führt das den Sinn dieser Geräte etwas ad absurdum... warum nicht gleich einen Laptop ohne OS, oder mit dem OS der Wahl kaufen?
    Mal abgesehen davon natürlich, dass auch die Tastaturen der Chromebooks nicht ganz standardmäßig sind, und man dann, zum Beispiel, ohne Windows-Taste auskommen müsste...
    Wer verwendet sowas hier? Kenne niemanden aus meinem näheren und weiteren Umfeld...

    Ich habe meine ersten zwei für die Familie in 2016 gekauft, bin wirklich mit den gebotenen Möglichkeiten völlig zufrieden! Falls hier wer zu einem günstigen Preis mal so ein Gerät probieren möchte, verkaufe gerade ein sehr gutes Asus... ;-) (siehe Link, Österreich) https://mobile.willhaben.at/kaufen-und-verkaufen/d/asus-chromebook-c300ma-ro055-wie-neu-notebook-13-3-mit-chrome-os-350064011/?sid=1579708750907
    Ich habe für meine Familie letztens 3 ältere Laptops ( Der älteste von 2009) mit RAM und SSD aufgerüstet und frisch mit Windows 10 Home 64Bit aufgesetzt.
    Damit kann man alle täglichen Dinge locker ausführen.
    Mehr kann so ein Chromebook ganz sicher nicht.
    Aber man unterliegt nicht deren Beschränkungen und kommt zudem weitaus billiger dabei weg.
    Warum in aller Welt, sollte da jemand ein Chromebook kaufen?
    Bis auf den letzten Satz sehe ich das genauso. Das Letztere bleibt allerdings jedem selbst überlassen. Ich kenne genügend Leute, für die ein Chromebook völlig ausreichen würde. Bei mir wäre das nicht so, weil ich Software benutze und benötige, die schlichtweg auf so einem Gerät einfach nicht verfügbar ist. Aber, bei den Cloud-Services nutze ich z.B. nur Google (ok, bis auf OneDrive, das nutze ich auch), weil die für mich einfach das beste Angebot haben, und die beste Arbeit in der Hinsicht hinlegen.
    Das größte Probleme sehe ich in der Versteifung auf Web-Apps. Wenn das nicht wäre, und sie auch, wie auf Android, nativ laufende Apps unterstützen würden, die ohnehin viel besser laufen, als die Web-Apps, dann wäre das System auch viel beliebter, da bin ich mir sicher. Leider ist Google halt "all about" Web-Apps, von daher ist es zumindest verständlich, dass sie diesen Ansatz auch bei Chrome OS haben. Wobei sie da ja auch schon Kompromisse eingegangen sind, mittlerweile kann man ja auch Linux- und Android-Apps installieren. Aber, ich finde einfach, dass sie auf Dauer die nativen Apps brauchen, um einigermaßen konkurrenzfähig zu werden.
    Man stelle sich vor, es gäbe die Adobe Creative Cloud Apps, oder Microsoft-Apps für Chrome OS. Das wäre dann eine ganz andere Liga.
    Ich habe für meine Familie letztens 3 ältere Laptops ( Der älteste von 2009) mit RAM und SSD aufgerüstet und frisch mit Windows 10 Home 64Bit aufgesetzt.
    Damit kann man alle täglichen Dinge locker ausführen.
    Mehr kann so ein Chromebook ganz sicher nicht.
    Aber man unterliegt nicht deren Beschränkungen und kommt zudem weitaus billiger dabei weg.
    Warum in aller Welt, sollte da jemand ein Chromebook kaufen?

    Natürlich können sie nicht mehr!
    .) Die sind aber z.B. ideal für Senioren(Eltern), weil völlig unkompliziert, machen nie Probleme bei Updates, Viren und ähnlichen Schwierigkeiten, bei denen im privaten Bereich "die völlig uninteressierten oder überforderten" Anwender der Win. Geräte ständig mit Support-Hilfe-Anfragen quälen.
    .) Der Akku hält wirklich sehr lange, für unterwegs, Schule, Uni. oder als zusätzliches Gerät zu vorhandenen Win. Geräten top.
    Natürlich verwende ich gerne und ständig Windows. ;-)
    Bei der einen Frage am Anfang, ging es ja darum: Wer verwendet so etwas? (Oder warum sollte man so ein Chromebook, Chromebox überhaupt kaufen...)
    Die sind aber z.B. ideal für Senioren(Eltern), weil völlig unkompliziert, machen nie Probleme bei Updates, Viren und ähnlichen Schwierigkeiten,

    Chromebooks gibt es mit 20+Display und einer für grobe Motorik tauglichen Tastatur?
    Windows 10 ist, wenn ordentlich eingerichtet, unkompliziert. Auch was Updates betrifft. Vielleicht mal aus der Blase heraustreten…wenn es wirklich so schlecht wäre, wäre Win7 reaktiviert worden.
    Ich hatte schon einige Rentner_PC hergerichtet und für 3-400€ bekommt man gut Rennkisten. Mit der Bedienung gibt es keine unlösbaren Probleme. Der Startbildschirm wird so konfiguriert, das Wesentliches direkt erreicht werden kann. Webseiten angepinnt usw. Eingerichtet als Nutzer gibt es in der Regel auch kaum Probleme bei Updates durch Anwendungen. Höchsten das sie vergessen wo das erforderliche Passwort steht.
    Was aber vor allem die Älteren oft benötigen ist überblick. Größe und gute Erkennbarkeit- nicht selten läuft Win auf 22 mit 125% oder gar 150%. Sie benötigen häufig auch Tastaturen die mehr aushalten, die ein klares Feedback geben und nicht bei der kleinsten Berührung anschlagen. Ähnlich Maus. Ein sensibles Trackpad verursacht Unmengen an Fehleingaben.
    Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus sagen, das eine PC-Umgebung für Senioren weit mehr bedarf als einer simple Software.
    Windows 10 ist, wenn ordentlich eingerichtet, unkompliziert.

