DirectX12 für Windows 7 - warum das?

DirectX12 für Windows 7 - warum das?

Im März hatte Microsoft einigermaßen überraschend angekündigt, dass World of Warcraft nun auch unter Windows 7 DirectX 12 nutzen kann – mit ein paar wenigen Einschränkungen. Schon damals hieß es, dass es dabei nicht bleiben wird. Nun hat Microsoft sozusagen die Schleuse geöffnet: Alle Spiele-Entwickler können DirectX 12 unter Windows 7 nutzen, der dafür notwendige Aufwand soll moderat sein.

In einem kurzen Blogpost hat Microsoft alle wichtigen Ressourcen verlinkt, die Entwickler benötigen, um ihre Spiele entsprechend anzupassen.

Man fragt sich natürlich: Warum macht Microsoft das, so kurz vor dem offiziellen Supportende von Windows 7? Öffnet man sich da bereits eine Hintertür für eine Fristverlängerung?

Auch wenn es auf den ersten Blick komisch klingt, das genaue Gegenteil dürfte der Fall sein. Es war selbstverständlich eine rein strategische und keine technische Entscheidung, dass DirectX 12 exklusiv an Windows 10 gekoppelt war, wie wir spätestens jetzt wissen. Seither hatten Spieleentwickler nicht unbedingt doppelten, aber dennoch zusätzlichen Aufwand, um ihre Spiele sowohl für Windows 7 als auch für Windows 10 zu pflegen. DirectX 12 für Windows 7 befreit die Entwickler weitgehend von allen Altlasten und sie können sich voll und ganz darauf konzentrieren, ihre Spiele glänzen zu lassen. Es ist also ein Schritt zurück, um zwei nach vorne machen zu können.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Dem muss ich Widersprechen. Da gibt es schon gravierende Unterschiede. Frauen wollen wir nicht verstehen, Microsoft können wir nicht verstehen. 5 Monate vor Ende braucht Microsoft das deffinitiv nemer auf Windows 7 bringen außer man geht bei denen selber davon aus das die Adaptionrate auf Windows 10 bis dahin Ultra gering bleibt
    "und keine technische Entscheidung"
    Wobei es sich von Windows 10 unterscheidet, MS erwähnt dies auf Github und sagt das man nicht unterstützte Konstrukte ändern müsse. Ferner fehlen die klassischen DirectX Runtimekomponenten (man muss die D3D12 DLL explizit angeben und im Spielverzeichnis haben).
    Schade das man den Schritt nicht schon viel früher gegangen ist, sodass die Entwickler sich gleich nur noch auf DX12 konzentrieren konnten und nicht mehrere Renderpfade pflegen und unterstützen mussten.
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