Digitalisierung nein danke: Das deutsche Schulsystem verharrt in der Kreidezeit

Digitalisierung nein danke: Das deutsche Schulsystem verharrt in der Kreidezeit

Der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch hat festgestellt, dass Microsofts Office 365 nicht für den Einsatz an Schulen geeignet ist. Was zunächst nach schlechter Presse für Microsoft klingt, ist in Wahrheit noch viel schlimmer.

Korrekt müsste die Feststellung nämlich lauten: Nicht einmal Office 365 ist dem Datenschützer sicher genug, weil Inhalt und Umfang von Telemetriedaten nicht ausreichend geklärt seien und weil bei der Nutzung eines Cloud-Dienstes eines US-Unternehmens das grundsätzliche Risiko der Spionage durch staatliche Stellen besteht. Darum stellt Ronellenfitsch fest, dass auch die Dienste von Apple und Google aus Datenschutzgründen ausscheiden. (via heise)

Ich will die Datenschutz-Diskussion gar nicht erst neu eröffnen, weil es nämlich keine Lösung gibt. Es gibt keinen europäischen Cloud-Dienst. Zumindest Keinen, der erwähnenswert wäre. Sobald man irgendwelche Online-Dienste benutzt, hängt man an den USA. Und wir sollten aufhören zu träumen, dass dieser Weg umkehrbar sei. Vor 30 Jahren hätte man vielleicht versuchen können, ein europäisches Silicon Valley zu bauen, jetzt ist der Zug durch.

Die Angst vor den möglicherweise bösen amerikanischen Geheimdiensten können wir immer wieder aufwärmen, oder wir können dieses Risiko einfach als gegeben akzeptieren. Fest steht jedenfalls: Wenn unsere Kids echte Digitalisierung erleben sollen, dann führt an der Cloud kein Weg vorbei. Wir können drauf verzichten, aber dann werden wir eben gnadenlos abgehängt, wenn wir das nicht sowieso schon längst sind.

Der Grund, warum sich viele deutsche Datenschützer ausgerechnet immer wieder an Office 365 reiben, ist meiner Meinung nach nicht, dass man Microsoft für besonders böse hält. Im Gegenteil: Es ist der einzige Anbieter, bei dem man sich Hoffnungen machen darf, eine wenigstens halbwegs tragbare Lösung zu bekommen.

Auf Druck der deutschen Kunden hat Microsoft vor Jahren die hochsichere „Deutsche Cloud“ ins Leben gerufen. Als die Kunden dann aber sahen, was ein solches Produkt in seiner vollen Konsequenz bedeutet, nämlich höhere Kosten bei weniger Funktionalität, wollten sie das dann doch nicht mehr haben. Jetzt baut Microsoft immerhin Rechenzentren auf deutschem Boden und bemüht sich um Transparenz. Kein Zweifel, dass sie dabei noch besser werden können, aber sie könnten auch ebenso sagen: „Wisst ihr was, liebe Deutsche, das wird uns jetzt echt zu anstrengend. Wir verzichten dann einfach auf das Geschäft mit euch“.

Wir sollten unseren Status als große Wirtschaftsmacht in diesem Zusammenhang nicht zu wichtig nehmen. Deutschland ist sicher ein Land, in dem man mit der Cloud gutes Geld verdienen kann, zum Überleben wird es aber nicht gebraucht. Umgekehrt wird schon eher ein Schuh draus. Wenn wir beim Thema Digitalisierung die „German Angst“ nicht endlich überwinden, dann werden unsere Kinder einen fürchterlichen Preis dafür zu bezahlen haben.

Glücklicherweise passiert die Digitalisierung aber doch: Da, wo man keine offiziellen Lösungen anbietet, weil sie ja gefährlich sein könnten, greift man zur Selbsthilfe. Statt Microsoft Teams for Education gibt’s dann halt WhatsApp-Gruppen und Dateien werden auf private Cloudspeicher hochgeladen. Da hat sich der ganze Aufwand für den Datenschutz dann aber so richtig gelohnt.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. "Korrekt müsste die Feststellung nämlich lauten: Nicht einmal Office 365 ist dem Datenschützer sicher genug, weil Inhalt und Umfang von Telemetriedaten nicht ausreichend geklärt seien und weil bei der Nutzung eines Cloud-Dienstes eines US-Unternehmens das grundsätzliche Risiko der Spionage durch staatliche Stellen besteht."
    Schon unglaublich, dass selbst staatliche Institutionen wie das Schulwesen schon so weit gehen.
    Was kommt als nächstes? Anbiederung an den sozialistischen Osten? Die sollen mal auf dem Teppich bleiben. Insbesondere weil Office dann an den Universitäten problemlos eingesetzt wird, weil es dann auch später im Beruf vonnöten ist. Lächerlich.
    Ja genau, immer schön mit MS-Software anfixen. Rechner an Schulen ja, aber das aktuelle Modell ist der letzte Sch*rott. Es gibt vereinzelt Projekte, die von den Lehrern selbst aufgebaut werden, die auch was bringen. Nur sinnfrei an MSO und Edge abgammeln..., Nö.
    @.Bernd: Im Beruf werden sowieso die MS Office Produkte verwendet... und, mal abgesehen davon, was wäre die Alternative? Libre Office? Nicht wirklich jetzt, oder?
    Martin....die Datenschutzrichtlinie für Schulen, Lehrer und Lehrerinnen im hessischen Schuldienst sind deutlich definiert und klaren Grenzen gesetzt. Da passt Office 365 , WhatsApp und Co nicht dazu, da die sauberer Trennung von personenbezogenen Daten nicht gewährleistet werden kann. Punkt Ende Aus
    Es bedeutet aber nicht, das es keine geeigneten Werkzeuge gibt - hier liegt es an den Tomaten das wenig Fortschritte zu verzeichnen sind.
    Im Beruf werden sowieso die MS Office Produkte verwendet.

    In diesem Beruf könnte sogar WordPad ausreichen. Mit den Lehrern und Lehrerinnen mit denen ich zutun habe und kenne, erstellen hauptsächlich Arbeitsblätter - das ist keine Raketenwissenschaft. Lediglich Formulare wie Zeugnisse können Probleme darstellen. Wobei sich dies auch am Schulrechner erledigen ließe.
    Der Hauptknackpunkt die Koordination untereinander und die damit verbundene Kommunikation.
    Mein Sohn geht aufs Gymnasium, es gibt absolut keine Gelder, es ist der Gesellschaft anscheinen nichts wert, es ist traurig, es fängt beim Zustand der Gebäude/ Toiletten an und hört beim Digitalen auf, ein Trauerspiel, die Politik macht nichts!!! Er bevorzugt seinen Rechner, Referate usw. werden als Präsentationen in Libre Office erstellt, aus seiner Initiative heraus, an der Schule gibt es kein Windows (außer im Sekretariat), die Schulrechner laufen mit Mint damit die Krücken überhaupt noch irgendwie laufen, die Macbooks verstauben im Schrank, weil sie ja so teuer waren, sowas gehört wohl nicht in Kinderhände von Tablets ganz zu schweigen, die Lehrer bringen ihre privaten Pro iPads, Machbooks und Surfaces mit in den Unterricht, sofern sie welche nutzen. Selbst die Taschenrechner, für knapp 150,- Euronen müssen die Eltern löhnen, sind sie nicht dazu bereit, gibt es keine vernünftigen Rechner, so sieht's aus, an fast allen Schulen, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, da darf man sich nicht wundern, wenn deutsche Schüler im internationalen Vergleich abgehängt werden! Das müsste erst mal geregelt werden, bevor man überhaupt an Cloud und dem damit verbundenen Datenschutz denkt!
    Komisch bloß, dass wir damals, vor 25 Jahren, mit solchen Sachen wie Datenschutz und Privatsphäre überhaupt nicht in Kontakt gekommen sind... vielleicht ist das heutzutage sogar schon so, dass die Schüler nicht mal mehr ihren Namen in die Bücher schreiben, wegen dem Datenschutz. Irgendwie macht das alles kaputt.
    Weil man vor 25 Jahren die Namen und Daten einen Schülers nicht über das Internet rausgegeben hat. Datenschutz gab schon früher nur nicht so komplex....
    Du kommst auf die Welt, es gibt zu wenig Hebammen. Deine Eltern wollen arbeiten gehen, es gibt keinen Kita-Platz für dich. Du kommst in die Grundschule, es gibt nur billiges Essen für dich. Du kommst auf die weiterführende Schule ... und wenn du eines Tages unter Umständen in ein Altenheim kommen musst, dann gibt es einen Pfleger der sich um dich und 19 weitere Pflegebedüftige zu kümmern hat.
    All unsere gesellschaftlichen Strukturen sind marode, vieles liegt im Argen und wir hängen Digital-Technologisch sicherlich 10 Jahre oder mehr zurück, aber sich dagegen erwehren in Form von "Abstimmen mit den Füßen" machen nur wenige.
    Von daher, Deal with it.
    Setter
    Weil man vor 25 Jahren die Namen und Daten einen Schülers nicht über das Internet rausgegeben hat. Datenschutz gab schon früher nur nicht so komplex....

