Die Zukunft des Gaming beginnt erst - aber ich fühle mich wie in der Vergangenheit

Die Zukunft des Gaming beginnt erst - aber ich fühle mich wie in der Vergangenheit

Es ist nicht so, dass die entsprechenden Entwicklungen nicht ohnehin schon längst im Gang waren, aber die diesjährige E3 hat uns nochmal konzentriert vor Augen geführt, dass die Gaming-Branche vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte steht. Und auch wenn hinter vielen Neuentwicklungen noch das eine oder andere Fragezeichen lauert, so habe ich für mich schon entschieden: Ich freue mich auf diese Zukunft, und ich freue mich so sehr darauf, dass ich bereits beginne, mich in der Gegenwart unwohl zu fühlen.

Ich erhebe keineswegs den Anspruch, repräsentativ zu sein, dies ist meine rein persönliche Sicht. Da ich alles andere als ein Hardcore-Gamer bin, sehe ich verschiedene Dinge sicherlich auch ein wenig anders.

Erklärt doch mal heute einem jungen, begeisterten Spotify-Nutzer, was eine Schallplatte früher war. Wenn man ein Album hören wollte, wann man will, musste man es kaufen, auch wenn man noch nicht wusste, ob man diese Platte sein Leben lang immer wieder hören wird, oder ob sie nach ein paar Wochen im Regal zu verstauben beginnt. Man konnte eine gekaufte Platte hören, wann man wollte, aber nicht, wo man wollte, das ging nur am heimischen Plattenspieler. Mobil wurde die Musik erst ab Mitte der siebziger Jahre, als der Siegeszug der Kompaktkassetten begann und 1979 der erste Walkman auf den Markt kam. Das ist „gerade mal“ 40 Jahre her und klingt wie aus dem letzten Jahrhundert. Hey, das stimmt ja sogar auch.

Wenn ich sehe, wie wir heute Computerspiele spielen, so erkenne ich viele Parallelen. Ich kaufe ein Spiel, nachdem ich mir Videos angesehen oder die Demo ausprobiert habe. Ob es mir wirklich längerfristig Spaß bereitet, erfahre ich aber immer erst nach dem Kauf. Beim Kauf treffe ich auch bereits die Entscheidung, auf welchem Gerät ich spielen möchte, und diese Entscheidung ist mehr oder weniger endgültig.

Ist es nicht allzu leicht vorstellbar, dass dies rückblickend betrachtet irgendwann heftiges Kopfschütteln auslösen wird?

Hören wir doch mal in eine Unterhaltung rein, die – so möchte ich wetten – in weit weniger als 40 Jahren so oder so ähnlich stattfinden wird.

„Stell dir mal vor, wenn du früher ein Spiel spielen wolltest, dann musstest du es kaufen. Jedes Einzelne. Es hat dann auch nur auf dem Gerät funktioniert, auf dem du es gekauft hast. Und du konntest nach dem Kauf auch nicht sofort spielen, oh nein. Erst musstest du es installieren.“

„Insta-was?“

„Installieren. Das ging so: Man hat eine große Datei herunterladen, die dann auf dem Gerät ausgepackt wurde. Das konnte schon mal locker eine Stunde oder länger dauern. Man konnte aber nicht unbegrenzt viele Spiele installieren, sonst war ruck-zuck die Festplatte voll.“

„Du meinst, bevor du aus dem Haus gegangen bist, musstest du dich entscheiden, welche Spiele du unterwegs spielen willst?“

„Nein. Wir haben ja nur zu Hause gespielt. Auf so Geräten wie diesem Tablet, mit dem du gerade neben mir im Bus sitzt, hat das nicht funktioniert.“

„Krass. Aber wenigstens war das Zocken dann früher nicht so teuer wie jetzt, oder? Für meine Spiele-Abos und den Streaming-Pass zahle ich jeden Monat nen Fuffi, die spinnen doch. Da bekommt der Begriff „Ab-Zocker“ eine ganz neue Bedeutung!“

„Ja, da hast du Recht. So war das früher nicht. So sieben/acht Spiele a 70 Euro im Jahr, alle zwei Jahre eine neue Grafikkarte für 5-600, alle drei/vier Jahre ein neuer PC oder eine neue Konsole, das war es.“

„Moment mal, Opa, wenn ich gerade richtig gerechnet habe, dann hast du sogar mehr Kohle ausgegeben als ich jetzt.“

„Ups….stimmt“.

