E-Mail Client Thunderbird jetzt im Microsoft Store

E-Mail Client Thunderbird jetzt im Microsoft Store

Totgesagte leben länger, heißt eine alte Redensart, und so abgedroschen sie auch ist, manchmal trifft sie immer noch voll ins Schwarze. Zum Beispiel bei Mozilla Thunderbird. Der durchaus beliebte E-Mail Client war vor ein paar Jahren schon auf dem Abstellgleis gelandet, Mozilla hatte den Stecker für die Weiterentwicklung gezogen und versuchte, einen Abnehmer für das ungeliebte Kind zu finden.

Dann besann man sich anders, startete neu durch und hat für das laufende Jahr noch große Pläne. Deren Realisierung kann man jetzt auch über den Microsoft Store verfolgen, denn dort ist Thunderbird nun ebenfalls zu finden.

Es handelt sich allerdings nicht um ein offzielles und von Mozilla selbst gepflegtes Release. Eine Gruppe, die sich „Store Ports“ nennt, hat das Paket auf Basis der Thunderbird-Version 60.7.x erstellt. Rechtlich dürfte das kein Problem sein, da Thunderbird ein freies Open Source Projekt ist. Bei inoffiziellen Store-Portierungen gibt es aber freilich keine Garantie, dass neue Versionen auch wirklich zeitnah ausgeliefert werden. Da Thunderbird über einen integrierten Updater verfügt, ist die Store-Version daher tatsächlich eher etwas für „Fans“. Außer natürlich, man verwendet Windows 10 im S Modus, dann ist das Store-Paket wirklich hilfreich.

