Das Ende von Windows as a Service - oder der Anfang?

Das Ende von Windows as a Service - oder der Anfang?

Als Windows 10 im Jahr 2015 an den Start ging, hatte Microsoft viele große Pläne, einer davon war „Windows as a Service“, gleichzeitig sprach man in Redmond von der „letzten Windows-Version“, um damit zu verdeutlichen, dass es in Zukunft keine großen Releases mehr geben soll, stattdessen aber eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Nun schreiben wir das Jahr 2019, und von den ursprünglichen Plänen ist nicht mehr viel übrig. Das Servicemodell wurde immer wieder angepasst, zuletzt sogar ziemlich radikal. Außerdem deutet alles darauf hin, dass die Zeit der halbjährlichen Feature-Releases um ist.

Stellt man sich also hin und erklärt, dass Microsoft mit seinem ursprünglichen Plan krachend gescheitert ist, dann wird man nicht viel Widerspruch ernten. Und wenn doch, kann man die Behauptung leicht mit Fakten untermauern. Man kann die Entwicklung aber auch ein wenig anders und positiver sehen, auch wenn das in der dauerempörten Microsoft-Commmunity nicht die bevorzugte Vorgehensweise ist.

Um zu verdeutlichen, wie sehr sich die Dinge geändert haben, unternehmen wir eine kleine Reise durch die Geschichte: Windows 10 wird im Juli 2015 veröffentlicht, im November kommt schon das erste Feature-Update hinterher. Es folgt das Anniversary Update 2016, bevor ab 2017 offiziell auf halbjährliche Releases umgestellt wird. Mit jedem Update kommen neue Funktionen, ein neues SDK, es gibt Kompatibilitätsprobleme mit Software und Treibern und so weiter. Allmählich wird klar: Es ist eben keine kontinuierliche Entwicklung, sondern Microsoft tut alle sechs Monate das, was sie vorher nur alle paar Jahre gemacht haben: Sie veröffentlichen eine komplett neue Windows-Version. Rein technisch betrachtet hätten diese Versionen Windows 11, 12, 13 usw. heißen müssen, denn sie erfüllten alle technischen Voraussetzungen für ein „Major Release“.

Nachdem es im Jahr 2018 mit beiden Feature-Updates erhebliche Probleme gibt, wird in Redmond die Reißleine gezogen. Zunächst kommt man den Unternehmenskunden entgegen, indem man den Support-Zeitraum der Herbst-Releases auf 30 Monate ausdehnt und damit klarstellt: Die Frühjahr-Releases müssen euch in Zukunft nicht mehr interessieren. Seit dem Mai 2019 Update können nun auch Endkunden ein Feature-Release überspringen bzw. selbst bestimmen, wann sie es installieren.

Damit nicht genug: Seit dieser Woche wissen wir: Das kommende 19H2-Update wird nur ein Service-Release, basierend auf dem Mai Update. Alle Indizien deuten darauf hin, dass dies keine einmalige Sache, sondern eine dauerhafte Anpassung ist, alles andere wäre inzwischen auch unlogisch. Künftig wird es also ein großes Release pro Jahr geben, welches mit einem Service-Update einige Monate später offiziell „Business-Reife“ erlangt. Consumer sind nicht mehr gezwungen, die Versuchskaninchen zu spielen, sondern können mit der Installation ebenfalls bis dahin warten.

„Service“ bedeutet Dienstleistung. Vor diesem Hintergrund würde ich behaupten wollen: Windows as a Service ist nicht am Ende, sondern es wird endlich Realität.