Zurück in die Gegenwart und zu einem Gedanken, der mich aktuell bereits plagt: Ich habe den neuen Game Pass Ultimate abonniert. Nun darf ich auf meiner Xbox und meinem PC aus je über 100 Spielen wählen, die ich jederzeit spielen kann. Ok, weit mehr als die Hälfte kann ich nach Durchlesen der Beschreibung schon mal aussortieren, trotzdem bleibt die Frage: Wann soll ich das alles spielen?

Nein, ich formuliere die Frage anders: Wann und wie soll ich denn bitte herausfinden, was davon ich spielen will? Ich kann mir doch nicht alle diese Games erst auf meine Platte laden, das dauert ja Wochen. Wenn ich durch das Angebot des Game Pass stöbere und ein potenziell interessantes Spiel entdecke, dann will ich das anklicken und losspielen.

Der Xbox Game Pass und seine Artverwandten und das Thema Gamestreaming aus der Cloud mögen zwei verschiedene Themen sein, die beide auf ihre Weise den Markt umkrempeln können. Für mich kann aber das Eine nicht ohne das Andere funktionieren. Ein großes Angebot macht nur Spaß, wenn man auch schnellen Zugriff darauf hat.

Ja ich weiß, es gibt viel zu diskutieren. Ist es eine gute Sache, dass man kein Spiel mehr wirklich besitzt? Für mich selbst kann ich das mit „stört mich kein bisschen“ beantworten, aber ich weiß natürlich, dass genau das für andere Spieler ein wichtiger Knackpunkt ist. Außerdem landen wir beim Stichwort Streaming natürlich zwangsläufig wieder beim Dauerthema „Internet in Deutschland“. Da meckere ich gerne mit, denn da gibt’s noch viel zu tun, aber selbst bei uns ist die „kritische Masse“ für den Erfolg des Gamestreaming schon vorhanden. Netflix lebt hier ja auch noch.

Bis das oben skizzierte Gespräch stattfindet, ist ja außerdem noch etwas Zeit. Bis dahin wird selbst bei uns schnelles Internet so selbstverständlich verfügbar sein wie Elektrizität.

