Die ersten 24 Stunden mit dem Surface Pro X

Die ersten 24 Stunden mit dem Surface Pro X

Das Surface Pro X befindet sich nun seit einem Tag in meinem Besitz. Ein kurzer Zeitraum, in dem ich allerdings schon einige Erkenntnisse sammeln konnte. Einige davon fielen erwartungsgemäß aus, andere dagegen waren überraschend.

Wer den Auftakt verpasst hat, möchte vielleicht hier beginnen:
Ausgepackt: Das Surface Pro X ist da

Ich habe inzwischen wie angekündigt alle Programme installiert, die ich auch schon bisher auf meinen mobilen Arbeitsgeräten genutzt habe. Erste positive Erkenntnis: Es läuft alles, kein Programm verweigerte grundsätzlich den Dienst. Lediglich SnagIt 2020 wies mich schon zum Start der Installation darauf hin, dass es sich um ein 64 Bit Programm handelt, welches auf dieser Plattform nicht läuft. Glücklicherweise gibt es auch eine 32 Bit Variante.

Was nun folgt, ist eine kleine Tour durch alle Programme, die ich bislang genutzt habe. Laut Qualcomm bietet der Snapdragon 8cx, der ja die Basis des Microsoft SQ1 im Surface Pro X ist, eine mit einem Intel Core i5 der achten Generation vergleichbare Leistung. Glücklicherweise habe ich ein solches Gerät hier: Das Surface Laptop 2 vom letzten Jahr mit eben dieser CPU. Insofern war das eine gute Möglichkeit für einen „hemdsärmeligen“ Performance-Vergleich.

Soll heißen: Ich habe beide Geräte neu gestartet und anschließend die entsprechenden Programme, so gut mir das möglich war, zeitgleich aufgerufen.

Bereit? Dann geht’s jetzt los.

