Cloud-Gaming: Auch Medion steigt mit ein

Cloud-Gaming: Auch Medion steigt mit ein

Gaming aus der Cloud verspricht in Zukunft ein großes Geschäft zu werden, da möchten viele Anbieter möglichst früh mit dabei sein. Den neuesten Namen hatte man aber nicht unbedingt auf der Liste: Medion hat einen Gamestreaming-Dienst angekündigt.

Die Lenovo-Tochter macht das allerdings nicht selbst, das wäre sonst wirklich eine Sensation gewesen, sondern arbeitet mit einem „namhaften Partner“ zusammen. Wer das ist, wird noch nicht verraten, da es aber im Dezember 2019 losgehen soll, können wir Microsoft schon mal ziemlich sicher streichen. Project xCloud startet im Spätjahr nämlich zunächst in die Preview und wird somit nur halboffiziell an den Start gehen.

Computerbase ist aufgefallen, dass sich das Angebot, welches auf der Medion-Seite angeteasert wird, verdächtig stark mit dem von PlayGiga überschneidet. Da PlayGiga seine Lösung ausdrücklich an Zweitverwerter adressiert, ist es durchaus naheliegend, dass Medions Gaming-Dienst auf PlayGiga basieren wird.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich denke der Gamingmarkt wird sich irgendwann zweiteilen: Der Mainstream, der zuhause nur noch Thin Clients stehen hat und dann die Spiele fernberechnet streamen lässt, und das Premium-/Hardcore-Gamer Segment, das sich dann weiterhin besonders leistungsfähige Hardware für zuhause kauft und die Spiele direkt bei sich laufen lässt.
    Die Mainstream-Anforderungen kann man mittels Streaming ja schon ganz gut abdecken, d.h. FullHD-Auflösung, 60fps, moderate Grafikeinstellungen. Damit kann man aber natürlich niemandem locken, der gewohnt ist viel Geld in sein Gaming-Setup zu stecken, der einen 1440p oder gar 4k-Monitor mit 144Hz zuhause stehen hat und der auch für 1000€ eine Grafikkarte für Ultra-Settings und vielleicht Raytracing im Rechner hat.
    Ich könnte mir vorstellen, dass Low und Midrange Gaming-Komponenten dann irgendwann vom Markt verschwinden, weil da das Streaming die gleiche oder gar eine bessere Grafikqualität liefern kann, und dass im Komponentenmarkt fürs Gaming nur noch die Highendhardware übrig bleibt, weil das das einzige ist, wo man durchs zuhause berechnen dann wirklich noch einen großen Vorteil hat.
    Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass irgendein Streamingdienst auf absehbare Zeit wirklich Grafik, Auflösung und Refreshrate auf Anschlag liefern wird, das würde die Kosten für die Rechenzentren und die Anforderungen an die Internetverbindung ja dramatisch erhöhen.
    Medieon ist bislang die Plattform, die mich am wenigsten interessiert. Google und Microsoft am meisten. Bei mir wird sich das zwischen den beiden entscheiden. Finde die Sache insgesamt sehr spannend.
    Streaming hin oder her (egal von wem), ich kann es mir ganz einfach nicht vorstellen, dass mein Trekstor-Convertible dann für Spiele taugt. Dafür habe ich ihn auch nicht gekauft.
    Aber JEDE online-Textverarbeitung hinkt einer Desktop-Anwendung einfach hinterher. Und da rede ich - wie bei Microsoft - gar nicht mal vom Funktionsumfang oder der simplen Darstellung eines Dokumentes. Nein, es geht um die Performance. Und da soll ein Witcher beim Streamen gut gezockt werden Können?
    Das liegt einfach außerhalb meiner Vorstellungskraft.
    Natürlich wird das flüssiger laufen, als wenn du es nativ laufen lässt. Das ist doch gerade der Witz bei der Sache. Das kannst du auch bereits jetzt testen: Schmeiss Steam auf deinem Spiele-Hobel an, und dann verbinde per Steam Link ein Low End Gerät. Hab vor kurzem Skyrim Special Edition auf meinem Low End i3 Laptop gezockt. Das läuft flüssig wie Sahne. :)
    Diese Online Office Sachen sind eine ganz andere Geschichte. Das sind Web-Apps, die auf dem Web-Server laufen, keine gestreamten Anwendungen. Natürlich laufen die schlechter, als wenn du die Apps nativ auf deinem Gerät laufen hättest.
    @Chakko
    Wie gesagt, das geht einfach ein wenig über das hinaus, was ich mir vorstellen kann.
    Okay, mein geliebtes Teil muss fast nix arbeiten, trotzdem ...
    Medion ist wohl die letzte Firma mit der ich Games Spielen bzw. Streamen würde, Spielen ohne Microruckler kann ich mir kaum noch vorstellen, nicht weil meine Hardware zu schlecht ist sondern weil die Server zu stark belastet sind.
    Das wäre doch dann bei Filmstreaming ebenfalls der Fall. Wenn du willst kannst du Spielestreaming übrigens heute schon ausprobieren: https://www.playstation.com/de-de/explore/playstation-now/
    Das kannst du 7 Tage lang gratis testen. Allerdings nicht wundern: Erstens sind die Spiele auf 30 Frames pro Sekunde begrenzt, und zweitens sind die ziemlich ruppig, was die Komprimierung angeht. D.h., die visuelle Qualität ist nicht das, was man normalerweise hat, wenn man nativ Spiele auf dem PC spielt. Oder wie es dann sein wird, wenn Microsoft, Google oder Medion mit ihren Streamingdiensten an den Start geht. Das wird sicher wesentlich besser sein.
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