Datenschutz-Verwirrung um doppelten Aktivitätsverlauf: Microsoft will nachbessern

Datenschutz-Verwirrung um doppelten Aktivitätsverlauf: Microsoft will nachbessern

Windows 10 sendet Aktivitätsdaten an Microsoft, auch wenn der Nutzer diese Einstellung deaktiviert hat. So oder so ähnlich war das in den letzten Tagen verschiedentlich zu lesen. Was sich nach einem handfesten Datenschutz-Zwischenfall anhörte, entpuppte sich als Missverständnis. Dieses hat Microsoft allerdings selbst zu verantworten, weil man für zwei verschiedene Dinge den selben Begriff verwendet hat. In diesem Punkt will man jetzt nachbessern.

Ausgangspunkt war wieder einmal ein Reddit-Thread. Dort hatte ein Nutzer festgestellt, dass der Aktivitätsverlauf im Microsoft Privacy Dashboard mit Daten gefüllt war, obwohl die gleichlautende Einstellung in Windows 10 deaktiviert war.

Gemeint ist die folgende Einstellung, zu finden unter Datenschutz / Aktivitätsverlauf. Standardmäßig sind beide Optionen inaktiv, ich habe sie bei mir manuell eingeschaltet.

Windows 10 Aktivitätsverlauf

Diese Einstellungen gelten für die Zeitleiste (Timeline) von Windows 10 und dienen dazu, den Verlauf geöffneter Programme, Dokumente und Webseiten entweder lokal (erste Option) zu speichern oder diese Informationen zwischen allen beteiligten Geräten zu synchronisieren (zweite Option).

Im Privacy-Dashboard des Microsoft-Kontos findet sich ebenfalls eine Rubrik, die „Aktivitätsverlauf“ heißt – aber eine andere Bedeutung hat. Hier stehen nämlich die Infos, die Microsoft bei der Sammlung von Diagnosedaten speichert. Das ist der Fall, wenn man unter „Diagnose und Feedback“ die Option „Vollständig“ gewählt hat.

Diagnosedaten in Windows 10

Microsoft USA hat an verschiedene Medien ein Statement verschickt, unter anderem an OnMSFT. In diesem Statement entschuldigt man sich für die Begriffsverwirrung und verspricht, durch eindeutige Bezeichnungen für Abhilfe zu sorgen. Um den „Aktivitätsverlauf“ zu unterbinden, der im Privacy Dashboard angezeigt wird, muss obige Einstellung auf „Standard“ gesetzt werden.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Auf dem Gerät will ich das nicht speichern,aber ich sende es an Microsoft. Auch die Aktivität meines MS Kontos. Ich bin Insider und finde das ganz normal und nützlich.
    Ich möchte so gut wie gar keine Aktivitäten auf meinem PC als auch Online Speichern, da ich hier nicht nur Private sondern auch berufliche Tätigkeiten an meinen PCs verübe.
    Also ich habe da kein Missverständnis seitens Microsoft erkannt, nur die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche ist da wie immer etwas schwammig gelaufen.
    Im Übrigen geht es mir eigentlich nur ums Prinzip, "Meine Daten gehören mir" egal welche Seiten ich unter Windows 10 Anklicke oder wie oft ich am Tag ein Dokument öffne geht das niemanden etwas an und schon gar nicht einer Firma die in Amerika sitzt auch wenn immer wieder von Microsoft Irland gesprochen wird.
    Vor allem bei Office gibts ja keinerlei Privat Sphären Einstellungen und doch sendet Microsoft Office noch wesentlich mehr Daten nach hause als Windows 10, zumindest haben das Forscher in den Niederlanden herausgefunden.
    @PeterK:
    Hust
    Darum gibt es USB-Sticks, wo man sich ein Linux rauf installieren kann. Da wird die Privatsphäre noch geachtet. Obgleich Linux frei zu Verfügung steht und MS-Windows die normale Version ca. 145 Euro, die Pro-Version ganze ca. 259 Euro kostet.
    Das selbe mit MS-Office und z.B. LibreOffice.
    Man kann den Spieß drehen wie man möchte und mit Argumenten der besseren Nutzbarkeit und optimaler Update Politik sich schön reden, oder schlecht reden....
    Die Frage stellen sich sehr viele User und Firmen Chefs. Entwickler wissen auch nicht, wo die Fahrt hingeht. Aus lauter Verzweiflung werden Programme so geschrieben, das sie in Browsern laufen u.s.w.
    Ich kann nur empfehlen, wenn man mit sensiblen Daten arbeiten muss, einen Rechner vom Web zunehmen und am besten mit win7 SP1 zu betreiben....
    @Freizeit:
    Das öffnen wäre unter Umständen noch ok, Aber bei der automatischen Rechtschreibung/Grammatik Prüfung Beispielsätze zur Analyse versenden, ist schon aus Datenschutzgründen ehr schwierig. Genau dieses Verhalten wurde von den Niederlanden kritisiert.
    Bei mir waren komischerweise im Verlauf sogar meine ganzen Spiele zu sehen, die ich auf XBox in letzter Zeit gespielt habe. Die machen einen auf Google, ohne das mal offen zu kommunizieren.
    ....und mal wieder taucht somit unweigerlich die Frage auf: "Wie verlässlich sind Beteuerungen aus der Microsoft Chefetage?" Für WIN10-Privatsphäre-Einstellungen wird jedenfalls weiter bestätigt: Manch Nutzer (+BSI) finden zu Recht die Zugänglichkeit zu den WIN10-Privatsphäre-Einstellungen trotz anderslautender Microsoft-Beteuerungen unübersichtlich oder unvollständig..... Für Weiterführendes vgl. z.B. auf https://www.urjo.de/urjo-de-aktuell/#2018_11b und https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Cyber-Sicherheit/Empfehlungen/SiSyPHuS_Win10/SiSyPHuS_node.html ...
    Hobby Rob
    Bei mir waren komischerweise im Verlauf sogar meine ganzen Spiele zu sehen, die ich auf XBox in letzter Zeit gespielt habe. Die machen einen auf Google, ohne das mal offen zu kommunizieren.