  • Microsoft Office
    Microsoft Office ist noch eine kleine Wundertüte. Es ist teil-nativ unter Windows on ARM, hat aber auch x86-Komponenten. Dass es sich um einen getrennten Entwicklungsstrang handelt, erkennt man auch daran, dass beispielsweise Outlook noch nicht das vereinfachte Menüband hat – trotz exakt gleicher Version auf beiden Geräten.
    Outlook startet auf dem Surface Laptop 2 einen Hauch schneller, die gefühlte Performance während der Nutzung ist allerdings identisch. In Excel sind mir auf den ersten Blick auch keine Unterschiede aufgefallen. Das Laden einer 50 MB großen PowerPoint-Datei war auf dem Surface Laptop 2 ebenfalls einen Tick schneller.
  • Microsoft Edge ARM (Canary)
    Die native ARM-Version des neuen Microsoft Edge gibt es bislang nur im Canary-Zweig, auf dem Surface Laptop 2 läuft die Developer Preview. Tatsächlich startet die native ARM-Version etwas schneller, und auch gleichzeitig aufgerufene Seiten werden auf dem Surface Pro X schneller geladen. Ein Verhalten, dass sich auch in anderen Apps zeigt, wie ihr gleich noch lesen werdet. Ich vermute, das WiFi ist auf dem Surface Pro X ein wenig performanter. Aber Performance ist Performance, und so bleibt festzuhalten, dass der native ARM-Edge für den Moment flinker ist als sein x86-Pendant.
  • Firefox 64 Bit Beta für ARM (71.0b11)
    Firefox läuft außer Konkurrenz, hier habe ich keinen Vergleich gezogen. Ich wollte einfach nur wissen, wie gut sich die native ARM-Version anfühlt. Ergebnis: Grundsätzlich sehr gut, und wenn der Fuchs rennt, dann rennt er sogar schneller als der ARM-Edge. Allerdings bleibt er zwischendurch immer mal wieder einfach hängen und zeigt für 10-15 Sekunden keinerlei Reaktion. In dieser Form tatsächlich eher eine Tech-Demo und nicht wirklich benutzbar.
  • IrfanView
    Es trat die 64 Bit-Version aus dem Store auf dem Surface Laptop 2 gegen die 32 Bit Version aus dem Store auf dem Surface Pro X an. Auf beiden Geräten startet IrfanView quasi sofort, mit einem hauchdünnen Vorteil für das Surface Laptop 2.
  • WinSCP
    Überraschung: Obwohl emuliert, ist WinSCP auf dem Surface Pro X schneller betriebsbereit. Ich habe den Test drei Mal wiederholt, um Zufall auszuschließen. Es war immer gleich.
  • SnagIt 2020
    SnagIt meckerte wie eingangs erwähnt zunächst, dass sich die 64 Bit Version nicht installieren lässt. Die 32 Bit Version funktioniert dagegen. Beim ersten Start gibt es eine deutlich spürbare Verzögerung bei der Initialisierung der Screenshot-Aufnahme, und auch die Übergabe an den Editor dauert sehr viel länger. Bei der Nachbearbeitung im Editor selbst gibt es dann keine spürbaren Performance-Einbußen. Nimmt man danach weitere Screenshots auf, ist die Verzögerung nach wie vor spürbar, aber nicht mehr ansatzweise so groß.
  • Microsoft To Do
    keine feststellbaren Performance-Unterschiede
  • Notepad++
    keine feststellbaren Performance-Unterschiede
  • Spotify und Amazon Music
    Ich fasse die beiden Programme nicht deshalb zusammen, weil es um Musik geht, sondern weil sie beide gleich schlecht sind. Beide sind unter x86 eine Zumutung, und das ändert sich erwartungsgemäß auch in der ARM-Emulation nicht. Dass beide Programme dort noch länger zum Starten brauchen, fällt fast nicht ins Gewicht.
  • Telegram Desktop
    keine feststellbaren Performance-Unterschiede
  • WhatsApp Desktop
    Einen echten Vergleich kann man nicht ziehen, weil man WhatsApp ja nur auf einem PC starten kann. Das Surface Pro X hat das Rennen insofern gewonnen, als auf dem Surface Laptop 2 die Meldung erschien, WhatsApp sei schon auf einem anderen Gerät aktiv. Die Oberfläche kam trotzdem erst einen kurzen Moment später.
  • Enpass Password Manager
    Obwohl emuliert, startet das Programm auf dem Surface Pro X einen Tick schneller.
  • paint.net
    Zwei Mal getestet, ein Mal gewann das Surface Lapop 2, ein Mal das Surface Pro X. Die Unterschiede waren jeweils marginal.
  • Dr. Windows
    keine feststellbaren Performance-Unterschiede
  • Sway
    keine feststellbaren Performance-Unterschiede
  • Twitter
    keine feststellbaren Performance-Unterschiede, grundsätzlich lädt das Surface Pro X die Inhalte aber einen Tick schneller.
  • Microsoft Teams
    Hier gilt das Gleiche wie bei Spotify und Amazon Music. Teams startet unter x86 unerträglich langsam, folglich tut es das auch auf dem Surface Pro X, Hier fällt der Unterschied aber kaum auf.
  • OneNote (UWP)
    Startet auf dem Surface Pro X schneller, während der Nutzung ist kein Unterschied spürbar.

Außer Konkurrenz sei noch der Citrix Receiver erwähnt. Den benötige ich, weil ich über VPN auf ein Firmennetz zugreife und virtualisierte Anwendungen wie Outlook, Excel, OneNote etc. starte. Hier war meine größte Sorge, ob das überhaupt funktioniert. Das ist der Fall, und ich kann bei der Performance der Anwendungen dann auch keine Unterschiede feststellen (das läuft generell ein wenig träge).

Die System-Performance ist unter dem Strich gefühlt identisch. Der Windows Explorer startet auf dem Surface Pro X schneller, dafür lädt beispielsweise der Store ein bisschen langsamer. Nicht oft, aber ab und zu, „hakt“ das System willkürlich. Es stockt dann nur für einen Sekundenbruchteil, daher ist der emotionale Effekt deutlich größer als der tatsächliche Zeitverlust.

