Coronavirus: Microsoft und andere schließen sich zu neuer Allianz zusammen

Coronavirus: Microsoft und andere schließen sich zu neuer Allianz zusammen

Momentan sind viele Länder immer noch im Würgegriff des neuen Coronavirus und es ist auch nicht absehbar, wann die Pandemie auch im globalen Maßstab wieder abnehmen wird. Für Deutschland gibt es durch das Robert-Koch-Institut zwar gute Nachrichten, indem sich ein flacherer Verlauf der Infektionskurve andeutet und auch über 2.800 Menschen mittlerweile wieder gesund sind und sich von dem Virus erholt haben. Gleichzeitig starten heute klinische Studien zu Medikamenten wie Remdesivir, die hoffentlich weitere gute Nachrichten bringen. Auch in anderen Ländern wie Österreich, Südkorea und Taiwan tragen die Maßnahmen erste Früchte, während es in anderen Ländern wie Spanien, Großbritannien und den USA (noch) ganz anders aussieht.

In den Vereinigten Staaten haben sich jetzt Bundesbehörden wie die NASA und das US-Energieministerium gemeinsam mit Universitäten wie dem MIT und Technologiekonzernen zu einer neuen Allianz zusammengeschlossen, um dem Coronavirus und der Krankheit COVID-19 auch hier den Kampf anzusagen. Neben IBM, der Google Cloud und den Amazon Web Services gehört auch Microsoft mit seiner Azure-Plattform zu den Mitgliedern des COVID-19 HPC Consortiums. Das zentrale Ziel ist es, die Möglichkeiten der Cloud sowie der vorhandenen Supercomputer, zu denen mit Summit aus dem Oak Ridge National Laboratory auch die aktuelle Nummer 1 der Welt gehört, zu nutzen, um Recherchen und Analysen zu neuen Medikamenten und anderen Behandlungsmethoden der Krankheit zu erforschen. So können Erkenntnisse in Tagen gewonnen werden, wofür mit klassischen Methoden Jahre vergangen wären.

Die Allianz ruft Forscher aus der ganzen Welt auf, die Ressourcen für sich zu nutzen und den Kampf gegen den Coronavirus zu beschleunigen. Die Bewerbung soll dabei über ein eigenes Portal erfolgen, wo die Wissenschaftler vorher unter anderem das Ziel des Projekts sowie die geschätzten Rechenkapazitäten, die notwendig sind, angeben müssen. Die Auswahl erfolgt dann durch ein Expertenteam aus Top-Wissenschaftlern und Computerforschern, wobei der zentrale Punkt auf schnellen Ergebnissen liegen soll.

Quelle: ntv

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. na toi toi toi, jede Unterstützung ist willkommen. Auf das wir alle irgendwann aus diesem surrealem Alptraum aufwachen mögen. Man kann das immer noch nicht glauben, dass alles so ist, und ich erwische mich dabei, mich zwischendurch mal ein wenig zu kneifen, um zu merken, dass alles real ist.
    BTW: von einem Abflachen konnte ich in DE noch nicht viel sehen, heute ist es 22% laut Wikipedia-en (die dort imho einen sehr guten job machen). Also das Thema nicht zu entspannt sehen. Bin jetzt 7T in Ausgangssperre, und das ist bestimmt erst der (leider sinnvolle) Anfang.
    von einem Abflachen konnte ich in DE noch nicht viel sehen, heute ist es 22% laut Wikipedia-en (die dort imho einen sehr guten job machen)
    Die können doch gar keinen guten Job machen, weil die nur Sekundärquellen zusammentragen. Das kann nicht funktionieren genausowenig wie die Statistik der JHU. Relevant sind einzig die offiziellen Statistiken des RKI. Die mögen vielleicht ein oder zwei Tage verzögert sein, dafür sind die Zahlen korrekt.
    @build10240: die schreiben dort die Zahlen des rki rein. Die Zahlen selbst sind also identisch.
    Ich meine eher die Aufbereitung, vor allem interessiert mich weniger Deutschland, als die ganze Welt, also China, Südkorea und Italien, Spanien, immer in Relation gesetzt, zu den Maßnahmen die dort getroffen ergriffen wurden, eingerechnet mit einem gewissen delay bis diese wirken können. Also den Link hier unter, und dann in der Tabelle in die Länder abbiegen.
    Bad title - Wikipedia
    bx33
    BTW: von einem Abflachen konnte ich in DE noch nicht viel sehen, heute ist es 22% laut Wikipedia-en (die dort imho einen sehr guten job machen). Also das Thema nicht zu entspannt sehen. Bin jetzt 7T in Ausgangssperre, und das ist bestimmt erst der (leider sinnvolle) Anfang.