    Inwiefern werden die Namen und die Daten über das Internet rausgegeben?
    Die "Schulwelt" hat sich doch schon längst komplett abgekoppelt von der Realität - die Kids machen Tätigkeiten mit Handy, Console, PC die in keiner Schule fortgeführt werden. Für die Kinder ist der Schulbesuch wie ins Museum gehen. Die skandinavische Länder haben dies schon vor Jahren erkannt und sind dabei seitdem das Schulsystem stets anzupassen.
    Und das hat dann sowas zu Folge: https://www.sueddeutsche.de/karriere/personal-arbeitskultur-generation-y-1.4499894
    So lange wie Lehrer selber nicht wissen, wie sie mit einem Tablett oder PC einen Unterricht gestalten können, brauchen Schulen keine Computer!
    Hmmm... Ich finde bevor jetzt Gelder für modernes Internet und PC ausgegeben werden, sollte die erstmal die Schulgebäude flott machen, Decken, Dächer, Toiletten etc.
    Das wäre erstmal wichtiger als Internet und Co.
    Die moderne Technik nützt nichts, wenn die Schulgebäude fast zusammenfallen oder die Schüler vernünftig zur Toilette gehen können.
    Zu mal da ja auch oft das passende Lehrpersonal fehlt.
    Ganz so dramatisch sehe ich die Lage nicht, in der Grundschule braucht man schlicht weg keine Computer, da ist es wichtig erstmal richtig Schreiben zu lernen. In den Weiterführenden sollte es allerdings beides geben. Schließlich ist es wichtig erstmal das Recherchieren zu Lernen als alles nur zu Ergooglen oder mit KI zusammenschustern zu lassen. Danach ist Digital ein muss, nach meiner Meinung.
    @Fembre: Ich bin Altenpfleger, 19 auf eine Pflegekraft du bist aber optimistisch.
    Versteh ich ehrlich gesagt nicht. Bin gerade fertig mit meinem Techniker und hatte eigentlich ab der Grundschule aus immer einen PC raum mit windows und office drauf. Klar keine cloud oder so aber das brauch doch kein mensch. Warum soll ne schule 1000 accounts bezahlen, wenn sie vlt. 250 Rechner hat? Da kommt auf jeden ne office version drauf, und die bleibt da paar jahre drauf. Daten liegen im persönlichen Netzlaufwerk oder kommen auf den Stick.
    Krischan1981
    @Fembre: Ich bin Altenpfleger, 19 auf eine Pflegekraft du bist aber optimistisch.

    Ich bin ebenfalls Altenpfleger. Ja, die Zahl ist optimistisch gestimmt. :p Als Fachkraft habe ich 30 im FD und 60 im SD. Plus Assistenten.
    Pon0815
    So lange wie Lehrer selber nicht wissen, wie sie mit einem Tablett oder PC einen Unterricht gestalten können, brauchen Schulen keine Computer!

    Absolut richtig. Auch wenn die eigentlich ständig Fort- und Weiterbildungen machen heutzutage. Die Frage ist allerdings dennoch, ob das auch alles wirklich zielführend ist.
    Meiner Meinung nach -> wenn bei den Lehrern generell kein Interesse an sowas besteht, dann ist das Lehren solcher Sachen auch nicht unbedingt sinnvoll.
    Da in diversen Online-Medien die Artikel und Kommentare zur Stellungnahme des hessischen Datenschutzbeauftragten eher irreführend, verkürzt und einseitig waren, empfiehlt es sich unbedingt, den Originaltext zu lesen: https://datenschutz.hessen.de/pressemitteilungen/stellungnahme-des-hessischen-beauftragten-für-datenschutz-und
    Als angehender Lehrer, welcher digitale Technik liebt, kann man sich die Zähne an der Digitalisierung von Schulen ausbeißen.
    Und eigentlich brauchen wir nicht mal zwingend Unternehmen wie Microsoft dafür. Die Unis haben schließlich auch ihre Online Portale (wenn es um reine Speicherung von Daten geht bzw Kommunikation).
    Eine US Firma als Teilhaber einer "hochsicheren Deutschen Cloud" - das geht per Definition nicht da die US-Firma sich an US-Recht halten muss. Und wenn da ein Brief von der Homeland-Security reinflattert dann wird der befolgt.
    -
    Die einzige Loesung ist die Server, noch besser die Protokolle von Office 365 zu lizensieren so das Dritte das datenschutzkonform anbieten koennen.
    Aber das ganze betrifft ja nicht nur Schulen - gerade Firmen sollten was Wirtschaftsspionage angeht da erhebliche Kopfschmerzen haben...
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    @setter: in NRW gibts landesweit ein Rechenzentrum auf das die Lehrer via RDP zugreifen (inkl. Zwei-Faktor-Authentifizierung)... .
    "Und wenn da ein Brief von der Homeland-Security reinflattert dann wird der befolgt."
    Was ich dabei ja nie ganz verstehe: Wer außer Schwerstkriminellen wie Terroristen muss sich eigentlich darum Sorgen machen? Und... warum sind Nachrichtendienste eigentlich grundsätzlich böse?
    Im gleichen Atemzug wird dann immer davon geredet, dass wir von der Justiz/Exekutive nicht ausreichend vor Terrorismus/Kriminalität geschützt werden. Also, was jetzt? Erst darüber aufregen, dass Exekutivorgane bei begründetem Verdacht von Schwerstkriminalität die Mithilfe von Institutionen, oder Firmen, die Daten speichern, bemühen, oder diese sogar erzwingen, und dann über Überwachung schimpfen. Da beißt sich irgendwas gewaltig. Zumal für mich Polizei, Justiz und Nachrichtendienste nicht unter "bösem" Generalverdacht stehen.
    Da ist, vor allem bei uns, einfach unheimlich etwas eingerissen. Und, entsprechende Leute aus Politik und anderswo werden auch nicht müde, immer wieder mit dem Finger darauf zu stoßen. Warum konnten denn z.B. die Leute, die in Deutschland fliegen gelernt haben, und sich hier schön in ihren "Kulturvereinen" verstecken konnten, das World Trade Center in Schutt und Asche legen? Muss am Überwachungsstaat liegen. Oder auch nicht.
    chakko
    Inwiefern werden die Namen und die Daten über das Internet rausgegeben?