Ich freu mich drauf. Kann los gehen. Ich bin bereit.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. DANKE Martin für diesen Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Ich bin gerade mal Mitte /Ende dreißig und versuche immer die neuen Dinge im Leben mitzunehmen wie sie gerade kommen. Das neue macht so vielen Menschen Angst und ich kann es nie nachvollziehen. Es kommt am Ende so oder so nie so schlimm wie es viele Experten immer vorhersehen!
    das ist für einen der viel Spielt sich viel kauft interessant. Für mich der vielleicht 1 höchstens Mal 2 im Jahr aber uninteressant.
    Die Zukunft gehört den Sexrobotern. Wenn die mal im Handel erhältlich sind, wird nicht nur die Zuhälterbranche ihre Probleme bekommen, sondern auch zahlreiche Ehen...
    Witzig geschrieben.
    Nun Mal meine Ansicht als Gamer:
    Ich bin leidenschaftlicher PC Spieler und auch wilder Verfechter davon. Das kann schon Mal wie ein Microsoft/Apple Fan Streit ausarten. Konsolen haben mir nie gefallen.
    Früher Floppi, dann DVD, heute Steam.
    Bei Steam habe ich einen neuen Weg eingeschlagen. Ein Spiel besitzen aber es nicht physisch in den Händen halten.
    Abo ist mir erst einmal suspekt. Komisch, klappt doch bei Netflix auch super.
    Zurück zum PC: Rechenpower und Grafik Karten Schlachten. Meine ewigen Argumente gegen Konsolen, die Mal alle Jubel Jahre auf den Markt kamen.
    Das Argument wird nun hinfällig.... Außerdem: Master Chief auf PC?! Hmmm.... cool.
    Meine Sorge nur hier:
    1. Wird die Spiele Branche drunter leiden, weil es sich eventuell für die Entwickler nicht mehr lohnt, auf Grund von einem Flatrate Druck?!
    2. Wer wird am Ende übrig bleiben? Man denke an die Spotify oder Netflix Konkurrenten. Auf welches Pferd soll ich setzen? Auf alle?
    Ich bin gespannt. Werde aber Steam treu bleiben. Diese Plattform ist wie eine Religion. ;)
    Bin auch überzeugter Steamer, mittlerweile über 200 Spiele auf der Plattform. :) Religion ist es für mich eigentlich weniger, viel mehr einfach der beste Platz für mich, um sich Spiele zu kaufen.
    Ansonsten fällt mir ja immer wieder auf, dass der Markt mehr und mehr an mir vorbei läuft. Man ist halt keine 18 mehr, und, es werden einfach heutzutage Tugenden angesprochen, die mich nicht mehr so betreffen, ein paar wenige Ausnahmen mal beiseite gelassen (z.B. Prey, was für mich ein absolut sensationelles Spiel ist, und herrlich Oldschool). Die Zukunft des Gaming sehe ich ebenfalls auf den Spielestreaming-Plattformen, und auch im Abo-System. Ich denke, der Trend ist einfach nicht aufzuhalten.
    Also ganz ehrlich, vielleicht stehe ich damit ja alleine da, aber ich hoffe das in 40 Jahren genau so ein Gespräch nie stattfinden wird. Weniger weil ich die neue Entwicklung nicht mag sondern eher weil ich hoffe das wir doch irgendwann noch erkennen das man eben nicht überall wo man geht und steht irgendwas dabei haben muss mit dem man Spielen kann. Ich hoffe das wir noch erkennen das es echt wichtigeres gibt wie überall dauer zu zocken, Filme zu schauen, in Sozialen Netzwerken rum zu wuseln oder sonstiges. Das es wirklich wichtigere Dinge gibt und das wir uns in dem Punkt weiter entwickeln. Nix gegen das Zocken usw (mach ich ja selber gern) aber himmel a**** und Zwirn muss es denn immer und überall sein? Es gibt echt wichtigeres und ich hoffe wir kapieren das noch so das so ein Gespräch erst gar nicht auf kommt weil es nicht mehr Relevant ist.
