Das Scheitern von Windows on ARM wird wahrscheinlicher - und das ist jammerschade

Das Scheitern von Windows on ARM wird wahrscheinlicher - und das ist jammerschade

Vor rund zwei Jahren hat Microsoft Windows on ARM vorgestellt. Nach dem Fehlschlag mit Windows RT sollte im zweiten Versuch alles besser werden, und tatsächlich hatte man dank der 32Bit-Emulation auch ein besseres Konzept.

Die Plattform schien in Fahrt zu kommen, Qualcomm entwickelte fleißig und präsentierte mit dem Snapdragon 8cx einen Desktop-Chip. Microsoft versprach bessere Rahmenbedingungen für die native ARM-Entwicklung, außerdem kündigten Mozilla, Google und Adobe native Versionen ihrer Top-Programme für Windows on ARM an. Schließlich präsentierte Microsoft mit dem Surface Pro X sein erstes eigenes ARM-Gerät. Der darin verbaute SQ1-Prozessor basiert auf dem Snapdragon 8cx, soll aber nochmal mehr Leistung haben.

Nun sind die ersten Reviews zum Surface Pro X veröffentlicht worden, und sie verheißen nichts Gutes. Auch der aufgemotzte SQ1 vermag der Emulation nicht den erhofften Schub zu geben. Noch immer sind die emulierten Programme viel zu langsam. Ich erinnerte mich in diesem Zusammenhang an einen Beitrag vom August 2018. Das seinerzeit vorgestellte Lenovo C630 habe ich als „Sargnagel“ für Windows on ARM bezeichnet. Nicht, weil es ein schlechtes Gerät gewesen wäre, sondern weil es einfach zu früh dran war. Windows on ARM war noch nicht soweit, es war noch nicht reif für die große Öffentlichkeit. „Das Lenovo C630 serviert uns die Schwachpunkte auf dem Silbertablett“ schrieb ich damals.

Was für ein Gerät von Lenovo gilt, das gilt für ein Surface doppelt und dreifach. Offensichtlich ist Windows on ARM noch immer nicht reif für die Prime Time, und darum könnte das Surface Pro X den gegenteiligen Effekt erzielen: Nun bekommt auch garantiert jeder mit, dass diese Plattform noch ihre Probleme hat.

Gleichzeitig scheint mit Samsung der letzte „Vorzeige-OEM“ einen Rückzieher zu machen. Die Koreaner verschieben ihr Samsung Galaxy Book S ins neue Jahr, um es dann höchstwahrscheinlich mit Intel-CPU auf den Markt zu bringen. Wenn die Intel Lakefield CPUs genügend Leistung haben und es Microsoft im kommenden Jahr ermöglichen, ein Gerät wie das Surface Pro X ohne Emulator und ohne jede Einschränkung bei der Kompatibilität zu bauen, was werden sie dann wohl tun?

Windows on ARM wurde von nicht wenigen Skeptikern vom ersten Augenblick an als „Surface RT reloaded“ angesehen und man prophezeite der Plattform das gleiche Schicksal. Ich stand der „Neuauflage“ positiv gegenüber. Zwar habe ich davon abgeraten, die Geräte der ersten und zweiten Generation zu kaufen, und ich habe das Scheitern stets als eine mögliche Option bezeichnet, gleichzeitig sah ich aber die Fortschritte und meine Zuversicht wuchs, was mich im Mai schließlich zu dem Beitrag Windows on ARM: Die Zeit ist reif bewegte. Ich habe mich getäuscht, offensichtlich ist sie es noch immer nicht.

Wie es scheint, wird das Surface Pro X vorerst das einzige Windows on ARM-Gerät bleiben. Die zu erwartenden geringen Verkaufszahlen werden aber wohl kaum mehr Entwickler dazu motivieren, nativ für Windows on ARM zu entwickeln. Und so lange der Emulator nötig ist, wird es immer Performancenachteile geben. Sie werden mit neuen Chips kleiner, aber sie verschwinden nicht.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass Microsoft den engagierten Entwicklern einmal mehr Knüppel zwischen die Beine wirft. Zufällig bin ich bei Twitter heute über diesen Thread gestolpert, in dem sich Entwickler Slaven von User Camp darüber beschwer, dass er seit einem Jahr versucht, eine ARM64-App in den Store zu bekommen. Das gelingt aber nicht, weil die zugehörigen Microsoft-Tools kaputt sind und sich im Store-Support niemand mehr findet, der eine Frage beantworten kann. Die fähigen Leute, mit denen man früher in Kontakt stand, hätten inzwischen in andere Abteilungen gewechselt.

All das zusammen lässt die Zukunft von Windows on ARM in einem düsteren Licht erscheinen. Ich habe stets versucht, meine eigene Begeisterung und Zuversicht in den richtigen Kontext zu setzen, darum habe ich kürzlich auch klargestellt, dass es sich beim Surface Pro X um eine durchaus mutige Investition handelt. Unter den neuen Eindrücken würde ich es jetzt als hoch riskante Wette einstufen. Sollten keine weiteren OEMs kommen und Microsoft vielleicht selbst im kommenden Jahr auf Intel umschwenken, dann wird es das wohl gewesen sein. Und in diesem Fall wird sich jeder, der ein Pro X gekauft hat wünschen, es nicht getan zu haben, denn wir alle wissen, wie rücksichtslos Microsoft Dinge beerdigt, an die es den Glauben verloren hat.

