Connected Roadtrip: Infos zum BMW Live Cockpit Professional

Connected Roadtrip: Infos zum BMW Live Cockpit Professional

Ich habe bereits hier kurz das neue BMW OS 7.0 angeteasert. Nun habe ich neue Infos dazu erhalten. Die ersten beiden Modelle sind vorgestellt worden, in denen die neue Bedienlogik erstmals verfügbar sein wird. Der BMW X5 (G05 ab Herbst verfügbar) und das 8er Coupe. Nach und nach wird die neue Infotainment-Generation auch in weiteren Modellen des Hauses einziehen. Generell baut BMW Operating System 7.0 auf einer eigenen Linux-Distribution von BMW auf. Damit wird der Weg fortgeführt, den der Münchner Hersteller bereits mit dem aktuellen iDrive 6.0 geht (eine Marktübersicht über die Betriebssysteme bei Connected Cars habe ich Euch hier zusammengestellt). Aufgrund der zwingend erforderlichen neuen Hardware, wie den  12,3-Zoll-Instrumenten-Bildschirm und neue Prozessoren, ist es leider nicht möglich, ein bestehendes iDrive 6.0 auf die neue Version zu updaten.

Einhergehend mit der neuesten Version 7.0 ist auch eine Neustrukturierung des Angebots an Infotainmentsystemen bei BMW. Erstmals gibt es keine zwei verschiedenen Navigationssysteme mehr, sondern nur noch das „BMW Live Cockpit Professional“. Im X5 und auch im 8er ist es immer serienmäßig verbaut. Es besitzt immer einen 12,3-Zoll-Bildschirm hinter dem Lenkrad. Dort kann das Instrumentencluster vollständig frei angeordnet werden. Beispielsweise „verschwindet“ der Drehzahlmesser und an seine Stelle treten sowohl Infos zum abgespielten Lied, als auch eine digitale Karte für die Routenführung. Zwischen den verschiedenen Anzeigen-Modi kann via Knopfdruck am Blinkerhebel gewechselt werden. Dieses Instrumenten-Display hat eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel.

Zudem ist in der Mitte ein Touchscreen verbaut. Dieser zeigt eine Startseite mit bis zu vier Rechtecken mit Live-Infos an. Außerdem können der Fahrer und die Passagiere eigene Desktop-Seiten gestalten, die dann ähnlich dem Smartphone, durchgeschaltet werden können. Je nach BMW-Modell misst der berührungsempfindliche Infotainment-Schirm verschiedene Größen. Beispielsweise hat der X5 (G05) ein 12,3-Zoll-Touchscreen integriert, während der 8er „nur“ mit 10,25-Zoll Vorlieb nehmen muss. Dafür hat jeder 8er ein Head-Up-Display ohne Aufpreis verbaut, wohin gegen dieses beim X5 (G05) extra kostet.

Bedient wird BMW OS 7.0 einerseits über den Touchscreen. Hierbei wird zusätzlich zur Steuerung des Infotainment ebenfalls die Konfiguration der verschiedenen Anzeigen für das Instrumentencluster vorgenommen. Als vollumfängliche Alternative steht andererseits der klassische iDrive-Controller (ein Dreh-Drück-Controller) zur Wahl. Dieser verfügt, wie bisher auch, über eine touchfähige Oberseite, damit – vor allem wichtig für die asiatischen Schriftzeichen – Buchstaben darauf gemalt werden können. Ebenfalls ist eine Bedienung über die Sprachsteuerung mit dem Kommando „Hey BMW…“ möglich. Ausgewählte Funktionen, wie zum Beispiel die Änderung der Lautstärke, können via Geste gesteuert werden. Oder klassisch über einen Drehregler.

