Connected Roadtrip: Was Microsoft, Apple und Google für das vernetzte Auto tun

Connected Roadtrip: Was Microsoft, Apple und Google für das vernetzte Auto tun

Des Deutschen liebstes Kind und IT-Konzerne. Diese Welten wachsen immer stärker zusammen. Nachdem ich Euch vor einiger Zeit bereits nähergebracht habe, welche Betriebssysteme in Festeinbau-Navisystemen laufen, steht nun – endlich – Teil 2 an.

Es wird kein Auto von Microsoft geben. Doch was macht Microsoft in Sachen „Connected Cars“?

Wischen und Tippen auf dem Bildschirm. Das ist für Viele ganz normal. Inzwischen haben Touchscreens ihren festen Platz in unserem Alltag. Auch im Auto. Doch gerade im faradayschen Käfig gelten andere Gesetze. Während der Fahrt etwas zu bedienen, ohne dabei allzu sehr abgelenkt zu sein, das ist eine Herausforderung.

Smartphone-Integration  Apple und Google machen’s vor

Als 2014 bekannt wurde, dass sowohl Apple als auch Google das Smartphone auf das Navigationsdisplay spiegeln wollen, sah man in Redmond nicht untätig dabei zu. Auf der BUILD-Konferenz stellte Microsoft ein Konzept vor: „Windows in the Car“. Dabei wird eine speziell an den Bildschirm im Fahrzeug angepasste Windows-Oberfläche dargestellt. Notwendig ist eine USB-Verbindung zu einem Windows Phone 8-Gerät. Mittels MirrorLink-Technik wurde dann die Übertragung sichergestellt.

In einigen Testfahrzeugen wurde das System erprobt. Jedoch ist „Windows in the Car“ nie auf den Markt gekommen. Der Übertragungsstandard MirrorLink existiert weiterhin. Er wurde übrigens von Nokia entwickelt. Im Jahr 2009 schlossen sich dann Nokia und die Arbeitsgruppe für deutsche Autobauer „Consumer Electronics for Automotive“ zusammen. Daraus hervor ging die Entwicklung des „Terminal Mode“. Die zugehörigen Spezifikationen wurden im Oktober 2010 verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt waren 56 Mitglieder in der Arbeitsgruppe beteiligt, die sich fortan „Car Connectivity Consortium“ nannte und der auch einige Smartphone-Hersteller angehören. Seit 12. September 2011 heißt der „Terminal Mode“ offiziell „MirrorLink“. Das Besondere an diesem Standard ist, dass sowohl das Betriebssystem im Auto als auch auf dem Smartphone die gleiche MirrorLink-Version unterstützen müssen. So kann es sein, dass das Navigationssystem nur Version 1.0 unterstützt, das Smartphone allerdings 1.1. Dann bleibt der Bildschirm schwarz.

Aktuell bieten ein paar Automobilhersteller, wie der VW-Konzern mit Volkswagen, Skoda und Seat, MirrorLink-fähige Infotainmentsysteme an. Eine der treibenden Kräfte hat die Entwicklung jedoch nahezu eingestellt. Google fördert lieber die Integration von Android Auto, als noch weiter an MirrorLink zu schrauben. Auch Microsoft hat im März dieses Jahres das MirrorLink-Konsortium verlassen.

Continuum im Auto?

Seit es mit Windows 10 Mobile die Möglichkeit gibt, Continuum zu nutzen, stellt sich die Frage, ob das nicht auch etwas für’s Auto ist. Wie in einem Prototyp  gezeigt wurde, ist es ohne viel Zutun möglich, ein Continuum-Dock im Fahrzeug zu installieren. Schließlich benötigt man ja nur Strom, ein Kabel zum Monitoranschluss und eine Verbindung zum Windows 10 Mobile-Gerät. Die Nachfrage ist allerdings bekanntermaßen sehr gering. Insofern ist auch Continuum nicht im Auto anzutreffen.

Microsoft Services kommen ins Auto

Wie bereits erwähnt, plant Microsoft nicht, ein eigenes Auto zu bauen. Viel mehr will man sich darauf konzentrieren, seine Softwareprodukte in die rollenden vier Räder zu bringen. Dazu hat man auf der CES 2017 die „Microsoft Connected Vehicle Platform“ vorgestellt. Dabei geht es vor allem darum, eine Cloud-basierte Infrastruktur für die Autohersteller selbst aufzubauen. Diese läuft dann über Microsoft Azure. Damit können die Hersteller beispielsweise auf aktuelle Verkehrsmeldungen von anderen vernetzten Fahrzeugen zugreifen und an die eigenen Modelle schicken. Zudem sollen auch Microsoft-Apps in die Infotainmentsysteme gebracht werden. Neben der bereits bei BMW und Mercedes verfügbaren Office 365-Integration, bestehend aus E-Mail, Kalender- und Kontakte-Synchronisation, hat man auch mit Volvo eine Partnerschaft geschlossen. Dort wird es eine „Skype for Business“-App geben. Zusätzlich arbeitet man mit Volvo und Renault-Nissan daran, Cortana in das Fahrzeug zu integrieren.