    Tut Microsoft nicht? Seit wann ist das Weiterverwenden der Daten das Hauptgeschäft von Microsoft geworden? Man kann lügen oder Leute in Verruf bringen, indem man ungenau formuliert; so etwa wie Du es gerade tust.
    urjo_de
    ....und mal wieder taucht somit unweigerlich die Frage auf: "Wie verlässlich sind Beteuerungen aus der Microsoft Chefetage?" Für WIN10-Privatsphäre-Einstellungen wird jedenfalls weiter bestätigt: Manch Nutzer (+BSI) finden zu Recht die Zugänglichkeit zu den WIN10-Privatsphäre-Einstellungen trotz anderslautender Microsoft-Beteuerungen unübersichtlich oder unvollständig..... Für Weiterführendes vgl. z.B. auf https://www.urjo.de/urjo-de-aktuell/#2018_11b und https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Cyber-Sicherheit/Empfehlungen/SiSyPHuS_Win10/SiSyPHuS_node.html ...

    Taucht sie eigentlich nicht, weil es sich um einen Übersetzungsfehler gehandelt hat, aber nicht um einen Datenschutz-Skandal. Was ersichtlich gewesen wäre, hättest Du gelesen und nicht bloß vorgehabt, Deine Theorien unters Volk zu bringen.
    Warum diese künstliche Aufregung? Wer wenig bis keine seiner Daten auf Microsoft-Servern sehen will, braucht doch nur die entsprechenden Einstellungen zu wählen. Wählt man bei Diagnosedaten Standard und schaltet nahezu alles andere im Bereich Datenschutz aus, dann stehen im Online-Aktivitätsverlauf keine Daten.
    Da wollte wohl mal wieder ein Reddit-Nutzer berühmt werden. Wer den Text bei Diagnosedaten Vollständig nicht versteht und es trotzdem aktiviert, sollte vielleicht mal seinen Internetführerschein zurückgeben.
    Oha, lach... da fühlt sich wohl jemand angesprochen... von Hauptgeschäft habe ich rein gar nichts geschrieben. Also mal schön locker bleiben.
    von Hauptgeschäft habe ich rein gar nichts geschrieben.
    Du hast doch das Verhalten von Google in Form eines Vergleichs in die Diskussion eingebracht. Dann wird ein Schluß auf das Hauptgeschäft von Google, das nun mal unzweifelhaft auf den Daten seiner Nutzer und deren Verwertung basiert, wohl erlaubt sein. Niemand kann etwas dafür, wenn Du Deine Argumente nicht im Griff hast.
    Das Problem an der Geschichte soll wohl sein, dass die Einstellungen unter Datenschutz keine Wirkung haben sollen.
    Hier beschreibt Günter Born die Hintergründe:
    https://www.borncity.com/blog/2018/12/14/windows-10-sendet-trotz-deaktivierung-aktivitten-an-ms/
    Erst wenn man in den Gruppenrichtlinien entsprechende Funktionen von "nicht konfiguriert" auf "aktiviert" umstellt, kann man in den Datenschutzeinstellungen die entsprechenden Schalter betätigen, die dann auch Wirkung zeigen.
    Oder eben gleich in den GPO alles auf "deaktiviert" stellen, dann ist auch Ruhe.
    Das ist allerdings nur bei der Pro oder Enterprise möglich. Windows-Home-Nutzer haben diesbezüglich das Nachsehen.
