CHUWI UBook Pro ausprobiert: Das günstige Surface Pro?

CHUWI UBook Pro ausprobiert: Das günstige Surface Pro?

In diesem Review geht es um das CHUWI UBook Pro, es wurde uns zum Testen vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Das UBook Pro soll mit dem Surface Pro in Konkurrenz treten und diejenigen Käufer ansprechen, die für normale Officeprogramme und moderate Adobe Anwendungen weniger tief in die Tasche greifen möchten.

Ob CHUWI das mit ihrem UBook Pro auch gelungen ist, klären wir, indem wir auf die einzelnen Bereiche im Detail eingehen. Optisch ist das UBook Pro dem Surface Pro 6 sehr ähnlich. Man sieht direkt, dass dieses für das UBook Pro Modell stand.

Was einem direkt ins Auge fällt, ist der Standfuß. Dieser ist nämlich u-förmig. Als ich diesen das erste Mal sah, war ich skeptisch, ob dieser stabil genug ist. Aber überraschenderweise hat sich dieser als stabil rausgestellt, er konnte die eingestellten Winkel gut halten und gibt erst bei entsprechend größeren Druck nach. Der Kickstand hat einen Spielraum von 145 Grad.

Einzig wenn man es zu steil stellt, läuft man Gefahr, dass dieser dann durch die eingebaute Feder einfach komplett einklappt und das Tablet dann auf den Tisch fallen würde. Darauf sollte man achten.

 

Ausstattung

Oben links befinden sich die Tasten für die Lautstärke und die Powertaste. Gegenüber, also auf der oberen rechten Seite, befindet sich ein MicroSD-Kartenleser der Karten bis 128 GB liest und beschreibt.

Auf der linken Seite findet ihr den ersten der zwei USB-A Anschlüsse und die 3,5mm Kopfhörerbuchse. Rechts dann den zweite USB-A Anschluss, die DC Ladebuchse, ein Micro HDMI und ein USB-C Anschluss. Das Besondere am USB-C Anschluss ist, dass dieser über Power Delivery verfügt und ihr das UBook Pro darüber laden könnt.

Des Weiteren hat das UBook zwei Kameras. Eine auf der Vorderseite (2MP) und eine auf der Rückseite (5MP). Beide Kameras sind aber nicht erwähnenswert, da sie einfach nur ein schlechtes Bild haben.

Die Lautsprecher befinden sich links und rechts hinter dem Standfuß. Damit der Sound nicht beeinträchtig wird wenn dieser eingeklappt ist, ist im Bereich der Lautsprecher eine entsprechende Aussparung im Fuß.

Tastatur und Touchpad

Von dem Stift war ich positiv überrascht, da dieser zumindest für Notizen, Skizzen und kleine Photoshop-Arbeiten sehr gut funktioniert hat und über 2048 Druckstufen verfügt. Das hätte ich nicht erwartet.

Anders sieht es bei dem Type Cover aus. Wer mit dem UBook viel schreiben möchte, sollte auf eine andere Tastatur ausweichen. Das mitgelieferte Type Cover wippt bei jedem Tastenschlag mit und biegt sich leicht durch. Auch das haptische Feedback ist gefühlt bei jeder Taste anders. Zugeklappt lag das Type Cover auch nicht perfekt auf dem Bildschirm auf, da unser Exemplar von Anfang an leicht gewölbt war.

Da das UBook laut der Kampagne auf Indiegogo erst ab Dezember ausgeliefert werden soll und dort der Status noch auf Prototyp steht, besteht noch die Hoffnung, dass es sich bei unserem Type Cover nicht um die finale Version gehandelt hat.

Performance

Das Herzstück des UBook Pro ist der Intel Core m3-8100Y. Dieser hat zwei Kerne, die im Turbo Modus bis auf 3,4 GHz hochtakten. Diesen Takt hält das Gerät aber nicht lange. Da es mit einer passiven Kühlung arbeitet, wird bei längeren und rechenintensiven Aufgaben die CPU wieder gedrosselt.

Mit 8 GB LPDDR3 RAM arbeitet das UBook Pro unter Windows 10 schnell und man kann auch mehrere Programme parallel laufen lassen.

Mit der Intel Graphics 615 Grafikeinheit ist das Tablet nicht zum Spielen gemacht. Trotzdem habe ich einfach mal das neue Age of Empires 2 in der Definitive Edition installiert und mit geringen Details und etwas runter geschraubter Auflösung konnte man es sogar spielen. Ich habe es zwar nicht getestet, aber ich bezweifle, dass dann der Akku lange durchhalten würde.

Platz für seine Daten hat man auf der 256 GB großen SSD.

CHUWI UBook Pro

Bildschirm

Das IPS Display löst mit 1.920×1.280 Pixel auf, ist 12,3 Zoll groß und hat eine sehr gute Helligkeit, die es einem auch draußen bei Sonnenschein ermöglicht, alles gut zu erkennen. Farben werden subjektiv gut dargestellt die Inhalte lassen sich auch aus verschiedenen Blickwinkeln gut ablesen. Das Seitenverhältnis ist wie beim Surface 3:2.

Laufzeit

Ich habe das Tablet in den letzten drei Wochen immer wieder in meinen Alltag integriert und konnte so auf eine Laufzeit von ca. 4-5 Stunden kommen. Das heißt, ich habe damit im Internet gesurft, E-Mails geschrieben und gelesen und hin und wieder auch Videos auf YouTube geschaut. Zwei Abende habe ich auch meine Serie damit über die verbundenen Bluetooth Kopfhörer geschaut.