Thunderbird
Thunderbird
Entwickler: Store Ports
Preis: Unbekannt

via: MSPU

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Ich empfinde es als etwas unglücklich auf inoffizielle Portierungen hinzuweisen. Dahinter könnte sich jeder verbergen und man weiß nicht, ob etwas in der Version verändert wurde.
    Ich bin da auch sehr vorsichtig. Man weiß leider wirklich nicht, ob die noch was dazu gepackt haben, das nicht ganz sauber ist. Bei solchen inoffiziellen Ports wird dann manchmal noch Werbung reingepackt, die dem der es eingestellt hat Einnahmen bescheren soll. Aber das würde man ja wenigstens noch sehen. Die Frage ist, wie sicher man sich sein kann, dass da nicht auch Malware mit beigepackt wird. MS kann ja bei der Store-Prüfung auch nur auf aktive Malware checken. Wenn jemand inaktive Malware mit reinpackt, die sich erst nachträglich scharf schaltet, vermute ich ehrlich gesagt, dass man damit problemlos in den Store käme. Nennt mich paranoid, aber ich persönlich installiere solche Ports von komplett Unbekannten aus solchen Gründen lieber nicht.
    Oder woher weiß man, dass nicht der Quellcode von in diesem Fall Thunderbird so modifiziert wurde, dass er die eingegebenen Accountdaten und -passwörter irgendwohin ins Netz leakt? Wenn er das erst ab beispielsweise 01.07. tun würde, kann das zum jetzigen Zeitpunkt ohne Reverse Engineering der über den Store ausgelieferten Binaries keiner testen.
    Edit: Ok, fairerweise muss man sagen, dass dieses Store Ports - Team tatsächlich eine Github-Seite aufgemacht hat (verlinkt im Windows Store), wo genauere Angaben zum Quellcode und was für den Store kompiliert wurde offengelegt sind. Als Laie fehlt mir da allerdings das Know-How zu verifizieren, ob das was im Store hochgeladen wurde wirklich 1:1 dem offengelegten Material auf Github entspricht. D.h. aber, dass ich mich immer noch nicht ganz wohl damit fühlen würde.
    Man weiß leider wirklich nicht, ob die noch was dazu gepackt haben, das nicht ganz sauber ist.
    Ein Problem bei jedweder Software, die man einsetzt, aber nicht komplett selbst entwickelt hat: Man muß Dritten vertrauen. Der angebliche Vorteil von Open Source ist keiner, denn man muß darauf vertrauen, daß zur Erstellung der ausführbaren Dateien auch der Quellcode verwendet wurde, der öffentlich einsehbar ist. Dazu kommt noch, daß überhaupt jemand den Quellcode auf versteckte Bosheiten durchsuchen muß. Die Annahme, daß jedweder öffentliche Quellcode schon von irgendjemandem überprüft würde und so Hintertüren oder Malware auf jeden Fall öffentlich würden, ist weltfremd.
    MS kann ja bei der Store-Prüfung auch nur auf aktive Malware checken. Wenn jemand inaktive Malware mit reinpackt, die sich erst nachträglich scharf schaltet, vermute ich ehrlich gesagt, dass man damit problemlos in den Store käme.
    Daß versucht wird Malware in Apps, vor den Prüfungen der diversen Store-Betreiber zu verstecken, ist doch Standard. Daß es sowohl beim Microsoft- als auch beim Google-Store bereits gelungen ist, ist auch kein Geheimnis.
    Das Problem bei Ports im Gegensazu "zu jedweder Software" ist aber, dass der Port mit relativ geringen Aufwand erzeugt werden kann, bei einer Software die bereits eine gewisse Bekanntheit erreicht hat. Das macht es gerade für Malware, Accountphishing oder im besten Fall Werbung/Mining interessanter. Wenn sich der Anbieter über einige Zeit behaupten kann - mit Updates und einer gewissen Seriösität, dann sieht es schon anders aus. Aber bisher würde ich erstmal keine Werbung machen.
    build10240
    Ein Problem bei jedweder Software, die man einsetzt, aber nicht komplett selbst entwickelt hat: Man muß Dritten vertrauen. Der angebliche Vorteil von Open Source ist keiner, denn man muß darauf vertrauen, daß zur Erstellung der ausführbaren Dateien auch der Quellcode verwendet wurde, der öffentlich einsehbar ist. Dazu kommt noch, daß überhaupt jemand den Quellcode auf versteckte Bosheiten durchsuchen muß. Die Annahme, daß jedweder öffentliche Quellcode schon von irgendjemandem überprüft würde und so Hintertüren oder Malware auf jeden Fall öffentlich würden, ist weltfremd.

    Genau so ist es. Schön das mal zu lesen, und nicht immer nur diesen vorgekauten, nachgeredeten Kram. Seit Heartbleed sollte eigentlich bekannt sein, dass Open Source keineswegs gefeit davor ist, Schabernack anzustellen. Immerhin war Heartbleed die größte Nummer des 21ten Jahrhunderts.
    ich habe das Programm sehr gerne genutzt, jetzt nutze ich outlook und werde wohl auch bei outlook bleiben....alle die Nutzer, die sich mühsam was anderes gesucht haben und sich inzwischen daran gewöhnt haben wieder zurück zu holen wird schwer.....
    Ich empfinde es als etwas unglücklich auf inoffizielle Portierungen hinzuweisen. Dahinter könnte sich jeder verbergen und man weiß nicht, ob etwas in der Version verändert wurde.