Es geht nicht darum, irgendetwas schönzureden, was Microsoft in den letzten vier Jahren getan hat. Sie haben sich in diese Idee verrannt, sie waren zunächst stur, und es fällt ihnen nach wie vor schwer, offen darüber zu reden. Letztlich haben sie aber dazugelernt und sind nun dabei, das Richtige zu tun. Man muss sie ja jetzt nicht gleich dafür feiern – man kann es aber sehr wohl zufrieden zur Kenntnis nehmen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich kann das ehrlich gesagt bei mir absolut nicht nachvollziehen, ich habe allerdings auch nur drei Rechner und damit womöglich einfach Glück gehabt.
    Die halbjährlichen Updates liefen bei mir immer vollkommen glatt, obwohl ich sie gleich am ersten Tag der offiziellen Verfügbarkeit auf allen drei Rechnern aufgespielt habe. So lief das bei mir mit den früheren Upgrades vor Windows 10 nie. Da war ja auch gerne Mal die komplette Treibergarnitur des PCs inkompatibel zur neuen Version.
    Bei W10 liefen bei mir bislang immer alle Treiber und Software weiter nach den Upgrades, und es bedarf bei meiner Hardware immer nur Detailkorrekturen für kleinere Problemchen mit der neuen Version.
    Darum muss ich in meinem persönlichen Fall leider sagen, dass ich es schade finde dass sie das Tempo bei den Feature-Updates zurückfahren. Ich fand Microsoft und Windows noch nie so gut wie in den letzten Jahren, wo bei Windows mal ordentlich Tempo gemacht wurde.
    Und am Ende bleibt dann nur die Frage offen, warum Windows als Service die Smartphones im Stich gelassen hat. In Sachen OS meint das natürlich primär Windows Phones, aber auch die Services, die es eben nicht auf andere Systeme geschafft bzw. dort nicht überlebt haben wie Groove Music, der als reiner Player gerne hätte bleiben dürfen, inkl. Sync von Musik und Playlisten per OneDrive. (Und ja, der Kommentar geht etwas an der Intention des Artikels vorbei, der sich ja um Windows als OS dreht).
    Bei der Jugend in meinem Umfeld ist Windows sowas von tot. "Wir müssen halt, weil sie es uns in der Schule vorsetzen" oder "Kenne ich, nutzt mein Vater, voll der Scheiß" sind nur zwei Aussagen die ich in den letzten Wochen gesammelt habe. Seit ich - wie bekannt ist - Microsoft den Rücken gekehrt habe, sind meine Augen offener für das was andere so nutzen. Und Windows tritt da immer mehr zurück. Ein Bekannter von mir nutzt jetzt bevorzugt Linux Mint und ein Anderer ist zu Apple gewechselt. Ein Dritter sucht nach einer Alternative, wahrscheinlich wird es auch Linux. Also Microsoft muss sich da etwas einfallen lassen, oder in 25 Jahren weiß kein Mensch mehr was dieses "Windows" einmal war.
    Also, ich bin ja jenseits der 70. Von der Vision, ein System für alle Geräte zu nutzen, war ich begeistert. Ich besitze diverse Geräte. Desktop, Laptop, (Windows 10) Phone, Tablet, usw. Wenn ich ein Gerät nutzen möchte, ein Dokument oder Steuersoftware, Banking oder etwas versenden will, geht erstmal Garnichts, weil Updates erforderlich sind oder Seiten von Herstellern "modernisiert" wurden und Gewöhnung oder viel Lesen erforderlich ist. Ich denke, das ist nicht nur bei Alten lästig. Es war einmal, da gab es komplexe Programme, Banking z.B., und eine neue, verbesserte Version (keine Scheinverbesserung) konnte man kaufen oder eben nicht. Das war mit Windows 3xx, 95, usw. Ich hatte letztlich alle. Auch Office ist dermaßen überladen, Excel ist, ohne Frage, für MathematikerInnen sehr gut. Das wollte ich mal sagen.
    Als "Versuchskaninchen" habe ich mich zwar nie gefühlt, aber... ich bin dennoch froh, dass Microsoft nun diesen Schritt geht. Aber, Hand auf's Herz, das hätte man alles vorher wissen können. Wieder einmal frage ich mich, was die da in der Führungsetage rauchen, dass die auf solche Ideen kommen. Aber, gut, genauso wie bei uns in der Politik müssen sie wohl dem dummen Volk entsprechen, und das wünscht sich ständig neu, denn nur so können sie sich "freuen" (wobei sowas eben nicht glücklich macht). Hoffen wir, dass es wieder mehr Richtung Vernunft, und weniger Richtung Emotion/Toll neu/whatever geht.
    @Tom Hedgehog: Linux wird nie eine Alternative werden. Viel zu nerdig. Apple schon eher. Aber, Apple ist halt teuer, und, es gibt auch viele Kompatiblitätsprobleme, weil es halt nicht so backward kompatibel ist wie Windows. Reden kann man viel, aber... gibt es eine wirkliche Alternative? Die Kids wollen doch auch vor allem Zocken, und das geht auch nur unter Windows.
    Tom Hedgehog
    Bei der Jugend in meinem Umfeld ist Windows sowas von tot. "Wir müssen halt, weil sie es uns in der Schule vorsetzen" oder "Kenne ich, nutzt mein Vater, voll der Scheiß" sind nur zwei Aussagen die ich in den letzten Wochen gesammelt habe.
    Das mag zwar bzgl. der Jugend stimmen, aber das wird sich auch ändern wenn die mal arbeiten müssen, Denn auch mit den angeblichen Siegeszug von Tablets, Smartphones und Co. wird in der Arbeitswelt auf Jahrzehnte kein Weg am Desktop-Betriebssystem vorbei führen. Und allen Unkenrufen zum Trotz ist dort die Lage von Windows mehr als gefestigt. Daran ändern auch in die Welt hinausposaunten Einzelbeispiele nichts.
    Seit ich - wie bekannt ist - Microsoft den Rücken gekehrt habe, sind meine Augen offener für das was andere so nutzen. Und Windows tritt da immer mehr zurück. Ein Bekannter von mir nutzt jetzt bevorzugt Linux Mint und ein Anderer ist zu Apple gewechselt. Ein Dritter sucht nach einer Alternative, wahrscheinlich wird es auch Linux. Also Microsoft muss sich da etwas einfallen lassen, oder in 25 Jahren weiß kein Mensch mehr was dieses "Windows" einmal war.
    Fragt sich nur, wo diese Leute in der Statistik geblieben sind, denn die Nutzerzahlen von Linux und Apple bewegen sich immer noch als Gerade parallel zur x-Achse.
    @chakko
    Auf absehbare Zeit wird sich bei den Gamern fast nichts tun, da bin ich mir sicher. Es hat sich zwar vor allem durch Valve sehr viel getan, um Zocken unter Linux attraktiver zu machen, aber speziell da werde ich das Gefühl nicht los, dass es zumindest zum Teil auch ein Testballon ist, was Gamestreaming in Zukunft ermöglichen kann/soll. Die Technologien, die Valve hier mit Proton etc. vorangetrieben hat, kommen nahezu identisch auch bei Google Stadia zum Einsatz, und als aktuell größte Gaming-Plattform mit Steam hat Valve ein Interesse daran, zum gegebenen Zeitpunkt auf Basis von Steam OS Brewmaster dann auch konkurrenzfähig zu sein.
    Abgesehen davon bleibt der Support halt halbherzig. GOG beliefert Linux zwar, aber GOG Galaxy als Client existiert dort nicht. Dem großen Rest ist Linux meistens egal. Meistens führt der Weg dann halt doch über Wine/Proton oder eine dritte Software wie Lutris muss den Steigbügelhalter spielen. Abgesehen davon kann Linux schon viel, so fair muss man sein. Nur wirklich massentauglich war es nie, ist es noch nicht und wird es, so zerstritten wie die Linux-Community an sich schon ist, wohl auch nie werden.
    Was Apple angeht... interessanterweise gibt es von dort und auch von Google gefühlt eine gewisse Bewegung, um sich Microsoft wieder zu öffnen. Zumindest lese ich mittlerweile relativ oft, dass Leute die Google-Dienste zum Teil (aber nicht ganz) für Microsoft verlassen und bei den Apple-Nutzern bewegen sich doch einige wieder von macOS zu Windows zurück. Denen schmeckt einfach die Qualität von Apple nicht mehr. Mobil sieht das halt oft noch anders aus, weil die Update-Politik bei iPhone und iPad gegenüber Android (noch) besser ist. Da muss man sehen, wie groß der Erfolg bei Google mit Project Treble, Project Mainline und Co. ausfallen wird. Bis zu 4 Jahre Support könnten ab Android Q drinne sein, nur der Fakt, dass Android nicht den Standardkernel von Linux verwendet, steht einer längeren Supportdauer - angeblich - im Weg.
    @Martin