Services im Auto  Die Konkurrenz schläft nicht

Auf dem Feld der Services und Applikationen für Connected Cars, ist Microsoft nicht alleine unterwegs. Amazons persönliche Assistentin Alexa dringt in immer mehr Bereiche des Alltags vor. Sie wird bei Ford (in den USA) angeboten und auch BMW und Volkswagen arbeiten daran, die Sprachsteuerung des Online-Warenhauses zu integrieren. Eines haben beide Assistenten gemeinsam: Wenn es um eine Websuche geht, wird die Suchmaschine Bing von Microsoft verwendet. Da Microsoft und Amazon eine Partnerschaft – Alexa kann auch Cortana rufen und umgekehrt – angekündigt haben, wird es interessant sein, wie die Services der beiden Unternehmen zusammenwachsen.

Ein direkter Konkurrent ist Apple. Der Konzern aus Cupertino bietet mit Carplay eine Software-Lösung an, um sein iPhone auf das Navidisplay zu spiegeln. Innerhalb des Carplay-Modus kann man zur Navigation ausschließlich die Apple-Kartenapp verwenden. Andere Navigationsapps sind hier für die Benutzung gesperrt, selbst wenn sie eigentlich auf dem iPhone installiert sind.

Eine Integration des Smartphones ins Auto offeriert auch Google. Die Lösung nennt sich Android Auto und funktioniert sehr ähnlich wie Apples Pendant. Darüber hinaus gehend bietet Google ein OS für vernetzte Fahrzeuge  an. Honda und bald auch der Fiat Chrysler-Konzern (zudem auch u.a. Ferrari gehört) setzen auf das Betriebssystem aus Mountain View. Seit der Entwicklerkonferenz I/O 2017 ist klar, dass auch Volvo und Audi bald auf Android als Betriebssystem für Ihr Festeinbau-Navigationssystem setzen. In den nächsten zwei Jahren sollen die ersten Fahrzeuge mit Android auf den Markt kommen.

Dabei ist das Google-OS die technische Basis (siehe). Die Benutzeroberfläche gestaltet jeder Automobilhersteller selbst. Außerdem werden Volvo, Audi und Co. eigene Apps offerieren, die nur in Ihren Fahrzeugen funktionieren. Natürlich können die Passagiere auch auf bekannte Google-Services, wie Maps oder die Sprachsteuerung Google Assistant zugreifen. Zusätzlich soll es jede Menge Applikationen von Drittanbietern geben. Jedoch müssen die Apps erst einen Zertifizierungsprozess durchlaufen, ehe sie im Auto angeboten werden dürfen. Dies soll sicherstellen, dass die Zusatzsoftware sich gut bedienen lässt und den Fahrer nicht zu sehr ablenkt. Entwickler sollen direkt für „Android for Auto“ (dies ist kein offizieller Name, da Google noch keinen Namen fürs Marketing genannt hat) entwickeln können, die Anpassung an die UI ist dann abhängig vom Automobilhersteller. Das Ziel ist, mehr Apps ins Fahrzeug zubringen. Ohne zwanghafte, direkte Verbindung zum Smartphone.

Die IT-Konzerne ziehen also immer stärker in unsere Fahrzeuge ein. Das „Smartphone auf Rädern“ könnte bald real werden.

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.