Ich habe die obigen Tests nacheinander durchgeführt und zwischendurch keine Programme geschlossen. Alles, was ihr oben aufgelistet seht, war also irgendwann simultan auf dem Surface Pro X geöffnet. Einen Einfluss auf die Performance hatte das aber nicht.

Zwei Sätze zur Peripherie: Mein Drucker, ein HP Color LaserJet Pro M281fdw, wird vollständig übers Netz angesprochen und über die HP Smart App administriert. Ich war mir ganz sicher, dass er klaglos funktionieren würde, und so ist es auch. Mein Monitor, der LG 38UC99, lässt sich über das Surface Dock nur mit FullHD-Auflösung ansteuern, obwohl er eine native Auflösung von 3.840 mal 1.600 Pixel bietet. Ich erinnere mich, dass es beim Surface Book 2 anfangs genau so war, das konnte meine 4k-Bildschirme nur in FullHD ansteuern, was später mittels Firmware-Update gelöst wurde. In diesem Punkt besteht also noch Hoffnung, obwohl ich das Surface Pro X vermutlich ohnehin eher selten am Dock betreiben werde…

…sofern ich es überhaupt behalte. Das steht für mich noch längst nicht fest, wenngleich ich sagen muss, dass ich nach diesem ersten ausgiebigen Test positiv überrascht bin. Für mich scheint es bis jetzt zu passen, aber ich kann nicht wissen, ob ich morgen vielleicht ein Programm nutzen möchte, welches nicht verfügbar ist oder in der Emulation nicht zufriedenstellend läuft.

Dazu kommt, dass man Microsoft leider nicht trauen kann. Wenn sie Windows on ARM einstellen sollten, dann werden sie die Geräte nur noch halbherzig unterstützen oder deren Weiternutzung aktiv sabotieren, das haben sie bisher immer getan, siehe Zune, Windows RT oder eben Windows Phone. Unabhängig davon, wie mein Test des Surface Pro X weiterhin verlaufen sollte und ob ich es am Ende vielleicht sogar behalte, werde ich nicht von der Warnung abrücken, dass der Kaufpreis des Surface Pro X als Wetteinsatz anzusehen ist.

Ein Wort noch zur Akkulaufzeit, obwohl es dafür eigentlich noch viel zu früh ist. Während des obigen Tests, der ungefähr eine Stunde dauerte und den ich durchaus als Belastungsprobe sehen würde, hat das Surface Pro X 17 Prozent an Akku-Kapazität eingebüßt. Das ergäbe hochgerechnet eine Laufzeit von knapp 6 Stunden bei wirklich intensiver Nutzung.