    Ob ich jetzt exklusive Hardware mit teils exklusiver Software habe oder exklusive Abos mit teils exklusiver Software, ich versteh da ernsthaft nicht den Vorteil. Ich bin ein absoluter ein Gegner dieser Abo-Modelle, einfach weil Nutzer, die wenig konsumieren, davon nicht profitieren und eben draufzahlen (sie zahlen für eine Leistung, die sie kaum in Anspruch nehmen). Hinzu kommt, dass alles durch das Internet gequetscht wird. Das ist totaler Irrsinn. Ähnlich wie es bei reinen Elektroautos reine Utopie ist den aufkommenden Strombedarf zu decken (insbesondere mit regenerativen Technologien).
    Aber all das Meckern und Zedern hilft nicht, denn Cloud-Gaming wird kommen und auch die damit verbundenen Abo-Modelle. Von daher muss ich das geringste Übel dann wählen oder mich eben von meinem Hobby verabschieden.
    Meine älteren Spiele werden ja eh nicht aufhören zu funktionieren, insofern kann ich das alles ganz gelassen angehen.
    Stimme leider nicht zu. Das Modell mag ja interessant sein für jeden der viel spielt, aber wenn man die Spiele immer erst ein Jahr später in einem Sale für 5€ mitnimmt und nur ein paar Abende im Monat zockt, lohnt sich das nicht so sehr. Es reicht schon, dass man zukünftig gleich mehrere Abos für Filme und Serien braucht. Da muss ich das nicht auch noch fürs Gaming haben.
    Nach Office 365, Musik etc. die nächste Abofalle und den Einzelhandel weiter ausgehebelt.
    Aber nee, aber nee, aber nee. Da bin ich vorstellungsmäßig sehr weit entfernt von AAA-Spielen.
    Wieso sollte so was wie Skyrim für Streamingdienste programmiert werden? Damit ich ein komplettes Abo abschließe? Dann gefällt mir vielleicht auch noch der Nachfolger von Diablo II und ein neuer GTA-Titel? Aha, drei Abos, da habe ich eins der Spiele schon gekauft. Und das bei Kosten von EINEM Abo-Monat.
    Nach spätestens vier Monaten kann ich mir die drei Spiele kaufen, besitze sie physisch und kann mich bei den Moddern bedienen. Nee nee nee.
    Die Zeit der "nachhaltigen" Spiele ist mit Streaming vorbei, im Musik-Bereich ist das ja klar erkenntlich. Hauptsächlich Musik für Grenzdebile, aber das steht der Handy-Zocker-Generation ja eh ganz gut. Wie oben einer @eagle02 geschrieben hat: nur die Dummen wollen immer und überall. Gilt für jeden Bereich.
    Und Du kannst darauf wetten, dass Werbung bei solchen Modellen nicht zu kurz kommt. "Skyrim wurde ihnen präsentiert von GTA VI", ich freu mich schon jetzt auf die Kommentarspalten.
    Ja, das ganze System läuft komplett aus dem Ruder, was einen lebenslangen Fan von gesellschaftspolitischer SciFi eigentlich freuen sollte - aber das sind ausnahmslos Dystopien. Ausnahmslos.
    Mal ein kleiner Vergleich zu Platten-Covern (ey, das sind die quadratischen Pappdinger, um Vinyl-Scheiben zu schützen): wenn du die Original "Virgin Killers" von Scorpions hast dann ist dir egal, dass es kurz nach der VÖ umgestaltet werden musste. Das wird sooo nie wieder geschehen. Also beim Streamen. Und die LP kann ich in zehn Jahren noch hören, weil ICH den Daten-/Tonträger besitze. Im Privatbereich bin ich sogar Besitzer.
    Und Nat King Cole kann ich immer noch hören, obwohl es den gar nicht mehr gibt.
    Wie ist das mit den Klassikern der Viedospielszene? So was wie Turrican wird nur noch lebendig bleiben weil die Alten und Weisen an den Lagerfeuern der interesselosen Welt davon erzählen. Die Jüngeren werden auch DAS nicht mehr können ohne ein neues Spaghetti-Monster in die Welt zu setzen.
    Aber nee, aber nee, aber nee
    Ach ja: es wird auch keine Oldtimer mehr geben.
    Beim Game-Streaming ala Google Stadia muss sich erstmal zeigen das dies sich auf die Dauer fuer Google rechnet.
    Die Frage ist: wieviel Gamer koennen sich eine Kiste "teilen" und somit finanzieren?
