Connected e-Roadtrip: Audi stellt erstes E-SUV vor

Connected e-Roadtrip: Audi stellt erstes E-SUV vor

So langsam werden auch die großen, traditionellen Autofirmen elektrifiziert. Nachdem vor Kurzem Daimler den Mercedes EQC vorgestellt hat (siehe hier), ist nun Audi an der Reihe. Der schlicht e-tron genannte SUV kommt noch dieses Jahr zu den Händlern nach Deutschland.

Das E-Auto von Audi ist knapp 4,90 Meter lang und damit länger als seine Konkurrenten der etablierten Autobauer -noch mehr Außenlänge hat nur das Tesla Model X. Der Radstand des Audi beträgt fast 2,93 Meter – das verspricht viel Raum auf allen Plätzen. Der Kofferraum fasst zwischen 600 und 1.725 Liter Gepäck, zusätzlich gibt es ein 60 Liter großes Fach unter der vorderen Haube. Sogar eine optionale Anhängerkupplung mit einer maximalen Anhängelast von 1.800 Kilogramm ist erhältlich.

In der Frontpartie des Ingolstädters sticht zum einen der verkleidete Single-Frame-Kühlergrill heraus. Hierbei werden die Öffnungen vollständig automatisch geöffnet oder geschlossen, je nachdem, wie viel Kühlung die Komponenten gerade benötigen. Markant sind auch die Scheinwerfer mit drei horizontalen Streben. Zum Anderen fällt der erstmals bei einem Großserienfahrzeug vollzogene Verzicht auf Außenspiegel auf – der vollelektrische VW XL1 hatte mittels Sondergenehmigung ebenfalls keine Außenspiegel, war aber nur eine Kleinserie von 250 Exemplaren. Auf diese Weise wird ein cw-Wert von nur 0,27 erreicht. Das ist windschlüpfriger und damit besser als beispielsweise beim Mercedes EQC.

Statt den Spiegeln befinden sich je zwei Kameras auf den Haltern. Diese übertragen das Bild auf OLED-Bildschirme, die im Innenraum in den Türen verbaut sind. Die virtuellen Außenspiegel sollen den Toten Winkel endgültig killen sowie erweiterte Funktionen bieten. So lassen sich für bestimmte Fahrsituationen spezifische Kamerawinkel auf den Displays darstellen, beispielsweise kann auf der Autobahn eine andere Darstellung als beim Abbiegen gewählt werden. Dieses Feature lässt sich individuell im MMI-System einstellen.

Die Außenbreite des E-Autos schrumpft in Verbindung mit diesen virtuellen Außenspiegeln um 15 Zentimeter. So kommt eine Breite von nur 1,93 Meter zustande (zum Vergleich: Der Mercedes EQC ist 2,09 Meter breit, inklusive Außenspiegel). Da noch nicht auf allen Vertriebsmärkten der Verzicht auf Außenspiegel rechtlich erlaubt ist, wird Audi diese optional in ausgewählten Märkten, darunter Deutschland zum Preis von etwa 1.500 Euro anbieten. Der e-tron quattro verfügt serienmäßig über klassische Außenspiegeln, damit steigt der Luftwiderstand auf 0,28.

Seitlich befindet sich links als auch rechts eine Klappe mit dem standardmäßigen CCS-Ladeanschluss. Die integrierte Ladeeinheit ist stärker als bei der Konkurrenz. So kann an AC-Ladesäulen (diese Wechselstrom-Ladesäulen kommen in Städten vor oder bei einer Wallbox) mit 11 kW geladen werden. Der Mercedes EQC dagegen schafft dabei „nur“ 7,4 kW. Optional lässt sich der Audi mit einem zweiten Bordlader ausrüsten, dann sind sogar bis zu 22 kW an AC-Ladepunkten möglich. Mit dem standardmäßigen Lader kann der Audi e-tron zudem mit bis zu 150 kW an DC-Ultraschnellladesäulen Strom nachtanken. Derartige Ultraschnellladesäulen werden derzeit von Firmen wie zum Beispiel Ionity entlang von Autobahnen in ganz Europa aufgestellt. Lädt der Ingolstädter an einem solchen Ladepunkt, dann ist sein Akkupaket in 30 Minuten wieder zu 80% gefüllt (von 0% aus gemessen). Zum Vergleich: Der neulich vorgestellte Mercedes EQC kann an solchen Ladestationen nur mit maximal 110 kW laden, weil sein integrierter Bordlader nicht mehr verkraftet. Mehr zum Thema „Laden bei batteriebetriebenen E-Autos“ habe ich Euch hier zusammengefasst.