In den rund 75 Minuten, die ich an diesem Text auf dem Surface Pro X gearbeitet habe, ließ der Akku um 11 Prozent nach. Damit wären wir bei elfeinhalb Stunden reiner Arbeitszeit, was immerhin schon sehr nahe an den 13 Stunden liegt, die Microsoft offiziell nennt.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Es bietet sich grad bei Programmen, die im Hintergrund laufen, immer an, noch nach einer ARM Alternative Ausschau zu halten. Telegram Desktop kann man z.B. wunderbar durch Unigram aus dem Store ersetzen.
    Mit dem NovaGo komme ich hier bei Nutzung von Outlook, Edge, Unigram, OneNote und Groove Music auf reale Laufzeiten jenseits der 15 Stunden.
    Na das klingt aber doch schon mal besser, als es die letzten Wochen befürchten ließen. Beziehen sich deine Erkenntnisse zu Microsoft Office auf die Pro-Version 2019 oder auf eine andere Version? Könntest du evtl. auch mal Screenpresso vergleichen?
    Mein Problem mit Windows on ARM wäre, dass es ACDSee nicht in einer 32bit-Version gibt. Das ist wohl ein grundsätzliches Problem vieler Bildbearbeitungsprogramme, oder?
    Nach deinem Test sehe ich kein Grund mehr, warum MS das Pro X aus dem Markt nehmen sollte. Dein Test zeigt, dass das Gerät ziemlich gut ist! Die Akkulaufzeit kann man natürlich mit dem Stromsparmodus und der unterster Bildschirmhelligkeit deutlich verlängern. Meine Augen vertragen das!
    Mich würde interessieren: Wieso sollte ich mir ein Pro X und kein Pro 7 kaufen? Wo liegen die Vorteile, ausser der SIM Karte. Das Gewicht ist ähnlich, die Leistung (zumindest auf dem Papier) beim Pro 7 besser etc. Mobilität gleich.
    @Martin. Danke. So habe ich es gemacht. Allerdings zeigt der EDGE Version 80.0.340.0 canary (64-Bit) an sollte da nicht ARM stehen?
    Das steht da nicht explizit. Aber an "64 Bit" erkennst du ja schon, dass es ARM sein muss. 64 Bit gibt's ja nicht emuliert, sondern nur nativ.
    Bin bisher vom Pro X sehr angetan. Ich wechsle vom Surface Pro 2017 m3.
    Ich war erst skeptisch ob die Performance wirklich ausreicht aber gar kein Vergleich zu vorher. Alles läuft sehr flüssig. Ich nutze hauptsächlich Onenote und Office und alle Programme die ich benötige sind als UWPs bzw. In ARM-Versionen erhältlich. Für mich passt die Programmauswahl also. Außerdem war mir Mobilität sehr wichtig. Bin heute mit 88% Akku um 7 Uhr gestartet und habe doch relativ viel damit gearbeitet. Bin jetzt bei 20% und ich denke das Gerät würde noch ca 2 Stunden durchhalten. Nach 1 Folge Neo Magazin Royal wurde gestern 6% weniger Akku angezeigt.
    Jetzt warte ich noch darauf dass meine Tastatur samt Stift endlich losgeschickt wird.
    Bin bisher angenehm überrascht. Werde das PRO X künftig mobil und im Urlaub statt meines Pro 3 nutzen. Wegen LTE ist dies schon sehr komfortabel. Mein Lenovo MIIX 630 kann dann in Rente. Ein 10er Display ist schon sehr klein. Deswegen hatte ich mich auch gegen das GO mit über 700 Euronen entschieden. Eine Frage hat sich für mich gerade ergeben, als das ProX so einträchtig neben meinem Pro 3 (im Dock) stand:
    Kann man das Pro X (mit USB-C) auch mit LAN mit dem NET verbinden? Würde dies über einen Adapter funktionieren? Bei Uni-accessories habe ich folgenden HUB gefunden: https://uniaccessories.io/collections/latest-innovation/New-Arrival........ Denkbar wäre evtl. auch das Dock von Microsoft. In den Verbindungseinstellungen(Netzwerk und Internet) ist Ethernet nicht aufgeführt.
    Eine Idee, einen Tipp?
    Über das Surface Dock wird auf jeden Fall eine LAN-Verbindung aufgebaut.
    Einen "USB-C auf alles Mögliche" Adapter habe ich hier liegen, den werde ich dieser Tage auch mal anschließen und schauen, ob alle Anschlüsse funktionieren.
    Edit: Was du heute kannst besorgen...