    Ich glaube Google ist da bereit erstmal "ohne Ende" zu subventionieren, um dann dem Ganzen ein Ende zu setzen: Stadia waere nicht der erste Service den Google spaeter einstellt...
    Ich bin mal gespannt auf die "Nebenwirkungen" auf den jetzigen PC/Konsolen-Gaming Markt. Kann man nur hoffen das es da nicht noch "smartphoniger" wird (Loot-Boxen etc.).
    sich nicht fragen: Die Suchmaschiene deiner Wahl bemühen... Real, Amazon, EBay... gibt echt überall so Dinger.
    Hasch recht. Wäre ich so gar nicht drauf gekommen. :) Nach "xbox one smartphone halter" suchen. Dachte, das wäre eventuell spezielles Zubehör von Microsoft oder so.
    Und, dass ich meinen Xbox One S Controller auch mit Android koppeln kann, war mir so auch nicht bewusst... freakig. ^^
    Bsp. Ich spiele am PC seit release (2007) Herr der Ringe Online, 1x in der Woche für 1-2h. Auf der xbox vielleicht 1x im Monat Lego Jurassic World oder mal ne runde Pinball.
    Was ich mich als treuer gelegenheitsspieler nun frage, gibts mein Spiel dass ich heute im Gamepass spiele, in 5Jahren immer noch?
    Wohl kaum. Deshalb funktioniert für mich der Gamepass nicht und ich bevorzuge weiterhin den Kauf des Spiels, egal ob digital oder auf einem Medium.
    Bei Netflix ist es was anderes. Auch dort nervt es mich, wenn ein bestimmter lieblingfilm plötzlich aus dem Sortiment gestrichen wird, aber ich schaue den selben Film weniger oft wie ich dasselbe spiel spiele. Deshalb funktioniert für mich Netflix ganz gut und kann ich nicht mit dem Gamepass vergleichen.
    Egal wie günstig, der Gamepass ist nur etwas für echte zocker.
    @kev: ja. Waere nach 5 Jahren noch auf Deinem PC/Konsole "da" und spielbar vorausgesetzt Du wuerdest GamePass nicht zwischendurch kuendigen.
    Die ganzen Game-Abos machen eigentlich bevorzugt da Sinn wo es jaehrlich neue Versionen gibt (FIFA, div. First-Person-Shooter) von denen man auch noch weis das man die sich eh holt (weil man die Online Multiplayer zockt).
    Bei zwei Vollpreis-Spielen von einem Hersteller "rechnet" sich das Abo schon.
    Fuer das gesparte Geld kann man sich auch bestimmt tolle Sachen im Spiel kaufen (Kleidung, Waffen oder Gluecksspielboxen) :-)
    Früher tz tz tz da hatte man im Spiel die Kassette oder Floppydisk gedreht/gewechselt und sich darüber ausgetauscht welcher Joystick länger hält.
    Ja, ja die tolle Streamingzukunft. Da kann man dann den Enkeln nur noch von der Vergangenheit erzählen. Spielen geht ja nicht mehr, weil alles, was nicht mehr rentabel oder im Sinne der Lizenzgeber ist, nicht mehr verfügbar ist. Aber hey dafür spart man einige Minuten weil der Installationsvorgang entfällt...
    Miine
    @kev: ja. Waere nach 5 Jahren noch auf Deinem PC/Konsole "da" und spielbar vorausgesetzt Du wuerdest GamePass nicht zwischendurch kuendigen.
    Gerade das ist eben NICHT der Fall. Die Titel werden beim GP ständig ausgewechselt. (Ist ja auch Teil des Konzepts. Anfixen und wer am spielen war (nicht durch / hat Spaß dran), der ist sicherlich eine recht lukrative Zielgruppe, die den Titel danach erwirbt, wenn er plötzlich nicht mehr kostenlos verfügbar ist.)
    Du verwechselt die Verfügbarkeit mit den Games with Gold-Spielen. Die (One-Spiel) kann man so lange nutzen, wie man für Gold bezahlt bzw. wenn man später wieder bezahlt. Beim GP entscheidet einzig und allein der Publisher (und die Rechtslage im Hintergrund).
    Ja, ja die tolle Streamingzukunft. Da kann man dann den Enkeln nur noch von der Vergangenheit erzählen. Spielen geht ja nicht mehr, weil alles, was nicht mehr rentabel oder im Sinne der Lizenzgeber ist, nicht mehr verfügbar ist. Aber hey dafür spart man einige Minuten weil der Installationsvorgang entfällt...