    Auch nach dem zweiten Mal lesen deines Artikel habe ich immer noch nicht verstanden wo du bei dem neuen Weg das ,,Windows as a Service" sieht.
    Kannst du das nochmal genauer erläutern?
    @build101240
    Was meinst du denn wie sich das in der Statistik großartig auswirken soll wenn von über 800 Millionen Windows User /Geräten ein paar Tausend zur Konkurrenz abwandern?
    Ich kann allerdings auch in meinem Umfeld immer mehr beobachten das die Leute mit W10 massiv unzufrieden sind und darüber nachdenken nach Apple zu wechseln. Bisher verhindern die hohen Preise bei Apple aber nach wie vor das der Zuwachs wesentlich geringer ausfällt als er sein müsste.
    Die Gefahr für Microsoft besteht aber darin immer mehr unzufriedene User zu generieren die am Ende doch bereit sind mehr Geld bei der Konkurrenz zu lassen.
    Und die Gefahr der nachrückenden Generationen die mit Microsoft nicht kehr wirklich viel anfangen können sollte man ebenfalls nicht unterschätzen denn das sind die Führungskräfte von morgen die nicht unbedingt an alten Traditionen festhalten.
    "Rein technisch betrachtet hätten diese Versionen Windows 11, 12, 13 usw. heißen müssen" - deshalb war 1809 = 13 so eine Katastrophe !
    Da sie die Nummer 9 ja übersprungen haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch Nummer 13 übersprungen hätten. ;)
    Also ich kann den ganzen Artikel nicht nachvollziehen:
    Punkt 1
    Wo genau gab es immer wieder Änderungen am Service-Modell?
    Fakt ist, das es für Enduser 1 Änderung gab, für Geschäftskunden 2 - in bisher 4 Jahren
    Vor 1507 war geplant, 3 mal im Jahr ein Feature Update zur Verfügung zu stellen, was mit 1511 genau einmal funktioniert hatte, auf dem Weg zu 1603 merkte man bei MS, dass man es selbst nicht schafft und Geschäftskunden sowieso nur rumheulten. Also ruderte MS zurück und ging mit 1607 auf die 2 Releases pro Jahr, was dann mit 1703 und 1709 usw. auch umgesetzt wurde. Das war im WaaS die erste Änderung und ja es war nur eine, auch wenn mancher 1511, 1607, 1703 als "immer wieder" ansieht, was nicht richtig ist
    Für Windows Enterprise und Education (also Geschäftskunden only) wurde dann ein 2tes Mal eine Änderung im WaaS eingeführt, nämlich die 30 Monate Support für die Herbst Feature Updates. Im Artikel liest sich das so, als wenn das jeder bekommen würde, was beim Enduser mit Windows Home und Pro ja nicht der Fall ist.
    Punkt 2
    Wo genau steht denn jetzt, das 19H2 nur ein Service Release ist, den Begriff gibt es doch im WaaS gar nicht.
    Fakt ist, das im Blog von dieser Woche zu 19H2 Microsoft von einem Feature Update spricht, wie bisher auch schon, das Wort Service Release finde ich in diesem Artikel nicht: https://blogs.windows.com/windowsexperience/2019/07/01/evolving-windows-10-servicing-and-quality-the-next-steps
    Es wird von einer neuen "servicing technology" geschrieben, aber auch das ist jetzt seit fast 4 Jahren schon immer auf dem Plan gestanden, die Feature Updates schlanker und ähnlich wie ein monatliches Quality Update zur Verfügung zustellen. Das ist aber keine Änderung der Servicing Zeiträume sondern einfach ein neuer Mechanismus, damit hoffentlich die Nutzer wieder zufriedener werden
    Punkt 3
    Ja, Fakt ist auch wie im Artikel geschrieben, man hat dem Benutzer mehr Möglichkeiten eingeräumt, wann er wie die Feature Updates macht, aber das ist ja keine Änderung der WaaS Strategie
    Punkt 4
    Ja, irgendwie hat sich Microsoft mit den 19H2 und 20H1 Previews und den bisher verfügbaren Release Ringen selbst ins Knie geschossen. Da könnte man sagen, das war so sicher nicht geplant und ein dummer Fehler.
    Puh, langer Schrieb, kurzer Sinn, ich kann weder ein Ende noch einen Anfang in der Änderung der WaaS Strategie bei Microsoft erkennen!
    Würde ich ähnlich sehen. Die größte - und gleichzeitig positivste - Änderung ist eine Reduzierung des Upgradezwangs. Quasi runter vom Vollgas nach all den Jahren. Durchaus eine gute Änderung und vielleicht konzentriert man sich in den nächsten Jahren verstärkt auf Qualität. Weniger ist gerade beim OS mehr. Das System soll primär einfach zuverlässig funktionieren und einen nicht weiter "belästigen". Sei es durch Fehler, Ausfälle oder unnötige Änderungen.
    Exakt. Diese Denke liegt zwar nicht im Zeitgeist, denn, für die allermeisten gilt mittlerweile Quantität und Überfluss > Qualität, aber... man muss ja nicht jeden Mist mit machen, und, am Ende schießt man sich damit ohnehin selbst in den Fuß.
    @Hedgehog
    Ist bei uns im Unternehmen nicht anders. Die Jungen müssen bei uns mit Windows 10 arbeiten aber jeder nur in seinen Bereich mit den ewig gleichen Programmen. Ist Feierabend wird das Smarty gezogen und das war es mit Windows für den Tag.
    Wenn man meint die brauchen Windows 10 fürs Zocken, falsch, zu mindestens bei uns. Die Jungen Zocken alle auf Playstation oder Xbox, da ist nichts mit Desktop, Notebook oder Tablet.... Für viele Jungen ist Windows einfach uncool, brauchen die nicht mehr, erledigen alles mit dem Smarty.....
    Windows wird mit seinen Kunden alt...;)
    Die müssen wieder etwas für den mobilen Markt bringen. Etwas neues frisches. Ich bin sofort dabei. Bloß weg von Google
    Tom Hedgehog
    Das ein iX OS WIndows ablöst ist unwahrscheinlich. Unix und seine Derivate bzw. Nachfolger hat es in 50 Jahren nict geschafft den Desktopmarkt wirklich zu erreichen. Es bleibt ein System für Server und Leute, die gern mit einem OS experimentieren. Eine Infrastruktur für unterschiedlichste Anwendungen von Bürosoftware über Video- bis zur Audiobearbeitung ist es einfach nicht und wird es auch nicht werden.
    Da ist schon eher Apple in der Lage sein (ebenfalls von Unix abstammendes OS) so zu positionieren. Allerdings hat Apple in den letzten Jahren viel (Sympathie-) Kapital verspielt und Benutzer verärgert, die dann nach Windows abgewandert sind. Oder allenfaöös zu einem Hackintosh. Bei Apple hat man zu lange auf der iPhone Flöte gespielt und ernsthafte Anwender glatt vergessen. Mit der letzten keynote des Apple Oberbuchhalters Tim Cook wurde klar, dass sie ihren Fehler erkannt haben. Allerdings sind sie nun mit den Priesen, die immer schon knackig waren, jenseits von Gut und Böse.
    Nein, auf dem generellen Desktop gibt es zu WIndows keine nennenswerte Alternative. Leider. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft.
    MS geht es derzeit einfach prächtig, da sie keinen echten Gegenspieler haben und das wird sich rächen. Die Angst, die die Redmonder mal vor dem iPhone hatten ist weg. Nichts mehr von touch first etc... MS wird wieder so innovationsfaul werden wie es schonmal war.
    Ich habe den Eindruck, dass demnächst ganz viel KI nötig sein wird, weil die nächste Generation vor ihren Handys verblödet ... Laptop und PC sind uncool und gar nicht hip ... Vor ein paar Jahren war das noch nicht so, aber heute ist das nächste Handy viel spannender als so ein Windows-Teil ... "Windows Next Generation", das dürfte eine Herausforderung werden...
    Zu dem Kommentar über mir: Die alte Generation hat immer den Eindruck von der jüngeren Generation, dass diese verblödet. Nun sind die Smartphones Quell allen Übels. Zuvor waren es die Videospiele, der PC allgemein, der Fernseher, die Hörspiele, die Lichttheater, die ... und dabei wird die junge Generation nachweislich immer smarter.
    Hab eigentlich eher den Eindruck, dass die jüngere Generation immer fauler wird, und alles, wie der Engländer sagt, mit dem Löffel gefüttert bekommen muss. Wenn die KI da noch mehr übernehmen muss, wäre das meiner Meinung nach eher kontraproduktiv. ;)
    Andererseits eine Entwicklung, die sich sowieso nicht aufhalten lässt. "Alexa, wieviel Uhr ist es?" "Alexa, wie viel Kilometer sind es bis zu meinem Termin?" "Alexa, wie putzt man sich die Nase?" :)
    dabei wird die junge Generation nachweislich immer smarter.

