Das Personalkarussell rotiert: Gears of War Schöpfer Rod Fergusson verlässt Xbox

Das Personalkarussell rotiert: Gears of War Schöpfer Rod Fergusson verlässt Xbox

Zu nachtschlafender europäischer Zeit gab es einen Tweet, der in der Gaming-Szene bei vielen für einen „Oho“-Moment sorgte.
Rod Fergusson, seines Zeichen Studioboss von The Coalition, dem Entwickler und Franchise-Halter von Gears of War 4 & 5 und dem für April geplanten Strategiespiel Gears Tactics, gab seinen unmittelbaren Abschied bekannt.

Fergusson, der seit der Übernahme der Gears of War IP von Epic Games im Jahr 2014 die Zügel in der Hand hielt, wird sich eine kurze Auszeit nehmen und dann im März bei…..Trommelwirbel….Blizzard anfangen und irgendein Low-Budget Projekt namens „Diablo“ führen.

Dieser Wechsel ist insofern beeindruckend, als dass er seit 1996 fast durchgehend mit Microsoft und Xbox verbandelt war.
War er 1996 noch bei Microsoft mit am MS Train Simulator beteiligt, wechselte er 2005 zu Epic Games, um dort Cliff Bleszinksi beim Xbox-exklusiven Gears of War zu unterstützen. Nach Gears of War 3 und dem Ende der Story um Marcus Fenix selbst, schied Rod 2012 auf eigenen Wunsch erstmalig aus und wechselte zu Irrational Games, um die Macher in den finalen Zügen der Entwicklung von Bioshock Infinite zu unterstützen.
Nach neun Monaten gab er bekannt, dass dieser Abschied nicht von Dauer sei und so bekam es sich, dass er bereits 2014, nach dem Xbox die Marke Gears mit allen Rechten von Epic und Cliffy B. abkaufte, Boss des neu gegründeten Studios The Coalition wurde.
Der Rest ist Geschichte.

Was diesen Wechsel, neben der fast 25jährigen Historie mit Xbox und Microsoft so interessant macht, sind vorherige Personalwechsel.

Zuerst war es Adam Fletcher, Marketing Manager des Gears of War Franchise, der direkt von Xbox selbst zu Blizzard wechselte. An sich nichts Besonderes, da viele Manager auch zwischen konkurrierenden Unternehmen wechseln.
Dann aber, zum Launch von Gears of War 4, gab Josh Kerwin, einer der kreativen Führungsköpfe bei Coalition, seinen Abschied und wurde Publishing Director bei Blizzard Entertainment. Dass ihm der Wechsel nicht leicht viel, haben viele Leute daran gesehen, dass er sich nach Bekanntwerden am Launch-Event von Gears of War 4 live ein Abschiedstattoo stechen ließ.

Der beeindruckendste Abgang fand aber erst letztes Jahr statt, als Mike „Qwik“ Ybarra, seines Zeichens Xbox Live GM und Corporate Vice President, Xbox verließ und ebenfalls zu Blizzard in Spitzenposition wechselte.

Man kann jetzt natürlich viel oder gar nicht spekulieren, ob es etwas zu bedeuten hat oder wie das auf zukünftige Partnerschaften für Einfluss haben kann. Fakt ist aber, dass Diablo 3 im Jahr 2012 noch einen Marketing Deal mit Sony hatte und dieser für beide Seiten sehr lange, sehr erfolgreich war.

Nun etwas Spekulation: Warum nicht früh Schlüsselpositionen bei Blizzard besetzen und für Diablo 4 beste Bedingungen bieten?
In meinen Augen ist Diablo zum Einen immer ein Spiel gewesen, den man sich ideal als Cross-Plattform Titel vorstellen kann und zum Anderen wäre Diablo wohl auch ein perfekter Titel für Project xCloud. Denn wer würde nicht gerne einfach mal unterwegs einen Rift säubern oder den nächsten Akt im Spiel klar machen?

Rod Fergusson und Mike Ybarra sind große Fans von Project xCloud und so denke ich, können wir gespannt sein, was uns erwartet.

Ein Nachfolger auf dem Chefsessel von Rod wurde von Phil Spencer noch nicht bekannt gegeben.

Über den Autor
Daniel Heithorn
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Microsoft-Padawan seit MS-DOS 5.0 und Windows 3.1 | Überzeugter Surface, Office 365 und Xbox One X User | Xbox FanFest süchtig | RIP Windows Phone & Microsoft Band 2

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Kommentare
  1. Ich hoffe immer noch auf einen Steam Client auf der neuen X-Serie. Ansonsten sehe ich kaum eine Daseinsberechtigung.
    Würde es deutlich banaler sehen: Nach 15 Jahren wird Rod einfach was anderes machen wollen. Spätestens mit Gears 5 dürfte ein Abschied doch recht leicht fallen.
    Wenn die Bezahlung bei Blizzard nicht schlechter ist, dann ist es ganz einfach Fan von dem zu sein, was dort gemacht wird. In der Hinsicht sind solche Führungspositionen doch extrem austauschbar & flexibel.
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