Ich hoffe sehr, dass ich mich mit meinen Zweifeln täusche. Natürlich kann Windows on ARM noch immer die Kurve kriegen, es wird nun aber wirklich sehr sehr schwer. Ein Scheitern scheint jetzt wahrscheinlicher, und das fände ich jammerschade. Zwar habe ich auch gesagt, es könne Microsoft und den Kunden letztlich egal sein, ob die „always on, always connected“-PCs am Ende mit x86- oder ARM-Chip laufen. Wenn Intel Windows on ARM durch einen eigenen Entwicklungsschub überflüssig macht, dann wurde das Ziel ja dennoch erreicht. Ich möchte aber einfach nicht, dass Intel schon wieder gewinnt, denn dann werden sie wieder bequem und innovationsfaul, das hat die Vergangenheit ebenfalls schon mehrfach gezeigt.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Wer zwischen 1150 und 2100 Euro für Tech-Experimente - und nichts anderes ist Windows on ARM IMO - ausgeben kann, der wird das Scheitern dieser "hochriskanten Wette" verkraften können.
    Jeder ohne goldenen Löffel im Mund wird sein Geld bei diesen Summen wohlüberlegter investieren, mutmaße ich. Sprich, in etablierten Plattformen und Systemen.
    Dann wird ein Pro X mit Intel oder ein Pro 8 im Pro X Design, nächstes Jahr immer wahrscheinlicher...
    Ich wiederhole mich hier nochmals:
    Die eigentliche Neuerung kommt erst mit dem Surface Neo.
    Stichwort: Tremont-Architektur
    ***************************
    https://winfuture.de/news,112023.html
    ***************************
    Bei mir stellt sich die Frage, warum hat MS dann das "verdammte" Gerät herausgebracht?
    Ich hab für meine zwei ARM64 Geräte um die 250 EUR bezahlt im Abverkauf. Das war mir das Geld wert, auch mit dem Risiko, dass die Plattform es vielleicht nicht schafft. Bisher wurde ich nicht enttäuscht und noch hab ich Hoffnung.
    Ich habs die Tage schon mal kommentiert: es hängt halt mal wieder daran, wie schnell die Leute ARM64 Builds ihrer Software bringen. Und damit sollte Microsoft selber mal richtig loslegen.
    @IngoBingo im "Vorangehen" ist Microsoft leider einmal mehr nicht gut. Warum läuft auf dem Pro X nicht die native ARM-Version von Edge, die gibt es doch bereits. Ja, es ist noch eine Preview, aber Office war auf dem Surface RT seinerzeit auch als Beta drauf.
    Ich hatte damals das S2 mit RT, mehr als Surfen und Office ging nicht wirklich. Wer weiß, was beim SPX noch passiert. Aber man könnte auch einfach "qed" sagen. (Hatte auch lange überlegt, aber mich dann für das SP7 entschieden.)
    der einzige Formfaktor, bei dem ich Win-arm akzeptieren würde, wäre ein Surface Duo. dort wäre ich dann bereit, ein bisschen zu warten, wenn man alter Dateimanager oder anderes ein bisschen dauert. Grafikanwendungen wären dort ohnehin (emuliert) tabu.
    Ansonsten: warum soll ich mir ein grosses Win-ARM X Modell hinstellen, wenn sein grosser Bruder, der exakt genau gleich viel wiegt, richtig Power hat?
    Selbst ein Go soll mit inter laufen, auch bei 10 Zoll will ich noch keinen Emulator haben.
    MS ist wirklich großartig in Sachen Kopfgeburten.
    Genauso, wie die Einstellung von Win10mobile letztlich eine Kopfgeburt war. Bei einem Markt mit lediglich zwei Systemen, will man nicht das dritte sein? Auch nicht, wenn dann vielleicht mal einer schwächelt, das Auffangbecken sein? Das System hätte eine gute Ergänzung sein können, man muss dann aber mehr Puste haben, als MS sie ausstrahlt.
    Und einmal mehr zeigt sich, wie's mit dem indischen CEO an der Spitze vorangeht. Für Consumer wird Microsoft immer uninteressanter, und das immer schneller. Sie haben eine lausige Marketingabteilung, und stampfen schon beim geringsten Gegenwind alles wieder ein. Und feiern sich dann als Sieger. Surface Neo/Duo werden ebenfalls Rohrkrepierer, wetten? Und Nadella: "Hab ohnehin nie verstanden, dass die Welt auch das noch braucht..."
    Möglicherweise hat Microsoft sich nur um ein Jahrzehnt vertan.
    Vielleicht hat man aber auch begriffen, daß ein Gerät mit 13 Zoll Display, 8 oder 16 GB RAM in dieser Preisklasse beim Benutzer Erwartungen hinsichtlich Anwendungen (Apps) erweckt, die mit dieser Prozessorklasse nicht erfüllbar sind und trägt zu Grabe was keine Zukunft hat.
    Die Käufer werden das tun was üblicherweise passiert, bei Nichtgefallen kostenlose Rücksendung samt Kaufpreiserstattung.
    Da verrennt Microsoft sich ganz schön. Native Apps wird es wohl kaum geben im Übermaß. Warum auch, wenn Microsofts X nicht doch noch ein Überraschungserfolg wird. Es hätte ja Apps gegeben, aber die wurden mit W10M beerdigt. Nun hat man einen größeren Scherbenhaufen als damals.
    Aber ich bin trotzdem gespannt. vielleicht passiert ja noch etwas spannendes.
    Die einzig Form, in der ich ein Windows ARM Gerät akzeptieren würde, wäre bei einem günstigen Tablet (bis 400€). Nur fehlen dort dann die Apps, die man bei iOS und Android hätte.
    Ich bin froh, dass das Ding bald durch ist. Microsoft tut sich damit keinen Gefallen.
    Der Otto Normal Benutzer wird frustriert sein und auf Windows schimpfen.
    Ich habe aber eine tolle Idee für alle, die sich eins zugelegt haben: Nicht Auspacken. In 10 Jahren wird es einen Sammler Wert haben. :D
    Zum Thema faul sein. Ich glaube nicht, dass Intel faul ist. Sie werden einfach ohne Konkurrenz uns nur Häppchen servieren und damit mehr einnehmen.
    Das Problem ist einfach, dass die Hardware gut ist, aber Microsoft bei der Software nicht mehr mithalten kann. Und das ist wirklich traurig.
    Was ich nicht verstehe ist, dass Microsoft sowas nicht schon früher bemerkt hat. Das Surface x hätte man doch erst gar nicht auf den Markt werfen sollen.
    Das wäre jetzt wirklich enttäuschend, denn ich habe doch noch irgendwo den Schimmer einer Hoffnung gehabt, dass sie aus Fehlern einigermaßen lernen können und sich Zeit nehmen.
    @Martin2108
    Es liegt nicht nur an einer Person noch spielt die Abstammung eine Rolle, dazu ist bekannt, dass Satia Nadella ein Amerikaner, kein Inder ist, er hat heute eine amerikanische Staatsangehörigkeit, gab seine Green Card auf, um mit einem H1B-Visa seine Frau schnell nachholen zu können, wonach er sich um die Staatsangehörigkeit bemühte.
    ARM muß deutlich günstiger sein als Intelgeräte. Oder deutlich mehr Laufzeit.
    Sonst wird niemand die unvermeidbaren Kompatibilitätsprobleme akzeptieren.
    Always on, Always connected. Habe ich doch irgendwie schon mit dem Surface Book 2 zum Beispiel. ein Klick- zack- an. Mit dem connected hapert es wohl, wegen fehlender LTE Unterstützung aber mal ehrlich, ich hab eh immer einen Mini LTE Router dabei. "Always on - Always connected" braucht man meiner Meinung nach nur auf Smartphones, Tablets und neuen Geräten, wie dem wunderschönen neuen Surface Duo.
    Das wäre jetzt wirklich enttäuschend, denn ich habe doch noch irgendwo den Schimmer einer Hoffnung gehabt, dass sie aus Fehlern einigermaßen lernen können und sich Zeit nehmen.
    @Martin2108
    Es liegt nicht nur an einer Person noch spielt die Abstammung eine Rolle, dazu ist bekannt, dass Satia Nadella ein Amerikaner, kein Inder ist, er hat heute eine amerikanische Staatsangehörigkeit, gab seine Green Card auf, um mit einem H1B-Visa seine Frau schnell nachholen zu können, wonach er sich um die Staatsangehörigkeit bemühte.