    Anstoß der Kritik ist wohl, dass die Einstellungen in der Registry jedesmal nach einem Funktions-Upgrade wieder auf "nicht konfiguriert" gesetzt werden. Windows-Home-Nutzer haben dann auf konventionellem Wege keine Möglichkeit, den Datenverkehr zu unterbinden. Nur eben mit einem Hack in der Registry.
    Das darf nicht sein, liebe Leute.
    Mag ja sein, dass manchen hier meine Argumente nicht schmecken, aber das muss ja auch nicht sein. Inwieweit Ihr den ganzen virtuellen Schaltern traut, ist allein Euer Problem. Ich sehe nur auch bei Windows immer mehr davon und das verstärkt eben mein Gefühl, dass es ähnlich gehandhabt wird, wie bei Google. Nicht ganz so krass, aber ähnlich... Big Data eben.
    Micha45
    Erst wenn man in den Gruppenrichtlinien entsprechende Funktionen von "nicht konfiguriert" auf "aktiviert" umstellt, kann man in den Datenschutzeinstellungen die entsprechenden Schalter betätigen, die dann auch Wirkung zeigen.
    Also ich musste nichts an den Gruppenrichtlinen verstellen, damit der Online-Aktivitätsverlauf bis auf den Bing-Suchverlauf (nur der aus Edge) und irgendwelche OneDrive-Aktivitäten leer ist.
    OneDrive wurde mit dem Konto und dem PC nicht mal genutzt - weder die App noch der Desktop-Client. Was auch immer Microsoft da aufgezeichnet haben will. Es gibt jedoch tatsächlich in OneDrive keine Möglichkeit dahingehend etwas zu deaktivieren. Allerdings ist das bei der Nutzung eines Cloudspeicherdienstes wohl kaum nötig.
    Hobby Rob
    Ich sehe nur auch bei Windows immer mehr davon und das verstärkt eben mein Gefühl, dass es ähnlich gehandhabt wird, wie bei Google.
    Außer das berühmte Raunen im Walde nichts. Keine Fakten sondern nur ein Gefühl basieren auf der Angst vor virtuellen Schaltern oder was?
    build10240
    Also ich musste nichts an den Gruppenrichtlinen verstellen, damit der Online-Aktivitätsverlauf bis auf den Bing-Suchverlauf (nur der aus Edge) und irgendwelche OneDrive-Aktivitäten leer ist.

    Bei mir werden die entsprechenden Einstellungen in der GPO allerdings nach jedem Upgrade überprüft und bei Bedarf wieder gesetzt. Nach dem Aufspielen des Upgrades stehen die Einstellungen in der GPO tatsächlich jedesmal wieder auf "nicht konfiguriert".
    Und dann sollen die Schalter in den Datenschutzeinstellungen angeblich keinen Effekt haben.
    Ich formuliere den vorstehenden Satz ganz bewusst im Konjunktiv, weil ich die Protokolldateien dahingehend bis dato noch nie überprüft habe.
    Hier (englischsprachig) geht man etwas ausführlicher auf das Thema ein:
    https://www.tenforums.com/tutorials/100341-enable-disable-collect-activity-history-windows-10-a.html#option2
    Diese Einstellungen in der GPO sind gemeint, so sieht das bei mir aus:
    Hobby Rob
    Oha, lach... da fühlt sich wohl jemand angesprochen... von Hauptgeschäft habe ich rein gar nichts geschrieben. Also mal schön locker bleiben.

