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Digitale Souveränität: Der Newssplitter zur Wochenmitte

Digitale Souveränität: Der Newssplitter zur Wochenmitte

Pünktlich zum Bergfest wollen wir wieder einen Blick auf aktuelle Entwicklungen rund um das Thema der Digitalen Souveränität in Europa werfen. Diesmal dabei: Neues von Mistral AI, die wachsende Vorsicht vor Palantir und das Thema ethischer KI.

Sicherheitsbehörden wollen Palantir ersetzen

Das berichtet CORRECTIV in einer aktuellen Recherche. Nach dem Bundesamt für Verfassungsschutz wird demnach auch die Bundeswehr auf Anordnung von Verteidigungsminister Boris Pistorius, auch gegen den Widerstand einzelner Generäle, keine Software von Palantir benutzen. Generell versuchen Politiker von CDU/CSU, SPD und den Grünen hier einen gemeinsamen Kraftakt, um sich auch in diesem wichtigen Bereich von US-Technologie unabhängig zu machen und auf europäische Alternativen auszuweichen.

Der Inlandsgeheimdienst von Präsident Sinan Selen ist hier bekanntlich vorgeprescht und hatte sich für ArgonOS des französischen Unternehmens ChapsVision entschieden. In Nordrhein-Westfalen dürfte Palantir im Rahmen der routinemäßigen Neuausschreibung nun ebenfalls das Aus drohen. Dessen CEO Alex Karp äußerte gegenüber dem Handelsblatt zuletzt im Dezember erkennbar seinen Frust über Deutschland, bezeichnete die hiesige Techszene als eine der schlechtesten der Welt und bestritt etwaige Einflussmöglichkeiten der US-Behörden auf europäische Daten.

Mistral AI mit zwei Neuerungen

Demnach wird der US-Dienstleister Harvey AI, der sich auf Rechtsfragen spezialisiert hat, künftig die Modelle des europäischen KI-Primus aus Frankreich verwenden. Daneben hat Mistral AI selbst eine eigene Alternative zum viel beachteten Sicherheitsmodell Claude Mythos des US-Unternehmens Anthropic entwickelt und arbeitet nach Recherchen von Bloomberg hier mit der Großbank BNP Paribas zusammen, wofür die Partnerschaft, die seit 2023 existiert, erneut um drei Jahre verlängert wurde.

CISPE zieht gegen Cloudabgabe vor Gericht

Damit eskaliert der Verband europäischer Cloudanbieter den Streit um eine Urheberrechtsabgabe auf einer neuen Ebene. Der Prozess selbst findet in Italien statt. CISPE selbst befürchtet eine Gefahr für den europäischen Binnenmarkt und kritisiert eine Doppelbesteuerung digitaler Infrastrukturen.

Digitalminister Wildberger fordert Entwicklung ethischer KI

Hintergrund ist die jüngst veröffentlichte Enzyklika von Papst Leo XIV., wo dieser deutlichen Bezug auf die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft nimmt. Demnach ist die Entwicklung eigener KI-Modelle in Deutschland und Europa eine zwingende Voraussetzung für die demokratische Akzeptanz in der hiesigen Bevölkerung, wenn das überhaupt gelingen kann. Rückendeckung bekommt er con Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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