Connected Roadtrip: Neues, digitales Cockpit bei BMW

Connected Roadtrip: Neues, digitales Cockpit bei BMW

In immer mehr Autos halten Bildschirme Einzug und Update-Fähigkeiten der integrierten Radio-/Navigationssysteme wird immer wichtiger, da sich viele Endkunden daran gewöhnt haben, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Nachdem Anfang des Jahres bereits Mercedes sein neues MBUX-System vorgestellt hat (siehe hier), ist nun BMW an der Reihe. Ich habe bereits kurz über das neue Live Cockpit Professional von BMW berichtet, siehe hier. Dieses wird angetrieben vom neuen BMW Operating System 7.0, siehe hier. Nach der Weltpremiere des neuen 3er BMWs kommen nun weitere Infos dazu, die aufzeigen, wie zukünftige BMW-Modelle in Sachen Infotainmentsystem ausgerüstet seien werden. Kurz zum neuen BMW 3er, intern G20 genannt. Dank des auf 2,85 Meter verlängerten Radstandes haben die Passagiere mehr Platz. So können zwei 1,90 Meter große Personen bequem hintereinander sitzen. Zudem ist man in München stolz auf das neuentwickelte Fahrwerk. Erstmals bei BMW werden hubabhängige Dämpfer serienmäßig eingebaut. Das soll für mehr Agilität sorgen, ohne das der Fahrkomfort leidet. Der 3er basiert auf dem sogenannten CLAR-Baukasten, den alle heckangetriebenen BMWs zukünftig verwenden. Somit lassen sich sowohl Verbrennungsmotoren, als auch Hybride oder batteriebetriebene Varianten innerhalb von einer Karosserie und in einem Werk fertigen. Aktuell sind für den 3er erstmal klassische Verbrennungsmotoren sowie ein Plug-In-Hybrid – ein 2,0-Liter Turbo-Benziner samt Elektromotor und einer gemeinsam produzierten Gesamtleistung von 185 kW/252 PS sowie 60 Kilometer rein elektrischer Reichweite – als Antriebe verfügbar. Sollte die Nachfrage vorhanden sein, wäre auch eine vollelektrische, batteriebetriebene Variante möglich.

Eine weitere Neuerung, die sukzessive in alle kommenden BMW-Modelle Einzug halten wird, sind die Live Cockpits. Insgesamt bieten die Münchner drei verschiedene Ausbaustufen an:

  • BMW Live Cockpit.
  • BMW Live Cockpit Plus.
  • BMW Live Cockpit Professional.

Je nach Fahrzeugklasse umfassen die drei Stufen verschiedene Displaygrößen für das Control Display auf dem Armaturenbrett. Beim Live Cockpit und dem Live Cockpit Plus ist – im Falle des 3er BMW (G20) – immer die Betriebssystem-Version BMW ID 6.0 installiert. Die Software basiert auf einer von BMW selbst angepassten Linux-Distribution. Begrüßt wird man von einer Startseite mit drei nebeneinander angeordneten Pads mit Live-Inhalten. Zoomt man heraus, können alle sechs Menüpunkte angewählt werden. Diese Software ist bereits in anderen aktuell am Markt verfügbaren BMW-Modellen verbaut.
Links ist das Control Display samt BMW ID 6.0 zu sehen. Im Hauptmenü sind drei Pads mit Live-Inhalten abgebildet. Rechts dagegen das BMW OS 7.0; hierbei können wahlweise bis zu vier Pads pro "Home-Seite" angelegt werden. Es sind bis zu zehn Home-Seiten möglich (Fotos: BMW).
Links ist das Control Display samt BMW ID 6.0 zu sehen. Im Hauptmenü sind drei Pads mit Live-Inhalten abgebildet. Rechts dagegen das BMW OS 7.0; hierbei können wahlweise bis zu vier Pads pro „Home-Seite“ angelegt werden. Es sind bis zu zehn Home-Seiten möglich (Fotos: BMW).