Immer schön kühl bleiben

Der Markenslogan „Vorsprung durch Technik“ hat bei Audi in letzter Zeit arg gelitten, nicht zuletzt durch den Diesel-Skandal. Sozusagen auf Ihrer „Wiedergutmachungstour“ wollen die Ingenieure zeigen, was sie können. Angetrieben wird der e-tron quattro von zwei asynchronen E-Motoren (mehr zu den Arten der E-Motoren habe ich hier zusammengefasst), die von Audi selbst entwickelt und im Werk in Ungarn gebaut werden. An der Hinterachse befindet sich ein 140 kW/190 PS E-Motor, wohingegen der vordere E-Maschine 125 kW/170 PS leistet. In einem Boost-Modus kann eine maximale Leistung von 300kW/408 PS für acht Sekunden abgerufen werden. Standardmäßig liegen 561 Nm Drehmoment an und die elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.

Die Ingenieure haben ein aufwendiges Kühlsystem entwickelt. Es soll einerseits dafür sorgen, dass während des Betriebs der Antriebsstrang inklusive Batteriepaket nicht zu stark erhitzt, andererseits dient dies der Langlebigkeit des Akkus. So besitzt das Kühlsystem vier verschiedene Kreisläufe, die sich individuell je nach Kühl-/Heiz-Bedarf zusammenschalten lassen. So wird eine Wärmepumpe realisiert, die der Klimatisierung im Innenraum zu Gute kommt, damit hierbei nicht allzu viel Energie aus dem Akkupaket gezogen werden muss. Außerdem werden durch das intelligente Thermomanagementsystem die Komponenten permanent im optimalen Wirkungsbereich zwischen 25 und 35 Grad Celsius gehalten. Mehr dazu gibt es hier. Zudem kann sich der Audi e-tron ab einer bestimmten Geschwindigkeit automatisch absenken. Diesen Trick beherrscht auch der erste vollelektrische Jaguar, der I-Pace (siehe hier).

Die Reichweite ist immer ein wichtiger Punkt bei einem E-Auto. Der Audi e-tron kommt mit seinem 95 kWh großen Batteriepaket nach dem neuen WLTP-Messzyklus auf 400 Kilometer, . Dabei können die Pouch-Zellen des Lithium-Ionen-Akkus von mehreren Akkuzellen-Lieferanten gefertigt werden (hier ist eine Übersicht, welche Zellenhersteller die einzelnen Autofirmen beliefern), dies soll Lieferengpässe verhindern.

Interessant ist das von Audi selbst entwickelte Rekuperationssystem. Die einzelnen Stufen werden über Schaltwippen hinter dem Lenkrad gesteuert. Das System kann bis zu 30 % zur Reichweite beitragen. Bei einer Bremsung von 100 km/h bis zum Stillstand werden laut Audi bis zu 300 Nm und 220 kW rekuperiert. Der Konkurrent Mercedes EQC kann mit seinem kleiner dimensionierten Akkupaket (80 kWh) etwa 350 bis 400 Kilometer weit fahren (da die 450 Kilometer Werksangabe bei Daimler noch nach dem alten, unrealistischen NEFZ-Zyklus ermittelt wurde), siehe hier.

Bildschirme en masse

Im Innenraum dominieren Bildschirme. Serienmäßig verfügt der e-tron über das aus anderen Audi-Modellen bekannte „virtuelle Cockpit“, sprich einen frei belegbaren Bildschirm hinter dem Lenkrad. Dazu gesellen sich ein 10,1-Zoll-Touchscreen im Armaturenbrett und direkt darunter ein 8,6-Zoll-Touchscreen, der unter anderem für die Klimaanlage zuständig ist. Auch diese Aufteilung mit Doppel-Touchdisplay kennt man vom Audi A6 bzw. A8 und deren Derivate. Gänzlich neu hingegen sind die zwei 7-Zoll-OLED-Bildschirme in den vorderen Türen. Diese sind in Kombination mit den virtuellen Außenspiegeln – sprich Kameras, statt klassischer Spiegel – erhältlich.