    Ich denke mal dass MeanStreak-650 das etwas anders meinte: Chrome OS hat einfach den ganzen "Ballast" nicht, den ein konventionelles Betriebssystem mitbringt. Das wirst du vielleicht feststellen, wenn du es selbst mal benutzt. Das richtest du einmal ein, was recht einfach ist, und dann ist da wirklich nicht viel dran, was dich von der täglichen Arbeit "ablenkt". Es ist einfach sehr minimal, und fokussiert auf die Arbeit im Browser selbst, was ja auch Sinn der ganzen Sache ist.
    Mac OS hat einen ähnlichen Ansatz, ist aber weit umfangreicher. Bei Chrome OS könnte ich mir vorstellen, dass nahezu jeder damit klar kommt, egal ob er PC-Erfahrung hat oder nicht.
    Tastatur und größerer Monitor sind übrigens schnell angeschlossen. Falls man das denn möchte.
    Ein Windows Tablet oder System kann 5+ Jahre mindestens auf das neueste Windows aktualisiert werden und erhält dann somit nochmals für 10 Jahre kostenlos alle Sicherheitsupdates, insgesamt also wohl 15-20 Jahre. Selbst mein Dell Venue 8 Pro hat eine große MicroSDXC, ist komplett Bitlocker-verschlüsselt und läuft mit Windows 10 v1909, und das gar nicht mal lahm, gerade wenn man es per RDP vom PC administriert. Ein immer noch ideales Gerät für die Jackentasche, wenn man eine Fernunterstützungsanfrage erwartet, aber kein Surface oder auch nur eine Tasche mitschleppen möchte, aber auch nicht auf dem noch so großen Handy-Display rumzoomen und -schieben möchte. Das bietet kein Chromebook oder iPad, d. h. aktuellsten Softwarestand quasi über Jahrzehnte.
    Ich möchte ChromeOS nicht in abrede stellen! Hier muss man eben schauen was benötigt. Senioren sind genauso bunt wie der Rest.
    Mein Beitrag ist hier mehr als Denkanstoß zu verstehen und ist natürlich nicht auf jeden älteren Menschen bezogen. Wir dürfen aber nicht vergessen das ältere Menschen häufig besondere Bedürfnisse habe, die für uns jüngere nicht so greifbar sind.
    In einem anderen Beitrag schrieb ich schon einmal ChromeOS sollte es als allgemein verfügbares OS geben (die Derivate sind da nicht tauglich/gleichwertig).
    Ein Notebook mit ext. Tastatur und Monitor, glaube das wirst auch du zugeben chakko, ist kein vernünftiges Setup.
    Die sind aber z.B. ideal für Senioren(Eltern), weil völlig unkompliziert, machen nie Probleme bei Updates, Viren und ähnlichen Schwierigkeiten,

    Chromebooks gibt es mit 20+Display und einer für grobe Motorik tauglichen Tastatur?
    Windows 10 ist, wenn ordentlich eingerichtet, unkompliziert. Auch was Updates betrifft. Vielleicht mal aus der Blase heraustreten…wenn es wirklich so schlecht wäre, wäre Win7 reaktiviert worden.
    Ich hatte schon einige Rentner_PC hergerichtet und für 3-400€ bekommt man gut Rennkisten. Mit der Bedienung gibt es keine unlösbaren Probleme. Der Startbildschirm wird so konfiguriert, das Wesentliches direkt erreicht werden kann. Webseiten angepinnt usw. Eingerichtet als Nutzer gibt es in der Regel auch kaum Probleme bei Updates durch Anwendungen. Höchsten das sie vergessen wo das erforderliche Passwort steht.
    Was aber vor allem die Älteren oft benötigen ist überblick. Größe und gute Erkennbarkeit- nicht selten läuft Win auf 22 mit 125% oder gar 150%. Sie benötigen häufig auch Tastaturen die mehr aushalten, die ein klares Feedback geben und nicht bei der kleinsten Berührung anschlagen. Ähnlich Maus. Ein sensibles Trackpad verursacht Unmengen an Fehleingaben.
    Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus sagen, das eine PC-Umgebung für Senioren weit mehr bedarf als einer simple Software.

    Sorry, Meister Setter, aber ich glaube ich hab's eh sehr sachlich geschrieben. Leser Chakko hat's auch gleich verstanden, und ja ich kann auch unfreundlich. ;D und nein ich befinde mich in keiner Blase. Verwende Microsoft seit dem Win3.1 bis zum heutigen 1909er auf für mich "wichtigen" PC's, erkenne aber auch wenn für einen bestimmten Einsatzzweck ein anderes OS mehr Sinn macht.
    Mit verlaub, wenn jemand im Zusammenhang mit Windows von Viren, Updateproblemen und ständigen Support-Anfragen schreibt und somit erst einmal alle Klischees bedient, fällt es mir schwer darin etwas Sachliches zu sehen.
    die völlig uninteressierten oder überforderten" Anwender

    Sollte man dieser Nutzergruppe wirklich Datenschutzkontrolle und Kontosicherherheit zumuten? Unter Win vermeide ich es ein Online-Konto für diese Nutzergruppe anzulegen und ziehe das klassische offline-Konto wenn möglich vor.
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