    Berechtigte Sorge natürlich. Hoffentlich trifft dies am Ende nicht zu. Der Name "Store Ports" deutet nämlich darauf hin das der oder die Leute hinter dem Namen vielleicht in Zukunft mehr und mehr FOSS Software in den Store bringen wollen...was ich willkommen fänd wenn die richtigen Entwickler da nicht mal vorwärts machen.
    Mal nebenbei aber...basiert Thunderbird nicht auf Gecko oder Quantum oder was auch immer die FF Engine jetzt heisst? Kann man jetzt also doch Browser Engines im Store mitliefern? :D
    Wie sich die Zeiten doch ändern! Vor einem Jahr hätte ich mich alteriert, wenn schon eine neue App im Store, warum nur für PC und nicht als UWP für alle Windows Plattformen, inklusive Mobile.
    Und heute ganz entspannt: Brauche ich sowieso nicht, diese App, weder dort, noch da ...
    Ich wuerde mal gerne wissen was Microsoft da die ganze Zeit gemacht hat. Gabs mal den Versuch Entwickler wie die von Thunderbird irgendwie zum App-Store zu "bewegen"?
    Bei Windows Phone gab es das auf jeden Fall. Auch wenn Thunderbird da jetzt ein schlechtes Beispiel ist. Dahinter steht ja Mozilla, und, die finanzieren sich durch Stiftungsgeld. Selbst wenn die es wollten, die dürften so etwas überhaupt nicht.
    @chakko: es muss ja nicht immer Geld sein. Manchmal genuegt ja "nett anfragen" oder besser noch die Tools und Entwicklerdoku entsprechend uebersichtlich anzupassen so das da moeglichst wenig Aufwand entsteht.
    So wie die Entwicklung von Thunderbird generell läuft, glaube ich nicht, dass die da Ressourcen für anderes frei machen können... das ist doch in so einem Schneckentempo, da ist die Entwicklung der Windows 10 Apps Lichtgeschwindigkeit gegen.
    Allerdings bin ich auch generell kein Fan der Apps. Habe bislang noch keine einzige wirklich vernünftige App unter Windows 10 benutz. Ein ziemliches Trauerspiel. Und, meiner Meinung nach auch der falsche ANsatz. Vielmehr sollte man Entwickler dazu animieren, x86 Apps an Touchbedienung, und kleine Bildschirme anzupassen. So wie Webseiten, oder Web-Apps. Für mich ist diese Anpassung an viele Geräte verschiedener Größe und Bedienung viel eher die Zukunft als diese Apps. Und, Microsoft könnte da mit Windows 10 noch viel weiter gehen, und ein echtes ALleinstellungsmerkmal im Geräte- und Software-Ökosystem für sich erschaffen.

    Allerdings bin ich auch generell kein Fan der Apps. Habe bislang noch keine einzige wirklich vernünftige App unter Windows 10 benutz. Ein ziemliches Trauerspiel. Und, meiner Meinung nach auch der falsche ANsatz. .

    Unglaublich engstirnige Sichtweise, Scheuklappen-Blick, wahrscheinlich Totalprägung auf Windows 7.
    Kann frei von der Leber weg eine größere Anzahl an UWP-Apps nennen, die wirklich gut bis sehr gut sind. Um nur drei zu nennen: Meine Mediatheken, myTube, Birthday Hub!
    Unglaublich engstirnige Sichtweise, Scheuklappen-Blick, wahrscheinlich Totalprägung auf Windows 7.

    Voll. Bloß dass ich seit Jahren kein Windows 7 mehr nutze, und Windows 10 in allen Belangen für weit überlegen erachte. ;)
    Ändert aber nichts daran, dass die allermeisten UWP-Apps für die Hose sind. Und, selbstverständlich ist das keine generelle technische Geschichte, sondern einfach... die Qualität der vorhandenen Apps.
    War nicht Birthday Hub auch eine von denen Apps die aus der Not heraus entstanden sind, weil die MS-Apps bzw Dienste nicht so Rund laufen?
    Edit: selbst Zensur - Etwas über das Ziel hinaus.
    OT
    @keinUntertan
    deine Referenz-Apps ziehen bei mir nicht.
    Auch mein "Store.Erlebnis" liest sich so:
    "gibt es in der freien Wildbahn auch, meistens besser und, vor allem zukunftsicherer".
    on Topic:
    anstelle den Store für externe Apps endlich aufzugeben auch noch ein potenzielles Einfalltor für Malware aufzunehmen ist doch wirklich "SchandehochDrei".
    "Mozilla Firefox" findet sich nicht im Microsoft Store, muß auch nicht sein, aber Werbung für ein so ein Garagenprodukt auch nicht.
Nach oben