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Die Entstehung eines digitalen Wallet-Giganten

Die Entstehung eines digitalen Wallet-Giganten

Es war einmal in einer nicht allzu fernen Vergangenheit, als es eine Vielzahl von Zahlungs-Apps gab, die alle um einen Platz in Ihrem digitalen Wallet konkurrierten. Unter diesen eifrigen Mitbewerbern gab es einen, der sich nicht damit zufriedengab, nur ein Suchmaschinen-Superstar zu sein – er wollte die Art und Weise, wie wir bezahlen, revolutionieren. Die Antwort lautet Google.

Im Jahr 2011 beschloss Google, mit Google Wallet vorsichtig in die Welt der digitalen Zahlungen einzusteigen. Das war seiner Zeit voraus – fast zu weit voraus. Während Nutzer damit kontaktlos über NFC (Near Field Communication) bezahlen konnten, dachten die meisten Verbraucher noch, „NFC” sei eine neue Boyband.

Die Infrastruktur war noch nicht ausgereift, und die Vorstellung, mit dem Smartphone zu bezahlen, schien eher Science-Fiction als Realität. Aber Google war nicht der Typ, der eine vielversprechende Idee aufgab, nur weil sie noch etwas Feinschliff benötigte. Ein paar Jahre später war das Ökosystem für mobile Zahlungen etwas gewachsen. Apple Pay gewann an Fahrt, und andere digitale Geldbörsen tauchten schneller auf als Start-ups für Essenslieferungen.

Die große Fusion: Von Wallets zur Wunder-App

Zwei Zahlungs-Apps unter einem Dach zu haben, fühlte sich langsam so an, als würde man seine exzentrische Tante und seinen übermäßig ehrgeizigen Onkel zur gleichen Dinnerparty einladen – chaotisch. Deshalb traf Google 2018 endlich die kluge Entscheidung, beide zu kombinieren. So entstand Google Pay, wie wir es heute kennen. Es war elegant, einheitlich und hatte eine einfache Mission: digitale Zahlungen so einfach zu machen wie das Versenden eines GIFs in einem Gruppenchat.

Bei dieser neu gestalteten Version ging es nicht nur darum, an der Kasse mit dem Smartphone zu bezahlen.

Google Pay wurde als vollwertiges digitales Zahlungsökosystem konzipiert. Es ermöglichte Nutzern, Kredit- und Debitkarten zu speichern, in Geschäften zu bezahlen, Geld an Freunde zu senden und sogar online einzukaufen, ohne nach ihrer physischen Geldbörse suchen zu müssen. Es war, als hätte man ein finanzielles Schweizer Taschenmesser auf seinem Smartphone. Apropos online: auch Google Pay Casinos sind mittlerweile mehr als nur ein Geheimtipp, da hier zwei Schwergewichte der Online-Branche aufeinandertreffen, um eine perfekte Symbiose zu formen.

Ob Sie nun Baos auf der Website Ihres Lieblings-Foodtrucks bestellten oder in einem Moment fragwürdiger finanzieller Entscheidungen einen Last-Minute-Urlaub buchten, Google Pay machte es Ihnen absurd einfach. Es füllte Ihre Zahlungs- und Versandinformationen automatisch aus, schützte Ihre Daten und ersparte Ihnen manchmal sogar, die verstaubte alte Karte mit der kaum lesbaren Unterschrift herauszuholen. Online-Händler schätzten es, weil es die Zahl der abgebrochenen Warenkörbe reduzierte. Nutzer schätzten es, weil es die Frustration beim Einkaufen verringerte. Eine Win-win-Situation für alle.

Neuerfindung mit einem Hauch von persönlicher Finanzverwaltung

Im Jahr 2020 entschied Google, dass es Zeit für ein weiteres Upgrade war, und gab Google Pay ein umfassendes Facelifting. Aber es handelte sich nicht nur um Botox und eine neue Benutzeroberfläche. Die App wurde mit einer neuen Philosophie neu gestaltet: Zahlungen sollten intelligenter, sozialer und ein bisschen frecher sein. Die neue Version, die in den USA eingeführt wurde, setzte stark auf Personalisierung. Es ging nicht nur ums Bezahlen, sondern auch darum, zu verstehen, wohin das Geld fließt.

Nutzer konnten nun ihre Transaktionshistorie nach Händlern anzeigen, ihre Ausgabegewohnheiten verfolgen und sogar Angebote und Cashback-Prämien erhalten. Die Integration mit Banken und Kreditgenossenschaften begann. Und ja, man konnte die Rechnung beim Abendessen mit Freunden teilen, ohne berechnen zu müssen, wer extra Guacamole bestellt hatte. Die App wollte nicht nur eine Drehscheibe für Zahlungen werden, sondern für das gesamte Finanzleben.

Google kündigte sogar Pläne für die Einführung echter Bankfunktionen unter dem Namen „Plex Accounts” in Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzinstituten an. Obwohl das Plex-Projekt 2021 eingestellt wurde, war klar, dass Google sich nicht damit zufrieden geben wollte, nur eine Geldbörse zu sein – das Unternehmen strebte die gesamte Geldbörse an.

Mit Tap and Pay um die Welt

Natürlich verliefen nicht alle Google Pay-Geschichten weltweit gleich. In Indien, wo mobile Zahlungen zu einer Art Nationalsport geworden sind, startete Google Pay (2017 als Tez eingeführt) wie eine Rakete, die an einem Currytopf befestigt war. Tez nutzte die Unified Payments Interface (UPI), mit der Nutzer sofort Geld direkt zwischen Bankkonten überweisen können. Das System war lokal, schnell und erforderte keine NFC-Chips. Als es in Indien in Google Pay umbenannt wurde, haben die Nutzer kaum mit der Wimper gezuckt – sie waren zu sehr damit beschäftigt, ihren Chai-Verkäufern digital zu bezahlen.

Anderswo verlief die Einführung stetig, aber unterschiedlich. In Großbritannien und weiten Teilen Europas fand Google Pay seinen Platz unter einer Vielzahl kontaktloser Zahlungsoptionen. In den USA konnte es sich eine Nische unter Android-Nutzern erschließen, sah sich jedoch einer starken Konkurrenz durch Apple Pay gegenüber. Dennoch verschaffte Google Pay durch seinen offenen, plattformunabhängigen Ansatz einen Vorteil gegenüber Entwicklern und Händlern.

Ob Sie Ihrem Friseur ein Trinkgeld geben möchten, ohne umständlich Bargeld austauschen zu müssen, den neuen Dinosaurier-Hoodie für Ihren Hund online bezahlen oder die Miete mit Ihrem vergesslichen Mitbewohner aufteilen möchten – Google Pay ist mehr als nur eine Zahlungs-App, es ist ein finanzieller Begleiter für die moderne Zeit. Und angesichts der Vorliebe von Google für Neuerfindungen können wir nur raten, welche magischen Zahlungsfunktionen als Nächstes kommen werden.

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