Cloud-Umzug: Daten von und nach OneDrive migrieren mit Mover

Cloud-Umzug: Daten von und nach OneDrive migrieren mit Mover

Im vergangenen Jahr hat Microsoft die Firma Mover übernommen. Dahinter verbirgt sich ein Migrations-Service für Cloud-Dienste, mit dem Dateien zwischen verschiedenen Anbietern bewegt werden können. Selbstredend möchte Microsoft den Dienst am liebsten für Umzüge nach OneDrive verwendet sehen.

Die erste Maßnahme nach der Übernahme war es, Mover in Office 365 zu integrieren, um die Migration nach OneDrive for Business zu erleichtern. Diese Integration wurde im Februar abgeschlossen, was auch einen angenehmen Seiteneffekt für Consumer hat. Da ein privater Microsoft-Account nämlich technisch gesehen nichts anderes ist als ein Azure Active Directory Konto, kann man Mover auch für die Consumer-Version von OneDrive verwenden.

Der Dienst hat seine Eigenständigkeit behalten. Um Mover nutzen zu können, muss man unter mover.io also zunächst ein separates Konto anlegen. Sobald das erledigt ist, kann man beliebig viele Konnektoren konfigurieren, um sich mit der Datenquelle oder dem Datenziel zu verbinden.

Neben bekannten Cloud-Diensten wie Amazon S3, Box, Dropbox oder Google Drive können auch SFTP-Server oder WebDAV-Verzeichnisse als Quellen dienen.

Mover unterstützt zahlreiche Cloud-Dienste als Quellen

Für mein Beispiel habe ich Dropbox als Quelle sowie mein Consumer-OneDrive als Ziel ausgewählt, das sieht in der Oberfläche von Mover dann so aus:

Auswahl von Quelle und Ziel mit Mover

Sobald man sich mit den jeweiligen Diensten verbindet, wird das komplette Dateiverzeichnis geladen. Man kann dann entscheiden, ob man den gesamten Datenbestand oder nur einzelne Ordner aus der Quelle übertragen möchte. Im Ziel legt man fest, ob die Daten ins Wurzelverzeichnis oder in einen Unterordner kopiert werden sollen. Wenn der Unterordner noch nicht existiert, kann man ihn auch innerhalb des Transfer Wizard anlegen.

Sobald man die Übertragung angestoßen hat, gelangt man auf eine Status-Seite, auf der man den Verlauf der Migration überwachen kann. Am Ende sieht man in der Zusammenfassung, wie viele Dateien übertragen wurden und ob es dabei zu Problemen oder Fehlern kam.

Migration von Dropbox nach OneDrive erfolgreich abgeschlossen

Bei größeren Migrationsprojekten muss man natürlich nicht vor dem Bildschirm sitzen bleiben, man wird über den Abschluss der Migration und deren Verlauf auch per Email informiert.

Mover ist kostenlos, auch wenn man kein Office 365 Abonnement besitzt. Alles läuft komplett im Browser, es muss also keine Software installiert werden, um den Migrations-Service nutzen zu können.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. An sich spannend und ein sehr hilfreiches Tool.
    iCloud Drive scheint da nicht dazu zu gehören, sehe ich das richtig?
    Ja, sieht ganz so aus. Stellt sich natürlich die Frage, ob es eine entsprechende API gibt, der jeweilige Cloud-Anbieter muss das ja auch unterstützen.
    Dem kauf sind wohl manche Ziele der Migration zum Opfer gefallen. Als Ziel der Migration gibt es nur Azure, Office365 (SharePoint), OneDrive Personal und OneDrive Business.
    Wow, super hilfreicher Artikel! Ich plane demnächst einen Umzug von Dropbox auf OneDrive und spar mir damit das Wiederhochladen aller Dateien, was bei meiner Internetverbindung ewig dauern würde...
    Danke für den Hinweis Ajedv, da war ich in meinem Beitrag zu voreilig. Ich habe den Artikel entsprechend korrigiert.
    Wenn man Daten von einer Cloud in eine andere Cloud schaufeln will, kann man das auch selber basteln.
    Für Onedrive kann man: Python und Onedrivecmd verwenden
    Gibt es bei Github unter: onedrivecmd/README.md at master . cnbeining/onedrivecmd . GitHub
    Und es gibt noch mehr solcher Packages. Macht auch mehr Spass sich sein eigenes Ding zum hin-und herschaufeln
    von Daten zwischen den Clouds zu stricken.Da weiss man wenigstens was das Programm macht.
    @Martin
    Kann man mit Mover auch ein Backup von OneDrive bei Google Drive oder Dropbox ablegen?
    Ich hatte da einen Fehler im Beitrag, tatsächlich gibt es jetzt nur noch die Microsoft-Dienste als "Ziel", die anderen Dienste werden nur als Quelle unterstützt.
    Ich hatte da einen Fehler im Beitrag, tatsächlich gibt es jetzt nur noch die Microsoft-Dienste als "Ziel", die anderen Dienste werden nur als Quelle unterstützt.

    Genau das musste ich gestern Abend leider feststellen ...
    Kennt jemand eine gute Alternative, mit welcher ich von OneDrive auf webDAV wechseln könnte?
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