d-you: Verbraucherschützer kritisieren mangelnden Datenschutz bei deutscher Wallet
Erst Anfang September wurde vom Bundesdigitalministerium d-you als kommende Nationale EUDI-Wallet vorgestellt und dabei auch erste Partner zum Start am 2. Januar 2027 genannt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat in einer Stellungnahme nun mangelnden Datenschutz und fordern Nachbesserungen vom Deutschen Bundestag im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsverfahrens.
Konkret stellen die Verbraucherschützer drei Forderungen auf. Der Datenschutz soll durch Technik und Voreinstellungen gesichert werden, indem standardmäßig eine pseudonymisierte Nutzung, selektive Datenoffenlegung und datensparsame Altersverifikation gewährleistet wird. Tracking und Profilbildung müssen auf technischer und gesetzlicher Ebene wirksam verhindert werden, zudem dürfen Anbieter Nutzer auch nicht mit Lockangeboten wie Rabatten oder Zusatzfunktionen zur Freigabe nötigen.
Schließlich dürfen Daten nur dann abgefragt werden, wenn eine gesetzliche Grundlage besteht. Hierfür sind wirksame Kontrollen und Sanktionen nötig.
Das zugehörige Digitale-Identitäten-Gesetz ist in dieser Woche in der Ersten Beratung im Deutschen Bundestag. Nun geht es in die zuständigen Ausschüsse, ehe es in einigen Wochen verabschiedet werden soll.
DrWindows News per WhatsApp: Abonniere unseren Kanal.Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alles auf dem Laufenden, was Microsoft bei seinen Open Source-Projekten wie den PowerToys zu berichten hat. Mittlerweile bilden allerdings Mozilla, Inklusive Informatik und Europas Digitalwirtschaft die Schwerpunkte meiner Arbeit.