    Wenn keine Rücksicht auf Daten gelegt werden, geschieht dies z.B. über Smartphones und Nutzung diverser Apps und Services. Wenn ein Lehrer z.B. OneNote auch mobile (via CLoud) nutzt und darin Schülerdaten behandelt. Wenn Schülerdaten in (Private) Adressbüchern übertragen werden, was nicht sein darf, und diese durch diverse Apps eingesehen werden. Wenn diverse Apps zur Schülerverwaltung genutzt werden (digitales Klassenbuch) bei denen ein Cloudservice hinten ansteht. Auch die Kommunikation mit Eltern über E-Mail kann unzulässig sein wenn Personen bezogene Daten ausgetauscht werden. Hier müssen entsprechende Rahmenbedingungen erfüllt sein.
    Das verstehe ich.
    Wobei ich jetzt das Beispiel mit OneNote für etwas weit her geholt halte. Warum sollte ein Lehrer das in OneNote speichern?
    Vielen Klagen stimme ich hier zu, was den Zustand der Schulgebäude angeht, was die zeitgenössische Pädagogik, sogar was IT angeht. Ich kann aber den Schulbehörden insofern zustimmen, als die 'Cloud-Anbieter' sehr intransparent sind in der Kommunikation, was sie genau mit den Daten in der Cloud machen. Es ist ja noch nicht einmal klar, was das Wort 'löschen' für ein Account und seine Daten konkret bedeutet (ja, auch DrWindows-User und selbst MS-Mitarbeiter können darüber keine präzise Auskunft geben). Und es sind eben diese Intransparenzen, die zu Spekulationen und Unsicherheiten Anlass geben. Daten zu erfassen (das ist etwas anderes als Inhalte mitzulesen) ist das Geschäftsmodell von MS und da gibt es einen Interessenskonflikt von Geschäft und Datentransparenz. Ich würde mir wünschen, dass es eine Art staatliche Zertifizierungsinstanz gäbe, die Cloud-Dienste evaluiert in Hinsicht auf ihre Transparenz, Datenqualität und Funktionsweise der Algorithmen. Solange es hier Unsicherheit gibt, gilt der Schutz der Privatsphäre der Schüler vor technischem Fortschritt.
    Was die Datengier von MS angeht (als deren Geschäftsmodell), dass diese größer ist als die Verantwortung für die Sicherheit der User, zeigt sich im aktuellen VPN-Bug bei Windows. Man muss die Telemetrie-Übermittlung erst erlauben, um VPN wieder zum Laufen zu bringen.
    Und! Sicherheitsbestrebungen als Argument für technischen Rückschritt zu nehmen, ist ja mal total daneben. Im Gegenteil, das Bestreben um Sicherheit ist eine wichtige Motivation für Fortschritt. Zum einen wird geklärt, was neue Techniken eigentlich bedeuten, zum anderen werden Sicherheitstechnologien entwickelt und eingesetzt (so ist Sicherheit ein wichtiges Thema etwa bei der Diskussion um die Entwicklung von Quantencomputer).
    Was ich hier wieder lese von wegen der Gesellschaft wären die Schüler nichts wert...
    Leute, die Schulen stehen unter der Obhut des Landes, und dieses wird von Politikern "betrieben".
    Wählt anders, dann ändert sich der Umgang mit den Schulen auch, bestenfalls.
    Andere Politiker können dann auch auf europäischer Ebene eine Digitalsteuer einführen, damit zumindest etwas von den Gewinnen von Facebook & Co "im Lande" bleibt.
    Aber wir in Deutschland haben einfach verlernt, einfache Lösungen für komplizierte Fragen zu finden und machen es genau andersrum, damit Leute wie der Winterkorn (ex VW-Vorstand) mehr aufs Konto überwiesen bekommen als sie verdienen.
    Zudem sollte man sich überlegen, ob man nicht den Föderalismus aufgibt und statt dessen ein Toprunner-Prinzip einführt
    Ich verstehe es nicht. Echt jetzt, warum redet Ronellenfitsch nur über Office 365???
    Klar, die PERSONAL Cloud kann mit den USA verbandelt sein, muss aber nicht. Die Clouddaten liegen da, wo man sich aufhält. Macht man als Schüler ein paar Monate Schule in den USA, merkt das System, dass man häufiger aus den USA zugreift und zieht die Daten in die USA um.
    Anders ist es aber bei Office 365 FOR BUSINESS, was es für Schulen praktisch kostenlos gibt! Da liegen die Daten in Europa und bleiben da. MS hat aktuell mindestens drei Rechenzentren in Europa (Irland, Niederlande und noch eines, Deutschland kommt dazu).
    Bei der Cloudsoftware Onedrive for Business, die man dabei nutzt, handelt es sich um etwas völlig anderes als bei dem Onedrive Personal.
    Onedrive for Business setzt auf Sharepoint auf und nutzt ActiveDirectory-Rechtemanagement. Aus diesem Grund kann noch nicht einmal ein simpler Supporttechniker ohne Zustimmung des Nutzers auf die Daten zugreifen.
    USA und Datenzugriff? Quark. Ronellenfitsch scheint keine Ahnung zu haben.
    Mir ist natürlich nicht bekannt in welchem Bundesland die Kommentatoren hier jeweils unterwegs sind, ich möchte aber als Lehrer an einer Bayerischen Realschule mal mit dem Kreidezeitmythos der hier durch viele hochgehalten wird aufräumen (zumindest für die Schullandschaft die ich kenne). An unserer Schule kommt Office365 zum Einsatz, jeder Schüler, jeder Lehrer kann es kostenfrei erhalten. Wir unterrichten im Rahmen eines erstellten Mediencurriculums, halten Fortbildungen, Best-Practice-Stunden mit Schwerpunktsetzung Medienerziehzng für unsere Schüler usw. Wir haben für 800 Schüler nahezu 200 PCs in jedem Raum Wlan, Beamer, Wacom Grafiktablets, Bluray-Player und Miracast-Support. Weiter haben ein internes Fortbildungsangebot zu zahllosen Anwendungen wie Padlet, Onenote, Videoschnitt, Feedback-App etc. und halten auch Microfobis ab. Jetzt zu sagen das wäre aber ein Einzelfall lasse ich nicht gelten da zahlreiche Schulen in meiner Umgebung ganz genauso arbeiten. Ich kann zumindest für Gymnasien und Realschulen in Landkreis-Trägerschaft sptechen. Bei uns ist alles auf die Prämisse "Souveränes Handeln im Zeitalter digitaler Medien" ausgerichtet. Die Geräte sind dabei für uns stets nicht Zweck sondern Mittel zum Zweck.
    Haben wir damals in der schule vor Rund 35 Jahren auch was gelernt oder sind wir, weil wir damals keine Computer in der Schule hatten dümmer als heute unsere Kinder?
    Also wenn ich mir so manche Kinder Heute ansehe die Zwar schnell mit ihrem Smartphone zur Hand sind, aber leider keine Richtige Frage in google eingeben bzw. Formulieren können, Frage ich mich tatsächlich wie die ohne Smartphone Existieren könnten.
    Ich will es ja nicht hoffen aber sollte der ganze Scheiß mal ausfallen sind die doch völlig aufgeschmissen ohne Google, Bing, Pornhub usw. unsre Art wird aussterben noch bevor die Weltklimakatastrophe richtig losgeht.
    chakko
    Das verstehe ich.
    Wobei ich jetzt das Beispiel mit OneNote für etwas weit her geholt halte. Warum sollte ein Lehrer das in OneNote speichern?

    Was spricht dagegen? Vom Datenschutz abgesehen, bietet sich OneNote als Karteikasten gut an. Darin lassen Bewertungen ablegen und Literatur /Arbeitsblätter. OneNote ist nichts weiter als eine große Bibliothek - Erlaubt es alles an einem Platz zu haben, Tabellen Arbeitsblätter etc.pp.
    @Setter: Welche Alternativen soll es geben?