    Aber trotzdem ist er ja nun mal Inder. Da ändert ein Pass doch nichts daran. Wo ist das Problem?
    Mir tut es überhaupt nicht Leid. Auf Kosten der Kunden ständig irgendwelche teuren Experimente zu veranstalten, muss auch Konsequenzen haben. Die hätten Windows RT als ARM Windows 10 weiter entwickeln können und damit zumindest schon mal eine Basis gehabt auch Apps, die dann vielleicht sogar mehr geworden und weiter entwickelt worden wären.
    ARM hat deutlich mehr Laufzeit. Das Pro X kann mit einem iPad Pro dahingehend mithalten. Natuerlich wird mit mehr Pixeln und Displaygroesse der Unterschied zu Intel kleiner, aber ARM hat ja noch einen ganz anderen Vorteil: custom designs und man kann es lizensieren.Und Mobilfunk ist auch on-chip.
    Insofern waere es tragisch wenn Microsoft wg. unfaehigkeit diesen Zug noch mehr verpasst. Was moeglich ist zeigt ja Apple wo jedes Jahr die Spekulationen andersrum laufen: wann kommen die ARM Macs...
    Und ob Intel < 10nm wirklich liefern kann und wenn, ob Intel dann nicht doch lieber bevorzugt Xeons liefert - es waere mehr als schlau fuer Microsoft da sich eine wirkliche Alternative aufzubauen als - wie zur Zeit nur - eine Theoretische zu haben.
    Fuer mich ist der Verantwortliche schlichtweg Nadella. Dessen Fachgebiet scheint eher zu sein Interessen gegeneinander abzuwaegen als das was notwendig ist durchzusetzen... .
    Das es Microsoft nicht schafft das die komplette Produktpalette aber mindestens das Entwicklertool Visual Studio einfach fuer ARM "da" ist - das weckt nicht nur Zweifel an Microsoft sondern an der Qualitaet von Windows.
    Was mich irgendwie wundert, stecken die alle (Samsung, Lenovo) nicht in irgendwelchen Verträgen mit Qualcomm zur Abnahme der Snapdragon-CPUs, wenn die doch die ARM-Geräte noch bis vor kurzem geplant hatten und jetzt erst halb spontan abspringen?
    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man als großer PC-Hersteller praktisch ein paar Wochen vor geplanter Fertigung und Release einem seinem CPU-Hersteller sagt "nö, wir kaufen jetzt doch nix von euch und nehmen doch lieber Intel".
    Werden da keine Lieferverträge lange im Voraus geschlossen bzw. Vertragsstrafen fällig, wenn eine Seite einfach so abspringt?
    @mh0001: die vetragsstrafe an Qualcom duerfte nur ein Bruchteil von dem sein was ein Lager voller unverkaeuflicher Geraete kostet... . Es ist ja nicht so das Qualcom probleme hat seine Produktionskapazitaeten andersweitig zu verwenden. Evtl. koennten die sogar die Chips an andere verkaufen. Es gibt bestimmt mehr als einen Produzenten in China der die bei gutem Angebot abnimmt. Deren Geraete sind dann ja auch in Richtung "vernuenftig" bepreist.
    Ich hielt und halte es nach wie vor für einen Fehler, überhaupt x86/win32-Emulation in Erwägung gezogen zu haben. Das hat allen internen und externen Entwickler-Mannschaften ein "kann, muss aber nicht" signalisiert, während die Nutzergemeinde mangels nativer, schicker Anwendung (nicht nur Hardware!) zwangsläufig primär über die Performance der Emulation für ihre verwendeten x86-Programme den Kauf abwägen.
    Was mit ARM-Architektur möglich ist zeigt allerspätestens Adobe mit Photoshop auf einem iPad Pro. Ordnet man 9 Smartphones mit identischen Prozessoren in der Fläche eines Laptops an, bekommt man eine Vorstellung von Leistungsdichte bei damit 54 CPUs, 36GB RAM, 36 GPUs, 5376 x 2484 Pixeln und 576 GB SSD. Nicht Adäquate Leistung mit Intel/AMD/Nvidia/ATI in diesem Formfaktor ist kaum vorstellbar, egal zu welchem Preis.
    Daher ist Windows on ARM aus meiner Sicht der einzige Weg, längerfristig ein OS beim Endanwender platziert zu halten. Da müssen mutige Entscheidungen und hohe Investitionen in Software über mehrere Jahre beschlossen werden, nicht nur vom CEO allein.
    Samsung und Lenovo haben mit ihrer Produktpalette sicher die Möglichkeit, die Chips anderweitig zu verwenden.
    Sollte das nicht möglich sein, haben sie als Großabnehmer wohl auch das Gewicht, einen Ersatzdeal auszuhandeln.
    Wenn Apple heute einen Mac mit ARM ankuendigt - dann gibt es morgen Adobe CC fuer ARM. Warum Microsoft sich von den Entwicklern da verarschen laesst - wird wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruhen.
    @Rivn: der Vergleich bzgl. der Leistungsdichte hat zwei Haken - zum einem ist die Akkukapazitaet beschraenkt wenn das Teil mit ins Flugzeug soll. Zum anderen - die Abwaerme muss ja auch weg... .
    Trotzdem hat halt ARM grundsaetzlich zwei Vorteile: Chipflaeche die fuer x86/amd64 nach Microops nicht benoetigt wird kann fuer was anderes benutzt werden. Und ARM war von Anfang an auf Stromsparen und da Performance/Watt ausgelegt.
    Umgekehrt reisst ARM halt nichts auf dem Desktop oder im Server-Bereich...
    Wo ich zustimme: das mit der Emulation ist ein Notnagel den man eigentlich rausnehmen sollte. Das macht keinen Sinn da Strom zu verschwenden wenn man dem Anwender ein Geraet geben will was die ultimative Laufzeit hat.
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    Warum Microsoft nicht jedem Pro X z.B. einen 100 EUR Gutschein fuer ARM-Apps im eigenen Store beilegt ist mir auch ein Raetsel. Denn: das Geld wird im Store dann ja garantiert ausgegeben. Und wer keine ARM Apps anbietet den bestraft dann das Leben oder so...
    Eigentlich braucht sich MS nicht wundern, daß kein großer Hype entsteht. Ich hab von diesen Geräten nur über Tec-Kanäle erfahren. Der Kunde der nicht in diesen Kanälen unterwegs ist bekommt davon nix mit. Aber ist wahrscheinlich auch besser so, denn der Kunde erwartet dann einfach Windows. Windows muss Weg von tablets oder ähnlichem Touch-Formfactor.
    @Miine
    Microsoft ist zwar passiv und hofft auf externe Entwickler, aber bestimmt kein Opfer. Wenn Entwickler aber woanders für ARM-basierte Geräte entwickeln, um heute zu verkaufen und die Miete zu zahlen ist das legitim, keine Verarsche. Nur Microsoft kann aktiv mit gutem Beispiel vorangehen, die Hürden für Entwicklung bzw. Verteilung niedrig halten und damit attraktiv für die Kundengruppe "Entwickler" werden. Nicht der Kunde hat versagt, wenn dieser anderweitig einkauft.
    Die Akku-Kapazität muss nicht gleichermaßen neunfach wachsen um über den Tag zu kommen, da wohl kaum stetig alle CPU- und GPU-Kerne und das Display aktiv sind.
    Die geringe Abwärme eines Smartphones wird auch bei neun Geräten passiv abgeführt. Spannend wäre, welche Leistungssprünge mit einer aktiven Kühlung möglich sind. Erst damit und mit passenden Programmen kann sich überhaupt zeigen, wieviele ARM-Kerne für den Desktop nötig sind, um dort was zu reißen.
    Ist doch super daß es Photoshop for iPad bereits gibt
    https://www.adobe.com/de/products/photoshop/ipad.html?gclid=Cj0KCQiA-4nuBRCnARIsAHwyuPoGIad-Dgldx7TB7I2ORGv5d_jhPFBub6bXiH2hQ41jfVZ4psitkVcaAlGiEALw_wcB&&sdid=88X75SKP&mv=search&ef_id=Cj0KCQiA-4nuBRCnARIsAHwyuPoGIad-Dgldx7TB7I2ORGv5d_jhPFBub6bXiH2hQ41jfVZ4psitkVcaAlGiEALw_wcB:G:s&s_kwcid=AL!3085!3!394520476023!e!!g!!photoshop%20ipad
    Endlich weg mit dem 30 Zöller, dem ganzen Kalibriergedöns, Hauptsache man ist kreativ.
    Daß für Adobe diese Geräteklasse zur Goldgrube wird und daß bei Apple auch keiner kalte Fuße kriegt ändert nichts an der Tatsache daß irgendwann jedem klar ist, daß Microsoft zuerst das eigene Mobile Device OS auf die Beine stellen muß.
    Daß Google mit Android da schon wesentlich besser aufgestellt ist wird Satya Nadella nicht entgangen sein, die Entscheidungen seitens der OEMs passen dazu.
    Sicherlich ärgerlich für die (wenigen) Leute, die keine Ahnung davon haben, was das ARM in Kombination mit Windows in der Praxis bedeutet und dafür (viel) Geld ausgegeben haben oder es noch tun werden.
    Alle anderen sollten es besser wissen bzw. lassen sowieso die Finger davon. Es muss halt mehr geboten werden, als nur halbherzige Versuche. Mit der "stets bemüht"-Einstellung von MS wird das nichts.
    Wir haben es doch schon einmal gesehen. Das Surface Laptop wurde mit Windows 10S ausgeliefert und das hat sich sehr schnell als Fehler dargestellt.
    Ich denke beim Pro X wird es dasselbe sein und die Software-Alternative wird Windows 10X heissen.
    Mir ist es ein Rätsel, wieso Microsoft das nicht gleich "richtig" macht.
    Microsoft & ARM = Windows 10X und nicht Windows 10 ARM.
    Gedankenblitz, frei von Hintergrundinformationen, reine Spekulation:
    Vielleicht sollte das Pro X ja erst im nächsten Jahr mit Windows 10X kommen. Nachdem aber klar war, dass mit Samsung der letzte OEM abspringen wird, war man unter Zugzwang, weil es sonst überhaupt kein Gerät mit Windows on ARM mehr gegeben hätte...
    Da alle anderen abgesprungen sind ist es recht sinnfrei , noch ein eigenes Gerät mit der totgeweihten Platform in den Markt zu werfen.
    Die negativen Schlagzeilen wären damit sicher und dem angeschlagenen Ruf der Marke Mikrosoft bestimmt nicht zuträglich!
    @Pixelschubse: es ist was Adobe angeht angeblich sogar noch schlimmer - Photoshop fuers iPad OS ist nicht einfach eine 1:1 Konvertierung der Engine sondern die haben eine Neue geschrieben!
    @Rivn: das Adobe sich fuers iPad eine neue Engine (RAM Bedarf etc.) UND eine neue Oberflaeche entwickelt anstatt einfach fuers Pro X mal den ARM-Switch anzuschmeissen - DAS sagt eigentlich alles.
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    Da komm ich mir als Windows Benutzer ja schon verarscht vor. Zumal ich als ehemaliger Mac-Benutzer noch den Auftritt von Adobe auf Apples Keynote bzg. Photoshop beim PowerPC zu Intel-Switch im Kopf habe: alles ganz easy...
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    Und was macht Microsoft? Die schauen einfach zu - wie sie von Adobe verarscht werden.
    Wuerden die einen ARM-App Gutschein dabeilegen, dann wuerden die Pro X Kaeufer ein paar Monate warten ob Adobe in die Gaenge kommt und wenn nicht - dann holen die sich halt die Affinity Apps. Die gibts zwar auch noch nicht in ARM aber ich kann mir nicht vostellen das ein relativ kleiner Hersteller sich eine Gutscheinaktion entgehen laesst. Das ist "geschenktes" Geld - denn es wuerden sich auch Leute deren Apps holen um einfach den Gutschein einzuloesen (Gueltigkeit sollte zeitlich begrenzt sein). Gehoert ja mit zu dem Besten was es im Store ueberhaupt gibt.
    BTW: Affinity bietet gerade Affinity Photo fuers iPad mit 50% Rabatt an...
    Ich hoffe zwar das Windows on ARM nicht scheitert, wenn ich aber ehrlich bin, dann habe ich der Plattform nie große Chancen eingeräumt. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn neben Intel und AMD noch ein andere Plattform unterstützt wird. Aus Sicht des Kunden muss ich aber sagen, dass ich unabhängig von der verwendeten CPU erwarte, dass alles mögliche läuft. Wenn man X86-Programme emulieren muss, dann werden die Programme nun mal nicht schneller. Ganz im Gegenteil. Man muss sich bei einer Emulation vorstellen, dass alle Befehle welcher die CPU ausführen soll auf die emuliere CPU umgesetzt werden müssen. Befehle welche die ARM-CPU nicht kennt müssen sogar softwareseitig emuliert werden. Das braucht sein Zeit. Deshalb ist eine Emulation immer von Nachteil. Wenn ich als Kunde die Wahl habe, dann kaufe ich das Gerät auf dem meine Software gute und flüssig läuft. Von daher hat Windows on ARM leider von Haus aus einen gravierenden systembedingten Nachteil den man nur teilweise ausgleichen kann. Anders sieht die Situation vielleicht auf, wenn man Software nutzt, welche als Bytecode kompiliert ist und mit einem JIT-Compiler läuft. Dann braucht man auf jeder Plattform "nur" den entsprechenden Framework und die Sache läuft einigermaßen flüssig.
    Ich habe große Hoffnungen in Bezug auf W10 ARM 64 Desktop. Läuft bei mir smart auf bereits drei Geräten. Auf drei Lumias 950 XL. Möchte gerne noch ein paar Jährchen System-Updates hierfür haben. Also, kauft bitte Notebooks mit WoA 64, damit's weitergehen kann.
    Ich hielt und halte es nach wie vor für einen Fehler, überhaupt x86/win32-Emulation in Erwägung gezogen zu haben. Das hat allen internen und externen Entwickler-Mannschaften ein "kann, muss aber nicht" signalisiert, während die Nutzergemeinde mangels nativer, schicker Anwendung (nicht nur Hardware!) zwangsläufig primär über die Performance der Emulation für ihre verwendeten x86-Programme den Kauf abwägen.
    Was mit ARM-Architektur möglich ist zeigt allerspätestens Adobe mit Photoshop auf einem iPad Pro. Ordnet man 9 Smartphones mit identischen Prozessoren in der Fläche eines Laptops an, bekommt man eine Vorstellung von Leistungsdichte bei damit 54 CPUs, 36GB RAM, 36 GPUs, 5376 x 2484 Pixeln und 576 GB SSD. Nicht Adäquate Leistung mit Intel/AMD/Nvidia/ATI in diesem Formfaktor ist kaum vorstellbar, egal zu welchem Preis.
    Daher ist Windows on ARM aus meiner Sicht der einzige Weg, längerfristig ein OS beim Endanwender platziert zu halten. Da müssen mutige Entscheidungen und hohe Investitionen in Software über mehrere Jahre beschlossen werden, nicht nur vom CEO allein.

