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Dynabook Tecra A50-K-13G im Test: Solider Business-Allrounder auch für Zuhause

Dynabook Tecra A50-K-13G im Test: Solider Business-Allrounder auch für Zuhause

Die Tecra-Serie von Dynabook steht für klassische Clamshell-Notebooks, die eindeutig für den geschäftlichen Einsatz konzipiert sind, aber auch die „Prosumer“ ansprechen sollen. Das Tecra A50-K-13G hatte sich zum Test bei mir eingefunden und einen guten Eindruck hinterlassen.

Beginnen wollen wir wie üblich mit dem Steckbrief des Geräts.

Technische Daten des Dynabook Tecra A50-K-13G

Display 15,6 Zoll IPS
1.920×1.080 Pixel (16:9)
max. Helligkeit 470 Nits
matt und entspiegelt, ohne Touch
CPU Intel Core i7-1260P
Grafik Intel Iris Xe Grafik
RAM 16 GB  DDR4
Speicher 512 GB NVMe M.2
Anschlüsse 2xUSB-C mit Thunderbolt 4
2xUSB-A 3.2
microSD-Slot
HDMI 2.0
Ethernet
3,5mm Klinke
Kensington Lock
Drahtlos Wi-Fi 6E
Bluetooth 5.2
Webcam 720p, 60 Hz
Sicherheit TPM 2.0
Windows Hello per IR Kamera
erfüllt Microsoft Secured Core PC Spezifikation
Akkulaufzeit bis zu 10,5 Stunden
Betriebssystem Windows 10 Pro
Maße 358,2 x 236,9 x 19,9 mm
Gewicht 1.630 Gramm
Preis ca. 1.500 Euro

Dynabook Tecra A50-K-13G Frontansicht

Design und Verarbeitung

Das Tecra A50-K-13G kommt in der für Dynabook typischen Farbe „Mystic Blue“, bei der man allerdings genau hinsehen muss, auf den ersten Blick sieht es aus wie Anthrazit. Ebenfalls markentypisch ist das aus einer Magnesium-Legierung bestehende Gehäuse, dass einerseits stabil ist (das Gerät erfüllt den Militärstandard MIL-STD-810H) und eine wirklich herausragende Haptik bietet. Ich kenne das von anderen Geräten dieser Marke bereits und würde behaupten wollen, ein Dynabook blind ertasten zu können.

Über neun Kreuzschlitz-Schrauben an der Unterseite lässt sich das Gehäuse öffnen, was ich aber bei Testgeräten in aller Regel nicht tue. An der Verarbeitung gibt es erwartungsgemäß nichts auszusetzen.

Im Deckel verfügt das Tecra A50-K-13G über eine kleine Hutze. Keine Ahnung, ob das nur ein Designelement ist oder auch irgendeinen funktionalen Hintergrund hat. Ich vermute einfach mal, die Designer wollten irgendein Detail integrieren, welches das Tecra A50 von der Masse abhebt.

Den Einhand-Öffnungs-Test besteht das Gerät leider nicht, dafür gibt es leichte Abzüge in der B-Note dieser Kategorie.

Dynabook Tecra A50-K-13G Rückansicht

Display

Das 15,6 Zoll große Sharp IGZO IPS-Display des Tecra A50-K-13G bietet eine Auflösung von 1.920×1.080 Pixel, hat also ein Seitenverhältnis von 16:9. Angesichts der Tatsache, dass vor allen Dingen Business-Geräte inzwischen mehrheitlich auf 3:2 oder 16:10 setzen, ist das eher ungewöhnlich.

Die Oberfläche des Bildschirms ist matt und entspiegelt, Touchbedienung gibt es nicht.

Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist die maximale Helligkeit von 470 Nits, damit kann man auch im Freien noch gut arbeiten, solange die Sonne nicht gerade von hinten über die Schulter scheint. Bei maximaler Helligkeit muss man logischerweise mit deutlich kürzerer Akkulaufzeit rechnen.

Text wird erwartungsgemäß erstklassig dargestellt, aber auch von der Videoqualität war ich sehr angetan. Matte Bildschirme wirken im Vergleich zu ihren Hochglanz-Pedants oft deutlich weniger lebendig, das kann man in diesem Fall nicht behaupten.