    Moodle; Mahadie soweit mir bekannt. Dr.Kaiser bietet auch Teamarbei an (Soweit mir bekannt in Hessen weit verbreitet) . MT-Reinhard hatte auch entsprechende Lösungen auf Basis WinServer. Threema Works ginge für interne Kommunikation.
    Die Schülerverwaltung ist eh auf LusD und die Bibliothek läuft über Littera.
    Es braucht in weiten Teilen kein 365.
    Ich jedenfalls möchte nicht, das mein Sohn, der in die Grundschule geht, Daten in die Cloud hochlädt. Das kann er sich später immer noch überlegen, wenn er selber die Entscheidung treffen kann, was er von sich preisgeben will, und was nicht. Wie sollte man so etwas als Elternteil kontrollieren, wenn man ständig über irgendwelche Hacks und Datenverluste liest ?
    Und ich finde ich es gut, das es Datenschutzbeauftragte gibt. Wenn etwas intransparent ist, und nicht der Datenverordnung entspricht, ist es für mich erst mal zweitrangig, ob jemand das als "Steinzeit" ansieht. Als wenn die Cloud Anbieter so selbstlos wären und denen es überhaupt nicht um Daten und Verbreitung ginge...Was dann damit passiert, steht in den Sternen.
    Hier gilt die Prio dem Schutz der persönlichen Daten, erst recht bei Schülern bzw. Heranwachsenden. Man kann auch mit Office prima offline arbeiten, erst recht in dem Alter, um zu lernen. Wenn es denn überhaupt dann schon sein muss. Für mich gibt es da Prioritäten, die weitaus wichtiger sind, als MS Office (365) und die Windows Produkte, oder den ganzen anderen Cloud Kram.
    Das kommt mit Sicherheit noch früh genug.
    Ordentlich Lesen, Schreiben und Rechnen sehe ich erst einmal wesentlich wichtiger an. Erst recht sollte das Geld lieber dazu genutzt werden, kaputte Schulhöfe, Kita Einrichtungen, Spielplätze auf Vordermann zu bringen und genügend Lehrpersonal einzustellen, als danach zu schreien, amerikanische Software Konzerne so früh wie möglich zu pushen.
    Von wegen, wir bleiben auf der Strecke. Intelligenz definiert sich nicht durch die Cloud, hier gilt es erst einmal die Basics und Intelligenz des jungen Lebens bezogen auf den Alltag zu fördern, die ganze Software kommt da noch früh genug zum Zug.
    Wenn ich bereits Kinder mit 7 Jahren und eigenem Smartphone sehe, wie diese bereits eigene Video bei YouTube hochladen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Man kann sich sein ganzes Leben mit so etwas kaputt machen, das Internet vergisst nie. Daher volle Unterstützung für den Datenschutz, erst recht in jungen Jahren. Wir Eltern sind dafür verantwortlich, das zu kontrollieren, und ich finde dahingehend den Datenschutz streng ausgelegt einfach in Ordnung.
    Vollkommen richtig Martin ! Das deutsche Bildungswesen hat schon lange fertig und ich gehe jede Wette ein, das auch in 10 Jahren noch immer ausschließlich mit der Schreibtafel "gelernt" wird. Datenschutz ist wichtig keine Frage, aber Deutschland mit seiner perversen Angst vor alles und jedem, und der permanenten Miesmacherei von technologischem Fortschritt, wird gewaltig abstürzen wenn man nicht endlich in allen Belangen den Kurs korrigiert !
    Und selbstverständlich müssen die Lehrer sich auch endlich darauf einlassen, und nicht glauben das sie mit ihrer "Steinzeit-Pädagogik" oder was das sein soll, auf dem aktuellen Stand sind und das immer so funktioniert.
    ExMicrosoftie
    Ich verstehe es nicht. Echt jetzt, warum redet Ronellenfitsch nur über Office 365???
    Klar, die PERSONAL Cloud kann mit den USA verbandelt sein, muss aber nicht. Die Clouddaten liegen da, wo man sich aufhält. Macht man als Schüler ein paar Monate Schule in den USA, merkt das System, dass man häufiger aus den USA zugreift und zieht die Daten in die USA um.
    Anders ist es aber bei Office 365 FOR BUSINESS, was es für Schulen praktisch kostenlos gibt! Da liegen die Daten in Europa und bleiben da. MS hat aktuell mindestens drei Rechenzentren in Europa (Irland, Niederlande und noch eines, Deutschland kommt dazu).
    Bei der Cloudsoftware Onedrive for Business, die man dabei nutzt, handelt es sich um etwas völlig anderes als bei dem Onedrive Personal.
    Onedrive for Business setzt auf Sharepoint auf und nutzt ActiveDirectory-Rechtemanagement. Aus diesem Grund kann noch nicht einmal ein simpler Supporttechniker ohne Zustimmung des Nutzers auf die Daten zugreifen.
    USA und Datenzugriff? Quark. Ronellenfitsch scheint keine Ahnung zu haben.

    Danke für deinen Post, und den Informationen/Einschätzungen. Meiner Meinung nach machen sich auch viele einen viel zu großen Kopf, bzw. bekommen Hirngespinste eingepflanzt, von Leuten, die keine Ahnung haben, aber immer politisch was her machen müssen.
    Ist für mich übrigens auch typisch für das Deutschland/Europa dieser Tage.
    Der eine oder andere Kommentar lässt vermuten das die Thematik nicht ganz begriffen wird.......
    @chakko: ist zwar OT - aber die offizielle Version von 9/11 ist sowas von LOL. Immerhin hat man der die Homeland-Security zu "verdanken".
    Mal abgesehen davon: glaubt jemand das Terroristen, organisiertes Verbrechen etc. irgendeine Cloud benutzen? Genauso gut koennten die ja Personalausweise verlieren...
    Was den Datenschutz angeht: einfach mal anschauen wie die Strafen bei Missbrauch durch Behoerden aussehen - das ist vollkommen lachhaft. Dabei untergraebt sowas das Vertrauen in die Demokratie. Es fehlt schlichtweg ein Gesetzesbuch fuer "Verbrechen an der Demokratie"...
    Sicherlich nicht für ihre Aktivitäten, aber... irgendjemand hinterlässt immer irgendwo seine Spuren. Sonst würde ja auch nicht so viel Geld und Effort in die Cybergeschichte gesteckt. Das wird immer wichtiger. Machen die ja nicht zum Spaß, und, die Etats dafür müssen die vor Kongressen rechtfertigen, die auch nicht zum Spaß einfach so Geld aus dem Fenster werfen.
    Es fehlt schlichtweg ein Gesetzesbuch fuer "Verbrechen an der Demokratie"...

    Fragt sich bloß, was das Ganze mit Demokratie zu tun hat.
    Hast du mal davon gelesen, was die neue Datenschutzverordnung vor allem für kleine Unternehmen, oder Forenbetreiber bedeutet? Das hat dann wirklich rein gar nichts mehr mit "Demokratie" zu tun, sondern einfach mit völlig übertrieben aufgeblasenem, panischen "Sicherheitsbewusstsein". Was keins ist. Und komplett kontraproduktiv ist, weil es diejenigen bestraft, die keine Möglichkeit haben, sich ausgiebig mit juristischem Bla zu befassen.
    @chakko
    Die Daten verkaufen sich großartig. Der Seuche aka Spam in den E-Mail-Postfächern kommt ja nicht von sonstwo her. ^^
    Natürlich werden Geschäfte mit Daten betrieben. Und, natürlich gibt es nicht kostenlos im Netz Webspace. Aber.... das Netz ist auch kein Privatraum. Wer sich darüber nicht im Klaren ist, der kann weiter Halbnacktfotos von der letzten Hausparty bei Facebook hochladen.
    Ich hatte es ja schon einige Male geschrieben: Am Ende ist so eine Diskussion auch irrelevant. Ich denke nicht, dass viele möchten, dass Werbung im Netz abgeschaltet wird, oder sonstige Monetarisierung per Nutzerdaten, denn, das würde heißen, dass an jeder Ecke einer die Hand aufhält, und fragt "Ey... haste mal 'nen Euro?...". Ich behaupte jetzt einfach mal, das will niemand.
    Das Geld geht ja nicht an denjenigen, der es dringend nötig hat, sondern es bereichert die Taschen derer, diese ohnehin schon mehr wie genug haben.
    Es ist also eine weitere Form der Umverteilung von Einkommen und Vermögen von unten nach oben. Das kann man nicht für gutheißen, wenn man selbst nicht dazugehört. Diese Denkweise ist surreal und spielt denjenigen da oben geradezu in die Falle.
    Das Geld geht ja nicht an denjenigen, der es dringend nötig hat, sondern es bereichert die Taschen derer, diese ohnehin schon mehr wie genug haben.