    Meinst du nicht ARM & deren Lizenznehmer hätten das nicht schon längst gemacht wenn deine Milchmädchen sooo simple wäre. 9 iPhone SOC's brauchen locker auch um die 40 W wenn alle Kerne incl. der GPU voll aufdrehen. Das bringst du auch nicht so einfach weg ohne aktive Kühlung. Ach doch mit runtertakten. Und als nächstes musst du erst mal Apps finden, die mit 54 Cores, die zudem 1/3 Performance und 2/3 Effizienz Kerne sind, also sehr unterschiedlich leistungsfähig sind, vernünftig zu skalieren. Wenn ich hier immer über die heilsbringerischen Qualitäten der Arm Technologie lese glaube ich fast das mancher meint Intel sei über Nacht komplett verblödet. Das Arm-Silizium rechnet bei ähnlicher Wafer Technik nicht schneller oder langsamer als das von Intel. Also bleibt nur das Chip Design und welches Szenario vorgesehen ist - wo also der Optimierungsschwerpunkt lag und welche Anwendungsbandbreite abgedeckt werden sollte. ARM steht jetzt vor dem Problem, das mehr Performance nur über mehr TDW geht und sie somit in der Intel-Welt ankommen - Shrink auf 7nm hin oder her. Die Vergleiche von ARM mit unterschiedlichen Die haben keine Performance- Wunder nach einem Shrink offenbart. Zaubern können die auch nicht.
    @Miine
    na klar, sieht man auch auf den ersten Blick.
    Abgesehen davon, auf Pad-Größe ist eine Programmoberfläche wie die von Photoshop Classic nicht unterzubringen.
    Ohne Adobe in Schutz zu nehmen, man hat geliefert was die User wollten ;)
    Hab´ ich´s nicht gesagt?! Absolut vorhersehbarer Verlauf....
    Über Jahre bestätigt sich das wieder und wieder.
    Mein persönliches Fest wird das Einstampfen des Microsoft-Stores :hallo
    "Wer Windows kauft will keine Apps - Wer Apps will kauft kein Windows"
    Ich weiß, das nervt. Aber ist halt so..... :smokin
    keksvertilger 08.11.2019, 8:24
    Hab´ ich´s nicht gesagt?! Absolut vorhersehbarer Verlauf....
    Über Jahre bestätigt sich das wieder und wieder.
    Mein persönliches Fest wird das Einstampfen des Microsoft-Stores
    "Wer Windows kauft will keine Apps - Wer Apps will kauft kein Windows"
    Ich weiß, das nervt. Aber ist halt so.....