    Naja... sich auf Wikipedia informieren halte ich nicht für smarter. Besonders hier in Deutschland haben wir eigentlich eine lange Historie der Denker, und technischer Errungenschaften. Mittlerweile halt nicht mehr. Auch die deutschen Universitäten sind seit langer Zeit nicht mehr Weltspitze. Da sind nur noch die amerikanischen zu finden. Apropos Verdummung usw. Wird ja immer argumentiert, dass die amerikanischen Schüler nicht mal ihr Land auf der Weltkarte finden würden. Das mag in Ausnahmen der Fall sein (in Deutschland sicher auch), aber... die Unis dort bilden jedoch die Elite weltweit aus. Und, das sagt dann um einiges mehr aus.
    Sich auf Wikipedia informieren? Na: Wikipedia erfinden, pflegen und stets erweitern ist das Smarte, und sein Wissen mit der Menschheit zu teilen. Und Faulheit ist doch smart, denn nur der Esel schuftet sich wund. ;)
    Und, wer hat's erfunden? Tipp: Es waren nicht die Schweizer. Und auch nicht die Deutschen. ;) Und ganz sicher nicht Generation "12 Stunden Smartphone am Tag". https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia#Geschichte
    Möchte allerdings auch nicht übertreiben: Intelligenz und Ideenreichtum werden nie aussterben, und, es sind auch nur ganz wenige Leute, die es antreiben, und, das war im Grunde genommen schon immer so.
    @chakko
    Es gibt keine Generation "12 Stunden Smartphone am Tag" - die hängen inzwischen 24 Stunden pro Tag am Smarty und lauern auf FB Likes und Whatsapp Sprachnachrichten :-)
    Es gruselt mich etwas, dass manche Menschen echt ihr ganzes Leben online ausbreiten und wirklich 24h online und reaktionsbereit sind. Mein eigenes Smarty schaltet von 22:00 - 07:00 stumm und lässt nur noch autorisierte Kontakte durch. Das Gerät liegt, wie sämtliche anderen Kommunikationsgeräte, niemals im heimischen Schlafzimmer.
    Mit dem Displaybrett ständig vor der Fresse durch die Stadt laufen, käme mir nie in den Sinn. Wenn, dann wird das mal rausgekramt, weil ich angerufen werde oder selbst anrufen möchte - halt im Normalzustand - Display konkret längs an der Backe, Oberseite am Ohr und Unterseite in Mundnähe. Den ganzen Tag das Teil schräg vor die Nase zu halten und lautstark in die Kante reinzurufen, käme mir nie in den Sinn. Genauso wie mir nie in den Sinn kommen könnte, dass ich irgendwo längs laufe, nur noch auf das Display starre und alles andere ignoriere.
    Mir geht's auch schon tierisch auf den Zwirn, wenn 3 mal pro Tag die WhatsApp-Glocke klingelt. Hab das Smartphone aber eh immer auf Vibrationsalarm, und, oft reagiere ich auch gar nicht auf die Messages. Ist mir ebenfalls ein absoluter Horror 24 Stunden am Tag für jeden erreichbar zu sein, 300 "Freunde" zu haben, und mein ganzes Leben auf Facebook zu veröffentlichen.
    Nicht falsch verstehen, ich nutze das Smartphone gerne, aber, sicher nicht, um ständig und immer auf Messengern, oder in sozialen Medien verfügbar zu sein. Meiner Meinung nach ist ein großer Teil des Hypes der sozialen Medien eh der Narzissmus, und das Gefühl, dass jeder ein "Star" im Internet sein kann. Von manchen werden sie daher schon als "asoziale Medien" bezeichnet. ;)
    @chakko
    Den Computer und mein Smarty nutze ich äusserst gerne - aber eben mit Grenzen! Wir, ich mit meinen Schulkameraden, waren schon in der Schulzeit Kommunikationsfreaks und haben damals in den neunzehnsiebzigern angefangen, per CB Funk unsere Kommunikation untereinander zu organisieren. An dieser Begeisterung für elektronische Kommunikationsarten hat sich bei mir auch nie was geändert. Aber ich muss nicht 24h empfangsbereit sein - das waren wir schon damals nicht.
    Fembre
    Sich auf Wikipedia informieren? Na: Wikipedia erfinden, pflegen und stets erweitern ist das Smarte, und sein Wissen mit der Menschheit zu teilen. Und Faulheit ist doch smart, denn nur der Esel schuftet sich wund. ;)
    Zentralisiertes Wissen, das jederzeit von wenigen manipuliert werden kann, während die dumme Masse das glauben muß, was dort steht, ist sicher alles andere als smart. Das ist höchstens der Weg nach 1984, schöne neue Welt und Co. Dagegen ist dezentrales Wissen in Büchern zwar vielleicht nicht überall und sekundenschnell verfügbar, dafür ist es unmöglich, das ganze Wissen auf einmal zu manipulieren.
    Der Umstieg von halb auf einjährig und Updatepacks steht doch überhaupt nicht im Widerspruch zu Windows as a Service.
    Bis auf das Martin mal wieder einmal unterschwellig Stimmung macht und der Tatsache das wir auf das Wochenende hinsteuern , erschließt sich mir der tiefere Sinn des Beitrags nicht. Ich würde gerne mal eine Woche ohne Spritzen gegen MS in Beiträgen erleben wollen......So ganz nüchterne Berichterstattung....
    Tom Hedgehog
    Bei der Jugend in meinem Umfeld ist Windows sowas von tot. "Wir müssen halt, weil sie es uns in der Schule vorsetzen" oder "Kenne ich, nutzt mein Vater, voll der Scheiß" sind nur zwei Aussagen die ich in den letzten Wochen gesammelt habe. Seit ich - wie bekannt ist - Microsoft den Rücken gekehrt habe, sind meine Augen offener für das was andere so nutzen. Und Windows tritt da immer mehr zurück. Ein Bekannter von mir nutzt jetzt bevorzugt Linux Mint und ein Anderer ist zu Apple gewechselt. Ein Dritter sucht nach einer Alternative, wahrscheinlich wird es auch Linux. Also Microsoft muss sich da etwas einfallen lassen, oder in 25 Jahren weiß kein Mensch mehr was dieses "Windows" einmal war.