Mehr Individualisierung mit Version 7

Wenn der Kunde das BMW Live Cockpit Professional bestellt hat, bekommt er automatisch auch die Betriebssystem-Version 7.0. Es bleibt bei Linux als Basis, aber die Benutzeroberfläche lässt sich stärker individualisieren. Auf Seiten der Hardware bringt die Live Cockpit Professional-Ausbaustufe immer zwei Displays mit. Neben dem Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts, ist dann auch ein Bildschirm hinter dem Lenkrad eingebaut. Zurück zur Software: Es gibt bei BMW OS 7.0 auch ein neues Begrüßungsszenario. Dabei wird man mit dem Namen angesprochen und es werden die letzten Aktivitäten, wie beispielsweise das letzte Navi-Ziel oder häufig angerufene Rufnummern, im Bildschirm eingeblendet.

Die „Home“-Seite auf dem Control Display lässt sich nun mit bis zu vier Pads individuell anpassen. Außerdem können bis zu 10 verschiedene Home-Seiten angelegt werden. Analog zu Android oder iOS können die einzelnen Seiten mit einer Wisch-Bewegung durchgeblättert werden. Ergänzend dazu lässt sich der Bildschirm hinter dem Lenkrad mit Informationen belegen. Hierbei ist die linke Spange immer mit der aktuellen Geschwindigkeitsinfo und eventuellen Meldungen zu Fahrassistenzsystemen versehen. Die Mitte des Info Displays und die rechte Spange, lassen sich individuell belegen. So kann beispielsweise mittig die Navi-Karte eingeblendet werden und in der rechten Spange Cover und Titelanzeige des aktuell abgespielten Songs.

Ein Update von Version 6.0 auf 7.0 ist leider nicht möglich, weil Version 7.0 zwingend andere Hardware voraussetzt. Es geht hierbei nicht nur um andere Prozessoren, sondern vor allem um das Display hinter dem Lenkrad – auch Info Display genannt. Dieses ist bei BMW-Modellen mit BMW OS 7.0 immer 12,3-Zoll groß. Die Betriebssystemversion 6.0 hingegen unterstützt kein Info Display, sondern hat immer (analoge) Rundinstrumente für Tachometer und Drehzahlmesser und einen kleinen Bordcomputer hinter dem Lenkrad. Egal, ob Software-Version 6.0 oder 7.0, die grundlegenden Funktionen sind identisch. Sprich hier, wie dort ist das gleiche Kartenmaterial vorhanden und es können unter anderem Echtzeitverkehrsinfos untereinander ausgetauscht werden. Es lassen sich Zusatzdienste via BMW ConnectedDrive-Store hinzubuchen. Hierbei werden vier verschiedene Pakete angeboten:

  • BMW Connected Package. Das ist das kleinste Paket. Mit dabei ist das Web-Portal BMW Online. So erhält man über die fest im Fahrzeug verbaute LTE-SIM-Karte ein Nachrichtenportal, den neuesten Wetterbericht und eine Google Web-Suche, um zum Beispiel nach einer Apotheke, einer Tankstelle einem Restaurant etc. suchen zu können, ohne das Smartphone bemühen zu müssen. Zudem ist die Sprachsteuerung „NLU“ dabei, die von Nuance entwickelt wurde (siehe hier). Mittels Cloud-Anbindung lernt diese die Stimme der Fahrzeuginsassen und soll so die Sprache besser verstehen. Auch außerhalb des Autos können mittels Remote Services und der BMW Connected-App bestimmte Funktionen gesteuert werden. Beispielsweise kann das Fahrzeug ver-/entriegelt werden, die Standlüftung (oder Standheizung) aktiviert oder der letzte Standort auf einer Karte angezeigt werden. Für dieses Paket werden 89 Euro im Jahr fällig.
  • BMW Connected Plus Package. Aufbauend auf den Services des Connected Packages, kommen weitere Funktionen hinzu. Dazu zählen viermal pro Jahr aktualisiertes Kartenmaterial für die Europa-Karten via USB-Stick und Echtzeitverkehrsinformationen. In Verbindung mit dem optionalen Park Assistant Plus samt Parkpiepser und Kameras in den Außenspiegeln, sowie einer Rückfahrkamera können die Remote Services eine 3D-Darstellung des Fahrzeugs samt Umgebung auf dem Smartphone abbilden. Das Paket kostet 199 Euro pro Jahr.
  • BMW Connected Professional Package. In diesem Paket befinden sich die Umfänge des Plus-Package. Ergänzt werden diese durch ein automatisches Online-Kartenupdate für das Heimatland (das Land, indem der BMW aktuell zugelassen ist), die die USB-Kartenaktualisierung für Europa-Kartendaten erweitert. Außerdem ist der Online-Service „Connected Navigation“ enthalten. Dies bedeutet unter anderem, dass kurz vor dem Ende der Routenführung automatisch auf der Karte alle in der Nähe befindlichen Parkplätze angezeigt werden und man im Voraus schon sein Parkticket im Auto bezahlen kann. Zudem wird der BMW Intelligent Personal Assistent in diesem Professional Package mitgeliefert. Das Paket kostet pro Jahr 259 Euro.
  • BMW Connected Excellence Package. In diesem Paket befinden sich alle Inhalte der anderen drei Connected-Packages ergänzt um den Concierge Service, sowie Apple CarPlay. Dafür verlangt BMW dann 439 Euro im Jahr.