    Also bei den 50-70 GB durchschnittlich, die die normalen AAA-Titel jetzt bereits umfassen, fällt da schon ein wenig mehr an, als einige Minuten, es sei denn, man hat eine 2 Gigabit Leitung... da das eher mehr werden wird, in Zukunft (also, die Größe der Spiele), denke ich schon, dass zumindest das einen Vorteil bringt.
    Was ich mich eher frage: Wie sieh's mit der Latenz aus? Immerhin geht das ganze über's Netz, und, da müssen Eingabedaten hin und her geschickt werden. Bei 30-40 ms zum Server, und dann auch noch wieder zurück, und den Anforderungen bei schnellen Shootern könnte das schon eng werden. Und, außerdem, wie sieht's mit der Komprimierung aus? Ich habe schon einmal mit Playstation Now Spiele gestreamt, und, da hat man doch deutlich gemerkt, dass die Qualität gemindert ist. Nun glaube ich allerdings nicht, dass das mit der neuen Technik vergleichbar ist, und gehe schon von einer wesentlich besseren Bildqualität aus.
    Und, bei dem Rest stimme ich dir zu. Ob sich das als Konzept ausgeht, wird man sehen müssen. Auch wenn ich schon glaube, dass sich das auszahlen wird. Nicht bei der kleinen, sehr vokalen und lautstarken Gruppe, die sich immer beschweren wird, sondern, bei der Masse der Leute, die heute bereits Musik und Filme streamen. Leider wird diese kleine Gruppen der ewig maulenden immer überschätzt, weil sie so lautstark im Internet sind, dabei aber einen völlig zu vernachlässigen Anteil an der Käuferschaft ausmacht.
    Ich hab auf der XBox-Startseite und im Store-Menü Werbung von RTL... wenn das in Zukunft mehr wird, dann bin ich ehrlich gesagt weniger begeistert :(
    Ich spiele gerne und regelmäßig, aber mir persönlich gefällt diese Entwicklung bezüglich Abo hier, Abo da. Wenn ich ein Spiel will, möchte ich es mir kaufen und ins Regal stellen können, ok, downloaden auf meine PS4 würde ich es auch wenn es nicht anders. Aber dann ist es auch meines. Ich kann spielen wann immer ich es möchte.
    Bei einem Abo brauch nur mal der Server down sein, dann geht gar nichts mehr. Und wenn er er dicht macht? Alles weg!
    Oder Steam, einerseits schön wie viele kleine Indie Entwickler dort ihre Spiele anbieten, die sehr oft mehr Spannung, Story und Atmosphäre haben, als die großen AAA-Titel.
    Aber fort auch, man kauft ein Spiel, aber wenn Steam Probleme hat oder mal dicht macht (was hoffentlich niemals passiert) sind alle Spiele weg, da man ohne den Steam Launcher nichts von Steam spielen kann.
    Wie gesagt, einerseits schön, weil es eine Riesenauswahl ist, aber wenn da was ist oder der Anbieter seinen Dienst beendet, ist alles futsch, Geld und Spiele.
    Von daher, bevorzuge ich immer. noch Spiele, Filme und Musik auf Disk.
    Und eines kann man jetzt schon sagen, es wird in Zukunft ein recht teures Leben.
    Musik Abo
    Netflix
    TV Fernsehen (Unitymedia, Megenta TV, Amazon Fire)
    Gaming Flatrate
    PS Plusmitgliedschaft
    Xbox Gamepass
    Finde das es langsam zu viel wird.
    Lebenskosten werden immer teurer und Spritkosten etc. auch, aber die Löhne steigen nicht.
    Ebenso, das man heute kaum noch das komplette Spiel bekommt. Meistens kommt ja noch das Addon oder dieses DLC, hier noch Extras.
    Teure Zukunft die sich bei weitem nicht jeder Gamer oder Bürger leisten kann.
    Daher eher eine beunruhigende Entwicklung. :(
    Ist halt nur meine Meinung ;)
    Dem kann ich mich nur anschließen. Wer würde auf die Idee kommen, einen signifikanten Teil des Gehalts verpflichtend monatlich an Edeka für eine Lebensmittel-Flat zu überweisen? Wohlgemerkt mit Auswahl durch Edeka, nicht durch euch mit Angebot und Nachfrage. Mal eben zu Lidl wechseln geht natürlich, aber wie oft macht man das?
    Ein weiterer Schritt in die Sklaverei. Nichts besitzen und für jede Kleinigkeit des täglichen Lebens arbeiten müssen. Nehmt es als Übertreibung oder denkt mal darüber nach, für welchen Anteil Eures Gehaltes ihr noch einen materiellen Gegenwert bekommt.
    Zurück zum Thema: Ich spiele mitunter recht intensiv, ein paar Wochen am Stück und dann wieder ein halbes Jahr gar nicht und liebe meine alten Spiele, die inzwischen alle 1a auf dem Tablet laufen: Gothic, Elderscrolls, Mass Effect, Divinity, Drakensang, Fallout, Witcher, 2Worlds usw usf.
    In meinem Kaff buddeln sie seit 4 Jahren(!) am Glasfaserausbau. Das Leerrohr liegt seit 3 Jahren. Und ich muss immer noch die Telekom 6000 Leitung nehmen (immerhin). TESO habe ich aufgegeben, nicht etwa, weil das Spiel an sich mit der Leitung nicht liefe. Aber alle paar Tage ein Riesendownload von einem halben Tag für updates, nee.
    Ich bin von serverbasierten Sachen geheilt. Außer von meinen eigenen, wo ich die Server selbst betreibe.
    @Chloe
    Man muss ja nicht zwangsläufig jedes Abo abschließen.
    Und z.B. Musik kann man auch ohne Abo wunderbar konsumieren und auch kaufen selbst wenn sie nicht auf der Disk vorliegt.
    Irgendwie verstehe ich das nicht richtig. Es gibt jetzt drei Game Passes. Ultimate, für Konsole und für PC. Im Ultimate habe ich dann alles zusammen + Xbox Live? Und das geht auch jetzt schon? Wo finde ich die Spiele dann für PC z.B.? Alle im Microsoft Store? Da sind zwar viele gelistet, ich kann sie jedoch nicht installieren. Sind das reine PC Spiele oder PlayAnywhere Titel? Und brauch man unbedingt diese Xbox(beta) App dafür?
    Irgendwie verstehe ich das nicht richtig. Es gibt jetzt drei Game Passes. Ultimate, für Konsole und für PC. Im Ultimate habe ich dann alles zusammen + Xbox Live? Und das geht auch jetzt schon? Wo finde ich die Spiele dann für PC z.B.? Alle im Microsoft Store? Da sind zwar viele gelistet, ich kann sie jedoch nicht installieren. Sind das reine PC Spiele oder PlayAnywhere Titel? Und brauch man unbedingt diese Xbox(beta) App dafür?