    Dass die gemeldeten Infektionen nochmal einen Satz nach oben machen, war bereits erwartet worden, weil von diversen Gesundheitsbehörden vor allem aus Nordrhein-Westfalen und Berlin keine aktuelleren Werte vom Wochenende übermittelt wurden. Diese Nachmeldungen sind jetzt eingeflossen. Trotzdem hat die Abflachung der Kurve bereits in der vergangenen Woche eingesetzt und das wird sich auch in den kommenden Tagen sicherlich noch stärker fortsetzen, weil durch das Kontaktverbot und andere Maßnahmen die Abstände zwischen den Menschen in aller Regel deutlich gewachsen sind und der Coronavirus so ausgehungert wird. Das Problem ist, dass die Maßnahmen immer 10 bis 14 Tage brauchen, um wirksam zu werden. Dass wir jetzt schon Anzeichen für eine flachere Kurve sehen, ist eigentlich sogar etwas zu früh, aber spätestens Ende kommender Woche muss/wird die Sache sicherlich schon anders ausschauen.
    Was wir eigentlich bräuchten, wäre ein besseres Meldeverfahren für genesene Menschen. Während das RKI gestern von mindestens 2.800 Genesenen spricht und selbst von deutlich mehr Leuten ausgeht, fragt die Zeit immer noch die Länder ab (die meldeten gestern 269 Gesunde), obwohl das sowieso nicht alle in der Form öffentlich ausweisen, und ntv berechnet sich das selbst (die hatten 158 Gesunde berichtet). Aber so oder so müssen Bund und Länder spätestens nach Ostern einen ersten Plan vorlegen, wie der Alltag schrittweise wieder hochgefahren wird, beginnend mit dem Bildungswesen und Wirtschaftszweigen nahe der kritischen Infrastruktur, die für die Stabilität bei uns wichtig sind. Einen solchen Shutdown hält jedes Land einige Wochen durch, aber nicht über Monate.
    bx33
    vor allem interessiert mich weniger Deutschland, als die ganze Welt, also China, Südkorea und Italien, Spanien, immer in Relation gesetzt, zu den Maßnahmen die dort getroffen ergriffen wurden, eingerechnet mit einem gewissen delay bis diese wirken können.
    Alle Aufbereitung der Zahlen bringt nichts, wenn die nicht vergleichbar sind und das sind sie nicht. In jedem Land gelten andere Bedingungen für Tests. Gerade in den stark betroffenen Regionen bzw. Ländern werden nur noch die schweren Fälle getestet. Selbst in Deutschland wählt jedes Gesundheitsamt selbst aus, wer getestet wird. In die Zahlen fließen so viele Faktoren ein, daß ein Vergleich erst hinterher möglich ist.
    Was wir eigentlich bräuchten, wäre ein besseres Meldeverfahren für genesene Menschen.
    Das denke ich mir auch immer. Allerdings ist es schwierig zu definieren, was genesen heißt. Auch das ist nicht einheitlich geregelt. Letztendlich bräuchte man erheblich ausgebaute Testkapazitäten, um wirklich alle positiv getesteten nach zwei, drei bessser sogar vier Wochen erneut zu testen. Insbesondere muß ein zuverlässiger Antikörpertest verfügbar sein, damit man noch bessere Aussagen über Krankheitsverlauf und -ende treffen kann.
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