    Sehe ich nicht so. Frag mal hier bei Dr Windows nach. Ich denke, die sind sehr froh über Google oder Bing Ads. ;)
    KnSN
    Der Seuche aka Spam in den E-Mail-Postfächern kommt ja nicht von sonstwo her. ^^

    Diese Seuche, wie auch die mit Werbemüll überladenen Webseiten, kommen vor allem daher, dass es noch nie billiger war, Millionen von Leuten mit Werbeschiss nur so zu überziehen. Für den Preis von zehntausend Flyern kannst Du heute per Spam und Internet zehn oder hundert Millionen Leuten Deinen Werbemüll in die Postfächer posten lassen. Und das, wenn gewünscht, alle Stunde in abgewandelter Form.
    Das gleiche mit den Webseiten, die müssen gar keine Anzeigenkunden aquirieren, sondern nur ihre Werbeplätze an die Werbenetzwerke vermieten - die dann ihren Werbemüll von ausserhalb zuspielen. Da wird dann höchstens noch ausgehandelt, welche Werbung der Betreiber der betreffenden Webseite dort nicht haben möchte.
    Diese Diskussion bringt doch nichts. Hier wird die Verwaltung der Schule mit dem Unterricht vermengt. Der Unterricht sollte mit Beispieldaten und Texten natürlich mit der meistbenutzten Office-Software den Umgang mit dieser vermitteln, aber die Lehrer und Schulverwaltung diese nicht für die Verarbeitung sensibler Daten verwenden. Dass ein Datenschutzbeauftragter dies nicht auseinanderhalten will, sagt etwas über die Qualifikationsmängel dieses Herrn, und die Berührungsängste der Pädagogen sind das eigentliche Problem, denn viele fürchten auch, Transparenz des Unterrichts und der Resultate könnten ihrer Reputation schaden.
    weil es nämlich keine Lösung gibt
    Klar gibt es die. Eine Offline-Lösung, so wie es Software in all den Jahren vor dem Cloud- und "wie greifen einfach mal alles an Daten ab, was geht"-Boom eben war.
    Wer will, der kann ja - privat - alles aktivieren und sich 24/7 zur eigenen Sicherheit oder für eine bessere User Experience digital überwachen / ausspähen lassen.
    Ansonsten / generell wird ansonsten höchste Zeit Abstand von Software zu nehmen, die Privatsphäre und Datenschutz nicht im Ansatz respektiert.
    Die Schule ist da ein wirklich guter Ansatz. Weg vom Office-Kurs und hin zu Vermittlung von Medienkompetenz und Aufzeigen von Alternativen.
    Es gibt ohne Frage viele Baustellen im Bildungsbereich. Aber das geringste Problem wäre ein Wegfall von MS / US-Produkten. Gut für MS wäre es blöd, aber ansonsten für alle anderen ein längst überfälliger Schritt / Neuausrichtung.
    erfasst auch, wenn die Nutzer bestimmte Online-Services über ihr Office-Paket nutzen So gelangen eben auch einzelne Sätze oder Mail-Betreffzeilen zu Microsoft.

    Das Unternehmen erklärte, dass zwischen 23.000 und 25.000 Ereignistypen an Microsoft-Server geschickt werden. 20 bis 30 Entwicklerteams würden die Daten analysieren. Diese umfangreiche Datensammelei sei viel spezifischer als die Telemetriedaten, die Windows 10 versendet

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Untersuchung-Microsoft-Office-sammelt-Daten-und-verstoesst-gegen-die-DSGVO-4224823.html
    Auch hinsichtlich der Sicherheit wurden Office 365 erhebliche Patzer bescheinigt: Im Klartext übertragene Kennwörter, ein Wildcard-Zertifikat für 14 Domains, DLLs, die beim Aufruf über den Click-to-Run-Installer auf den Client nachgeladen werden

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-und-Office-365-Microsoft-verspricht-Verbesserungen-beim-Datenschutz-4415238.html
    Ebenso überrascht, dass Office 365 noch vor der Zustimmung zur zugehörigen Einverständniserklärung Telemetriedaten an Microsoft sendet. Auch Einstellungen des Betriebssystems ignoriert die Software.
    https://www.heise.de/ix/meldung/Sicherheitsluecken-und-mangelnder-Datenschutz-Microsoft-patzt-bei-Office-365-4398584.html
    Und das soll das "Beste" sein, was in Sachen Datenschutz & Privatsphäre möglich ist? Nicht wirklich ein Knüller...
    in jedem Raum Wlan, Beamer, Wacom Grafiktablets, Bluray-Player und Miracast-Support

    WLAN, Beamer und Miracast als Medium für Drahtlosgeräte kann ich ja noch zustimmen, aber wofür benötigen die Honks da ein Wacom-Tablett? Oder BR? Wenn MSO kostenlos zu haben ist, oder im Paket günstiger, mir ist das wumpe, egal, ob andere das als "Standard" sehen. Warum muss man den Kids ausgerechnet noch das vorsetzen, was zuhause eh steht? Andere können sich das nicht leisten und greifen auf andere Office zurück. Ich habe mit MSO 2003 Office den Rücken gekehrt, MSO 2007 gab es hier nicht mehr. Der Krempel ist mir einfach zu einseitig. Was ist mit grundlegend Programmieren, oder eine CNC-Steuerung, Robotik? Die Tablets für Grafikgestaltung, aber nicht pauschal alle Rechner, sondern dann auch dort, wo man sinnvoll damit umgehen kann. Nicht jeder Rechner braucht unbedingt das komplette Paket.
    Und dann eben die Punkte "liegt im Schrank und verstaubt" und "Toiletten etc". Nicht jede Schule hat eine Elterngemeinschaft, die vesucht, solche Mängel auf eigene Initative zu beseitigen. Aber wenn man mal bedenkt, wie viele Schulen letztes und dieses Jahr vorübergehend geschlossen wurden, weil komplette Deckenteile runterfielen!? Erinnert mich alles an die Gorch Fock, hier da und dort, aber nichts richtig und vor allem nichts wirklich notwendiges, nicht in der heutigen Zeit.
    Was ist eigentlich mit einer Lösung auf Android? Die Kids haben doch eh fast alle ein Smartphoneund können es blind bedienen, warum nicht mal was auf Android arbeiten und erschaffen? Chrome-Tabletten sind nicht soo teuer und die können auch eine Menge. Im Prinzip wurde die komplette Thematik von Anfang an falsch angepackt, und zu spät.
    WLAN, Beamer und Miracast als Medium für Drahtlosgeräte kann ich ja noch zustimmen, aber wofür benötigen die Honks da ein Wacom-Tablett?