    Die Spiele für den PC findest du in einer (aktuell) Beta App für den PC. Martin hat gestern etwas darüber geschrieben, was die App auch vom PC voraussetzt.
    Die App ist unter anderem ein Store, auf dem du dann sehen kannst, welche Spiele du installieren und spielen kannst.
    http://www.drwindows.de/news/?p=34066
    Ich habe gerne alles selbst in der Hand.
    Daher Disk oder Download ohne DRM als Ideal. Offlinefunktion.
    Ich bin gespannt wie diese ganzen Abodienste die Spiele selbst verändern werden.
    @Chloe
    Ja, die Vergangenheit läßt sich hier ganz leicht auslöschen. Archivierung durch die User unmöglich.
    @Chloe
    Man muss ja nicht zwangsläufig jedes Abo abschließen.
    Und z.B. Musik kann man auch ohne Abo wunderbar konsumieren und auch kaufen selbst wenn sie nicht auf der Disk vorliegt.

    Ach nein? Dann denk mal drüber nach. Vorausgesetzt du willst Halo, Fifa und Meinetwegen Assassins Creed = Microsoft, EA, Ubisoft. Dann findest du vielleicht in dem Jahr zufällig mal CoD toll dann kommt Activision Blizzard noch hinzu und Tomb Raider der neue ist ja auch ach so geil mit Square Enix an der Backe dann wäre man mal eben bei 5 Abos weil mir kann keiner von euch Schwaflern erzählen dass er sich dann zusätzlich auch noch davon Abhängig machen möchte was er davon spielt in dem er seine Abos beschränkt. Wären also mal eben, 15€ bei allen dann vorausgesetzt 75€ im Monat. Ich weiss ja nicht was du so im Leben machst aber für gewöhnlich hab ich dann mit 2 Monaten Abogebühren da von jedem das Basisspiel längst von gekauft und durchgespielt und flieg vom Rest der Kohle Umwelpolitisch unkorrekt Kurzstrecke in Urlaub
    ntoskrnl

