Connected Roadtrip: VW fährt mit Microsoft in die Cloud

Connected Roadtrip: VW fährt mit Microsoft in die Cloud

Die Vernetzung der Fahrzeuge wird zukünftig immer zentraler, aber auch allgemein wird der Kunde in naher Zukunft in der Lage sein, viele Services rund um die eigene Mobilität übers Internet zu bestellen. Wie Herbert Diess, Chef der VW Group, neulich ankündigte, müsse der Konzern endlich digital werden (siehe hier). Nun hat VW einen Partner dafür gefunden: Microsoft.

Der Redmonder IT-Konzern wird via Azure ein eigenes digitales Ökosystem für VW entwickeln. Auf Microsofts Azure-Servern soll die Plattform zwei Wege offerieren. Einerseits dient diese als „Device Platform“, sprich darüber wird die Vernetzung der VW-Fahrzeuge untereinander laufen. Dies bedeutet nicht nur Car-to-X-Kommunikation, sondern auch Software-Updates. Andererseits werden auf der Web-Oberfläche namens „Volkswagen We“ für den Kunden verschiedene Dienstleistungen rund um sein Fahrzeug angeboten. Das bedeutet unter Anderem, dass Kunden selbst online Werkstatt-Termine vereinbaren können, aber auch weitere Services buchen können. Beispielsweise Carsharing-Angebote, Apps fürs Connected Car wie Microsoft Outlook (wenn man Office 365-Abonennt ist), Skype for Business oder auch Dienstleistungen rund ums E-Auto. Neben Microsoft steht die „Volkswagen Automotive Cloud“ auch weiteren ausgewählten Partnern zur Verfügung.

Volkswagen-Automotive-Cloud

Wem das bekannt vorkommt, der liegt durchaus richtig. Denn BMW setzt seit einiger Zeit bereits auf Microsoft als Technologie-Partner für das eigene Web-Portal BMW Connecteddrive. Zudem sind die Münchner Partner der „Microsoft Connected Vehicle Platform“ (siehe hier).

Bei Volkswagen wird unter anderem Azure IoT Edge genutzt werden, sodass erfasste Daten nur teilweise in die Cloud gehen und bestimmte Daten auf dem jeweiligen Endgerät verbleiben. Mehr zum Thema Edge Computing haben wir hier für Euch verfasst. Die Kooperation zwischen Microsoft und Volkswagen umfasst zudem Unterstützung beim Aufbau des Entwicklungszentrums zur Automotive Cloud nahe Seattle, USA. Dort sollen etwa 300 IT-Fachkräfte für die Volkswagen Group an der eigenen Cloud-Plattform entwickeln.

Perspektivisch sollen alle Konzernmarken die „Volkswagen Automotive Cloud“ nutzen können. Man möchte eine einheitliche technische Landschaft haben. Wann die Plattform fertig sein soll, ist noch unbekannt. Ein möglicher Startttermin wäre Ende 2019. Denn dann rollt der vollelektrische VW auf unsere Straßen.

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Quelle: Microsoft

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.
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