    Ähm, Entschuldigung? Honk ist eine umgangssprachlich abwertende Bezeichnung für einen dummen Menschen. Ich denke so einfach darf man es sich nicht machen um mit abwertenden Begriffen Menschen zu beleidigen deren technische Ausstattung man missbiligt. Aber um auf die Frage einzugehen: Unsere Wacoms sind die alleinigen Bildschirme für die PCs, diese sind logischerweise an einem Beamer angeschlossen welcher an einer weißgestrichenen Wand sein Bild widergibt. Somit dienen die Wacoms als kostengünstige interaktive Tafel die von Schülern wie Lehrern hervorragend angenommen wird. Vergleicht man das interaktive Whiteboard mit unserer Lösung so wirst auch Du lieber .Bernd feststellen müssen, dass unsere Variante kostengünstiger und viel offener ist. Wir haben mit Wacom und Beamer zudem zwei Bildschirme und man muss den Schülern nicht ständig den Rücken zukehren was pädagogisch absolut wichtig ist.
    Statt mit Begriffen wie Honk usw. um dich zu werfen solltest Du lieber den Unterricht in unseren 7. Klassen besuchen in denen Schüler anderen Schülern (und gerne auch einen Vortrag für Erwachsene halten) beibringen wie angemessenes Verhalten in sozialen Netzwerken stattfindet und dass auch dort die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens gelten, welche Du gerade mit Deinen Beleidigungen missachtest.
    Nachtrag: Wir bieten einen Kurs Robotik mit Lego Mindstorms an, fräsen mit selbstgeschriebenen CAD-Zeichnungen aus Holz tolle Accessoires für unsere Schülerfirma und fangen im Rahmen der Hour of Code bereits in der 5. Jahrgangsstufe mit dem Programmieren an. Und das wie gesagt an einer normalen bayerischen Realschule ohne besonderes Prädikat wie z.B. Medienreferenzschule.
    Datenschützende Zeugen Jehovas wären wohl der GAU. :rofl
    Datenschutz ist wichtig, Datenschutz ist richtig. Allerdings muss unsere Gesellschaft und unsere Politik wagemutiger in der digitalen Revolution werden. Wenn du nicht wagst, kannst du nicht gewinnen und wirst abgehängt.
    Ich lese so gern hier mit. :lol
    chakko
    ... Was kommt als nächstes? Anbiederung an den sozialistischen Osten? ...

    :rofl
    Interessant wäre zunächst einmal klar zu definieren, was man unter (digitaler) Bildung versteht?
    Erst wenn geklärt ist was genau an medialer Nutzung unterrichtet werden soll kann man sich Gedanken um die dazu notwendigen Mittel und die konkrete Ausgestaltung des Unterrichts machen. EDV wird seit mehr als 2 Jahrzehnten an Schulen eingesetzt. Dazu zählt auch MS Office.
    Smartphone, Tablet und PC mit Internetanbindung sind seit Jahren Standard in Deutschland. Online Banking, Online Einkäufe, Online Steuererklärung usw. werden ebenfalls seit vielen Jahren genutzt. In der Mathematik wird beispielsweise Lernsoftware, Apps, usw. in Schulen eingesetzt. Auch das ehemalige Sprachlabor hat man jetzt auf dem Smartphone. Noch nie war es so einfach, mittels Apps eine Sprache zu erlernen. Angebote gibt es online ohne Ende. Jeder Schüler passenden Alters kennt sich in der Bedienung der Software aus.
    Nur, welcher Schüler der Sekundarstufe 1 ist noch in der Lage, einfache Berechnungen ohne technische Hilfsmittel durchzuführen? Man muss doch nur mal fragen wieviel 1/5 plus 1/8 ergibt? Ohne Taschenrechner gibt es kaum eine zutreffende Antwort.
    Wichtig wäre m. E. noch, dass man sich mit den persönlichen Daten und dem Schutz der Daten intensiv auseinander setzt.
    Was sollen Schüler zusätzlich zu den bisherigen Informationen lernen?
    rb13125
    Hier wird die Verwaltung der Schule mit dem Unterricht vermengt. Der Unterricht sollte mit Beispieldaten und Texten natürlich mit der meistbenutzten Office-Software den Umgang mit dieser vermitteln, aber die Lehrer und Schulverwaltung diese nicht für die Verarbeitung sensibler Daten verwenden.

    Dir ist aber schon bewusst, das Zeugnisse, Beurteilungen und (mitunter) inhaltlich brisante Briefe teilweise am heimischen PC verfasst werden? Ein großes Problem ist das privat genutzte Office 365. Hier gibt es, aufgrund der mangelhaften Sensibilisierung von Schulleitern, ganz große Baustellen. Da werden mitunter auch Sachen per E-Mail verschickt da schlackern einem die Ohren. Postfächer bei webkalendarium sind da ein Highlight. :D

    Im Übrigen schrieb der Datenschutzbeauftragte auch deutlich, dass gegen Office 365 keine Bedenken bestehen, solange keine personenbezogenen Daten darin verarbeitet werden.
    Problem hierbei ist, das davon auch der Unterricht betroffen sein kann, wenn z.B. in Teamarbeit, der einzelne Nutzer identifizierbar ist. Man kann also keine Schüler einbinden, wenn diese als Person zu identifizieren sind.
    Aber, die größte Datenschutzpanne ist und bleibt der Lehrer selbst und dafür kann er zum Teil nichts, wenn ihm passende Werkzeuge fehlen.
    Big Eddie C.
    Ich lese so gern hier mit. :lol
    :rofl

    Ich gebe ja zu, ich übertreibe gerne ein bisschen. ;)
    BTW, ich kann mein Office 365 offline nutzen. Zumindest zum Speichern und dem Bearbeiten meiner Dateien. Wo ist eigentlich das Problem? Das Problem scheint wirklich nur in den Köpfen derjenigen zu existieren, die immer nur verhindern wollen.
    Wenn schüler Office lernen, brauchen sie keine "Cloud" !!!

    Ja, es gibt so eklige Dinge wie:
    Server.
    Was ich bei dem ganzen Thema nicht verstehe, warum soll "immer" nur der Staat das richten. Es gibt viele "reiche" Privatleute die war für Ihre damalige Schule machen könnten.
    Aber nein, das Geld aufhäufen ist doch viel besser als Schulen, KiTa?s oder Ähnliches zu unterstützen.
    Das scheint wohl ein gesellschaftliches Problem zu sein das "alle" nach dem Staat schreien wenn es um die Finanzierung der Schulen usw. geht.
    Aber auch die Privatwirtschaft könnte hier viel mehr tun und somit die Chance zu bekommen bessere Schulabgänger zu bekommen.
    In Deutschland müsste sogar der Name auf dem Grabstein dem jetzigen Datenschutz wiedersprechen. Grabsteine ohne Name also.... Deutschland ich schäme mich für dich!
    cerberus72
    Was ich bei dem ganzen Thema nicht verstehe, warum soll "immer" nur der Staat das richten. Es gibt viele "reiche" Privatleute die war für Ihre damalige Schule machen könnten.
    Aber nein, das Geld aufhäufen ist doch viel besser als Schulen, KiTa?s oder Ähnliches zu unterstützen.

    Ist dir bekannt das viele Schulen und Kitas Fördervereine haben? Wir sind seit der Kita immer im Förderverein - auch aktiv - und ich finde es durchaus berechtigt den Staat anzurufen. Es darf nicht angehen, das wir zusätzlich Arbeit und Mittel für Schulen bereitstellen und Zuschüsse regelrecht erbetteln müssen. Ohne Förderverein würde manch eine Einrichtung ziemlich alt aussehen. Also komm mal etwas runter immerhin zahlt jeder Arbeitnehmer bereits seinen Anteil.
    Das Bildungswesen wird seit Jahren systematisch kaputt gespart.
    DerMaiki
    In Deutschland müsste sogar der Name auf dem Grabstein dem jetzigen Datenschutz wiedersprechen. Grabsteine ohne Name also.... Deutschland ich schäme mich für dich!