    Steile These und keine Seltenheit, wenn Linux-Jünger auf diese hanebüchene Weise auf Internetplattformen argumentieren.
    Da werden dann immer Äpfel mit Birnen verglichen und haltlose Behauptungen in Bezug auf die Nutzerzahlen in die Umlaufbahn geschossen.
    Gerade die Jüngeren unter den Computernutzern, die Computerspiele nutzen, setzen, wenn sie keine Konsole bevorzugen, verstärkt auf Windows (10). Da ist der Anteil doch relativ hoch.
    Aber diese Statistik ist sicher frisiert. *Ironie off*
    @Setter
    Ich kann deinen Kommentar nicht nachvollziehen.
    Die Überschrift verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Auch eine Aussage wie "krachend gescheitert" noch viel weniger. Microsoft hat damals gesagt, dass Windows 10 die letzte Windows-Version ist und kontinuierlich aktualisiert wird. Exakt das macht Microsoft auch. Bei den Updateintervallen von einem halben Jahr ist man über das Ziel hinausgeschossen und wird das - wie ich es lese - auf jährliche Aktualisierungen korrigieren. Sollte ja auch normal sein, dass man den Kundenwünschen entgegenkommt. Man kann also zufrieden sein. Auch wenn es immer wieder mal was zu kritisieren gibt, z.B. war ich doch recht enttäuscht das Cortana keine Musikstücke mehr erkennen kann und es auch keine entsprechende App mehr gibt, kann man mit Windows 10 doch sehr zufrieden sein. Insgesamt läuft die Entwicklung in die richtige Richtung, sodass ich sagen kann, dass ich Windows 10 für das leistungsfähigste Betriebssystem auf dem Markt halt. Das es bei der Verbreitung von Windows 10 und dem gebotenen Funktionsumfang immer mal wieder zu "seltsamen Entscheidungen" kommt ist wohl unvermeidlich und man kann sich immer wieder mal so richtig ärgern.
    Wenn ich mir die Alternativen ansehen dann bleibt eigentlich nur noch Windows 10 übrig. Von dem bekannten abgehalterten Ex-Innovator würde ich mich wirklich nicht gerne veräppeln lassen, das Linux-Betriebssystem ist für Endkunden eine Zumutung und Chrome ist noch lange nicht soweit, dass man das produktiv einsetzten würde. Bedingt durch die Einstellung von Windows 10 Mobile, was mich tatsächlich sehr geärgert hat, bin ich bei Smartphone und Tablet leider zu Android genötigt worden. Die Bedienung von Android ist einigermaßen, die von Windows Mobile war besser. Aber so ist das nun mal, wenn ein CEO an der Spitze steht der z.T. falsche Entscheidungen trifft. Man sieht: Auch im Windows-Universum gibt es Gewitterwolken.
    In 10 Jahren gibt's sicher noch nee MS Cloud, über Windows wird wohl noch was in Wikipedia stehen.
    Tom Hedgehog
    Bei der Jugend in meinem Umfeld ist Windows sowas von tot.

