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Digitale Souveränität: Bundesregierung plant Neuerungen im Gesundheitswesen – Fortschritte in anderen Bereichen

Digitale Souveränität: Bundesregierung plant Neuerungen im Gesundheitswesen - Fortschritte in anderen Bereichen

Die Bundesregierung plant mit zwei neuen Initiativen wesentliche Verbesserungen in der souveränen Digitalisierung. Wie die Kollegen von Golem berichten, will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken mit einem neuen Gesetzentwurf die Terminvergabe künftig vorrangig über eine neue App des Bundes laufen lassen. Über Bande soll damit auch die elektronische Patientenakte gestärkt werden, denn hier laufen die Daten künftig alle zusammen.

Bevor es allerdings zu einem Termin kommt, soll zunächst eine standardisierte Ersteinschätzung durch die Servicestellen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erfolgen. Nur wenn ein Behandlungsbedarf festgestellt wird, soll ein Termin in einer Praxis oder eine Videosprechstunde gebucht werden können. Sind die Beschwerden nur akut, werden die möglichen Patienten an ein gesondertes Ersteinschätzungssystem weitergeschickt.

Parallel zu diesem Vorhaben wird auch die elektronische Überweisung eingeführt, die Ärzte ab dem 1. September 2029 verpflichtend anbieten müssen. Die volle Digitalisierung selbst soll für Betroffene aber nicht erzwungen werden, sie können auch weiterhin auf Papierausdrucke bestehen, wie das heute schon beim e-Rezept der Fall ist.

Neuerungen auch bei Bürger-App und KI

Unabhängig hiervon gibt es auch bei der kommenden Bürger-App ein bisschen mehr Bewegung. Das BMDS hat T-Systems und SAP mit der Entwicklung eines ersten Prototypen beauftragt, der noch im April fertiggestellt werden soll. T-Systems übernimmt dabei die Speicherung der Daten und den Aufbau der Infrastruktur, während SAP sich mit zentralen KI-Funktionen und der zentralen Plattformtechnologie beteiligt. Nach Erstellung des Prototypen sind zunächst umfangreiche Tests geplant.

Auch in der Künstlichen Intelligenz gibt es Neuigkeiten vom Bund. Das BMDS hat kostenfreie KI-Module auf OpenCode veröffentlicht. Diese sollen Beschäftigte entlasten und Verwaltungsprozesse beschleunigen. Die unter dem Codenamen Spark entwickelten KI-Werkzeuge stehen Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft kostenlos zur Verfügung.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.