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DeepL in der Kritik: Teile der Infrastruktur wandern zu Amazon Web Services und mehr

DeepL in der Kritik: Teile der Infrastruktur wandern zu Amazon Web Services und mehr

Den deutschen KI-Übersetzer DeepL, welcher bis heute in Köln beheimatet ist, haben wir in früheren Jahren schon öfter behandelt und er hat sich gerade in unserer Community auch einen Ruf als erstklassige Alternative zu Google Translate erarbeitet. Mittlerweile mehrt sich allerdings die Kritik am einstigen deutschen IT-Vorzeigeunternehmen, das laut Angaben von Bloomberg aus dem letzten Jahr nicht nur an die US-Börse strebt, sondern vor allem international skalieren möchte.

Um international bestehen zu können, lagert das Unternehmen nun Teile der eigenen Infrastruktur an einen externen Hyperscaler aus. Das berichten die Kollegen von Tarnkappe.info und sparen dabei auch nicht mit Kritik an den Kölnern. Einerseits wirft die Wahl von Amazon Web Services als Cloudinfrastruktur erhebliche Fragen auf, die nicht zuletzt die Datenschutzgrundverordnung betreffen. Gleichzeitig ist das aber auch ein deutlicher Rückschritt beim Thema Digitale Souveränität. Es ist eine Sache, wenn große Unternehmen wie BMW oder SAP nicht schnell von US-Diensten weg können, aber eine andere, neue Abhängigkeiten bewusst zu schaffen.

Das Hauptproblem liegt aber auch darin, wie DeepL die bevorstehenden Änderungen kommuniziert. Legen Kunden bis zum 19. Mai keinen Widerspruch ein, gilt der Plan von DeepL als angenommen. Legt man allerdings Einspruch ein, kommt das faktisch einer Kündigung des Abos gleich, die spätestens zum nächsten Jahreswechsel wirksam werden dürfte. Alles in allem also keine schöne Entwicklung und die Vorteile von DeepL als souveränem KI-Dienst relativieren sich damit ein gutes Stück nach unten.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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