Ausgeliefert wird der Audi e-tron ab Ende des Jahres. Der Einstiegspreis beträgt 79.900 Euro, dafür sind LED-Scheinwerfer, das MMI Navi plus samt WLAN-Hotspot und Effizienzassistent serienmäßig verbaut. Wie gewohnt lassen sich jede Menge Extras kostenpflichtig hinzu kaufen, beispielsweise der adaptive Fahrassistent. Dieser soll anhand der Navi-Daten vorausschauend beschleunigen und verzögern können. Perspektivisch plant Audi bis zum Jahr 2025 elf weitere rein elektrisch angetriebene Modelle auf den Markt zu bringen.

Da nun die meisten Premium-Hersteller ihre neuen rein elektrischen SUV-Modelle vorgestellt haben, folgt nun abschließend eine kurze Auflistung der derzeit bekannten E-SUV-Modelle:

  • Audi e-tron. 4,90 Meter Außenlänge, 2,93 Meter Radstand. Zwei E-Motoren mit Gesamtleistung von 300 kW/408 PS. Drehmoment: 664 Nm (im Boost-Modus für acht Sekunden), im Normal-Modus 561 Nm. Akkupaket: 95 kWh. Reichweite (laut Hersteller): 400 Kilometer (nach neuem, realistischerem WLTP-Messzyklus). Preis: Ab 79.900 Euro. Marktstart: Ende 2018.
  • BMW iX3. 4, 70 Meter Außenlänge, 2,86 Meter Radstand (noch unbestätigt, Daten anhand des Verbrenner-Modells, da beide Versionen auf der gleichen Karosserie aufbauen). Ein E-Motor an der Hinterachse mit einer Leistung von 200 kW/272 PS. Drehmoment: Noch offen. Akkupaket: ca. 70 kWh (noch größere Akkugrößen denkbar, da diese immer modular aufgebaut sind bei BMW). Reichweite (laut Hersteller): mehr als 400 Kilometer (nach neuem, realistischerem WLTP-Messzyklus). Preis: noch offen. Marktstart: 2020.
  • Jaguar I-Pace. 4,68 Meter Außenlänge, 2,99 Meter Radstand. Zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 294 kW/400 PS. Drehmoment: 696 Nm. Akkupaket: 90 kWh. Reichweite (laut Hersteller): 480 Kilometer (nach neuem, realistischerem WLTP-Messzyklus). Preis: Ab 77.850 Euro. Marktstart: Bereits erhältlich.
  • Mercedes EQC. 4,76 Meter Außenlänge, 2,87 Meter Radstand. Zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 300 kW/408 PS. Drehmoment: 765 Nm. Akkupaket: 80 kWh. Reichweite (laut Hersteller): 450 Kilometer (nach altem NEFZ-Messzyklus ermittelt!). Preis: Ab ca. 70.000 Euro. Marktstart: Mitte 2019.
  • Tesla Model X 100D. 5,04 Meter Außenlänge, 2,96 Meter Radstand. Zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 386 kW/525 PS. Drehmoment: k.A. Akkupaket: 100 kWh. Reichweite (laut Hersteller): 565 Kilometer (nach altem NEFZ-Messzyklus ermittelt). Preis: Ab 114.400 Euro (mit kleinerem 75 kWh-Akkupaket geht es bei 94.850 Euro los). Marktstart: Bereits erhältlich.

Quelle: Audi

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.

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Kommentare
  1. In einem Boost-Modus kann eine maximale Leistung von 300kW/408 PS für acht Sekunden abgerufen werden
    Geht das einfach so oder muss man dafür vorher erst über ein auf der Autobahn liegendes PowerUp fahren? :D
    (Sorry, diese kleine Albernheit schoss mir beim Lesen direkt durch den Kopf und wollte unbedingt raus)
    Puh*
    Dann kann ich ja mit gutem Gewissen einen SUV fahren.
    Mal sehen, wann die neu entdeckte Möglichkeit des Wasser spalten industriell angewandt werden kann.
    Dann können wir den ganzen Sondermüll an Akkus teuer entsorgen und mit Wasserstoff fahren.
    Geht das einfach so oder muss man dafür vorher erst über ein auf der Autobahn liegendes PowerUp fahren? :D
    (Sorry, diese kleine Albernheit schoss mir beim Lesen direkt durch den Kopf und wollte unbedingt raus)