    Ich hab ihn mal schnell angestöpselt, war sofort im LAN, also kein Problem. Ich habe dieses Teil hier: https://amzn.to/37uN39l
    Hi, ich würde mich freuen wenn du einmal eine stiftintensive Bildbearbeitung testen könntest?
    Erstellen von Dokumenten mit Tabellen und Bildern/Grafiken. Da geht Puplisher resp Word in die Knie auf "gemütlicher" Hardware. Auch hier würde ich einen Bericht begrüßen.
    Ich habe noch das erste Dock für das Pro3 (einrasten und auch aufladen) und mit einem Kabel (vom 950XL)verbunden. Keine Reaktion beim ProX hinsichtlich LAN. Nur der Hinweis, dass es nur langsam aufgeladen wird...
    Ist die Ausführung von 32Bit oder 64Bit Programmen Hardwareabhängig?
    Oder wird das Pro X, später, durch ein Update auch die 64Bit Programme ausführen können?
    Ich muss nachdem ich deinen Bericht gelesen habe meine Meinung revidieren.
    Das Surface Pro X hat offensichtlich durchaus Potential.
    Ich hoffe, dass Microsoft hier mehr Durchhaltevermögen an den Tag legt, als bei diversen vergangenen Projekten.
    Auch eine offensivere Werbestrategie wäre dem sicherlich dienlich.
    Ich bin jedenfalls auf die weitere Entwicklung gespannt!
    @Koppel: Das Update kommt bei mir auch. Die Firmware-History bei Microsoft listet aber noch nichts auf. Mal schauen, ob es irgendwelche sicht- oder spürbaren Änderungen gibt.
    @Setter: Manuel von unserem Team hat sich das Pro X ebenfalls bestellt und wird sich dem Stift widmen.
    @skalar: Es gibt Gerüchte, wonach Microsoft an einer 64 Bit Emulation für Windows on ARM arbeitet. Aktuell können nur native ARM-Programme 64 Bit, so zum Beispiel der neue Microsoft Edge.
    Sodele, ich habe es getan und gestern das x mit 8/256 und Tastatur plus Stift (bundle) geholt.
    Eindruck bislang nach einer update Orgie - soweit ok. Start von x86 Programmen verzögert. Stift zuerst gewöhnungsbedürftig, dann ging es, allerdings habe ich mich gefragt, ob es Ersatzspitzen geben wird...
    Werde es ab Montag mal anstelle meines sp6 16/512 einsetzen, gegen das muss es sich durchsetzen und das wird schwer befürchte ich.
    Das Windows als Home mitgeliefert wird ist für den Preis eine Unverschämtheit. Gut, habe es jetzt ohne Probleme auf pro hochziehen können, weiß damit aber nicht, ob es dann auch noch Windows on ARM ohne Einschränkungen geblieben ist.
    Der Anwendungsfall des x ist noch nicht ganz klar.
    Lustige Randnotiz- der Verkäufer bestand darauf, es mir noch nicht verkaufen zu dürfen, da von Microsoft noch nicht Förden Verkauf freigegeben. Zusammen mit seinem Vorgesetzten konnte er dann überzeugt werden, dass er mal seine Nachrichtenquellen überprüfen sollte....:)
    Du konntest ihm sicher eine gute Quelle nennen, oder? :D
    Mal ne Frage an die anderen Käufer, die auch das "Signature Type Cover" inkl. Stiftmulde haben: Wie empfindet ihr die Haptik? Also mit dem schicken Alcantara der Signature Cover vom Surface Pro hat das wenig bis gar nichts zu tun.
    Klar. Angefangen vom Dr. zu Microsoft, Heise etc...
    Hat ja am Ende geklappt.
    Bei der Tastatur habe ich erstmal auf die Verpackung schauen müssen, denn ich meinte mich an Alcantara erinnern zu können. Steht auch drauf, ist aber leider nur außen. Innen ist das Cover so unangenehm, wie bei den ersten Type Covern.
    Vom Gewicht sollen sich das SP6 und X ja nicht unterscheiden, aber gefühlt ist das X für mich schwerer - auch nicht gut.
    Bin mal gespannt auch, ob es an der Emulation liegt - Enpass und Windows Hello scheinen auf dem X sich nicht zu verstehen - zumindest muss ich bei Enpass nun immer mein Masterkennwort eingeben - trotz eingeschalteten Windows Hello.
    Und ja, ich kann das Ding zuklappen und aufmachen und es ist wieder da. (mein SP6 auch)
