Dell Optiplex 7070 Ultra: Eine neue Idee für den modularen All in One PC

Dell Optiplex 7070 Ultra: Eine neue Idee für den modularen All in One PC

Die Geräteklasse der All in One PCs dümpelt seit Jahren vor sich hin. Viele Versuche der Hersteller, diese Geräteklasse zu pushen, sind bislang gescheitert, die Verbraucher können sich für dieses Konzept offenbar nicht so richtig erwärmen.

Einer der Gründe mag sein, dass man sich für mehr als nur für einen PC entscheidet, man kauft den Monitor gleich mit. Während man diesen aber durchaus über fünf, sechs oder mehr Jahre nutzen kann, veraltet der PC deutlich schneller.

Mit dem Optiplex 7070 Ultra sucht Dell den Ausweg aus dieser Misere, der sich auch bei anderen Herstellern abzeichnet: Modularität. Die einzige Konstante in diesem System ist der Monitor-Fuß, der Bildschirm selbst sowie die PC-Einheit auf der Rückseite sind austauschbar.

Die Compute-Einheit ist proprietär und hat trotz ihrer kompakten Abmessungen Platz für reichlich Power: In der Maximalausstattung stecken darin eine Intel i7 CPU, 64 GB RAM und zwei 2,5 Zoll Festplatten, wahlweise HDD oder SSD, auch ein NVME-Slot ist vorhanden. Lediglich bei der Grafik muss man Abstriche machen, es steht nur die integrierte Intel HD-Grafik zur Verfügung. Für Spiele ist der Optiplex 7070 also nur sehr bedingt geeignet, für ein Multi-Monitor-Setup dagegen schon: Bis zu drei Bildschirme können angesteuert werden.

Beim Monitor greift man natürlich idealerweise ebenfalls zu einem Dell, da es sich um eine VESA-kompatible Halterung handelt, können aber grundsätzlich auch Bildschirme anderer Hersteller verwendet werden.

Bei der Compute-Einheit fühlte ich mich sofort an den Surface Hub 2S erinnert, den Microsoft ja ebenfalls mit „austauschbarem Herz“ verkauft. Surface-Chefdesigner Ralf Groene sagte mir bei unserem letzten Gespräch, dass Modularität auch für andere Surface-Modelle „definitiv ein Thema“ sei. Beim Surface Studio liegt eine solche Lösung natürlich besonders nahe, erste Auswirkungen dieser Bemühungen werden wir aber auch schon bei den kommenden Modellen sehen. Austauschbare SSDs wären ja zumindest mal ein Anfang (sprach er und blinzelte dabei vielsagend).

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Chic sind sie ja die AIO-PCs, aber wer soll die Zielgruppe sein? Gamer kommen nicht in Frage, also theoretisch der Rest der User. Im Privatbereich gucken viele auf den Preis, wenn Dell den einigermaßen attraktiv gestaltet, dann könnte es klappen. Die andere Zielgruppe wäre der Bereich Office, aber da sind andere Dinge wichtiger, nämlich z.B. die Sicherheit, dass so ein Teil ohne Probleme läuft, auch da hat Dell einen guten Ruf. Wer sein Büro desginorientiert ausstatten möchte, der gehört auf jeden Fall zur Zielgruppe... trotzdem wird es der Ultra nicht leicht haben...
    Ich bin ein Fan der AIO-PCs :-) und ich finde das Konzept von Dell interessant. Ich habe seit drei Jahren ein Acer Aspire Z3-710 im Einsatz. Eine SSD habe ich nachgerüstet und wenn nichts kaputt geht, wird das Teil noch länger im Einsatz bleiben. Ich bin allerdings auch kein Gamer und Leistung spielt bei mir nicht die Hauptrolle. Daher sind PCs bei mir lange im Einsatz.
    Richtig, in Zukunft muss man das besser spezifizieren und von "lokal ausgeführten Spielen" sprechen.
    Muss ich mich erst noch dran gewöhnen :).
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