Wer möchte, kann auch einzelne Dienste außerhalb dieser Pakete buchen. Bis drei Jahre nach der Erstzulassung des Fahrzeugs sind bestimmte Connected-Services bereits kostenfrei freigeschaltet, wie Ihr der von mir erstellten Tabelle entnehmen könnt. BMW bleibt sich nach wie vor treu und bietet als einziger Autohersteller weltweit Apple CarPlay kabellos an. Dazu verbindet sich das iPhone via Bluetooth und WLAN direkt mit dem BMW. Dann können ausgewählte Apps auf den Touchscreen in der Mitte gespiegelt werden. Da Apple eine Lizenzgebühr für die drahtlose Integration seiner CarPlay-Funktion von BMW verlangt, offeriert der Münchner Autohersteller dieses Feature im kostenpflichtigen Abo, siehe hier meinen Beitrag dazu. Einerseits eine komfortable Funktion, andererseits jedoch verlangt die Konkurrenz für die Nutzung von Apple CarPlay nur eine einmalige Zahlung und keine fortlaufenden Gebühren. Android Auto bietet BMW leider nicht an.

Übersicht zu den verschiedenen Radio-/Navigationssystemen - genannt "BMW Live Cockpits" - für den BMW 3er (G20).
Übersicht zu den verschiedenen Radio-/Navigationssystemen – genannt „BMW Live Cockpits“ – für den BMW 3er (G20).

Up-to-date – via USB-Stick oder Over-the-Air

Mit BMW Operating System 7.0 halten auch erstmals bei BMW Software-Updates Over-the-Air Einzug. Das Vorbild hierbei ist klar Tesla (siehe hier). Wie beim amerikanischen Hersteller, können Nutzer von BMW Operating System 7.0 kostenlose Updates beziehen. Dazu kann – beispielsweise im heimischen WLAN-Netzwerk – die neue Software-Version vorab heruntergeladen und im Smartphone zwischengespeichert werden. Sobald man nun mit diesem Telefon in den BMW einsteigt, erscheint auf dem Bildschirm der Hinweis, dass eine neue Software verfügbar ist. Bestätigt der Fahrer, dass er diese aktivieren will, so wird der Installationsprozess gestartet, sobald der BMW verkehrssicher abgestellt und der Motor aus ist. Alternativ kann das Auto auch Updates über die festverbaute LTE-SIM-Karte laden. Bei BMW Operating System 7.0 können nicht nur Multimedia-Funktionen sowie die Kompatibilität zu Smartphones aktualisiert werden, sondern es werden auch neue Features zu beispielsweise im Auto verbauten Assistenzsystemen hinzugefügt. Außerdem gibt es Sicherheitsupdates, die sowohl das Infotainmentsystem, als auch die Assistenzsysteme vor bösartigen Angriffen schützen sollen.

