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Cloud-Sicherheit: Microsoft übernimmt Cybersecurity-Unternehmen RiskIQ

Cloud-Sicherheit: Microsoft übernimmt Cybersecurity-Unternehmen RiskIQ

Unter Sicherheitsexperten kursiert die Weisheit, dass es zwei Arten von Unternehmen gibt: Jene, die gehackt wurden, und jene, die nicht wissen, dass sie gehackt wurden. Die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Abwehr eines Cyberangriffs ist demnach die, dass man ihn schnellstmöglich bemerkt.

Diesem Ziel hat sich das Unternehmen RiskIQ verschrieben und sich dabei auf die Cloud spezialisiert. Die von RiskIQ entwickelten Lösungen entdecken Angriffe auf Microsoft Azure, aber auch auf Amazons AWS und weitere Cloud-Plattformen. Nun hat sich Microsoft das Unternehmen einverleibt.

Nach wie vor geben sich die Redmonder kauflustig und sind dabei im Business-Sektor erfolgreicher als im Endkundenbereich. Mit dem Einstieg bei Tik Tok oder Pinterest wurde es nichts, mit RiskIQ ist nun wieder ein dicker Fisch im Einkaufswagen gelandet. Verglichen mit dem Aufkauf von Nuance ist RiskIQ aber geradezu ein Schnäppchen, die Kaufsumme soll bei 500 Millionen Dollar liegen.

Die ansonsten übliche Floskel, nachdem das frisch übernommene Unternehmen seine Geschäfte wie gewohnt fortführen wird, fehlt in der Ankündigung. Da es sich beim Thema Sicherheit um eines der wichtigsten Merkmale für Cloud-Dienste handelt, würde ich davon ausgehen, dass die Mitarbeiter von RiskIQ künftig exklusiv für Microsofts Cloud arbeiten und andere Anbieter nicht mehr unterstützt werden.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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