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Kommentare
  1. Microsoft Update beim BMW:
    "Während des Updates, wird ihr Motor mehrmals gestartet"
    :)
    Apple-Update im Auto: "Sie müssen erst für 90 Euro einen Adapter kaufen, um die Funktion nutzen zu können"
    Google-Update im Auto: "Update? Haha, guter Witz!"
    Aber mal im Ernst: Vielen lieben Dank an Claus für den tollen Artikel - schön, dass du hier bist und nicht woanders :).
    Microsoft konzentriert sich beim Thema Connected Car sehr stark auf die "unsichtbaren" Dinge - nämlich darauf, dass die ganze Vernetzung im Hintergrund tatsächlich auch funktioniert. Wenn man da erst mal "drin" ist, dann hat man ein langfristiges Geschäft. Das Frontend ist wesentlich schneller und beliebig austauschbar.
    also zu Android Auto kann ich nach 2 Wochen mit meinem neuen Auto nur sagen... Ich habe noch nie einen größeren Mist gesehen und benutzt. Zuerst mal muss man sagen, dass das System sehr begrenzt ist. Google muss Apps dafür zulassen und hält die Hand drauf was rein darf und was nicht. z.B. kann man nur die Googlemaps nutzen, alternative wie z.B. Here werden gar nicht zugelassen. Musik-Apps sind in der Funktion auch stark begrenzt wenn Google sie zulässt. Kein Möglichkeit in Tracks zu skippen bzw. etwas schnell gemütlich zu suchen. Komplet auf das abspielen reduziert, dann kannst du auch den Auxanschluss oder Bluetooth mit nem Handyhalter benutzten was besser geht. Dazu bekommt Google die Tonqualität nicht in den Griff, was ein bekanntes Problem bei einigen Modellen ist. Ton wird ohne Bässe und in deutlich schlechtere Qualität wieder gegeben als z.B. per Bluetooth oder AUX. Lösungen hierfür gibt es in der Rubrik "Frikel dir einen" Try and Error. Für mich unverständlich das die Automobilhersteller den Mist ins Auto gelassen haben. Dazu sieht das System schlecht und pixelig aus. Mirrorlink konnte ich noch nicht testen. Wir nur von einem Bruchteil an Telefonen unterstützt. Aber Android Auto ist bei mir komplett durchgefallen.
    Ich bin da vorsichtig. Am Ende stellt Microsoft es ein und ich kann mein Auto nicht mehr benutzen. ;)
    Tja, Continuum war da. "Ist" wäre wohl falsch ausgedrückt zwischenzeitlich.
    Jetzt erfindet man das Rad halt neu....
    Oder läßt es lieber ganz bleiben - so lange die Kisten nicht alleine fahren, wäre es gut, wenn die Leute wenigstens im Auto noch nach vorne schauen und nicht, wie als Fußgänger, nur nach unten aufs Smartphone.
    Und wie sieht es aus mit Sicherheit, bzw. Viren auf dem Teil?
    Wenn man auf dem Handy einen Virus hat, kann er sich übertragen auf's Auto?
    Der Beitrag ist sehr interessant, da er einen Einblick bringt welche Entwicklungen im Hintergrund im entstehen sind.
    Zu Android Auto und Apple Carplay kann ich nur wenig sagen, da ich es noch nicht in der Praxis testen konnte (was hoffentlich bald kommen wird). Beim Ampera-e oder Chevrolet Bolt sind ja nur diese zwei vorhanden und keine eigene Navigation. Der Praxis-Bericht von weiter oben zeigt aber, dass zumindest Android Auto in der aktuellen Version sicher nicht das Gelbe vom Ei ist. Auch bei Apple Carplay sind nur wenige Apps zugelassen.
    Und Martin hat völlig recht, was die Aufpreise für die Apple-Connectivität bei manchen deutschen Auto-Herstellern anbelangt, das ist grenzwertig.
    Ich freue mich schon auf mehr Artikel dieser Art hier.
    (Sorry wegen meinen satirischen Ausrutscher im ersten Posting, war nicht direkt auf den Artikel bezogen.)
    Eigentlich sehr schade das MS auch dieses Feld (Das Sichtbare) mal wieder der Konkurrenz überlässt. 8 und 8,1 war eigentlich die ideale Oberfläche für den Einsatzberiech. Mit Groove der Karten App und der Azure Infrastruktur sowie Continuum ... währe es ein Leiches gewesen eine Komplettlösung aus einer Hand anzubieten. eigentlich verstehe ich es nicht warum es diese Konzepte bis jetzt noch nicht geschafft haben. Es braucht ja nicht mehr als ein Gerät das das bisherige Radio ersetzt.
    Solange man noch in Displays glotzen muß, nervt mich dieser IT-Schmarrn in Autos immer mehr. Von was soll denn der Fahrer noch alles abgelenkt werden? Wie läuft's denn an jeder roten Ampel mittlerweile, jeder glotzt auf sein Handy und muß dann angehupt werden damit er endlich losfährt. Und nun sollen noch mehr Informationen ins Auto? Ohne mich.
    Ich hab da noch keine Ahnung, daher meine blöde Frage: Muss man sich beim Autokauf auf das jeweilige System einstellen? Also kauf ich mein Auto je nachdem welches Handy ich habe (oder umgedreht). Dann käme mir so eine Lösung erstmal nicht ins Haus. Allerdings bin ich auch weit weg von der Zielgruppe: mein aktuelles Auto kam raus, als Nokia noch State of the Art war. ;)
    MS war schon mal ganz vorne. Letztes Jahrzehnt mit Blue & Me.
    Aber wie so oft bei MS wurde das eingestellt, warum auch immer. Jetzt hescheln sie wieder hinterher.
    Android Auto ist in der Tat der größte Mist! Google Maps ist ja bekanntlich eine Vollkatastrophe. Der Bedienumfang sagen wir mal: beschränkt.
    Im Gegensatz zu MS, stellen sie halbfertige Produkte nicht ein, sondern behauptetn einfach "das soll so".