    Ich bin gespannt wie diese ganzen Abodienste die Spiele selbst verändern werden.

    Landwirtschaftssimulator 2.0. Die Spieleschmieden sind die Bauern und die Spieler Melkvieh das regelmäßig zum blechen getrieben wird.
    Irgendwann zahlt ihr für eine Spielpause rein für den Erhalt des Spielestand 5€ im Monat.
    Und ganz neu - das Ping Abo. normal Ping free, Pro- Ping 5€ und Premium-Ping 15€
    ntoskrnl

    Ich bin gespannt wie diese ganzen Abodienste die Spiele selbst verändern werden.

    Im Grunde genommen sieht man das doch jetzt schon,... Stichwort Mikrotransaktionen. Wobei ich da wirklich nichts gegen habe, wenn es nicht für das Weiterkommen im Spiel zwingend notwendig ist. Sollen die doch ruhig den Kram den Kids verkaufen, die es haben wollen... niemand ist gezwungen irgendetwas zu kaufen. Leider tun immer noch viele so, als wäre das der Fall. Das nennt man dann wohl "willenlose Sklaven des Konsums". Ich habe jedenfalls meinen eigenen Willen, und brauche nichts zu kaufen, was ich nicht haben möchte. Ich fürchte, das gilt für so manchen Jugendlichen bis jungen Erwachsenen heutzutage nicht mehr...
    Rottendam
    Ach nein? Dann denk mal drüber nach. Vorausgesetzt du willst Halo, Fifa und Meinetwegen Assassins Creed = Microsoft, EA, Ubisoft. Dann findest du vielleicht in dem Jahr zufällig mal CoD toll dann kommt Activision Blizzard noch hinzu und Tomb Raider der neue ist ja auch ach so geil mit Square Enix an der Backe dann wäre man mal eben bei 5 Abos weil mir kann keiner von euch Schwaflern erzählen dass er sich dann zusätzlich auch noch davon Abhängig machen möchte was er davon spielt in dem er seine Abos beschränkt. Wären also mal eben, 15€ bei allen dann vorausgesetzt 75€ im Monat. Ich weiss ja nicht was du so im Leben machst aber für gewöhnlich hab ich dann mit 2 Monaten Abogebühren da von jedem das Basisspiel längst von gekauft und durchgespielt und flieg vom Rest der Kohle Umwelpolitisch unkorrekt Kurzstrecke in Urlaub

    So ich habe jetzt drüber nachgedacht und komme wieder zum gleichen Schluss.
    Man muss trotzdem nicht jedes Abo abschließen.
    Wenn man allerdings, wie du es in deiner Argumentation darstellst alles gleichzeitig haben muss, ja dann ist man gezwungen alle Abos abzuschließen. Aber bevor man das tut sollte man dringend mal das eigene Konsumverhalten durchleuchten und sich fragen ob man wirklich alles gleichzeitig haben muss. In der jetzigen Situation müßtest du ja auch hunderte Euros investieren um diese ganzen Spiele spielen zu können. Und wenn man ein Spiel nach dem anderen durchspielt braucht man immer nur 1 Abo zur Zeit und nicht alle Abos gleichzeitig, da du eh nie mehrere Spiele gleichzeitig spielen kannst.
    Und da die meisten Menschen täglich arbeiten müssen um das alles finanzieren zu können machen alle Abos gleichzeitig noch weniger Sinn, weil die Zeit fehlt alles gleichzeitig zu spielen.
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