Digitale Souveränität: EU-Parlament wechselt von Google zu Qwant – mehr dürfte folgen
Das EU-Parlament geht erste Schritte, um die Abhängigkeit von US-Diensten zu verringern. Künftig wird in den verwendeten Browsern Firefox und Edge ab Donnerstag die französische Suchmaschine Qwant als Standard verwendet und ersetzt damit Google. Das berichtet Euractiv. Die Maßnahme geschieht auch auf Druck von Abgeordneten, nachdem Präsidentin Roberta Metsola bereits im November Vorschläge gemacht hatte.
Dass es bei dieser einzelnen Änderung bleibt, davon dürfte kaum auszugehen sein. Bereits in der jüngeren Vergangenheit haben sich EU-Abgeordnete darüber beschwert, dass ihnen Microsoft-Produkte, darunter vor allem Edge, aufgezwungen würden und sie auch dazu gezwungen wären, nach der bisherigen Regelung außer Google nur noch aus den anderen US-Suchmaschinen Bing, Yahoo und DuckDuckGo auswählen zu können.
Während sich dies nun ändert, sind andere Abhängigkeiten weiterhin tief verankert, die aber ebenfalls beseitigt werden sollen. Explizit genannt werden von Euractiv die Beispiele Microsoft Office, Mailclients und im Ausland gebauten und mit ausländischen Betriebssystemen ausgestattete Smartphones. Letzteres ist besonders interessant, dominieren mit iOS und Android Propper von Google bekanntlich zwei US-Systeme im Westen. Europa hätte hier mit Sailfish OS aus Finnland und der aus Frankreich stammenden Android-Distribution /e/ OS durchaus sehr gute Alternativen.
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Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.