Anschluss(aus)wahl – Von USB-Typ-A und Typ-C bis hin zum WLAN-Hotspot

Um externe Geräte mit dem „BMW Live Cockpit Professional“ verbinden zu können, stehen verschiedene Schnittstellen zur Verfügung. Einerseits lässt sich via Bluetooth ein Smartphone koppeln. Andererseits werden zwei USB-Anschlüsse im Innenraum verbaut. Direkt zugänglich ist ein USB-Typ-A-Anschluss. Dort finden beispielsweise USB-Sticks ihre Verbindung. Unter der Mittelarmlehne befindet sich ein USB-Typ-C-Port mit 3 Ampere um Smartphones und Co. anschließen und zugleich laden zu können. Optional erhältlich sind:

  • Telefonie mit Wireless Charging. Wie der Name impliziert, ist hierbei eine Qi-Ladematte verbaut, zudem befindet sich im Dachhimmel ein zweites Mikrofon, um die Audioqualität bei Anrufen zu verbessern. Darüber hinaus wird ein Bluetooth-Modul verbaut, dass die Koppelung von drei Endgeräten gleichzeitig ermöglicht. Zudem ist ein WLAN-Hotspot in der Sonderausstattung integriert, so dass mehrere smarte Geräte im Auto die festverbaute LTE-SIM-Karte nutzen können.
  • Travel & Comfort System. Hierbei sind im Fond zwei weitere USB-Typ-C-Anschlüsse verbaut. Zudem sind zwei Aufnahmestellen für Halterbügel an der Rückseite der Vordersitze verbaut.

Up-to-date mit Remote Software Update

Für alle mit BMW OS 7.0 ausgelieferten Fahrzeuge wird das Remote Software Update angeboten. Grundvoraussetzung ist ein kostenloses BMW Connected Drive-Konto. Es wird zwei Arten von Aktualisierungen geben. Einmal kostenfreie Updates, die beispielsweise die Verbindung zu neuen Smartphones gewährleisten soll oder sich um Sicherheitslücken kümmert. Und einmal eben auch kostenpflichtige Updates. BMW lässt hierbei dem Fahrer die Wahl, wie er die neuen Funktionen aufspielen will.

  • Aktualisierung via BMW Connected-App. Es wird möglich sein, über die für Android und iOS erhältliche App, Updates vorab im heimischen WLAN herunterzuladen und auf dem Smartphone zu speichern. Steigt man dann in seinen BMW und verbindet das Handy mit dem BMW OS 7.0, wird das Update übertragen.
  • Softwareupdate via fahrzeugeigener SIM-Karte. Jeder neu ausgelieferte BMW mit „BMW Live Cockpit Professional“ wird mit zwei festverbauten LTE-SIM-Karten ausgeliefert. Eine der SIM-Karten kann sich um Software-Aktualisierungen kümmern, während die andere für einen optimierten Empfang für z.B. das Telefon zuständig ist.

Ein Gang zum Autohaus für eine Softwareaktualisierung des Infotainmentsystems ist also nicht mehr nötig. Ganz anders, wie bei anderen Autoherstellern, siehe hier.

Bei BMW Connected Drive sind kostenpflichtige Zusatzdienste erhältlich. Im neuen „BMW Connected Professional Package“ werden folgende Dienste gebündelt und können für drei Jahre ab Erstzulassung genutzt werden:

  • Echtzeitverkehrsinfos (RTTI) inklusive Parkplatz-Vorhersage. On-Street Parking Information dient zur Wahrscheinlichkeitsprognose von freien Parkplätzen auf der Straße für ausgewählte Großstädte.
  • Remote Services. Hiermit kann über die BMW Connected-App der BMW entriegelt/verschlossen werden, Ziele ans Navi geschickt werden und die Standlüftung aktiviert werden. Dazu wird der jeweilige Befehl vom Smartphone zunächst via Internetverbindung an die BMW Server (auf diesen läuft Microsoft Azure) geschickt, geprüft und dann an den BMW weitergeleitet.
  • Concierge Service. Ein telefonischer Auskunftsdienst für die persönliche Unterstützung über das BMW Call Center, u. a. für die Suche von Fahrtzielen. Diese werden dann direkt ans Fahrzeug gesendet.
  • Remote 3D View. Dies ermöglicht den Blick von oben aufs Auto. Dazu ist zwingend die Sonderausstattung Parking Assistant Plus erforderlich. Neben der Infos der Parkpiepser werden hier auch die Kamerabilder von allen Seiten des Fahrzeugs auf dem Smartphone eingeblendet. Das soll dem Kunden weiterhin ein Gefühl der Kontrolle geben, wenn man den BMW selbständig in die Parklücke fahren lässt und zuvor aus dem Wagen ausgestiegen ist.
  • Apple CarPlay im Abo. BMW bietet – aktuell als einziger Autohersteller – eine drahtlose Schnittstelle für Apple CarPlay an. Jedoch kann diese Funktion nur in Verbindung mit einem iPhone genutzt werden und das Abo läuft bereits nach einem Jahr ab. Es bleibt also weiterhin beim Abo-Modell für die Nutzung von Apple CarPlay.
  • BMW ConnectedTeaser Package. Hierbei können für einen kurzen Testzeitraum weitere Connected-Dienste genutzt werden. Beispielsweise die Integration von Microsoft Office 365 Business im BMW. Bei Gefallen können die Services dann einzeln kostenpflichtig verlängert werden.

Über das Webportal von BMW ConnectedDrive können die einzelnen Connected-Dienste kostenpflichtig verlängert werden. Im Lieferumfang des „BMW Live Cockpit Professional“ enthalten ist das Festplatten-Navigationssystem Professional. Dabei ist das Kartenmaterial von Here Maps auf einem internen Flash-Speicher abgelegt. Die ersten 3 Jahre nach Erstzulassung können kostenfrei Kartenupdates heruntergeladen werden. Danach muss der Kunde für jede Kartenaktualisierung zahlen. Das ist schade und in Zeiten von lebenslangen, kostenfreien Updates bei Google Maps, aber auch der Here WeGo-App (die bekanntlich auch auf die Here Maps-Karten setzt), unverständlich. Apps, wie beispielsweise Spotify, laufen bei BMW nativ direkt im Infotainmentsystem. Im Gegensatz zu Apps, die via Apple CarPlay oder Android Auto vom Smartphone gestreamt werden, kann durch die nahtlose Integration – wie es beispielsweise BMW und MINI macht –  die fahrzeugeigene SIM-Karte benutzt werden. So spart der Kunde Datenvolumen auf seinem Smartphone.

Es bleibt zu hoffen, dass es auch regelmäßige Softwareaktualisierung für BMW OS 7.0 gibt. Denn wenn man schon einen rollenden Computer fährt, so sollte dieser auch auf dem aktuellsten Stand sein, um sowohl Schutz gegen Hacker zu bieten, als auch neue Funktionen freischalten zu können.

 

Weitergehende Informationen:

Katalog BMW X5.

Katalog BMW 8er Coupe.

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.

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Kommentare
  1. "zwingend erforderlichen neuen Hardware, wie mindestens ein 12,3-Zoll-Bildschirm"
    - vs. -
    "Je nach BMW-Modell misst der berührungsempfindliche Infotainment-Schirm verschiedene Größen. während der 8er "nur" mit 10,25-Zoll Vorlieb nehmen muss".
    Wie jetzt, man kann nicht von iDrive 6.0 auf das neue OS7 updaten, weil man mitunter mindestens 12,3 Zoll braucht, aber im neuen 8er tun es dann doch wieder 10,25 Zoll? Irgendwas passt da nicht oder ich hab einen Knoten im Kopf... ;)
    "zwingend erforderlichen neuen Hardware, wie mindestens ein 12,3-Zoll-Bildschirm"
    - vs. -
    "Je nach BMW-Modell misst der berührungsempfindliche Infotainment-Schirm verschiedene Größen. während der 8er "nur" mit 10,25-Zoll Vorlieb nehmen muss".
    Wie jetzt, man kann nicht von iDrive 6.0 auf das neue OS7 updaten, weil man mitunter mindestens 12,3 Zoll braucht, aber im neuen 8er tun es dann doch wieder 10,25 Zoll? Irgendwas passt da nicht oder ich hab einen Knoten im Kopf... ;)