    Aaaalerdings findet das X nicht so schnell eine Verbindung zu WLANs (Ubiquiti) automatisch, sondern muss angeschubst werden. Egentlich ein No-Go.
    Aus der Suche nach einem Nachfolger für meinen, circa 15 Jahre alten, 17" HP-Laptop, hat mich die Präsentation des Surface Pro X sehr angesprochen. Ausschlaggebend war das 2:3 Displayverhältnis. Ich bin hauptsächlich Office Anwender und besitze auch noch ein Surface RT, aber das ist mir definitiv zu niedrig um damit zu arbeiten.
    Erste Eindrücke vom Surface Pro X:
    - Super Display
    - Sehr flott - kein Wunder gegen meinen Alten
    - Alle meine Bedürfnisse werden abgedeckt (Mail, Kalender, Office, OneNote, Paint.net, Foto-App)
    - Sound ist großartig (Meine Jungs haben zuvor auf dem iPad Filme geschaut, Jetzt bevorzugen sie das Surface Pro X, Zitat "Das hört sich ja an wie auf dem Fernseher".
    - Kickstand ist der Hammer. Der wandert immer, je nach dem was ich mache - großartig.
    Signature Keyboard with Pen wurden leider noch nicht geliefert. Onscrenntastaturen sind auf dem Smartphone ok aber zum Arbeiten unbrauchbar - für mich auf alle Fälle.
    Mit Tastatur und Stift habe ich ein rießiges Upgrade zu meinem Laptop.
    Gibt es von Win 10 ARM eigentlich allgemeine Installationsimages (ISO) so daß man sein Gerät ordentlich neu aufsetzen kann?
    Ist der Booloader offen? (Also Secure Boot abschaltbar)
    Das wäre jetzt aber etwas viel verlangt...;-)
    Halten wir bislang fest:
    Es ist besser als das RT. Heute. (RT war damals nicht so übel)
    Wenn Microsoft im Preis runtergeht und es massentauglich macht, dann könnte etwas daraus werden. Ansonsten wird allein die Preisgestaltung das X quasi zu einem R(ip)T nächstes Jahr machen.
    Das Argument, das Programme fehlen ist weiterhin gültig - trotz Win10.
    Es fehlen Tablet Programme. Angefangen von Zeitschriften über Grafik, Foto, Musik und einer
    Tastatur die nicht meistens die Eingabefelder auf dem Display verdeckt...
    Von daher und zwei Tage später habe ich mich entschieden, es zwar zu behalten, aber mein SP6 oder mein iPad
    bestimmt noch nicht zu verkaufen.
    Habe jetzt ein schlankes X was aber weniger ein „U“uuuuuiiih! mehr aber ein „oh...“ hervorruft.
    Und die Geschichte mit dem X geht weiter.
    - Enpass läuft nun auch mit Hello.
    Hat mal jemand versucht, über die Systemsteuerung-Benutzerkonten-Mail (Microsoft Outlook 2016)(32 Bit) aufzurufen ?
    Startet nicht. (Emulation?)
    Über Outlook geht es.
    -------------------
    Mal was Positives: der Radius der Kamera für die Hello Erkennung ist (zumindest) im Vergleich zum SP6 gigantisch. Ich kann schräge daneben sitzen und es funktioniert dennoch.
    -------------
    Und mal wieder was Negatives:
    So etwas wie ein Sophos VPN Client läuft in der Installation in Fehler, da offenbar die Treiber nicht installiert werden können. Als Arbeitsgerät wird es langsam aber sicher immer fraglicher...
    Von einem "boah geil" zum nächsten "boah ne" und wieder zurück. Wir scheinen auf der selben Reise zu sein :).
    So, mal wieder die nächste ziemlich herbe und für mich fast jetzt "no go" Enttäuschung - für die Microsoft wohl weniger etwas kann aber dennoch:
    Boxcryptor lässt sich nicht installieren. So komme ich mit dem X nicht an meine Daten in der Cloud :-(
    Die "Schuldfrage" ist ja im Grunde auch völlig egal.
    Ich liebe mein Surface Pro X mal mehr, mal weniger. Heute mal wieder mehr, weil ich es zum ersten Mal intensiv unterwegs genutzt und gemerkt habe, wie viel Spaß das macht.
    Aber es ist halt wieder so ein Gerät, bei dem "diese eine App", die es eben nicht gibt, das Aus bedeuten kann. Wir kennen das ja leider zur Genüge.
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