    Quatsch
    Im Moment haben wir seitens der Ausbildungsbetriebe unseren kaufmännischen Berufsschule signalisiert bekommen, dass sie derzeit noch keinerlei Interesse daran haben. Und wenn dann muss sichergestellt werden, dass die Geräte am besten physisch getrennte Betriebssysteme für den Einsatz in der Schule, beim Schüler daheim und im betrieblichen Umfeld haben. Die haben gewaltig Angst, dass die Schülergeräte Einfallstore für allerlei Gefahren aus den andern Netzen sind.
    Daher scheitert die Beschaffung von Geräten gerade daran, dass wir als Schule kein Geld haben, die Schüler sich nicht beteiligen würden, wenn sie die Geräte nicht privat nutzen können und die Betriebe sich nicht beteiligen, wenn die Geräte dort wegen Sicherheitsbedenken nicht genutzt werden können.
    Bisher hat uns nur ein Betrieb Unterstützung angeboten. Allerdings nur dergestalt, dass sie einen Einsatz im Unterricht zustimmen würden. Geld für die Geräte war damit natürlich nicht verbunden und ins Unternehmen dürfte man damit auch nicht.
    Die Infrastruktur bekommen wir jetzt eingerichtet, weil es die Zuschüsse gibt. Was dann passiert schauen wir dann.
    Setter

    Quatsch

    So ein Quatsch ist das gar nicht. Man kann bereits seine Klingel und Hausschild anonymisieren. D.h., die Post bekommt demnächst Probleme, Post zuzustellen. Oder Gerichtsvollzieher oder Exekutivorgane können nicht mal mehr sicher sein, dass sie vor der richtigen Wohnung stehen. Meiner Meinung nach nimmt das schon langsam ziemlich krankhafter Züge an.
    @Zuckerbox - jojo, is scho recht. Realschule, Hauptschule (später zusammen Gesamtschule, war ein Fehler) - leider mal kennengelernt in meinem späteren Leben. Vielleicht 2 von 10, für das nützlich ist, den Rest kannst du unter Ulk verbuchen. NRW, aber hier tickt es eh anders als bei euch. Ich hatte privat Kontakt mit der Lehrerin, die das unterrichtet hat, lass es 12 Jahre her sein, ist leider nicht besser geworden. Die Kids hat das nicht die Bohne interessiert, es gab ständig Zuspätkommer, ohne Konsequenzen, und über Office sind die nicht hinausgekommen. Albern. Sie hat es aufgedrückt bekommen. Ihr Mann war damals Personaldisponent und Personalberater, deswegen. Sie hat regelmässig die Krise bekommen. Und wenn ich die digital Natives von heute sehe, Millennial generation, kann einem nur schlecht werden. Die meisten davon sind Computeridioten, die sind doch schon mit Grundrechenarten überfordert. Lässt grad tief blicken, aber ich hab beruflich mit diesen Vollpfeifen zu tun.
    Man kann bereits seine Klingel und Hausschild anonymisieren

    Ja, muss man aber auf eigene Kosten machen. Und kann vom Vermieter immer noch abgekündigt werden, dieser Quatsch. wer sowas will, soll sich ein Postfach mieten. Und sich auf jede Menge Verzugszahlungen einrichten, weil nicht zustellbar in der Anfangszeit,
    Die Post stellt laut AGB nur zu, wenn richtig beschriftet wurde. Das Problem hat dann nicht die Post, sondern der Empfänger. Gerichtsvollzieher - jetzt wird es abenteuerlich - es gibt eine Meldepflicht seitens Vermieter mitunter muss auch Stockwerk und Wohnung genau benannt werden.
    Sicher ist es problematisch aber das Problem hat dann der Empfänger /Schuldner etc.pp denn durch nicht zustellbarkeit an eine ladungsfähige Anschrift greift keine Verjährung. Das Problem für den Empfänger/Schuldner wächst dadurch nur.
    Man kann natürlich den Datenschutz durch allerlei negative Extrembeispiele ins Lächerliche ziehen, sollte dann aber, um glaubwürdig zu bleiben nichts erfinden. Bei manchem hat man hier schon den Eindruck er würde durch Google, Facebook oder einen der anderen Gegner von zu viel Datenschutz bezahlt.
    Nichts für ungut build10240... aber... du wirfst anderen vor, sie würden erfinden, und negative Extrembeispiele vorweisen, und kommst dann selbst mit der absolut lächerlichen These um die Ecke, dass hier Leute rumlaufen, die von Google oder Facebook bezahlt werden. Fällt dir da was auf?
    Es ist wirklich schade, dass man sich wieder abhängen lässt. Tatsächlich wird bei manchen Schulen aber gefordert, sich Apple-Geräte zu kaufen, zumindest haben zwei Leute im Bekanntenkreis davon erzählt. Klingt natürlich "gut", wenn man privat sich das finanzieren soll, und Pech gehabt, der es danach nicht mehr braucht.
    Aber man kann eben weiter fordern, was es nicht geben kann, dann wird man wie früher eben Lösungen haben, die völlig ungeschützt sind, weil Laien sich irgendwas zusammenschustern.
    Schon witzig, wie das wieder genommen wird, um mit Schlamm um sich zu werfen. Hier möchten wohl Einige so richtig rebellisch sein, den neumodischen Kram in Grund und Boden schimpfen, Microsoft für doof erklären; ja leider, Leute scheinen sich gern wehleidig selber zu dreschen, darum sind sie hier, lesen über Microsoft und ärgern sich immer neu über die da.
    Aber egal, uninteressant.
    Setter
    ... Ohne Förderverein würde manch eine Einrichtung ziemlich alt aussehen. ... Das Bildungswesen wird seit Jahren systematisch kaputt gespart.

    Ich hatte vor ca. 7 Jahren das Vergnügen an einer Berliner Grundschule. Ohne diesen Förderverein wäre computermäßig dort gar nichts los gewesen. So hatten sie immerhin einen PC-Pool für den Unterricht und auch zur Nutzung durch Lehrer:innen, einen Teilzeit-Admin und ein taugliches Intranet.
    Aber doch ziemlich improvisiert das ganze, für die Zeugnisse hatten die zum Beispiel eine Software der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften, nicht etwa von der Schulbehörde.
    Und Datenschutz: Ich brauchte vom Sekretariat eine Liste aller Schüler:innen, nur Vorname, Nachname und Klasse, um sie in eine Datenbank für die Schulbücherei zu importieren. Was gibt mir das Sekretariat: Einen Haufen Excel-Dokumente mit Wohnsitz, Telefonnummern ...
    :wand
    @chakko das ist ein nicht haltbarer Vorwurf. Weißte sicherlich auch, richtig?
    Wegen den namenlosen Grabsteinen, das sähe bestimmt urig aus. Allerdings sollte für die Trauernden dann zumindest ein QR-Code zum Social Media Account einmeißelt werden.
    Quark.
    @build10240
    Richtig. Wir verfolgen Doch schon über weitere Foren hinweg, da Du aber nun Bescheid weißt, werden wir die nächste Phase beginnen.
    :rolleyes:
    Du kannst Dich ja gerne darüber lustig machen, aber diese Horrorgeschichten vom Datenschutz wirken nun mal wie Propaganda. Die hier so naiv, kindlich vorgetragenen Aussagen über den Datenschutz fallen einigen hoffentlich mal selbst auf die Füße. Diese "Ich habe nichts zu verbergen"-Mentalität mag ja ganz lustig sein, wenn man sich vermeintlich sicher fühlt, ist aber sowohl gegenüber dem Staat als auch gegenüber Google und Co. völlig unangebracht.
    Hier den angebliche drohenden Rückstand auf dem IT-Sektor als Argument für weniger Datenschutz anzubringen, ist schäbig. Dieser Rückstand ist nicht wegen dem Datenschutz entstanden und der wird auch nicht wegen dem Datenschutz größer werden. Europa ist immer noch ein Markt, der so wichtig ist, daß sich die Unternehmen auch dem Datenschutz unterordnen würden. Wenn man es ihnen aber so leicht macht wie heute, nehmen die natürlich auch das.
    Wir brauchen nicht weniger sondern mehr Datenschutz und vermutlich so gar einen entsprechenden Eintrag im StGB, damit dem endlich mehr Nachdruck verliehen wird.
    An die "Früher war alles anders/besser/brauchten wir das nicht"-Fraktion sei nur gesagt, daß früher auch keine Daten in Bruchteilen von Sekunden um die ganze Welt verteilt werden konnten, Daten für alle verfügbar nahezu unendlich lang abrufbar waren, jeder Zugriff auf diese Daten haben könnte, usw. Das Internet hat viel verändert, die Politiker haben wieder mal verschlafen und schlafen jetzt weiter, weil man mit dem Datenschutz die ach so gut laufenden Wirtschaft ja nicht beschädigen will.
    Der Datenschützer der hier so kritisiert wird, erhält übrigens zwar jedes Jahr etwas mehr Geld für seine Behörde, aber das kommt nicht an die Steigerungen der Gegenseite heran und reicht nicht mal dafür genügend Mitarbeiter zu bezahlen, um seinen Auftrag zu erfüllen oder in jedem Fall die notwendigen Klagen vor Gericht auszufechten. Alles dank der Parlamente die Merkels Leitspruch, der Datenschutz dürfe die Chancen der Wirtschaft nicht beschränken, perfekt umsetzen. Dabei leben wir hier in einer Demokratie und Rechtsstaat, der sich auferlegt hat, sich an Menschenrechte zu halten, und sich soziale Marktwirtschaft nennt. Gegenüber dem Einzelnen ist bzgl. dem Datenschutz da nicht viel übriggeblieben.
    Hier den angebliche drohenden Rückstand auf dem IT-Sektor als Argument für weniger Datenschutz anzubringen, ist schäbig

