Discord und Microsoft: Kein Deal

Discord und Microsoft: Kein Deal

Ende März kamen Gerüchte auf, wonach Microsoft an einer Übernahme von Discord interessiert sein soll. Die Gerüchte gingen so weit, dass bereits eine konkrete Kaufsumme von 10 Milliarden US-Dollar im Raum stand und sich Discord exklusiv auf einen Deal mit Microsoft konzentriert, alle anderen Bieter waren aus dem Rennen bzw. zweite Wahl, sollte mit Microsoft keine Einigung erzielt werden.

Letzteres scheint eingetreten zu sein: Die Übernahmegespräche zwischen Discord und Microsoft wurden laut einem Bericht des Wall Street Journal beendet. Es wird vorerst aber auch keinen anderen Käufer geben, denn dem Vernehmen nach hat sich Discord dazu entschlossen, seine Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu behalten. Die Betonung liegt hier aber offenbar auf „vorerst“, denn offenbar will sich Discord zukünftigen Angeboten gegenüber offen zeigen. Das klingt dann wieder ein bisschen danach, als wolle man pokern, um den Preis in die Höhe zu treiben.

Neben Microsoft gab es anscheinend noch zwei weitere Bieter, die ganz konkret an einer Übernahme interessiert waren. Nach der gescheiterten Beteiligung an TikTok und der missglückten Übernahme von Pinterest ist es die dritte Pleite für Microsoft binnen relativ kurzer Zeit bei dem Versuch, durch Zukäufe wieder eine stärkere Rolle im Consumer-Markt zu spielen. Wobei ich nach wie vor nicht verstehe, warum sie das überhaupt wollen.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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