    Dann erkläre, was bedeuten soll, dass Microsoft "einen auf Google macht". Das eine kannst Du so nicht haben ohne das andere.
    Hobby Rob
    Fakten habe ich in letzter Zeit sehr oft in meinem Aktivitäts-Verlauf, trotz deaktivierter "Schalter"

    Welche Schalter?
    Den Artikel noch einmal lesen und entsprechend vorgehen, denn "die Fakten" sagen nichts von allein.
    Hobby Rob
    Mag ja sein, dass manchen hier meine Argumente nicht schmecken, aber das muss ja auch nicht sein. Inwieweit Ihr den ganzen virtuellen Schaltern traut, ist allein Euer Problem. Ich sehe nur auch bei Windows immer mehr davon und das verstärkt eben mein Gefühl, dass es ähnlich gehandhabt wird, wie bei Google. Nicht ganz so krass, aber ähnlich... Big Data eben.

    Also unterstellt der Nutzer hinter Deiner IP-Adresse, dass es Google auszeichnet, die Leute "zu betrügen", weil Du auf nicht funktionierende Schalter zielst, während Du ausschließst, die Weiterverarbeitung der Daten zu meinen, wie Du mir gegenüber verneint hast.
    Das so nennt man Rufmord oder Verleumdung, was kein Argument ist, auch keine Diskussion oder Meinung.
    Kein Grund, sich jetzt permanent in die Wolle zu kriegen und darüber zu philosophieren, wer der größere Datensammler ist.
    Unsere Daten wollen sie alle! Die einen gehen vielleicht nur dezenter vor als andere. Unter dem Strich bleibt es aber das Selbe.
    Wir leben im digitalen Zeitalter, in einer globalisierten Welt. Das ist zum Teil Segen, aber zum Teil auch Fluch.
    Die Profitgier von denjenigen, die schon viel haben, aber den Hals nicht vollkriegen und von denen, die gerne ein großes Stück vom Kuchen abhaben wollen, auf Teufel komm raus, ist eines der größten Übel der Neuzeit.
    Und wir Normalos sind da mittendrin und müssen es über uns ergehen lassen. Ein Teufelskreis.
    Finden wir uns damit ab und streben, mit unseren relativ bescheidenen Mitteln und Möglichkeiten, bestenfalls nach Schadensbegrenzung. Meckern und sich gegenseitig anmachen ändert schon mal gar nichts.
    Dass Du selber hier philosophierst über das große Ganze, über die Machtlosigkeit der Nutzer, und darüber dass man sich dem Schicksal ergeben müsse, das alles ist Deinem scharfen Auge des Friedens entgangen, oder?
    Noch dazu dass Du hintenrum in der Folge dann doch wieder unterstellst, dass Microsoft in Wahrheit nur persönliche Daten sammeln will, wobei lang wie breit hier versucht wurde, den Unterschied zu verdeutlichen zwischen der Übersetzungspanne oder Wortwahlpanne bei Microsoft und dem Geschäftsmodell bei Google, das auch nicht geheim ist, sondern nur unbeachtet abgenickt wird.
    Begründung und Argumente zu fordern, ist kein Streiten, sondern eine Selbstverständlichkeit in einer Diskussion, was offensichtlich sein sollte, und im Idealfall sollte man gar nicht fordern müssen.
    Nur zunehmend - mein Gefühl - haben die Leute keine Ahnung mehr davon, wie man diskutiert, sie spucken ihre Meinungen ohne Begründung herum, und empfinden als Angriff, wenn man sie fragt nach ihrer Begründung oder ihren Argumenten. Meist wird daraufhin das Gespräch abgebrochen mit dem Vorwurf, man wolle deren Meinungsfreiheit beschneiden -- ein Hoch auf die Bildungsferne.
    Noch dazu dass Du hintenrum in der Folge dann doch wieder unterstellst, dass Microsoft in Wahrheit nur persönliche Daten sammeln will

    Wo habe ich das behauptet?
    Du hast aber generell kein Wort von dem verstanden, was ich mit dem Beitrag ausdrücken wollte.
    Dein Kommentar lässt jedenfalls darauf schließen.
    Du unterstellst anderen mangelnden Diskussionsstil?
    Wenn man sich allerdings deine letzten Kommentare, die zum Teil persönliche Angriffe und Herabwürdigungen gegenüber anderen Foristen beinhalten, vor Augen führt, dann kommt man sich jetzt irgendwie verarscht vor.
    Mir geht es um Grundsätzliches, was das Datensammeln der Konzerne betrifft und um Transparenz, was die Art der Daten betrifft.
    Und da ist es mir auch vollkommen egal, welchen Namen die Konzerne tragen.
    Micha45
    Unsere Daten wollen sie alle! Die einen gehen vielleicht nur dezenter vor als andere.

