Der PC-Markt wächst in der Corona-Krise

Der PC-Markt wächst in der Corona-Krise

Die Corona-Krise und der damit verbundene Anstieg von Heimarbeit geben dem PC-Markt Auftrieb, darin sind sich die Marktforscher von IDC und Gartner einig. Zwar unterscheiden sich die Zahlen wie üblich, der Tenor aber stimmt überein: Die Krise hat die Nachfrage nach PCs beflügelt.

Laut Gartner wurden im zweiten Quartal des Jahres 2020 weltweit 64,8 Millionen PCs verkauft, was einem Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Wachstum hätte noch stärker ausfallen können, wurde aber durch zwischenzeitliche Lieferschwierigkeiten ausgebremst, die jedoch inzwischen überwunden sind. Im ersten Quartal des Jahres hatten besagte Lieferschwierigkeiten zu einem Einbruch der Absätze geführt.

Bei den Top 5 gibt es keine Veränderung, Gartner sieht Lenovo hauchdünn vor HP, die allerdings überdurchschnittlich zugelegt haben. Ein größeres prozentuales Wachstum gibt es nur bei Acer, allerdings auf einer kleineren Basis.

PC-Statistik von Gartner für das zweite Quartal 2020

IDC schätzt den weltweiten PC-Absatz im zweiten Quartal auf 72,3 Millionen Geräte und sieht ein Wachstum von 11,2 Prozent. Das ist eine erhebliche Abweichung, die Rangliste sieht bei IDC allerdings ähnlich aus – nur das HP hier hauchdünn für Lenovo auf dem Platz an der Sonne landet. Das enorme Wachstum bei Apple ergibt sich aus dem Umstand, dass IDC im Gegensatz zu Gartner auch iPads mit in die Wertung nimmt.

PC-Statistik von IDC für das zweite Quartal 2020

Die gestiegene Nachfrage bezieht sich selbstredend auf mobile PCs, also Notebooks, Convertibles und 2in1-Geräte. Einig sind sich die Marktforscher auch in ihrer Einschätzung, dass es sich bei dem Wachstum um einen kurzfristigen Trend aufgrund der bekannten Ausnahmesituation handelt.

Quellen: Gartner / IDC

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Totgesagte leben bekanntlich länger
    Martin, könntest du im Sommer nicht deine Winterjacke ausziehen? Das sieht irgendwie komisch aus bei den hohen Temparaturen draußen:hallo:hallo
    Wenn Corona vorbei ist, ists damit auch wieder altgewohnt und immer mehr investieren lieber in ordentliche Server und VM.
    Nach allem, was ich von Herstellern und aus dem Channel höre, gehen alle davon aus, dass die Arbeit im Homeoffice weiter zunehmen wird, da Firmen und Beschäftigte auf den Geschmack gekommen sind. Bei uns im Verlag ist das jedenfalls so, dass mehr als bisher von Zuhause aus gearbeitet wird.
    Ich müsste auch für Home Schooling PC kaufen und gleich den Router und Festnetz Telefon ausgetauscht. Vor der Corona war nicht nötig.
    In neue oder zusätzliche Notebooks haben wir bisher nicht investiert, da bereits alles vorhanden war. Allerdings musste ich wegen Home Office in zusätzliche Peripherie in Form zweier Monitore, Tastatur, Maus und WLAN-Repeater investieren. Auch ein neuer Schreibtisch musste her. Die Kinder kommen zwar überwiegend mit den vorhandenen iPads klar, es wird aber deutlich, dass wir für sie wohl in Bälde auch jeweils ein Notebook oder einen Desktop-PC anschaffen werden müssen. Es müssen ja keine Surface-Geräte sein. ;) Vielleicht tut's auch was Gebrauchtes.
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