Auch beim BMW ID 6.0 gibt es Updates. Diese betreffen die Multimedia-Funktionen, sowie Kompatibilität und neue Features in Verbindung mit neuen Smartphone-Modellen. Um eine aktualisierte Software aufzuspielen, muss man zunächst auf diese Webseite hier gehen und die Fahrzeugidentifikationsnummer (kurz: FIN) eingeben. Dann kann kostenlos eine .bin-Datei heruntergeladen werden. Diese muss auf einen USB-Stick gezogen und dieser dann im Auto eingesteckt werden. Updates für die Assistenzsysteme dagegen gibt es bei BMW ID 6.0 nicht, da in Verbindung mit diesem Betriebssystem nur wenige, autark arbeitende Helferlein angeboten werden. Möchte man beispielsweise einen Lenk- und Spurführungsassistenten (Aufpreis: 1.990 Euro) haben, der selbständig – zum Beispiel in Baustellen auf der Autobahn – bis maximal 60 km/h fahren kann, dann muss man zwingend ein Infotainmentsystem mit Operating System 7.0 kaufen. Nur dann ist die verbaute Rechnerhardware sowie die Kamera stark genug, um das teilautonome Fahren nach Level 3 zu unterstützen (die verschiedenen Stufen des autonomen Fahrens habe ich hier aufgelistet).

Intelligent Personal Assistent – Nur mit Abo

Ich hatte bereits ein paar Zeilen zum BMW Intelligent Personal Assistent verfasst (siehe hier). An dieser neuen Sprachsteuerung, die mit einem eigenen Aktivierungswort versehen werden kann, arbeitet Marion Sardone mit. Sie war bis vor kurzem noch bei Microsoft Deutschland für Cortana verantwortlich und dürfte dem ein oder anderen hier in Erinnerung geblieben sein. Ihr neuestes Baby lernt voraussichtlich im März das Fahren auf der Straße. Und zwar in 23 Ländern gleichzeitig. BMW lässt sich die Nutzung der eigenen künstlichen Intelligenz jedoch etwas kosten. Einerseits ist BMW Operating System 7.0 zwingende Voraussetzung und andererseits fällt der intelligente persönliche Buttler unter die BMW Connected-Dienste. Sprich man muss – nachdem die drei Jahre nach Erstzulassung des Fahrzeugs abgelaufen sind – ein kostenpflichtiges Abo abschließen, um ihn weiternutzen zu können.

Passend zum Thema Intelligent Personal Assistent hat BMW vor ein paar Tagen eine interagierende Mona-Lisa in Paris aufgestellt. Sie soll den neuen BMW Assistenten widerspiegeln, zumindest von der Stimme her. Aber seht selbst:

Quelle: BMW

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.

