Das Microsoft-Jahr 2019 im Rückspiegel - Januar: Windows 10 übernimmt, Intel kündigt Athena an

Das Microsoft-Jahr 2019 im Rückspiegel - Januar: Windows 10 übernimmt, Intel kündigt Athena an

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen. Es war aus Microsoft-Sicht durchaus ereignisreich, und so lade ich euch ein, mit mir auf eine kleine Rundreise durch die (fast) vergangenen 12 Monate zu gehen.

Weil ein einzelner Jahresrückblick-Artikel entweder epische Ausmaße annimmt, der auch den ausdauerndsten Leser überfordert, oder alternativ nur im Telegramm-Stil von Ereignis zu Ereignis hetzt, habe ich mich für ein anderes Format entschieden: Es gibt täglich einen Artikel für jeden Monat, und wenn ich mich nicht verzählt habe, dann werden wir pünktlich zu Silvester fertig.

Beginnen wir also mit dem Januar, der naturgemäß nicht allzu viele Neuigkeiten brachte. Ein paar spannende Dinge waren aber dennoch dabei.

Windows 10 übernimmt die Spitze

Zu Beginn des Jahres zeigt das Weihnachtsgeschäft mit neuen PCs eine konkrete Auswirkung: Windows 10 überholt Windows 7 endgültig als meist genutztes Desktop-Betriebssystem. Der Vorsprung ist mit 39 zu 36 Prozent zunächst hauchdünn, bis zum Jahresende wird er deutlich anwachsen. Gleichwohl läuft Windows 7, dessen Support Mitte Januar 2020 ausläuft, nach wie vor auf rund einem Viertel aller PCs weltweit.

Intel kündigt Project Athena an

Auf der CES in Las Vegas, die traditionell Anfang Januar stattfindet, gibt es zwar keine Flut an neuen Geräten, dafür aber eine spannende Ankündigung von Intel: Project Athena ist die Antwort aus Santa Clara auf Windows on ARM. Anders als seinerzeit bei der Ultrabook-Spezifikation gibt es für das Project Athena aber zumindest vorerst keine konkreten Mindestanforderungen, stattdessen formuliert Intel die Ziele, die hinter dem Projekt stehen: Maximale Akkulaufzeit und Konnektivität, schnelles Aufwachen aus dem Standby – also genau jene Dinge, mit denen die ARM-PCs beworben werden – oder besser gesagt beworben werden würden, wenn es sie denn gäbe. Wie wir wissen, ändert sich das erst im Oktober.

Zurück zu Athena: In einem später veröffentlichten Fact Sheet beschreibt Intel die Mindestanforderungen genauer:

  • Aufwachen aus dem Standby in maximal einer Sekunde
  • schnelles Aufladen via USB-C
  • Thunderbolt 3
  • Intel WiFi 6, optional Gigabit LTE
  • dünnes und leichtes Design
  • Minimum Core i5, 8 GB RAM und 256 GB NVMe SSD
  • biometrische Authentifizierung
  • Touch-Display mit mindestens 1080p
  • Stift-Unterstützung
  • hintergrundbeleuchtete Tastatur
  • Far Field Spracherkennung

Außerdem soll Athena Schluss mit der Laufzeit-Lüge machen und eine realistische Akkulaufzeit von mindestens neun Stunden liefern.

Die Aufbruchstimmung animiert mich zu einem Kommentar, in dem ich ein wenig mehr Begeisterung für den guten alten PC fordere: Der PC geht nirgendwo hin.

Was sonst noch so im Januar passierte: Microsoft verspricht eine Preview von Project xCloud noch in 2019, das haben sie zumindest für einige Länder gehalten, wenn auch leider nicht für Deutschland. Satya Nadella spricht erstmals über eine Consumer-Variante von Microsoft 365, die den letzten Gerüchten zufolge im ersten Halbjahr 2020 kommen soll, außerdem gelangt das Surface Go mit LTE in den freien Handel.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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