    Dazu fallen mir ganz andere Worte ein……zumindest klingt es wie ein getröte aus dem Lobbysprachrohr und zeichnet ein eher beängstigendes Bild. Das Bild von erpressbaren Menschen und wie sie bereit sind auf Persönlichkeitsrechte zu verzichten.
    Nein nein, dass strikte Festhalten am Datenschutz schafft Voraussetzungen für neue Produkte und mehr vertrauen. Das tun sich möglichkeiten für Europäische Unternehmen auf und Dritte (US-) Unternehmen müssen sich den Anforderungen beugen, um einen festen Standpunkt zu erhalten.
    Wenn eine Verkäuferin eine APP wäre - einige werden es schon kennen.
    https://www.youtube.com/watch?v=wHo755bxByI&fbclid=IwAR3qQILsHkYnf-iFD32JnxL0ZcuQ-0FFOOCv8QjJAdVaofc9ruJ84F-UKSM
    "Es gibt keinen europäischen Cloud-Dienst. Zumindest Keinen, der erwähnenswert wäre."
    Das stimmt so nicht wirklich. Wichtig ist ja zunächst mal, dass die Regeln der DSGVO und der Bundes/Landes-Datenschutzgesetze durchsetzbar sind. Und das geht nur, wenn ich einen direkten Ansprechpartner in Deutschland/Europa habe. Das erfüllen 1&1/ionos und strato, Telekom, Deutsche Post und andere. Da macht es schon einen Unterschied ob ich deren Cloud nutze oder Google Drive. OneDrive ist ein spannender Fall, weil Microsoft sich im Sinne des Privacy Shield Abkommens ja freiwillig der DSGVO untergeordnet hat. Ob das am Ende wirklich was bringt....
    Das Problem liegt für mich eindeutig in den unklaren Begriffen. Persönliche Daten sind ein hohes Gut, dass wird kaum jemand bestreiten. Eine missbräuchliche Nutzung sollte möglichst unterbunden werden, auch so weit ok. Aber danach hört es schnell mit den Gemeinsamkeiten auf.
    Wie werde ich z.B. personenbezogene Daten von unerwünschten E-Mailbewerbungen wieder los, wenn ich aus anderen Verpflichtungen meine E-Mail-Eingänge sichern muss? Wer bezahlt mir diesen Aufwand? Vermutlich der Gleiche, der mir den Aufwand durch statistische Landesämter oder die Bundesbank usw. erstattet. Niemand.
    Wenn ich an unseren externen Beauftragten denke, erwischt mich das kalte Grausen, macht über mehrere Stunden eine Systemanalyse, die vermutlich aus Datenschutzgründen so geheim ist, dass ich bis heute das Ergebnis nicht kenne. Hauptsache in jeder Nachricht von ihm steckt die Sache mit den bis zu 20 Mio Strafe. Demnächst möchte er seinen jährlichen Besuch durchführen und kontrollieren. Z.B. die Vorlagen für etwaige Dokumentationspflichten hat er bis heute nicht geliefert, m.E. sollten diese aus der Systemanalyse ableitbar sein. Toller Dienstleister. Der andere, der sich davor beworben hatte, war auch schon so ein Schwätzer.
    Interessant finde ich das Thema Datenschutz auch in anderer Hinsicht. Ich kaufe jährlich Kopierpapier im Wert von ca. 2.500 Euro netto. Dank E-Mail in der Masse zum internen Gebrauch. Seit dem ganzen Datenschutzge... liegt unsere Quote hinsichtlich der Wiederverwendung (blaue Tonne) bei nahezu 0. Jeder fehlerhafte Ausdruck oder alles wofür die Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist landet nunmehr über Dienstleister in der Vernichtung.
    Zum Thema Schulen, natürlich fehlt auch hier die Differenzierung. Man kann sich dagegen aussprechen, dass Verwaltungsinformationen in einer Microsoft-Cloud liegen, da sie dort eventuell unsicherer liegen, als auf eigenen Servern. Was darüber hinausgeht, grenzt an Lächerlichkeit. Leider haben wir es alle zusammen zugelassen, dass Begriffe wie Aufklärung und Eigenverantwortung quasi auf dem Index gelandet sind.
    Mag eventuell etwas schräg klingen, aber ich persönlich bin lieber vor externen, als vor den eigenen Behörden nackig.
    Finanzierung der IT in Schulen. Bund, Länder und Gemeinden haben kein Einnahmeproblem, sondern ein gewaltiges Ausgabeproblem. Natürlich kann man sich auch hinsichtlich der IT darüber streiten, ob staatliche oder private Investitionen sinnvoller sind, aber das Thema wieder den bösen Reichen aufs Auge drücken zu wollen, wie hier zumindest von einem kundgetan wurde, kann nicht die Lösung sein. Im Übrigen haben Privatschulen selten etwas mit Kapitalistenkindern zu tun. Sozialdemokraten und Grüne hingegen geben ihre Kinder gerne dort ab, wie man so lesen kann, ist aber ein anderes Thema.
    Wer bezahlt mir diesen Aufwand? Vermutlich der Gleiche, der mir den Aufwand durch statistische Landesämter oder die Bundesbank usw. erstattet. Niemand.
    Das ist eine genauso schäbige Argumentation. Wer bezahlt mir als Bürger den Aufwand, den ich durch Gesetze und Verordnungen habe? Richtig. Niemand. Und als einfacher Bürger bin ich doppelt gestraft, weil ich vieles nicht mal von der Steuer absetzen darf und dazu einer Besteuerung meines vollen Umsatzes (Lohn, Gehalt, etc.) unterliege. Während Unternehmen nahezu alle Kosten steuerlich geltend machen können, bleiben mir als Privatperson die wenigen Pauschalen und Absätzmöglichkeiten, die das Einkommenssteuergesetz bietet. Bitte jetzt nicht wieder mit den ganzen Tricksern argumentieren, sonst führe ich die Trickser auf Unternehmensseite in die Diskussion ein und da gibt es erheblich mehr als bei den Privatleuten. Zumal bis auf die oberen 10% sowieso kaum jemand bei der Einkommenssteuer tatsächlich bescheißen kann, weil es sofort auffallen würde.
    Du ziehst die Konfliktlinie an der falschen Stelle. Wo möglich gibt ein Unternehmen die „Kosten“ weiter, zahlen tut es dann der Endverbraucher, der wie Du schreibst, schon sein Päckchen zu tragen hat. Wo die Weitergabe nicht möglich ist, sinkt entweder der Gewinn und damit der Ertrag an Steuern oder man drückt andere Faktoren (Lieferanten oder Personalkosten, etc.) und das alles dafür, damit ein paar Bürokraten was zu tun haben, wofür wir sie nicht unbedingt beauftragt haben und wofür sie oft nicht richtig zur Rechenschaft gezogen werden. Das Ganze aber jetzt bitte nicht als generelle Ablehnung des Staates oder öffentlicher Aufgaben überinterpretieren.
    Endverbraucher bin ich auch, zu den 10% habe ich einen gewissen Abstand;)
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