    Die Aussage nervt nicht, sondern ich schlicht falsch. Ob nun Programme oder Apps. Ich nutze das was passt. Wenn möglich genieße ich die Vorteile des Stores. Ist schon äußerst angenehm wenn ich mich um keine Updates mehr kümmern muss. Läuft alles im Hintergrund. Lediglich das ich Apps aus "Meine Bibliothek" nicht löschen kann nervt. Die Liste wird immer länger. Das Ausblenden hilft nur temporär. Wenn ich den Rechner mal neu installiere bin ich wieder am Ausblenden. Davon abgesehen möchte ich den Store aber nicht mehr missen. Falls Microsoft so verrückt sein sollte den Store einzustampfen, dann werde auch ich über einen Plattformwechsel ernsthaft nachdenken müssen. So bin ich nach wie vor von W10 begeistert.
    Ich bin zu 100% sicher, es wird exakt so kommen! Und genau aus diesem Grund lasse ich mich garnicht erst darauf ein. Die Aktualisierungen, die kommen doch sowieso.... Halt nur nicht im Hintergrund, sondern offensichtlich und kontrollierbar. Das passt schon so und bringt mehr Vor- als Nachteile aus meiner Sicht.
    Die automatische Aktualisierung von Programmen im Hintergrund ist für mich auch das Killer-Argument für den Store. Das werden wir in Zukunft aber auch über die msix-Pakete bekommen, die unterstützen das nämlich ebenfalls. Aber nur, weil es noch besser wird, ist das ja dann kein Grund, mit dem Ätsch-Finger auf den Store zu zeigen.
    Ich mag die Idee ebenfalls, die Umsetzung aber ist nach wie vor eine Katastrophe. Der Store macht einfach keinen Spaß. Es ist unwahrscheinlich, dass sich das noch grundlegend ändert, der Stecker ist ja schon halb gezogen. Mein Wunsch ist wie gesagt ein Store, der Spaß macht. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, dann wäre es in der Tat besser, man packt ihn weg.
    @Martin: Die Aussage über den Store verstehe ich nicht. Ich nutze den Store sehr gerne. Aus meiner Sicht nervt allerdings, dass ich keine Apps aus "Meine Bibliothek" endgültig löschen kann und das das Auflisten der Apps recht lange dauern. Ansonsten habe ich ein Android Smartphone und ein Android Tablet und kann nicht behaupten, dass der Google Play Store wesentlich mehr Spaß macht. Mit anderen Worten: Der Microsoft Store ist nach meiner Ansicht besser al er oftmals dargestellt wird.
    Hab? ich?s nicht gesagt?! Absolut vorhersehbarer Verlauf....
    Über Jahre bestätigt sich das wieder und wieder.
    Mein persönliches Fest wird das Einstampfen des Microsoft-Stores :hallo
    "Wer Windows kauft will keine Apps - Wer Apps will kauft kein Windows"
    Ich weiß, das nervt. Aber ist halt so..... :smokin