    Nee, Martin. Du musst Dich biometrisch authentifizieren mit dem Fingerabdruck :D
    Spaß beiseite: Der Boost-Modus wird wahrscheinlich via Fingertipp aktiviert werden.
    Zu groß, zu schwer, und für Otto-Normalfahrer kaum zu bezahlen.
    Von der Technik sicher interessant, aber...
    Im Gegensatz zu Mercedes hat Audi seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt muss es nur noch mit der Ladeinfrastruktur vorwärts gehen.
    Sonnschein
    Puh*
    Dann kann ich ja mit gutem Gewissen einen SUV fahren.
    Mal sehen, wann die neu entdeckte Möglichkeit des Wasser spalten industriell angewandt werden kann.
    Dann können wir den ganzen Sondermüll an Akkus teuer entsorgen und mit Wasserstoff fahren.

    Kannst du genauer erklären warum die Batterien Sondermüll sein sollten?
    Und wo liegt der Vorteil beim Wasserstoff? Die komplexe Technik und der 200 Bar Wasserstofftank unter dem Sitz sind es vermutlich nicht.
    Zu groß, zu schwer, und für Otto-Normalfahrer kaum zu bezahlen.
    Von der Technik sicher interessant, aber...

    Nagel auf den Kopf getroffen
    Ja und der Strom kommt aus der Steckdose, deshalb will RWE wahrscheinlich auch noch bis 2038 Braunkohle zu Strom wandeln.
    Völliger Unsinn kann ich da nur sagen, wir wollen zugunsten der Umwelt doch Energie Sparen und nicht wie die Wahnsinnigen auf Teufel komm heraus Strom verbrauchen.
    Zumal die Autobahnen voll mit Autos sind und sobald irgendwo eine Baustelle ist Verstopfen diese SUVs auch noch die Überholspur weil sie sich nicht trauen wegen der breite zu überholen.
    Mensch Baut kleine Bezahlbare Elektroautos für die Massen, damit macht man Menschen und die Umwelt Glücklich, zudem Glauben dann auch die Menschen in Europa wieder an die Autobauer und schenken diesen auch den nötigen Respekt und vertrauen, aber so sind die E-Autos nicht für die breite Masse sondern nur etwas für gutbetuchte.
    Wie passen Elektro und riesiges SUV zusammen? Warum packen die Hersteller fortschrittliche Technik in eine so sinnlose Karosserieform?
    Wie passen Elektro und riesiges SUV zusammen? Warum packen die Hersteller fortschrittliche Technik in eine so sinnlose Karosserieform?

    Ich gebe dir vollkommen recht. Elektroantriebe sind extrem günstig und können auch noch leicht sein. Anstatt sinnvolle Autos gebaut werden kommt es zu solchen Exkrementen...
    Die Technik ist schon sehr cool und interessant, aber WARUM?
    Es ändert nichts an den Luftemissionen und dem großen Müllberg. Es ist, wie so oft in letzter Zeit, nur ein Luftschluss!
    Schade. Ein kompaktwagen mit ein paar Prozent weniger reingewinn würde dem ganzen eine Chance geben.
    kronzeuge
    Kannst du genauer erklären warum die Batterien Sondermüll sein sollten?