    Google Maps ist ja bekanntlich eine Vollkatastrophe. Der Bedienumfang sagen wir mal: beschränkt.

    Ich fahr damit jeden Tag zur Arbeit und zurück im Stuttgarter Berufsverkehr.... Die Vollkatastrophe funktioniert verdammt gut!
    Einer der wenigen Punkte, die mir an Android gefallen...
    Was hier bemängelt wird ist nur ne nette Spielerei um meine Lieblingsmusik im Auto hören zu können oder mal n Telefonat zu führen während der Fahrt. Aber niemand der so unwichtig ist, dass er selber fahren muss wird ernsthaft in den nächsten 5-10 Jahren in den Genuss kommen, während der Fahrt E-Mails zu schreiben oder an Telefonkonferenzen teilzunehmen...
    Das wirklich prickelnde sind Dinge, die mit autonomem Fahren zu tun haben, und hier kann MS durchaus eine Rolle spielen, wenn auch nur als Dienstleister für Clouddienste, z.B. zum Verteilen von Informationen über Verkehrsaufkommen, Wetterbedingungen...
    Die wahren GlobalPlayer in dem Segment sind die Automobilzulieferer wie Bosch, Siemens mit diversen Sparten und ZF.
    Letzterer Konzern hat sich neben Cherry (ehedem bekannt für Tastaturen etc) auch noch ne Softwareschmiede eingekauft, um in Sachen automobiler AI mit vorne dabei zu sein. Wenn ich mich recht erinnere gibt's sogar n Konsortium, in dem neben ZF auch MS ist/war
    >Die Vollkatastrophe funktioniert verdammt gut! Einer der wenigen Punkte, die mir an Android gefallen...
    Eher empfinde ich die Karten-App von Microsoft nur noch als Vollkatastrophe. So viele Unzulänglichkeiten in der App selber, dass ich hier lieber nicht anfange aufzuzählen. Dazu noch massig Probleme mit der eigentlichen Navigation (veraltete, fehlende und vor allem FALSCHE Baustellen; nutzlose Umwege von mehreren Kilometern über Landstraßen, wenn man auf einer Bundesstraße ohne Baustelle ist; Rücksprung auf erste Route, wenn man eine kleine Abweichung gefahren ist; und so weiter). Stattdessen kann ich mir aber auf dem Desktop Städte in 3D anschauen. Das hab ich einmal gemacht und seitdem ist das Feature ziemlich nutzlos.
    >
    Eher empfinde ich die Karten-App von Microsoft nur noch als Vollkatastrophe. So viele Unzulänglichkeiten in der App selber, dass ich hier lieber nicht anfange aufzuzählen. Dazu noch massig Probleme mit der eigentlichen Navigation (veraltete, fehlende und vor allem FALSCHE Baustellen; nutzlose Umwege von mehreren Kilometern über Landstraßen, wenn man auf einer Bundesstraße ohne Baustelle ist; Rücksprung auf erste Route, wenn man eine kleine Abweichung gefahren ist; und so weiter).

    Nicht umsonst haben sich BMW, Benz und Audi den HERE-Kartendienst geschnappt. Traurig ist nur, dass Microsoft noch ne Weile das Kartenmaterial nutzen durfte bzw noch darf...
    Aber so ist das, wenn man wen fürs denken bezahlt ^^
    ... Audi bald auf Android als Betriebssystem für Ihr Festeinbau-Navigationssystem setzen.
    Klingt ja beinah so, als würde Audi bei der nächsten Bestellung meinen Ansprüchen nicht mehr genügen und die aktuelle war meine letzte, Schade. Hoffentlich kommen die in Stuttgart nicht auch auf solchen Blödsinn, wo ich doch schon kurz davor war mich für AMG zu entscheiden.
    Die beiden A's Android und Amazon so richtig aus dem Weg gehen kann man denen bald nicht mehr.
    Martin
    Apple-Update im Auto: "Sie müssen erst für 90 Euro einen Adapter kaufen, um die Funktion nutzen zu können"...