    Ich habe das nun präzisiert: Zwingende Voraussetzung ist das 12,3-Zoll-Instrumenten-Display hinter dem Lenkrad. Wie viel Zoll der Touchscreen (das "Control Display") in der Mitte misst, ist nicht so entscheidend...Aber es muss eben hinter dem Lenkrad ein 12,3-Zoll-Bildschirm verbaut sein. Nur dann und in Verbindung mit einer neuen Recheneinheit gibt es BMW OS 7...
    BMW hat mit Windows nur gerade einen Buchstaben (W) gemein. Also bitte keine Autoreklame auf dieser Seite!
    "Es bleibt zu hoffen, dass es auch regelmäßige Softwareaktualisierung für BMW OS 7.0 gibt."
    Was gibt's da zu hoffen. Natürlich gibt es bald keine Updates mehr, damit die Leute neue Autos kaufen. Siehst du bei BMW doch schon lange und andere Hersteller machen es auch nicht besser.
    Wie ich finde sollte man die Berichterstattung zu Herstellern die des Betruges und Kartell Absprachen überführt worden sind einstellen.
    Wenn BMW und Co. nicht vollständig untergehen wollen, müssen Sie sich wohl an die Standards, die Tesla definiert, halten.
    Hier gibt ALLE Updates für das Fahrzeug Online, entweder kostenlos oder per Cash über die Website bestellbar.
    Als da unter Anderen wären:
    Updates des als Autopilot deklarierten Fahrassistenten, Leistungs- und Akkuupgrades, Update des UI zum Fahrer und des Entertainment-Systems.
    Alles online und via Mausklick. So muss das sein.
    Ich kann nicht beurteilen, wie viele Jahre Technologievorsprung die fetten Katzen BMW und Co da noch aufholen müssen.
    Update des Entertainment Online ist jedenfalls hier Stand der Technik von gestern.
    Bitte unbedingt zu sämtlichen Fabrikaten und Modellen
    von A - Z detailliert berichten.
    So eine Serie macht doch regelrecht süchtig.
    Besonders das Spiel mit dem Konfigurator vom Hersteller ist Euphorie pur. Da unter 99 Mille ohnehin alles Billigschrott erleichtert mir die Auswahl ungemein.
    Product Placement vom Feinsten.
    Auto Motor und Sport kenne ich übrigens auch, Artikel zu Microsoft Windows finden sich dort glücklicherweise nicht.
    mal so als kleiner Tipp für diejenigen, die die Artikelserie NICHT interessiert
    claus007 fängt seine Artikel fast immer mit "connected" an.
    einfach solche Artikel NICHT lesen, dann müsst ihr euch nicht ärgern, dass Martin an jedem verkauften BMW unwahrscheinlich viel verdient und könnt weiterhin kostenfrei alle anderen Artikel geniessen
    mal so als kleiner Tipp für diejenigen, die die Artikelserie NICHT interessiert
    claus007 fängt seine Artikel fast immer mit "connected" an.
    einfach solche Artikel NICHT lesen, dann müsst ihr euch nicht ärgern, dass Martin an jedem verkauften BMW unwahrscheinlich viel verdient und könnt weiterhin kostenfrei alle anderen Artikel geniessen