    Wer so etwas schreibt, hat wohl nie Apps unter Windows genutzt und nie ein Windows Phone gehabt. Ich genieße Apps aus dem Store, vor allem gute UWP-Apps. Zum einen das gleiche Nutzungserlebnis, über alle Windows Plattformen hinweg, zum anderen restlos wieder deinstallierbar, wenn man es möchte. Zuletzt immer auf dem aktuellsten Stand, dank Store-Updates. Also, wer so etwas, wie oben, schreibt, muss ein hängen gebliebener Windows 7-Nutzer sein, der unterwegs ein iOS-/Android-Smartphone führt, oder noch nicht einmal das hat (Tastenhandy neunziger Jahre).
    Der Microsoft Store muss besser werden, keine Frage. Die Auswahl größer, die Qualität der Applikationen besser. Aber was ist die Alternative, wenn es keinen Store mehr gibt? Sämtliche Programme auf Windows vom Herausgeber installieren? Von irgendwelchen Download-Links aus dem Web, Software-Quellen, die einem den Werbe-Schrott und Schadsoftware gleich mit installieren, die den Browser kapern und verstellen, solche Programme, die man erst aus .zip oder .rar entpacken muss, damit man sie installieren und nutzen kann? Nein, danke, dann hundert Mal lieber einen Microsoft Store. Nur weil der nicht perfekt ist, gleich komplett abschaffen? Da müsste man vieles auf der Welt eliminieren. Das geht zu weit.
    Ich genieße Apps aus dem Store, vor allem gute UWP-Apps.

    Wer sowas schreibt hat womöglich nie ein anderes System genutzt. Oder? Ja es gibt gut Apps - Werbung hier einfügen - aber im Schnitt ist das Appangebot und deren gebotene Qualität nur Mittelmaß.
    über alle Windows Plattformen hinweg

    Dann bist du wohl einer der wenigen, bei denen die Gerätesyncronisation funktioniert......

    Wer sowas schreibt hat womöglich nie ein anderes System genutzt. Oder?.