    Bei der Jugend in meinem Umfeld, die Desktop-PCs nutzen, ist Windows fast ausschließlich vorhanden. Fortnite, LoL u.w.. Soweit überwiegend nur ein Smartphone vorhanden ist, war Windows, aber auch Linux oder Apple, sowieso nie ein Thema.
    Unsere eigenen Jugendlichen (mittlerweile doch schon 17 und 19) haben jeweils einen Desktop-PC sowie einen Laptop mit Windows 10. Zudem ist eine PS4, Nintendo 3DS und Nintendo Switch vorhanden, neben den obligatorischen Smartphones. Und so sieht es in deren Umfeld zu 99% aus - und das sind eine Menge Jugendliche.
    Apple und Linux sind da völlig out, es sei denn, eine Familie (es gibt in unserem Umfeld tatsächlich eine solche) hat ausschließlich Apple-Geräte. Die Kids dieser Familie sind ständig außerhalb, um gemeinschaftlich zu zocken.
    Nordlicht2112
    @Martin
    Auch nach dem zweiten Mal lesen deines Artikel habe ich immer noch nicht verstanden wo du bei dem neuen Weg das ,,Windows as a Service" sieht. Kannst du das nochmal genauer erläutern?

    Im Sinne von "Dienstleistung". Man orientiert sich wieder mehr an dem, was der Kunde will, und nicht mehr nur daran, wie man es selbst gerne hätte. Du kannst diese Dienstleistung in Anspruch nehmen oder auch nicht. So war das gemeint, also eher sinnbildlich.
    Dazu kommt, dass man mit der "weichen Form" der Weiterentwicklung dem Service-Gedanken deutlich näher kommt.
    chakko
    Aber, Hand auf's Herz, das hätte man alles vorher wissen können. Wieder einmal frage ich mich, was die da in der Führungsetage rauchen, dass die auf solche Ideen kommen.

