Datenleck: Nutzerdaten von 500 Millionen LinkedIn-Nutzern im Netz aufgetaucht – Update 1

Datenleck: Nutzerdaten von 500 Millionen LinkedIn-Nutzern im Netz aufgetaucht - Update 1

Nachdem Facebook erst kürzlich wieder mit einem massiven Datenleck zu tun hatte, bei denen die Nutzerdaten von rund 533 Millionen Mitgliedern im Netz auftauchten, reiht sich nun auch Microsofts Tochter LinkedIn mit einem Datenleck in ähnlicher Größenordnung in die Misere ein. Wie die Kollegen von Golem unter Berufung auf Cybernews berichten, bieten Kriminelle die Daten von rund 500 Millionen Nutzern des sozialen Netzwerks in einem Hackerforum zum Verkauf an. LinkedIn hat insgesamt etwa 740 Millionen Mitglieder, damit wären also etwa zwei Drittel aller Nutzer von dem Datenleck betroffen.

Woher die Daten genau stammen, kann momentan noch nicht genau gesagt werden. Um die Echtheit der Daten zu beweisen, haben die Kriminellen die Nutzerdaten von zwei Millionen Betroffenen veröffentlicht. Darunter befinden sich die vollständigen Namen, Mailadressen, Telefonnummern, Informationen zum Arbeitsplatz und andere Daten wie die Links zu anderen Social Media-Profilen. Weder LinkedIn noch Microsoft haben sich bisher zu dem Vorfall geäußert.

Update 09.04.2021:
LinkedIn hat sich mittlerweile in einem Statement gegenüber uns geäußert, was ihr nachfolgend nachlesen könnt.

„Wir ergreifen umfassende Maßnahmen, um die Daten zu schützen, die uns LinkedIn Mitglieder anvertrauen. Wir haben einen Datensatz untersucht, der angeblich von LinkedIn stammt und zum Verkauf angeboten wurde. Dabei haben wir festgestellt, dass es sich tatsächlich um kombinierte Daten einer Reihe von Websites und Unternehmen handelt. Darunter sind unter anderem öffentlich einsehbare Mitgliederprofildaten, die offenbar von LinkedIn durch Scraping abgegriffen wurden. Somit handelt es sich nicht um ein Datenleck und es waren keine privaten Daten von LinkedIn Nutzern in den Daten enthalten, die wir überprüfen konnten.

Jegliche missbräuchliche Nutzung der Daten unserer Mitglieder, wie beispielsweise Scraping, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von LinkedIn. Der Versuch, Mitgliederdaten für Zwecke zu verwenden, denen LinkedIn und unsere Mitglieder nicht zugestimmt haben, wird von uns verfolgt und wir arbeiten daran, die Verantwortlichen ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen.

Weitere Informationen über unsere Richtlinien und wie wir Mitgliederdaten vor Missbrauch schützen sind hier zu finden: https://www.linkedin.com/help/linkedin/answer/56347/prohibited-software-and-extensions.“

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Quelle: Golem.de via: Cybernews

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.
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