    Neben Windows 10 noch Linux Ubuntu als Zweitsystem auf dem Laptop und ein Galaxy S3 mit Linage OS 14.1 (Android 7.1) bespielt, zählt das? :-)
    @Martin
    auch andere Programme melden wenn ein Update vorliegt. Das ist auch gut so.
    Wenn sich bei mir auf dem Desktop gestern abend einfach so im Hintergrund ohne Vorwarnung Adobe Lightroom Classic, Photoshop 2020, Camera Raw und die Bridge aktualisiert hätten wäre ich nicht glücklich gewesen, sondern sauer.
    Photoshop alleine spülte satte 2,4 GB zusätzlich in den Programmordner. Mir sind die Größenverhältnisse bekannt und deshalb wird vorher mit den Hausmitteln auf dem Systemdatenträger aufgeräumt. Weiterhin wird eine außertourliche Systemsicherung angelegt. Geht die erste Aktualisierung schnell durch, weiß ich daß die DSL-Bandbreite passt.
    Alle weiteren Feinheiten interessiert nur die Benutzer der Software.
    KeinUntertan
    Neben Windows 10 noch Linux Ubuntu als Zweitsystem auf dem Laptop und ein Galaxy S3 mit Linage OS 14.1 (Android 7.1) bespielt, zählt das? :-)

    Darum ging es mir gar nicht, sondern darum wie du Anderen zu unterstellen versuchtest keine Apps oder WP genutzt zu haben - wie du selbst merken solltest, wen du die Scheuklappen abnimmst, ist das ziemlich flach....
    Aber mal so unter uns - wer die Mail-APP kennt, kennt auch alle höhen und untiefen der WP-Appschmiede. Die App ist bis heute so eines der schlechtesten Kreationen, die Microsoft je hervorbracht hat.
    Die App ist bis heute so eines der schlechtesten Kreationen, die Microsoft je hervorbracht hat.

    Na ja - soooo schlecht auch wieder nicht. Und für die Arbeit an 3 Nachmittagen eines Werkstudenten (ich schätze mal, daß genau so viel Aufwand drinsteckt) ist das ganz brauchbar. Ich nutze das, um bei einem dutzend Mailkonten schnell nachzuschauen, ob was da ist. ;)
    KeinUntertan
    Wer so etwas schreibt, hat wohl nie Apps unter Windows genutzt und nie ein Windows Phone gehabt. Ich genieße Apps aus dem Store, vor allem gute UWP-Apps. Zum einen das gleiche Nutzungserlebnis, über alle Windows Plattformen hinweg, zum anderen restlos wieder deinstallierbar, wenn man es möchte. Zuletzt immer auf dem aktuellsten Stand, dank Store-Updates. Also, wer so etwas, wie oben, schreibt, muss ein hängen gebliebener Windows 7-Nutzer sein, der unterwegs ein iOS-/Android-Smartphone führt, oder noch nicht einmal das hat (Tastenhandy neunziger Jahre).
    Der Microsoft Store muss besser werden, keine Frage. Die Auswahl größer, die Qualität der Applikationen besser. Aber was ist die Alternative, wenn es keinen Store mehr gibt? Sämtliche Programme auf Windows vom Herausgeber installieren? Von irgendwelchen Download-Links aus dem Web, Software-Quellen, die einem den Werbe-Schrott und Schadsoftware gleich mit installieren, die den Browser kapern und verstellen, solche Programme, die man erst aus .zip oder .rar entpacken muss, damit man sie installieren und nutzen kann? Nein, danke, dann hundert Mal lieber einen Microsoft Store. Nur weil der nicht perfekt ist, gleich komplett abschaffen? Da müsste man vieles auf der Welt eliminieren. Das geht zu weit.

    Was für eine hanebüchene Fehlinterpretation :lol !
    Der hier schreibt ist seit WindowsMobile aktiver Nutzer. HTC mTeor, MDA, SDA, seit dieser Zeit ist er AKTIV dabei. 2 Stück 950XLDS liegen aktuell noch hier auf dem Tisch, geladen und aktiv. Als DailyDriver mussten sie einem N7PlusDS längst weichen.
    Er nutzt aktuell die Build 18362.449 am Desktop und kennt die Systeme wie den Raum zwischen seinen Hosentaschen seit WIN98/ME. Er sitzt aktuell vor 150Zoll Bildschirmfläche und hat die Dinge so ganz gut im Blick.
    Er versucht sich stets ein objektives Bild von der Gesamtsituation zu machen. Immer mit ein bisschen Abstand.
    Und er haut voll rein, wenn er sich sicher ist. Bislang irrte er nicht :angel .
    Ich bleibe auch dabei. Windows ARM oder RT oder was auch immer, scheitert schon an den Apps. Fertig.
    Die Auswahl ist zu klein und die Emu zu schwach. So wird es auch noch Jahre lang bleiben. Windows ist ein Erfolg auf x86 aber eine Pleite auf ARM Systemen. Ob man das nun einsieht oder nicht, die Erfolge auf Seiten MS geben mir da leider recht.
    Das neue Windows, das abgespeckte Windows oder wie man es auch immer nennen mag, welches ja auf faltbaren Smartphones sein Treiben finden wird, wird auch an einer Sache scheitern. Nämlich an Apps und danach an Apps und wenn wir fertig sind, an Apps.
    Auf einem Desktop als Chrome Ersatz? Auch dort wird es scheitern. Weil es fehlt Apps und Apps und dann Apps.
    An erste Stelle fehlt es MS an einem Store der auch was zu bieten hat. Solange dieser nicht steht, wird es mit den Produkten nichts. Erst das Produkt und dann der Store? Funktioniert nicht und das seit Jahren. MS fehlt es einfach an einer gewissen Attraktivität in diesem Bereich und man hat Jahre lang genau in diese Richtung gearbeitet. Den Kunden vergrault.
    Also auf zu ARM Version 3.
    Ich habe gestern einen Kommentar zum Surface Pro X gelesen. Hab mir leider nicht gemerkt, wo das war, aber der Schreiber hat es mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Kauf keine Hardware, wenn die Software erst für später versprochen wird.
    Wenn ich jetzt mal ausrechne, wie viel Geld ich in den letzten zehn Jahren gespart hätte, wenn ich mich daran gehalten hätte :D.
    Das wirklich Schlimme ist aber, dass Microsoft zum wiederholten Mal selbst nicht in die Software investiert.
    Derzeit decke ich ~95% meiner Anwendungsgebiete am Subnotebook mit Apps ("richtige" Apps, keine konvertierten x86 Programme) ab. Problematisch wird es jedoch dann, wenn eine der Apps wegbricht. Beispielsweise, wenn sie aus dem Store entfernt wird, da dort kaum Alternativen zu finden sind. Das wäre für mich tatsächlich so etwas wie der GAU.
    Klar könnte ich auch auf x86 Apps / Programme umschwenken, aber ich mag das Prinzip von Apps - auch am mobilen Laptop, da sie gut strukturiert und leicht bedienbar sind. Ich brauche meist keinen riesen Funktionsumfang und für mich reicht als Beispiel Photoshop Elements (eines der wenigen Programme bei mir), anstelle des großen Photoshops. Genauso die mobilen Office Apps in Verbindung mit O365, denn ich brauche nicht den Umfang des riesen Officepakets.
    Was ich nur sehr schade finde: Der Store lädt nicht sonderlich zum Stöbern ein und vieles, was ich am Android Phone nutze, gibt es in der Form nicht oder nur schlechter umgesetzt für Windows. Dabei würde ich einige Apps von Android gerne auch am Laptop nutzen wollen.
    Ich bin bei meinem Anwendungsgebiet mehr oder weniger auf dem Stand 2015 stehengeblieben, und das, obwohl ich gerne Neues ausprobiere. Der Play Store wird von mir mindestens 1x im Monat durchstöbert, der Windows Store 1x im Jahr. Der ist einfach zu frustrierend, halbherzig, schlecht umgesetzt und es kommt keine Entdeckerstimmung in mir hoch.
    Ich habe gestern einen Kommentar zum Surface Pro X gelesen. Hab mir leider nicht gemerkt, wo das war, aber der Schreiber hat es mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Kauf keine Hardware, wenn die Software erst für später versprochen wird.