    Man hatte damals das Gefühl, man müsse mit Android und iOS mithalten und das sogar noch überbieten. Dazu kommt noch, dass Windows-Chef Terry Myerson vielleicht damals schon kommen sah, dass sein Job in Gefahr ist, und darum hat er versucht, das große Rad zu drehen.
    Im Nachhinein ist es immer leicht, und es finden sich im Falle eines Misserfolgs immer genügend Leute, die erklären können, warum das schief gehen musste. Das sind die selben Leute, die schnell unter einem Stein verschwinden, wenn ein vorhergesagter Fehlschlag nicht eintritt.
    tkukl
    Also ich kann den ganzen Artikel nicht nachvollziehen:
    Punkt 1
    Wo genau gab es immer wieder Änderungen am Service-Modell?
    Fakt ist, das es für Enduser 1 Änderung gab, für Geschäftskunden 2 - in bisher 4 Jahren
    Vor 1507 war geplant, 3 mal im Jahr ein Feature Update zur Verfügung zu stellen, was mit 1511 genau einmal funktioniert hatte, auf dem Weg zu 1603 merkte man bei MS, dass man es selbst nicht schafft und Geschäftskunden sowieso nur rumheulten. Also ruderte MS zurück und ging mit 1607 auf die 2 Releases pro Jahr, was dann mit 1703 und 1709 usw. auch umgesetzt wurde. Das war im WaaS die erste Änderung und ja es war nur eine, auch wenn mancher 1511, 1607, 1703 als "immer wieder" ansieht, was nicht richtig ist
    Für Windows Enterprise und Education (also Geschäftskunden only) wurde dann ein 2tes Mal eine Änderung im WaaS eingeführt, nämlich die 30 Monate Support für die Herbst Feature Updates. Im Artikel liest sich das so, als wenn das jeder bekommen würde, was beim Enduser mit Windows Home und Pro ja nicht der Fall ist.
    Punkt 2
    Wo genau steht denn jetzt, das 19H2 nur ein Service Release ist, den Begriff gibt es doch im WaaS gar nicht.
    Fakt ist, das im Blog von dieser Woche zu 19H2 Microsoft von einem Feature Update spricht, wie bisher auch schon, das Wort Service Release finde ich in diesem Artikel nicht: https://blogs.windows.com/windowsexperience/2019/07/01/evolving-windows-10-servicing-and-quality-the-next-steps
    Es wird von einer neuen "servicing technology" geschrieben, aber auch das ist jetzt seit fast 4 Jahren schon immer auf dem Plan gestanden, die Feature Updates schlanker und ähnlich wie ein monatliches Quality Update zur Verfügung zustellen. Das ist aber keine Änderung der Servicing Zeiträume sondern einfach ein neuer Mechanismus, damit hoffentlich die Nutzer wieder zufriedener werden
    Punkt 3
    Ja, Fakt ist auch wie im Artikel geschrieben, man hat dem Benutzer mehr Möglichkeiten eingeräumt, wann er wie die Feature Updates macht, aber das ist ja keine Änderung der WaaS Strategie
    Punkt 4
    Ja, irgendwie hat sich Microsoft mit den 19H2 und 20H1 Previews und den bisher verfügbaren Release Ringen selbst ins Knie geschossen. Da könnte man sagen, das war so sicher nicht geplant und ein dummer Fehler.
    Puh, langer Schrieb, kurzer Sinn, ich kann weder ein Ende noch einen Anfang in der Änderung der WaaS Strategie bei Microsoft erkennen!

    zu Punkt 1: Es gab mehrere Nachjustierungen beim Supportmodell für Firmen. Ich bring die jetzt aus dem Stand nicht mehr auf Anhieb zusammen. Aber sei's drum, die wichtigsten Dinge hast du ja angeführt.
    zu Punkt 2: Das steht natürlich nirgends, aber offensichtlich ist es halt trotzdem. Es wird ein kumulatives Update, ergänzt um ein paar Features, die man einbauen kann, ohne an der Basis etwas ändern zu müssen. Rein faktisch ist es natürlich trotzdem ein Feature-Release - das ist es, sobald nur eine Kleinigkeit anders ist als in 1903.
    zu Punkt 4: Genau das glaube ich nicht - ich gehe davon aus, das war schon seit dem letzten Herbst genau so geplant.
    Offenbar kommt der Artikel nicht so positiv rüber, wie er gemeint war. Das Wichtigste ist mir das Fazit am Ende - nach einer holprigen Phase des Lernens ist man jetzt auf dem richtigen Weg.
    Und wie weiter oben erwähnt: Diese "sanfte" Weiterentwicklung, die ja auch darin besteht, dass mehr und mehr Komponenten (Cortana, DirectX etc) in den Store ausgegliedert werden, kommt ja dem "as a Service"-Modell sehr viel näher, als wenn man alle halbe Jahre einen relativ harten Schnitt macht.
    mt03c06
    Die Überschrift verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Auch eine Aussage wie "krachend gescheitert" noch viel weniger.