    Richtig, es hat schon einen Grund, wieso ich "Connected xyz" als Überschrift schreibe...
    Im Übrigen: Da Microsofts zukünftige Mission lautet "everywhere is a computer" passt für mich die vernetzte Mobilität da perfekt dazu! Denn DAS ist greifbar, (fast) jeder fährt Auto oder nutzt ein Mobilitätsangebot in dem oder zudem es etwas Software gibt. Ich gebe mir hier Mühe, für Euch Einblicke, teils exklusiv (!), zugeben und das aufzubereiten. Und wenn man mal konkret an BMW denkt, steckt da eine Menge Microsoft-Technologie dahinter. Im Auto selbst durch das kostenpflichtige Office 365-Abo, das man auch im BMW während der Fahrt nutzen kann (z.B. Skype for Business als eigene App). Zudem läuft das gesamte BMW Connected-Portal via Microsoft Azure.
    Und ich sage es wieder: Wir verdienen keinen Cent damit. Es ist aber eine zukunftsfähige Lösung, bei der Microsoft eine Rolle spielt.
    Vom Smartphone-Markt hat man sich bei Microsoft halt verabschiedet. Dafür ist man dort, wie auch bei Connected Cars, mit eigenen Software-Lösungen vertreten. Und das ist spannend und eben Wert für einen Bericht.
    Vom Smartphone Markt ist MS ja nicht weg, höchstens temporär mit eigener Hardware. Und da die meisten Leser hier zu WP/WM-Zeiten aktiv geworden sind, interessiert ein Bereich wie Smartphones nun mal mehr Leute. Gleich hier gegen einen interessanten Artikel anzustänkern ist aber trotzdem daneben. Ein bisschen lesen sich die Artikel dennoch leider wie "vor den Karren der Hersteller gespannt".
    Chnorz
    BMW hat mit Windows nur gerade einen Buchstaben (W) gemein. Also bitte keine Autoreklame auf dieser Seite!

    Dein Kommentar hat mit Microsoft gar nichts gemein und dennoch steht er hier auf der Seite. Das gejammere geht mir echt auf der Nerven mittlerweile. Kein Mensch zwingt dich die Artikel zu lesen, die du nicht lesen möchtest...
    TonyStark
    Wie ich finde sollte man die Berichterstattung zu Herstellern die des Betruges und Kartell Absprachen überführt worden sind einstellen.

    Wie ich finde sollte man solche Kommentare, wie diesen hier von dir abgegebenen, einstellen, da er in keinster Weise relevant ist.
    @Claus007
    Besten Dank für den informativen Artikel. Ich wünsche mir explizit mehr Content wie diesen auf der Seite. Thumbs Up
    Vom Smartphone Markt ist MS ja nicht weg, höchstens temporär mit eigener Hardware. ...".

    *1
    Obwohl es auch die noch gibt dazu auch neuere von Fremdherstellern.
    https://www.idealo.de/preisvergleich/ProductCategory/19116F2091271-2305517.html
    Zum Thema zurück. Wie sinnvoll die Umwandlung des Autos zum Smartphone ist muß jeder selbst entscheiden. Ich finde es lenkt eher ab was solange das KFZ nicht vollautonom fährt unfallträchtig sein kann wenn man es nicht richtig macht. Für viele Zwecke sind Tasten und Analoginstrumente mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten eher besser.
    Ich finde es lenkt eher ab was solange das KFZ nicht vollautonom fährt unfallträchtig sein kann wenn man es nicht richtig macht. Für viele Zwecke sind Tasten und Analoginstrumente mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten eher besser.

    Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Hab derzeit quasi alle verfügbaren Systeme und habe jetzt bei der Bestellung eines neuen A6 Avant bewusst alles an Assistenz und Virtual Cockpit weggelassen was geht.
    Viel wichtiger ist mMn eine verpflichtetende Einführung von Notbremsassistenten in allen Pkw/Lkw/Bussen.
    Warum immer mehr Display und Touch statt gescheite Tasten und Regler kommen, kann ich auch nicht nachvollziehen. Vermutlich in Masse günstiger zu produzieren.
    Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Hab derzeit quasi alle verfügbaren Systeme und habe jetzt bei der Bestellung eines neuen A6 Avant bewusst alles an Assistenz und Virtual Cockpit weggelassen was geht.
    Viel wichtiger ist mMn eine verpflichtetende Einführung von Notbremsassistenten in allen Pkw/Lkw/Bussen.
    Warum immer mehr Display und Touch statt gescheite Tasten und Regler kommen, kann ich auch nicht nachvollziehen. Vermutlich in Masse günstiger zu produzieren.