    Preisgünstige neue Möglichkeit H2 herzustellen LINK: https://www.heise.de/ct/ausgabe/2018-16-Sonnenlicht-direkt-in-Wasserstoff-umgesetzt-4112294.html
    https://www.gtspirit.de/de/umweltbilanz-hybrid-pionier-toyota-enttaeuscht/
    Wenn man nun alles zusammen zählt und sich die Herstellungskosten + Recycling u.s.w. ansieht, wird schnell klar, das so ein Akku alles andere ist als Umweltfreundlich.
    Der Wasserstofftank ist übrigens nicht wirklich gefährlicher als ein Hochleistungs- Akku.
    Gibt genügend Beispiele was passiert, wenn so ein Akku explodiert.
    ALso ich verstehe die Debatte um Hybride oder Diesel oder Elektroautos nicht....
    Die Sache ist im Grunde ganz einfach... Wenn der Mensch nicht bald den A*sch hoch kriegt, und von seinem hohen Ross runter kommt- ich meine Bleifuß auf der Autobahn, Autos mit 3 Tonnen und Mega Maschinen um sie anzutreiben, und sonstige dinge die die Zukunft unserer Kindeskinder zerstören. Ich bin mittlerweile in einem Alter wo ich mir darum keine Sorgen mehr machen muss, die nächsten 30 40 Jahre werden schon noch halbwegs ordentlich vergehen, aber danach?
    Ich fahre einen Hybrid Prius 2 und hatte vorher ein Auto mit ca. 8 Litern verbrauch, jetzt brauche ich knapp bis gut 3 Liter weniger, das ist ein Anfang, neues kann dann ja kommen. Genauso Elektroautos, mag sein, das die Umweltbilanz noch nicht so ganz stimmt, nur wenn jetzt keiner mit der Produktion anfängt und seine Produkte nach und nach verbessert, was soll dann in 20 Jahren sein, dann heisst es ja wir haben jetzt 20 Jahre entwickelt aber irgendwie klappt das nicht, wir brauchen nochmal 20 Jahre usw.
    Still my Opinion
    PeterK: Kleine bezahlbare Autos haben aber nicht die Reichweite die ja angeblich jeder brauch...wo soll denn der Akku hin? Im Anhänger? Auf einer anderen Seite hat sich jemand beschwert weil er damit ja nicht einmal im Jahr mit seinem Wohnwagen 1500 km bis nach Italien fahren kann... Irgendwas ist immer. Der eine sagt ich brauch Reichweite, der andere will ein kleines Auto, beides geht im Moment noch nicht.
    Wasserstoff sehe ich nicht als Lösung an, der muss auch erstmal hergestellt werden, die Brennstoffzellen brauchen auch Akkus. Der Wirkungsgrad ist nicht so gut usw. Aber wir schaffen es schon noch das alles so schlecht zu reden..
    Ich frage mich, wo mein Kommentar von heute morgen hin ist? Ist meine Meinung zensiert worden? Dabei habe ich mich sehr gewählt ausgedrückt
    "Sonnschein schrieb"
    "Wenn man nun alles zusammen zählt und sich die Herstellungskosten + Recycling u.s.w. ansieht, wird schnell klar, das so ein Akku alles andere ist als Umweltfreundlich."
    Man kann sich natürlich die alternative dazu auch schönreden, die da wäre je nach Auto zwischen 8 und 12 Liter Sprit. Ich will niemanden Angreifen oder umerziehen oder sonst was, dieses Madigreden von Dingen mit denen Versucht wird etwas anders und vielleicht auch besser zu machen geht mir mittlerweile auf den Keks. Und um auf den Toyota Artikel zu kommen der weiter oben verlinkt wird, auch Toyota kann nur Verkaufen was der Käufer kauft, und in vielen Regionen von USA ist ein Pickup oder Van nun mal eine gewachsene Tatsache, und dennoch ist es ein Fortschritt gegenüber den amerikanischen Spritschleudern die es früher und z.t. auch heute noch gibt....
    Ein kleines E-Auto wäre zu teuer als dass es vom kunden angenommen wird. Oder will jemand 10.000€ mehr für einen golf zahlen, nur dass er eine geringere Reichweite hat und sagen kann er fährt elektronisch?
    Wie passen Elektro und riesiges SUV zusammen? Warum packen die Hersteller fortschrittliche Technik in eine so sinnlose Karosserieform?

    Weil sich da die 800kg des Akkus nicht so gewaltig anhören.
    "Sonnschein schrieb"
    "Wenn man nun alles zusammen zählt und sich die Herstellungskosten + Recycling u.s.w. ansieht, wird schnell klar, das so ein Akku alles andere ist als Umweltfreundlich."
    Man kann sich natürlich die alternative dazu auch schönreden, die da wäre je nach Auto zwischen 8 und 12 Liter Sprit. Ich will niemanden Angreifen oder umerziehen oder sonst was, dieses Madigreden von Dingen mit denen Versucht wird etwas anders und vielleicht auch besser zu machen geht mir mittlerweile auf den Keks. Und um auf den Toyota Artikel zu kommen der weiter oben verlinkt wird, auch Toyota kann nur Verkaufen was der Käufer kauft, und in vielen Regionen von USA ist ein Pickup oder Van nun mal eine gewachsene Tatsache, und dennoch ist es ein Fortschritt gegenüber den amerikanischen Spritschleudern die es früher und z.t. auch heute noch gibt....