    In der Tat ein passender Satz.
    Eventuell Martin solltest du auch mal mehr in diese Richtung denken. Klar ist Windows auf ARM eine schöne Sache aber bei MS ist halt das Problem, funktioniert die eine Plattform nicht genau so wie die andere, scheitert die jüngere Plattform.
    Bei MS ist es auch nicht so einfach wie für Apple, heute machen wir ARM und schießen X86 ab und alle fressen es. Oder gehen von der Power CPU auf X86 und alle fressen es. Leider funktioniert es so bei MS nicht. Genau dort fängt das Problem doch an.
    Erst wenn Apple wirklich auf ARM umstellt, dann könnte MS den Schritt auch wagen aber es kann auch für Apple nach hinten losgehen. Denn auch dort schränken Apps die Funktionen massiv ein.
    Ich verstehe so oder so nicht warum viele eine richtig abgespeckte Version wollen, dann feiern wenn dort Funktionen eingeführt werden, welche es auf dem Desktop schon seit W95 gibt.
    Am Ende hat es MS schwer weil es fehlen die Entwickler für deren ARM Weg und es fehlt an Zuspruch. Es gibt keinen Grund für einen Windows User auf ARM umzusteigen, keinen.
    Einfacher wäre es mit einem Smartphone aber was soll ich sagen? Auch dort hat man auf seinen Kunden a nicht gehört, b die Sache verbockt. Es wäre schon nice gewesen ein Windows Smartphone welches die Oberfläche von seinem Launcher 10 hätte. Nein, man musste ja an den Kacheln festhalten als gäbe es kein Morgen mehr. Bis auf hier hat es in der Öffentlichkeit nur für Ablehnung gesorgt. Der Windows 10 Launcher (auch in früheren Versionen) hätte Android und iOS massiv schwanken lassen. Mobil lebe ich jetzt in der iOS Welt und somit bin ich für MS verbrannt. Am PC lebe ich in der x86 Welt und bin für Windows on ARM verbrannt.
    Selbst mit der one Drive App am Smartphone erlebe ich viele Dinge, welche andere Apps einfach besser machen. Selbst die Mega Plattform bietet auf der App mehr als one Drive. Ich ärgere mich immer wenn ich mehr als 100 Dinge löschen möchte und diese anklicke, die App schmiert ab. Auch wenn ich die Funktion alles markieren suche, ja, ich suche diese immer in der App weil diese einfach a nicht vorhanden ist oder b sich wieder irgendwo versteckt, wenn wir es mal mit der App von Mega vergleichen. Auch dort ist die Funktionsweise er App mehr oder weniger eingeschränkt. Vielleicht weil ich bei anderen iOS Apps gegenüber mehr Qualität sehe als MS bietet. Wie gesagt, vergleich mal Mega mit One Drive und die App von Mega ist eine Wohltat wenn diese mit OneDrive verglichen wird.
    So geht es mir mit vielen Apps von MS. Die Qualität stimmt nicht oder man kommt sich vor wie in einer Beta ohne Ende. Ach so, bei OneDrive nutze ich die Beta App am Smartphone aber die neuen Funktionen welche dort immer eingepflegt werden, reißen einem nicht vom Hocker.
    Und bei UWP immer und immer wieder Office vorne anzustellen und damit Entwickler von dem Weg zu überzeugen? Ausgelutscht... Office ist kein Zugpferd um Entwickler zu überzeugen den Weg mit zu gehen. Ach so, was hätte MS denn sonst als Software zu bieten um immer und immer wieder Office als erstes auf das neue zu portieren. Gibt ja nix.
    # tkmopped
    ich stimme dir vollkommen zu. Hier werden schon Grabsteine gemeißelt obwohl noch niemand gestorben ist...
    Martin
    Kauf keine Hardware, wenn die Software erst für später versprochen wird.
    Wenn ich jetzt mal ausrechne, wie viel Geld ich in den letzten zehn Jahren gespart hätte, wenn ich mich daran gehalten hätte :D.

    Immerhin hast du andere vor dem vorzeitigen Kauf des Surface Pro X gewarnt. ;) Für mich ist es vorerst auf jeden Fall keine Alternative mehr zu meinem Surface Pro 6.
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