    Ja und Nein. Wir sind uns einig, dass es sowohl Google als auch Microsoft sicher als "lästig" empfinden, sich andauernd rechtfertigen zu müssen, und dass ihnen die User am liebsten sind, die einfach alles hinnehmen. Der entscheidende Unterschied aber ist, dass Google diese Daten und deren Verwertung zum Überleben braucht. Sie sind wirtschaftlich darauf angewiesen, an diese Daten zu kommen und sie gewinnbringend zu verwerten. Und genau das ist eben bei Microsoft nicht der Fall. Da muss man sich nicht mal drüber streiten, man muss nur in die Geschäftszahlen schauen und prüfen, wer womit den Großteil seines Geldes verdient.
    Ja klar, da widerspreche ich sicher nicht. Meine Anmerkung zu den Usern, die alles hinnehmen sollen, ist ja auch sarkastisch gemeint. Es zielte darauf ab, dass immer nur gemeckert und dann doch alles hingenommen wird.
    Das Geschäftsmodell von Google und natürlich insbesondere von Facebook ist ganz klar der Handel mit Benutzerdaten. Da braucht man sich nichts vorzumachen.
    Bei Microsoft ist das nicht der Fall. Microsoft sammelt in erster Linie Telemetriedaten, um ihr Produkt zu verbessern und um Fehler schnell zu erkennen. So wird das auch öffentlich kommuniziert und so lange man nichts Gegenteiliges feststellt, muss man es glauben.
    Wer seriös unterwegs ist, behauptet sicher nicht, dass Microsoft im Schwerpunkt Geschäfte mit Nutzerdaten machen würde.
    Nicht im Schwerpunkt!
    Wenn dann aber solche Dinge wie mit den offensichtlich wirkungslosen Datenschutzeinstellungen zu Tage kommen, dann kommen dem ein oder anderen vielleicht doch Zweifel, dass da irgendetwas nicht ganz so koscher ablaufen könnte.
    Und es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft öffentlich mit Problemen bei den Datenschutzeinstellungen konfrontiert wird.
    Und deshalb bin ich der Auffassung, dass Microsoft in erster Linie dafür sorgen sollte, dass in der Sache alles so transparent wie nur möglich gemacht werden sollte und vor allem die Schalter zum Abstellen funktionieren sollten.
    Dann nimmt man von vorne herein den Zweiflern den Wind aus den Segeln.
    Wobei der IST-Zustand nur ein Aspekt ist. Was durch die sich anbahnende Alexa-Integration zukünftig geschieht, auch wenn man dann nicht Direktvermarkter ist, sondern nur die Tür aufhält, bleibt zu beobachten. Muss nicht so kommen, wäre dann aber für mich ein zu Google oder Facebook analoges Verhalten.
    Hobby Rob
    Bildungsferne war jetzt sicher ganz pauschal und nicht an mich gerichtet, oder?

    Natürlich nicht an Dich! Kenne ich Dich denn? Ich denke nicht. Und bildungsfern wäre eine schlechte persönliche Beleidigung, weil es viele gute Gründe gibt, nicht auch noch übermäßig mehr zu lernen, als man braucht, denn viele Leute arbeiten eh schon lange, haben danach weder Zeit noch Kraft, sich mit dem teils langgezogenen Geschwafel auseinanderzusetzen, das man oft vorgesetzt bekommt. Den Preis dafür zahlt man nur in anderen Bereichen, wie man in Deutschland vermehrt sieht, ist aber nicht der einzige Faktor und ein Thema für den Stammtisch.
    Micha45
    Wo habe ich das behauptet?
    Du hast aber generell kein Wort von dem verstanden, was ich mit dem Beitrag ausdrücken wollte.