    Aktuell ist weder "neu" noch "alt" ökologisch im plus, denn aktuell käme der Strom für die Akku-Autos überwiegend aus Atom- und Verbrennungskraftwerken und für den Fall, dass ab jetzt alle E-Autos fahren, bräuchte man sicher noch den einen oder anderen Stromerzeuger und die nötigen Kraftstrom-Autobahnen. Vermutlich wird dazu die Landschaft der Flächenländer weiter verspargelt oder verspiegelt. Tja und und üblicherweise kommen die Bewohner der Erzeugerregion für die erhöhten Netz-Entgelte auf. Hauptsache die Metropoliten haben ein ruhiges grünes Gewissen.;)
    bräuchte man sicher noch den einen oder anderen Stromerzeuger und die nötigen Kraftstrom-Autobahnen.
    Nicht nur das. Auch "Schnell-, Land- und Anwohnerstraßen" für den Strom müssten ausgebaut werden, wenn plötzlich Millionen Automobil-Akkus abends und nachts vor oder im Eigenheim geladen werden sollen.
    Das mit den Stromerzeugern ist ein ganz anderes Thema.
    lebt auch in unser modernen Industriegesellschaft und nutzt deren Annehmlichkeiten nur zu gerne

    Genau das ist der Punkt.
    Alles soll ökologischer werden. Der Strom soll sauberer werden, die Autos sauber u.s.w.
    Mit den technischen Mitteln, die aktuell vorhanden sind, gibt es nur keine Möglichkeit.
    Von allen weniger wäre die Lösung.
    Weniger Auto, weniger Schiffsverkehr***, weniger Energieverbrauch, weniger Verpackungen u.s.w.
    Aber abends im Dunklen sitzen möchte man auch nicht und der Irrsinn mit den Verpackungen ist eh der Hammer.
    Da aber so wie so oft Worte mit der Realität nichts zu tun haben, wird dem Volk was von super super sauber erzählt und wenn man sich die Sache etwas genauer ansieht, merkt man recht schnell, das alles Quatsch mit Sause ist. Der Feinstaub wird mehr, die CO2 Belastung erhöht sich fast um Faktor 50 jedes Jahr.
    Also könnte man das ganze Umwelt Gedöns zusammenfassen in: Wir werden veräppelt.
    ***Die 10 größten Schiffe blasen mehr Feinstaub und CO2 in die Luft, wie alle weltweiten Fahrzeuge zusammen.
    Wie passen Elektro und riesiges SUV zusammen? Warum packen die Hersteller fortschrittliche Technik in eine so sinnlose Karosserieform?

    Das hat vor allem wirtschaftliche Gründe. Denn:
    SUVs sind ein weltweites Phänomen! Sehr viele Kunden bevorzugen diese Karosserieform. Wenn auch mit regionalen Unterschieden...
    In Nordamerika sind es verhältnismäßig "große" SUVs, die gefragt sind. Wobei 4,90 Meter Außenlänge wie hier beim #Audi #etron nicht auffallen im Straßenverkehr...Alternativ werden dort Limousinen oder Pickups verkauft.
    In Asien wiederum sind neben SUVs, vor allem Limousinen mit möglichst langem Radstand gefragt. Da dort viele, die sich ein ausländisches Fahrzeug leisten können, im Fond sitzen und viel Platz haben möchten.
    In Europa dagegen sind eher Kompakt-SUV, in der Größe eines Golf (oder Polo) gefragt. Hier ist also nicht ganz der angestammte Platz des #Audi #etron.
    Zudem sind in Europa eben Fahrzeuge der Golf-Klasse und Kombis (bis maximal VW Passat, Audi A6, BMW 5er) gefragt.
    Wenn man aber den "Mainstream" treffen will, dann kommt man derzeit an der Karosserieform SUV nicht vorbei.
    Daher macht es aus rein wirtschaftlicher Sicht absolut Sinn, ein E-Auto als SUV auf den Markt zu bringen.
    Früher oder später werden aber auch Limousinen und ein "Golf" (bzw. Audi A3) E-Auto auf den Markt kommen. Aber gerade Letzterer verkauft sich halt - fast bloß - in Europa hervorragend. In USA und Asien interessiert sich kaum jemand für die "kleine Fahrzeugklasse" des Golf.
    Denn auch der Toyota Corolla (aktuell meistverkauftes Automodell der Welt) wird in diesen beiden Regionen als Stufenheck-Limousine verkauft. Nur in Europa ist die Fließheck-Version, ala "Golf-Optik" beliebter...
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