Chuwi Aerobook: Crowdfunding für MacBook-Klon schießt übers Ziel hinaus

Chuwi Aerobook: Crowdfunding für MacBook-Klon schießt übers Ziel hinaus

Die vermeintlichen „Billig-Klopper“ chinesischer Hersteller haben in den letzten Jahren ein beachtliches qualitatives Niveau erreicht – zumindest, was die äußere Hülle angeht. Für kleines Geld bekommt man oft hochwertig verarbeitete Laptops. Die Innereien sind meist eher schwachbrüstig und auch die Zuverlässigkeit lässt mitunter zu wünschen übrig, insgesamt kann man aber sagen, dass sich das Preis-/Leistungsverhältnis absolut positiv entwickelt hat.

Chuwi finanziert sein neuestes Windows Laptop „Aerobook“ via Crowdfunding und das Interesse ist beachtlich. Das (allerdings bescheidene) Finanzierungsziel von 30.000 Dollar wurde innerhalb weniger Tage deutlich übertroffen, über 130.000 Dollar wurden schon eingesammelt.

Chuwi stellt das Aerobook, dessen Gehäuse aus einer Aluminium/Magnesium-Legierung gefertigt wird, ganz mutig und selbstbewusst gegen das MacBook Pro. Das ist natürlich übertrieben, aber rein optisch kann sich das Gerät wirklich sehen lassen, wie die folgenden Bilder zeigen.

Wenn Haptik und Verarbeitungsqualität halten, was die Fotos versprechen, dann haben wir es hier wirklich mit einem interessanten Gerät zu tun. Die Spezifikationen sind wie in der Klasse üblich kein Highlight, aber immerhin gibt es 8 GB RAM und mindestens 128 GB Speicher. Bei der CPU setzt man auf einen Intel Core m3, das ist zwar auch kein Überflieger, aber deutlich besser als die Celerons, die ansonsten bei den China-Laptops zum Einsatz kommen.

Die Spezifikationen des Aerobook:

  • 13,3 Zoll IPS FullHD-Display
  • Intel Core m3 CPU
  • 8 GB RAM
  • Speicher: 128 GB, 256 GB oder 1 TB
  • 2 x USB 3.0 Type A
  • microHDMI
  • microSD
  • Akkulaufzeit: 8 Stunden
  • Gewicht: 1.250 Gramm
  • Maße: 308x209x8mm

Das großzügig dimensionierte Touchpad und die hintergrundbeleuchtete Tastatur runden das Paket ab. Auf Indiegogo ist man ab 399 Dollar für die Variante mit 128 GB dabei, für 30 Euro mehr gibt’s den doppelten Speicherplatz, und für 699 Euro bekommt ein ganzes Terabyte. Ausgeliefert werden soll schon im April.

Wenn das Gerät wirklich hält, was es verspricht, dann wundere ich mich, warum man nicht auch ein Modell mit Intel Core i5 anbietet, um in der Mittelklasse mitspielen zu können. Aber vielleicht ist das wieder so ein Punkt, wo man als jemand, der grundsätzlich leistungsfähigere Computer bevorzugt, einfach keine objektive Sicht hat. Das Interesse an der Kampagne spricht ja für sich.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Meinst du das Ding landet auch bei uns auf dem Markt?
    Mit bei uns meine ich, dass im April in Europa ausgeliefert wird???
    Deutsches Tastatur Layout?

    Einfach dem Link zur IndieGoGo-Kampagne folgen, dort findest Du unter "FAQ" die Antwort auf diese und weitere Fragen.
    Deutsches Layout gibt es bei den Geräten leider so gut wie nie, daher wird es wohl auch kaum im deutschen Handel auftauchen und man muss auf die üblichen Quellen (Gearbest und Co.) zurück greifen, wenn man es kaufen will.
    Schade eigentlich, ich habe neulich mal zwei Geräte in der Hand gehabt. Wie kommt es das sie den Euro Markt so gut wie nie betreten?
    Also, bei allem Respekt, selbst mit einem i5 Core würden nur Idioten dieses Aerobook kaufen und dann vom Macbook oder Surface-Klon phantasieren.
    Daß die Chinesen nicht dumm sind und manchem Hersteller in Europa/Nordamerika schon ordentlich in die Suppe gespuckt haben wissen wir alle und als Consumer haben wir davon auch schon alle profitiert. Die Kehrseite der Medaille betrifft uns auch alle in irgendeiner Form.
    Bei WinFuture gibt es auch einen Beitrag zum Thema. Angeblich will Chuwi bei 600 Vorbestellungen jedem Kunden zusätzlich ohne Aufpreis eine 256 GB SSD spendieren. Freier Slot ist da. Vielleicht wird's doch noch eng für die Platzhirsche.
    Man sollte dazu sagen dass es sich um keine SSD handelt sondern langsameren eMMC Speicher und der m3 auch einer der 6. Generation ist..
    Wenn das Gerät nur 8mm "dick" ist, hat man nicht allzu viel Platz für den Akku. Die CPU ist außerdem nicht entscheidend für die Akkulaufzeit. Mit einem i7 wären es vermutlich auch acht Stunden bei gleicher Tätigkeit, man hätte nur mehr Möglichkeiten, ihn schneller zu leeren :):
    Sieht gut aus, gar keine Frage. Aber um Chuwi mach ich nach meiner schlechten Erfahrung einen großen Bogen.
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