    Leider sortiert man per Preis nicht immer die richtigen aus, aber den Versuch finde ich gut. Wer lieber mit etwas anderem als Geld bezahlt, für den gibt's das andere System.
    Martin
    ...Microsoft konzentriert sich beim Thema Connected Car sehr stark auf die "unsichtbaren" Dinge - nämlich darauf, dass die ganze Vernetzung im Hintergrund tatsächlich auch funktioniert. Wenn man da erst mal "drin" ist, dann hat man ein langfristiges Geschäft. ...
    Ob man das beruhigend finden soll, dass da gerade Microsoft drin steckt, bin ich mir nicht mehr so sicher, aber vielleicht hat die Abteilung Glück und wird von den Saboteuren im eigenen Haus übersehen.
    Zu Android Auto wollte ich auch noch meine 2 Cent beisteuern. Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte mich damit nie näher befasst und hatte es einfach mal als ganz tolle Lösung für die nahtlose Integration meines Smartphones in das Entertainment-System des Autos gehalten. Und als ich es dann endlich mal live ausprobieren konnte, wusste ich nach einer Stunde nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. Das ist nicht nahtlos integriert, das ist mit Kabelbinder und Klebeband irgendwie provisorisch angeflanscht. Ja, es funktioniert, aber es ist nichts, was man haben muss.
    Martin
    Apple-Update im Auto: "Sie müssen erst für 90 Euro einen Adapter kaufen, um die Funktion nutzen zu können"
    Google-Update im Auto: "Update? Haha, guter Witz!"
    Aber mal im Ernst:

    Eigentlich ist das gar nicht so Fern.
    Ich bin bei diesen ganzen Vernetzungen mit Fahrzeuge sehr skeptisch, da ein Fahrzeug in der Regel eine längere "Haltbarkeit" mitbringt als ein PC oder Smartphone.
    Die Hersteller umwerben viele "smarte" Funktionen - mich beschäftigt dann immer die Frage - Was ist in 6-8 Jahren? Funktioniert das immer noch? Was ist wenn sich technische Rahmenbedingungen ändern? Wie sieht der Softwaresupport aus?
    Ich habe vor mehreren Jahren hier schon mal sinngemäß geschrieben: Ich will weder irgendwelchen proprietären Sch... im Auto noch möchte ich meinen neuen Wagen anhand einer Kompatibilitätsliste verträglicher Smartphones kaufen müssen. Beides ist ja leider irgendwie eingetreten.
    Meine Idealvorstellung ist weiterhin die, dass es einen einheitlichen Standard gibt, und zwar einen möglichst "dummen", der das Auto zum erweiterten Display degradiert. MirrorLink war ja ein solcher Versucht, aber gegen sinnvolle Standardisierung stehen eben meist kommerzielle Interessen...
    Zu Android Auto wollte ich auch noch meine 2 Cent beisteuern. Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte mich damit nie näher befasst und hatte es einfach mal als ganz tolle Lösung für die nahtlose Integration meines Smartphones in das Entertainment-System des Autos gehalten. Und als ich es dann endlich mal live ausprobieren konnte, wusste ich nach einer Stunde nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. Das ist nicht nahtlos integriert, das ist mit Kabelbinder und Klebeband irgendwie provisorisch angeflanscht. Ja, es funktioniert, aber es ist nichts, was man haben muss.

    Android Auto hat die gleichen Einschränkungen, wie Apple CarPlay. Es können nur einige, zertifizierte Apps ausgeführt werden. Die Liste der unterstützten Apps wächst zwar, aber sehr langsam...Und andere Navi-Apps als Google Maps bzw. Apple Karten werden einfach von Google bzw. Apple blockiert.
    Die weiteren Einschränkungen der Software-Lösungen sind auch nicht gerade ohne...Ich bin der Meinung, dass das nicht die Integration des Smartphones ist, die der Kunde haben will. Oder sehe ich das falsch?
    Das "dumme" Display im Fahrzeug wird wahrscheinlich nicht so schnell kommen. Denn man möchte ja die Festeibau-Navis verkaufen...Aber auch dabei gibt es noch einen Haufen zu verbessern ;-)
    Und off-topic: Ich bin wirklich froh, hier sein zu dürfen :-)
    Eine Kartenapp die weder eine Geschwindkeit erkennt noch die Tempolimits anzeigt ist ein Witz.
    Dazu kommt das Nichtvorhandensein von offline Karten. Nein, dieses "Ausschneiden" ist keine Offline-Funktion, vor allem funktioniert das eben nicht in allen Ländern.
    Das kann sonst jede Billo-App.
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