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Kommentare
  1. Versteh ich das richtig, wer Kartenupdates möchte muss das Plus Package für 200€ buchen? Das wäre dann ja ein wirklich teurer Spaß.
    Ja. Kartenupdates kosten 200€ pro Jahr. Wobei Du dafür vier Kartenupdates bekommst und Echtzeitverkehrsinfos. Ebenso wie die Remote Services - um zum Beispiel eine Standlüftung zu aktivieren. Ganz praktisch, damit das Auto vor der Fahrt herunter kühlt. Auch die Funktion, Ziele vom Smartphone ans Festeinbau-Navi von BMW zu schicken, ist in dem Plus-Package für die 200€ pro Jahr enthalten. Also viel mehr als "nur ein" Kartenupdate! Sondern vier Updates und weitere Services...
    Ich starte demnächst ein neues Car-PC Projekt. Hab mir dafür ein kleines Lenovo ThinkCenter M73 Tiny gebraucht gekauft (i3, 8GB Ram, 500GB SSD). Installieren werde ich da Windows 10 Pro. Als Navisoftware werde ich die Karten App verwenden von Microsoft da ist auch Offlinenavigation möglich USB GPS Maus (Sirf 4 chipset). Internet per W-Lan bzw. über Tethering. Bedienung CTF700-HM - VGA 7" TFT Touchscreen und x10 Funkfernbedienung so wie Lenovo 500 Multimedia-Controller. Als Bedienoberfläche wird das Windows Media Center nachinstalliert in dem ich die Karten App verknüpfen werde um diese bequem starten zu können bei bedarf. Für die Multimediawiedergabe verwende ich eine 4TB externe USB 3.0 HDD. Eingebaut wir dieses in meinen Peugeot 307CC in dem ich seit 2008 schon ein Car-PC eingebaut habe der aber nicht mehr Zeitgemäß ist (Läuft noch mit Windows 7 keine SSD nur HDD, lahme CPU). Eventuell binde ich auch noch den Car-PC per OBD-2 an das steht aber noch nicht fest da muss ich mir erst noch diverse Software ansehen ob diese für mich brauchbar ist.
    Schon geschickt wie BMW etc. den Leuten nun auch dauerhaft das Geld aus der Tasche ziehen. Leider kommt man ab einer gewissen Klasse da nicht mehr herum. Ich hab im neuen Auto so wenig wie möglich von dem unverschämt teuren Kram bestellt und freue mich immer wieder über die schönen analogen Instrumente. Dieses ist in Verbindung mit dem Display dazwischen natürlich teurer als die optionalen virtuellen Cockpits.
    Aber die Strategie ist top. Bei 500.000 neuen 3ern pro Jahr und je ca 200€ Abo hat BMW in den drei üblichen Leasingjahren schon 600.000.000€ eingenommen. Irre. Könnte man auch mal im Artikel drauf eingehen. So wirken die Beiträge manchmal etwas unreflektiert und unkritisch.
    Ich verstehe BMW nicht. Mercedes bietet das Selbe an, nur mit dem Unterschied, dass ab Neukauf die ersten drei Jahre im Kaufpreis schon drin sind. Und nicht nur vier Updates pro Jahr, sondern dann, wenn ein neues ansteht.
    Und mit den E-Cars wird's noch ein böses Erwachen geben, wenn die Deutsche Umwelthilfe merkt, wieviel CO2 in die Luft gepulvert wird um Strom herzustellen. Noch nicht einberechnet sind die ganzen dafür gerodeten Wälder.
    @Thomas62: Das ist offenbar nicht klar genug herausgekommen! Auch bei BMW sind Kartenaktualisierungen beim Neuwagen im Kaufpreis enthalten!
    Nach Ablauf der drei Jahre nach dem Neuwagenkauf KANN man neue Karten im Abo erwerben. Und bekommt dann zusätzlich zu den Karten eben noch Echtzeitverkehrsinfos, Parkplatz-Vorhersage in Großstädten, ein News-Portal uvm. Eben für die 200 Euro pro Jahr. Aber dieser Preis wird erst NACH drei Jahren nach dem Neuwagenkauf fällig.
    Zum Vergleich: Bisher kostet ein Kartenupdate zwischen 150 und 200 Euro. Und da sind keine Echtzeitverkehrsinfos oder ein News-Portal dabei! Das ist ein normaler Preis bei nahezu allen Autoherstellern, wenn man ein Navi ab Werk haben möchte. Und aktuelle Kartendaten will. Selbstverständlich kann man als Kunde auch mit den "alten" Karten weiterfahren. Diese bleiben immer offline im Auto gespeichert. Man kann sich also auch das Abo sparen, wenn man nicht die aktuellen Kartendaten braucht...
    @Claus007: Danke für diese Info. Dann ist alles klar. Dann sind die 200 Euro doch eine ganz normale Sache. Denn dieses Geld ist dann auch gut investiert. Schade nur, dass sich sehr viele alle ein zwei Jahre ein neues Smartphone kaufen, aber ab dem vierten Jahr scheinbar kein Geld für ein Kartenupdate in ihrem Auto haben. Komische Welt.
    Finde ich nicht so komisch. Mein altes Auto war von 2012 und abgesehen von ein paar wenigen Straßen und Kreiseln funktionierte das Navi astrein. Da würde ich niemals Geld für ausgeben, zumal ich mich als einer der wenigen im Umfeld noch so orientieren kann und es tatsächlich auch noch Schilder gibt.
    Ständig neue Smartphones: Tja, eher als ein Kartenupdate. Hab zwar noch ein 950 und würde das noch lange nutzen, aber Microsoft stört das anscheinend.
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