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Der Auslauf von Windows 7 beschert dem PC-Markt ein zartes Wachstum

Der Auslauf von Windows 7 beschert dem PC-Markt ein zartes Wachstum

Heute ist es also soweit, Windows 7 tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an. Zumindest offiziell, denn vor allen Dingen in Unternehmen ist das zehn Jahre alte System noch quicklebendig und läuft weltweit noch auf jedem vierten PC. Bis 2023 wird Microsoft noch Sicherheitsupdates ausliefern, allerdings zu rapide steigenden Kosten: 25 Dollar pro Gerät in diesem Jahr, 50 im kommenden und 100 im übernächsten kostet die Verlängerung für Windows 7 Enterprise, für Windows 7 Pro wird jeweils das Doppelte fällig.

Das Geld investiert man lieber vorher rechtzeitig in neue Hardware, und genau das haben viele Kunden im Jahr 2019 getan. Zum ersten Mal seit 2011 wurden mal wieder mehr Geräte verkauft als im Vorjahr. Die Zahlen der beiden führenden Marktforscher IDC und Gartner weichen geringfügig voneinander ab, kommen aber zum selben Schluss. Laut Gartner wurden im Jahr 2019 weltweit 261,2 Millionen PCs abgesetzt, was einem Wachstum von 0,6 Prozent gegenüber den Zahlen vom Vorjahr entspricht. IDC hat 266,7 Millionen Geräte gezählt und ein Wachstum von 2,7 Prozent ermittelt.

Maßgeblicher Auslöser für das Wachstum war die erhöhte Nachfrage der Unternehmen, welche im Rahmen der Umstellung auf Windows 10 in neue Hardware investierten. Man darf also davon ausgehen, dass die gestiegene Nachfrage in 2019 lediglich eine Ausnahme von der Regel ist, die sich angesichts der noch immer hohen Verbreitung von Windows 7 in Unternehmen allerdings auch in 2020 noch fortsetzen könnte. Langfristig wird sich aber an dem Trend, dass der PC-Markt schrumpft, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts ändern.

In diesem Zusammenhang möchte ich gerne einen Artikel hervor kramen, den ich vor exakt einem Jahr geschrieben habe und in dem ich dazu aufgerufen habe, im Bezug auf den PC nicht immer von der Krise zu reden – es gibt nämlich keine. Es werden einfach viel weniger PCs gebraucht als früher, verschwinden wird diese Geräteklasse aber vorerst nicht, außerdem wird sie immer besser. Und darum gilt auch ein Jahr später noch: Der PC geht nirgendwo hin.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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