    Fangen wir mit dem zweiten Satz an:
    Zum ersten meinst Du nicht "Wort", Du meinst vielleicht Sinn oder Absicht oder allgemein Botschaft, die Du mit Deinen Worten übermitteln wolltest. Zum zweiten müsstest Du ansonsten behaupten, ich wäre zu blöd, um Sätze zu verstehen, was Du tun könntest, wenn Du auch Gründe dafür nennen könntest, was Du aber nicht getan hast; bloß etwas zu meinen, ist keine Rechtfertigung.
    Jetzt zum ersten Satz:
    Du schriebst:
    "Unsere Daten wollen sie alle! Die einen gehen vielleicht nur dezenter vor als andere. Unter dem Strich bleibt es aber das Selbe."
    Jetzt ging es aber um Google und deren Geschäftsmodell, das Martin mal wieder beschreiben musste, was Du auch so angenommen hast.
    Jetzt meine Worte wieder:
    "Noch dazu dass Du hintenrum in der Folge dann doch wieder unterstellst, dass Microsoft in Wahrheit nur persönliche Daten sammeln will ..."
    Ich habe die Zauberworte kenntlich gemacht, die eigentlich Deine Frage beantworten sollten, wenn aber nicht: Ich habe nirgends geschrieben, Du hättest das behauptet, da steht nicht "behaupten", da steht "unterstellen" und zusätzlich "hintenrum" und "in der Folge". Und von was? Von Deinen Worten! Warum? Weil es um Google ging und deren Geschäftsmodell und Du schriebst:
    "Unsere Daten wollen sie alle! Die einen gehen vielleicht nur dezenter vor als andere. Unter dem Strich bleibt es aber das Selbe."
    Gehört Microsoft also zu denen, die dezenter bloß unsere Daten wollen? Und weil unterm Strich alles dasselbe bleibt, muss es sich so verhalten wie bei Google.
    Also: auf Worte achten und deren Wahl; zudem auf die Folgen und Bedingungen von Aussagen. Wir können gerne über Satzbau, Semantik, Grammatik sprechen, aber das Thema wäre ein anderes. Zu dem "sich beleidigt fühlen" habe ich auch was hier schon geschrieben.
    @anthropos
    Nochmal:
    Ich unterstelle Microsoft NICHT und ich habe Microsoft NIE unterstellt, persönliche Daten zu sammeln!
    Die Aussage: "Unsere Daten wollen sie alle" ist eine allgemeine Aussage und sie ist in der Form keine falsche Behauptung.
    Hier ist Transparenz ganz wichtig, um Zweiflern und Pessimisten den Wind aus den Segeln zu nehmen.
    Und zum Abschluss, das gehört sogar zu meinem Lebensmotto:
    Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage (schreibe) und nicht dafür, wie andere es verstehen (wollen).
    Und das war's dann (für mich) zu dem Thema.
    @Micha45
    Die Flucht auf dubiose Mottos oder Prinzipien war zu erwarten. Du kannst aber nicht sagen, die Person habe mir etwas geklaut, ohne zu unterstellen, diese Person sei ein Dieb, ob Du das nun direkt geschrieben hast oder nicht. Dagegen helfen Dir auch keine Mottos, dann scheint die Sprache Dich bloß zu überfordern.
    Du darfst aber auf Deiner Meinung bestehen, wie unbegründet die auch ausfallen mag; man kann es heutzutage weit bringen mit dieser Haltung.
    Einen schönen Tag noch.
    Du kochst hier die ganze Zeit nur dein eigenes Interpretationssüppchen, gewürzt mit haltlosen Unterstellungen und unterschwelligen Beleidigungen. Brauchst du das?
    Einen schönen Abend.
    @Micha45
    Ich verweise hierauf zurück:
    anthropos
    ...
    Also: auf Worte achten und deren Wahl; zudem auf die Folgen und Bedingungen von Aussagen. ...

    Die Regeln für Rechtschreibung, Grammatik, Semantik, Syntax usf. sind eigentlich deutlich genug darin zu erklären, warum man nicht den Zeichen beliebige Bedeutung zuschreiben oder absprechen kann; ich habe meine Gründe genannt, Du bist frei, Gründe fürs Gegenteil zu nennen, statt den Empörten und das Opfer zu spielen.
    Da es aber um ein anderes Thema geht, bitte ich darum, fortan die Privatnachricht zu nutzen, weil es hier darum geht, dass Microsoft eine schlechte Wortwahl getroffen und nicht klar genug darauf hingewiesen hat, was zum Anschein führte, dass hier ein Datenskandal vorlag.
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