Dynabook Tecra A50-K-13G Seitenansicht

Tastatur und Touchpad

Die Tastatur des Tecra A50 ist recht straff abgestimmt, ich benötigte etwa einen halben Tag Eingewöhnung. Man muss die Tasten definitiv etwas fester anschlagen, wenn man das aber verinnerlicht hat, dann profitiert man von dem sehr klaren Druckpunkt, einem großzügigen Tastenhub und sehr griffigen Tasten, auf denen man selbst mit leicht feuchten Fingern nicht so schnell abrutscht.

Eine Tastenbeleuchtung ist vorhanden. Diese lässt sich nicht in der Helligkeit regulieren, aber so einstellen, dass sie sich bei Nichtbenutzung nach kurzer Zeit abschaltet und so den Akku schont.

Das Touchpad fällt mit 10x7cm vergleichsweise klein aus, da sind die meisten Hersteller mittlerweile großzügiger. Vor allem in der Breite wurde hier Platz verschenkt, wie man auf dem Foto gut sehen kann. Seine Arbeit erledigt das Touchpad aber zuverlässig und mit einem sauber gedämpften Klicken.

Dynabook Tecra A50-K-13G Tastatur

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit gibt Dynabook mit „bis zu 10,5 Stunden“ an und benennt dabei erfreulicherweise auch, wie dieser Wert ermittelt wurde: Mit der Software „MobileMark“, die versucht, den Business-Alltag zu simulieren, um so einen möglichst realitätsnahen Wert zu ermitteln.

In meinem Fall kann ich sagen, dass mein persönlicher Workflow offenbar sehr nahe an dem liegt, was Mobile Mark simuliert. Zehn Stunden habe ich zwar nicht geschafft, aber etwas mehr als neun. Das ist für sich genommen ein sehr guter Wert und liegt näher an der offiziellen Laufzeitangabe, als ich das gewohnt bin. Na also, geht doch.

Ebenfalls interessant zu wissen: Im Standby über Nacht hat gingen in 15 Stunden rund fünf Prozent Akkukapazität verloren.

Kamera und Sound

Die Webcam und die integrierten Mikrofone sind für Videokonferenzen absolut ausreichend.

Die Kamera bietet über die Software „Dynabook Meeting Assist“ die Möglichkeit, Hintergrundunschärfe, Belichtungskorrektur und Gesichtsverfolgung zu aktivieren und diese Features somit unabhängig von der verwendeten Konferenzsoftware zu steuern. Zum Schutz der Privatsphäre lässt sich die Kamera mit einer mechanischen Blende verschließen.

Für die integrierten Mikrofone ist ebenfalls eine KI-Rauschunterdrückung verfügbar, diese habe ich allerdings nicht näher angeschaut.

Der Sound ist erstklassig, nicht nur in Meetings, sondern auch beim Musikhören oder dem Abspielen von Filmen. Für meinen Geschmack dürfte die Maximallautstärke noch ein bisschen höher sein.

Sonstiges und Fazit

Die Performance des Geräts war erwartungsgemäß ausgezeichnet, ich dürfte die Core i7 CPU allerdings auch nur selten ernsthaft gefordert haben, in den meisten Fällen sollte man ohnehin mit einem Core i5 bestens bedient sein. Den Lüfter habe ich so gut wie überhaupt nicht wahrgenommen, ab und an gab er mal ein leises Surren von sich, das aber keineswegs störend war.

Bemängeln muss ich leider die reichlich vorhandene Crapware. Die vorinstallierten ExpressVPN und McAfee nerven direkt nach der Inbetriebnahme mit Aufforderungen zum Kauf.

Ein Highlight ist dagegen die Zuverlässigkeitsgarantie, die Dynabook auf seine Geräte gibt: Bei einem Defekt im ersten Jahr erhält man nicht nur kostenlos Ersatz, sondern zusätzlich den vollen Kaufpreis zurück.

Insgesamt ist das Tecra A50-K-13G ein rundum gelungenes, klassisches Laptop für den Business-Alltag und es eignet sich prima für die „hybride Arbeitswelt“, in der immer mehr Geräte sowohl beruflich als auch privat genutzt werden.

Besonders gefallen mir der sehr helle Bildschirm, die reichlich vorhandenen Anschlüsse und die realitätsnahe Angabe der Akkulaufzeit. Nahezu perfekt wäre das Gerät mit einem Seitenverhältnis von 16:10 oder 3:2 und einem größeren Touchpad.

 

Disclaimer: Das hier besprochene Gerät wurde uns vom Hersteller leihweise überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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