Was mir negativ aufgefallen ist, dass es mindestens 3 Stunden braucht, um wieder völlig aufgeladen zu sein, außerdem ist der Stromverbrauch im Standby recht hoch. Lässt man es mal 2-3 Tage aufgeladen im Standby-Modus liegen, dann ist es danach leer und muss erst wieder geladen werden.

Seitdem habe ich es, wenn ich es nicht in gebraucht hatte, runter gefahren.

Fazit und Preise

Das CHUWI UBook Pro kann ohne Type Cover und Stift für 367 € und mit dem Zubehör für 428 € über die Hersteller-Homepage bestellt werden.

Für alle, die eine günstige Alternative zum Surface Pro suchen, die täglich genutzt und geladen wird, und die sich mit dem Type Cover arrangieren können, kann das kleine Stück Hardware eine gute Wahl sein. Es läuft im Office Betrieb sehr flott und ist mit allen nötigen Anschlüssen ausgestattet. Wer aber ein Gerät sucht, das man eher als Tablet im Wohnzimmer einsetzen möchte, das gut und gerne auch mal mehrere Tage unangetastet bleibt, wird sich über den hohen Akkuverbrauch im Standby ärgern, weil er dann öfter mal auf einen schwarzen Bildschirm starrt.

Technische Daten:

  • Bildschirm: 12,3 Zoll IPS Display, 1.920×1.280 Pixel, Seitenverhältnis 3:2, 10-Point-Multitouch
  • Prozessor: Intel Core M3-8100Y
  • Grafik: Intel UHD Graphics 615
  • Festplatte: 256GB SSD
  • Arbeitsspeicher: 8GB LPDDR3
  • Bluetooth 4.2
  • WiFi: 2.4/5 Ghz, 802.11 ac/b/g/n
  • Kamera: 2MP Front, 5MP Rear
  • Anschlüsse: 1x USB-C, 2x USB-A 3.0, 3.5mm Kopfhörer, MicroSD Slot, HDMI 1.4
  • Batteriekapazität: 38 Wh
  • Gewicht: 780 g
  • Betriebssystem: Windows 10 Home 64 Bit

Über den Autor
Daniel Ollesch
Meine Name ist Daniel Ollesch und bin ein typischer Gamer. Auf dem PC spiele ich am liebsten unter Windows und am TV auf der Xbox. So hat mich damals auch Martin gefunden als ich Dr. Windows bei einem Video über Forza Motorsport auf meinem YouTube Kanal erwähnt hatte. Seitdem produziere ich FAQs, Reviews und andere Videos für Dr. Windows.

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Kommentare
  1. Ups, da hat sich ein Fehlerteufelchen eingeschlichen, danke für den Hinweis.
    1.920x1.280 ist die korrekte Angabe.
    Auch wenn es hier nicht jedem gefällt ... diese IndiGoGo Geräte ... von wem auch immer, werden zu einem Dumpingpreis auf den Markt geworfen und erreichen damit zwei Effekte: 1. sie reduzieren die gesamte Wertschöpfungskette eines Herstellers auf ein einziges Merkmal ... Anschaffungspreis und nehmen damit anderen Unternehmen die Möglichkeit die geringen, vorhandenen Margen auszuschöpfen
    2. Sie etablieren kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die Devise lautet "Fire and Forget". Wer sich vorher schon über schwachen Support von PC Herstellern aufgeregt hat, wird erstaunt sein, dass es noch weiter unten gehen kann.
    Ich hatte vor meinem Surface Pro 6 das Terra Pad 1062. Mit nur 10“ und deutlich schwächerer CPU hat das Arbeiten mit Windows darauf keinen großen Spaß gemacht.
    @JoachimKrone: Sehe ich ehrlich gesagt genauso. Bei allem wo "crowdfunded" drauf steht bin ich äußerst skeptisch. Ist für mich fast immer gleich unsolide. Wenn man ein gutes Geschäftskonzept hat, dann benötigt man kein Crowdfunding. Das kann maximal einen kurzfristigen Effekt für die Bekanntheit der Marke haben, mehr nicht.
    Ansonsten würde ich es schon begrüßen, wenn andere Hersteller eine günstigere Alternative zu den Surface-Geräten bieten würden. Ich finde die Geräte sind zu teuer, für das was sie bieten, und, Microsoft fährt da die Apple-Schiene. Es sei ihnen gegönnt, so ist es nicht, aber, ich denke es gibt auch einen Markt für elegante Geräte, die nicht so viel wie ein Porsche kosten.
    Im Text wird nicht erwaehnt ob es auch eine deutsche Tastatur als TypeCover gibt. Ich nehme mal an dem ist nicht so...
    Das ist sozusagen die "Schwachstelle" der Auesserts-Guenstig-Angebote: es wird nur US-Tastatur produziert...
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    Eigentlich waere mal interessant ueber die Haltbarkeit/Qualitaet der Chuwi-Geraete bei langer Benutzung was zu wissen. Denn diejenigen die eh zuwenig Geld haben und deswegen zu Chuwi greifen - die koennen sich da ja auch keinen Totalverlust leisten...
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    Ansonsten gut das Chuwi und Co. gibt - ein 12.3" Tablet mit Tastatur und Pen zu dem Preis ist einfach schon toll..
    Wer keine 1000€ hat und trotzdem Leistung und wirklich nette qualität ansonsten will... Der kann ruhig bei cube und chuwi zugreifen denke ich. Habe selbst das cube book 2 schon jahre. Das ding hat sogar wacom stift. Abgesehen davon das man alle paar jahre vielleicht nen neuen akku bestellen muss (da die neuen modelle fast exakt gleich sind oft passen auch deren akkus) ist alles supi. Kleines Temperatur mod und powergrenze hochgeregelt und zack ist das ding mich flotter. Da kann man auch mal gerne mit nem core m3 6.gen. Ne runde daddeln :D
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