    Diese Überspitzung diente der Herleitung. Ich formuliere es nicht so, aber gelesen habe ich das sinngemäß oft genug.
    Fürs Gaming wird Windows und werden Desktop-PCs niemals tot sein. Der Umsatz und Gewinn mit Gaming-Hardware nimmt ZU statt AB.
    Nvidia bringt Grafikkarten wie z.B. die RTX-Serie mit Modellen um 900€ bis 1300€ und sie werden diese Karten los wie geschnitten Brot. Unter dieser Zielgruppe sind PCs bzw Windows auch nicht uncool, sondern ganz im Gegenteil, der PC dient schon fast als Statussymbol (auch wenn ich von dem ganzen RGB-Blingbling mit Glasfenster im Gehäuse nicht so viel halte).
    Ich kann mir gut vorstellen, dass der Desktop-PC und Windows in Zukunft eben nur noch enger gefasste, gut betuchte Zielgruppen bedient, die sich mit ihrer 2000€ Premium-Kiste zuhause für ihr Hobby was hinstellen, was eben keine andere Plattform oder Konsole leisten kann.
    Für gewöhnliche Büroaufgaben, Social Media und Co. braucht man schlicht keinen Desktop-PC und auch nicht mehr unbedingt Windows, das ist nicht von der Hand zu weisen. Der klassische Büro-PC im Preisbereich von Smartphone und Tablet wird daher sicherlich verschwinden. PCs und Windows werden dann eben ein Enthusiasten-Produkt sein, mit einer speziellen Zielgruppe, die zahlenmäßig zwar im Vergleich zum Gesamtmarkt klein ist, aber wo dennoch viel zu holen ist, weil diese Leute Highend wollen.
    FZ61 06.07.2019, 8:10
    In 10 Jahren gibt's sicher noch nee MS Cloud, über Windows wird wohl noch was in Wikipedia stehen.

    Da kann man ganz sicher sein. In 10 Jahren wird es Windows immer noch geben. Man kann höchstens spekulieren, ob es dann nicht irgendwie anders heißt. Man kann aber absolut sicher sein, dass es irgendwann keines der heute gängigen Betriebssysteme mehr geben wird. Das wird aber sicherlich noch weit länger als 10 Jahre dauern.
    Tja, da ist halt Microsoft mal richtig hart im Business-Bereich auf die Nase gefallen. Ist ja auch klar, mir ist kein einziges Unternehmen bekannt welches das Spielchen mit alle 6 Monate ein neues OS-Update bringen mitspielt. Eher wird wenn alles gut läuft jedes zweite Update mitgenommen bzw. jährlich geupdatet. Alleine das ist je nach Unternehmensgröße und Netzwerkkapazität schon eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.
    Noch dazu hat man von Insidern erwartet dass sie die Aufgabe einer internen Testabteilung durchführen, natürlich unbezahlt. All das hat sich ja dann letztes Jahr bitterböse gerächt.
    Wenn dann noch interne Abteilungen von Microsoft gegeneiner arbeiten (Marketing vs. Entwickler) konnte das Ganze nur krachen gehen. Ich hoffe das Microsoft das ein Denkzettel war und sie langsam sich darauf besinnen was der (zahlende) Kunde möchte.
    Windows ist schon lange ein Service. Von der geringen Gebühr beim Neugerätekauf abgesehen (ca. 100 € für Firmen/die Pro-Version für Milliarden € an Entwicklungskosten darin) verdient Microsoft prächtig mit den Diensten, die unter Windows immer noch mit am besten laufen. Office 365, Azure, große Fremdanwendungen wie DATEV, Agenda, oder eben die professionellen Office-Anwendungen unter Windows von Microsoft. Oder auch WISO Mein Geld Professional etc.
    Die Updates für Windows selbst hingegen sind mittlerweile, außer die Enterprise-Versionen, völlig kostenlos und dafür Cloud-/Service-mäßig immer auf dem neuesten Stand. Fazit: Windows ist schon lange ein Service.
    Und ich kann mich nicht daran erinnern, bei auch nur einem meiner Kunden in den letzten 10 Jahren mal von Problemen mit Updates gehört zu haben. Sind allerdings alles professionelle Marken-PCs von Tarox und mit ESET, alle Updates auf Standard, nicht wildes verstellt. Und schon klappt's ganz offensichtlich auch mit dem Nachbarn. Nix anfassen, nur regelmäßiges Patch Management für alle Komponenten, dann hat man herrliche Ruhe und kann sich auf's Arbeiten konzentrieren. Alles andere wäre auch viel zu teuer...
    Für mich hat sich auch nicht soooo viel geändert, früher waren es die Service Packs heute nennt sich das Kind nur anders. Grosse Änderungen an der UI werden sicher auch wieder eine neue Version werden. Ist heute halt alles mehr Evolution statt Revolution
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