    Die Notbremsassistenten sind inzwischen Vorschrift in der EU. Allerdings nur bei neu entwickelten Modellen. Es gibt also immer noch einige Modelle, die bereits seit z.B. 4 Jahren angeboten werden, bei denen ein Notbremsassistent Aufpreis kostet. Denn ein "Lebenszyklus" in der Auto-Entwicklung beträgt 3 bis 4 Jahre... Link: https://www.autohaus.de/nachrichten/bremsassistent-wird-pflicht-906002.html .
    Ein möglicher Grund für Touchscreens sind die Designer. Mit einem freibelegbaren Bildschirm hast Du mehr "Freiheiten" bei der Gestaltung des Innenraums.
    BMW geht hier einen anderen Weg, als Audi. Bei Audi werden zwei Touchscreens verbaut plus Virtual Cockpit.
    Bei BMW gibt es auch zukünftig noch Schalter und Drehregler, wie z.B. den iDrive-Controller, einen Drehregler für die Lautstärke und auch noch echte Tasten für die Klimaautomatik. Fällt bei Audi alles nahezu weg...Vor allem, was die Steuerung der Klimaanlage angeht...
    judyclt
    Ein bisschen lesen sich die Artikel dennoch leider wie "vor den Karren der Hersteller gespannt".

    Und woran machst du das fest? Das Argument kann man ja immer auspacken, wenn etwas positiv dargestellt wird. Insofern dürften wir auch über Neuerungen bei Microsoft nichts mehr berichten, und auch positive Testberichte dürfte es nicht mehr geben - ist ja alles Werbung.
    "Journalismus ist, etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda."
    Dieses Zitat wird George Orwell zugeschrieben, keine Ahnung, ob es wirklich von ihm ist. Auf jeden Fall stimmt es. Die gesamte Technik-News-Szene besteht zu 98 Prozent aus Propaganda.
    Dass BMW auch endlich touch screen einsetzt, aber noch immer diesen iDrive Drehknopf mit gibt ist eine Resourcenverschwendung.
    Irendwann wird dieser auch bei den deutschen Autobauern verschwinden. Ich ärgere mich jedes mal beim Mercedes A, dass ich mit dem depperten Knopf handieren muss, um eine Naviadresse einzugeben, aber hoffentlich nicht mehr lange.
    Drehregler für Lautstärke etc., dagegen habe ich nichts.
    Und ich mag sowas lesen. Wenn sich jemand erinnert war einst bei Werbung die Information ein wichtiger Faktor.
    Ob das heute noch immer so ist, wage ich zu bezweifeln.
    Aber mich interessiert in erster Linie die Information, und die ist hier gut gegeben.
    Danke!
    Der iDrive-Drehknopf ist aus meiner Sicht keineswegs eine Ressourcenverschwendung, sondern eine durchaus sinnvolle Ergänzung zum Touchscreen. Ich benutze jedenfalls beides gerne. Mit dem Drehknopf kann man sehr komfortabel in Listen scrollen, ohne sich nach vorne beugen zu müssen. Außerdem kann man mit ihm auch Touchgesten ausführen, und er eignet sich zur Schrifterkennung. Der Touchscreen ist dagegen super zum Zoomen und Verschieben von Kartenausschnitten sowie zum schellen Aufrufen und Bestätigen von Menüpunkten. Ich finde das aktuellen Bedienkonzept von BMW sehr durchdacht und nutze es sehr gerne in Verbindung mit dem Sprachassistenten, dem elektronischen Kombi-Instrument und dem wirklich tollen Head-Up-Display.
    Ebenso viel Spaß macht die Einbindung von Apple Car Play in Verbindung mit dem iPhone X. Da hat BMW mitgedacht und sowohl die Daten- als auch die Energieübertragung wireless realisiert.

    Ein möglicher Grund für Touchscreens sind die Designer. Mit einem freibelegbaren Bildschirm hast Du mehr "Freiheiten" bei der Gestaltung des Innenraums...

    Das stimmt natürlich. Deswegen ist es auch ein neuer A6 geworden. Innen richtig chic und die Kinder haben mehr Platz. Dazu noch Euro6d 3l Diesel. Obwohl ich persönlich am liebsten gar kein Auto mehr hätte.
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