E-Mobility: Antriebsform(en) der Zukunft - Teil 2

E-Mobility: Antriebsform(en) der Zukunft - Teil 2

Befeuert durch verschiedene Diskussionen, beispielsweise über den Klimawandel oder den Abgas-Skandal, steigt das Interesse an alternativen Antrieben immer weiter an. Ich hatte Euch in Teil 1 bereits die verschiedenen Hybridarten bestehend aus Verbrenner und E-Motor vorgestellt. Nun folgt der zweite Teil mit dem Fokus auf rein elektrisch angetriebene Automobile.

Batterieelektrisches (BEV) Vehikel als Lösung – Ein klares Jein.

Es wird immer wieder herzhaft über das E-Auto diskutiert. Oftmals ist damit ein Fahrzeug mit mindestens einem Elektromotor und einer Traktionsbatterie gemeint. Das Elektroauto soll der Messias für die individuelle Mobilität sein. Doch ist dem wirklich so? Lasst uns mal die Fakten sammeln. Bei einem E-Fahrzeug werden viele Komponenten eines Vehikels mit Verbrennungsmotor nicht mehr benötigt. So ist kein komplexes Abgassystem nötig, keine Zylinder, Kolben usw. Stattdessen braucht man einen kompakten E-Motor (siehe die verschiedenen Elektromotoren hier), Inverter, Bordlader samt Ladeanschluss und natürlich ein Akkupaket (siehe hier).

Durch die nicht vorhandenen Bauteile hat man mehr Platz für die Passagiere und den Kofferraum. So wird der kommende I.D. Neo von Volkswagen (Name noch nicht endgültig) die Außenlänge eines Golf haben, jedoch im Innenraum Platz für die Insassen wie ein Passat bieten. Ebenso ist der jährliche Service erheblich kostengünstiger. Beim Nissan Leaf beispielsweise kostet der Service pro Jahr durchschnittlich 130 Euro. In Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel neue Bremsen fällig werden, ist der Betrag höher, aber dennoch immer noch geringer als beim Verbrenner.

Übrigens kann auch auf ein mehrstufiges Getriebe verzichtet werden, denn die Leistung liegt sofort ab der ersten Umdrehung an. Um dem Fahrer verschiedene Leistungsmodi zur Verfügung zu stellen, gibt es die Möglichkeit, verschiedene softwareseitige Motormodi anzubieten. Ein immenser Vorteil des E-Autos ist der beste aller hier in dieser Reihe vorgestellten Wirkungsgrade. Mit Nutzung von über 85% der vom Batteriepaket gelieferten Energie ist die Kombination aus E-Motor und Traktionsbatterie unübertroffen effizient.

Doch wie bei allen Antriebsarten, gibt es auch beim BEV Nachteile. Das fängt schon an, bevor ein Automodell überhaupt das Licht der Welt erblickt. Die Gewinnung von Rohstoffen wie Lithium ist schädlich für das Grundwasser, jedoch wird es zwingend für die Lithium-Ionen-Akkuzellen benötigt. Bessere Technologien in den Abbaugebieten sollen hier zukünftig für Abhilfe sorgen.

Darüber hinaus brauchen E-Fahrzeuge auch noch einen bestimmten Anteil an sogenannten Seltenen Erden. Diese Rohstoffe sind entgegen ihrem Namen nicht selten auf der Erde vorhanden und kommen beispielsweise deutlich häufiger als Gold auf der Erdkruste vor. Doch die Gewinnung ist aufwendig und findet zum Teil unter fragwürdigen Bedingungen im Kongo statt. Alternativ hätte beispielsweise China große Reserven an Seltenen Erden. Das Ziel vieler Autohersteller ist, zukünftig möglichst auf Seltene Erden zu verzichten.

Ist das Elektroauto erstmal gebaut, gibt es trotzdem noch Nachteile. Der gezapfte Strom sollte möglichst aus regenerativen Quellen stammen, sonst ist die Umweltbilanz nicht so rosig, wie diese sein könnte. Lokal stößt ein E-Auto keinerlei Emissionen aus. Das ist sehr gut für das Gebiet, indem man gerade unterwegs ist. Der Reifen- und Bremsabrieb ist zwar durch das höhere Gesamtgewicht eines E-Autos im Vergleich zu einem Verbrenner höher, jedoch liegt der so anfallende Emissionswert immer noch meilenweit unterhalb eines jeden herkömmlichen Verbrennungsmotors. Wie zurecht von E-Autofahrern angemerkt wurde (Danke an die Community!), lässt sich durch Nutzung der Rekuperation (vergleichbar mit einer sehr starken Motorbremse), der Verschleiß der Bremsen eindämmen. So ist bei manchen Teslas erst nach etwa 400.000 Kilometern ein Wechsel der Bremsen notwendig. Es kommt aber entscheidend auf den persönlichen Fahrstil an. Vor allem sollte man trotz Rekuperation immer mal wieder die physische Bremse betätigen, damit diese nicht rostet…

Am Ende des Lebenszyklus des Batteriepakets kann dieses in sein zweites Leben gehen. Es wird von einer vom Hersteller zertifizierten Vertragswerkstatt ausgebaut und dann beispielsweise an Großkunden verkauft. So werden im Fußballstadion von Ajax Amsterdam tausende alte Akkupakete von Nissan Leaf genutzt, um Strom zu speichern. Auf dem Stadiondach sind Solarzellen angebracht. Der so gewonnene Strom wird, so er nicht direkt verbraucht wird, eben in alten Batterien gespeichert. Dies ist als ein Beispiel einer Wiederverwendung von Traktionsbatterien aus dem Elektroauto zu sehen. Für die Zukunft forschen unter anderem Northvolt und BMW daran, wie man möglichst viel von einem Akkupaket recyceln könnte.

Ein E-Auto zu fahren, erfordert ein Umdenken. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und genau das macht es uns so schwer, an Veränderungen teilzuhaben. Wer es gewohnt ist, mal schnell in weniger als 5 Minuten vollzutanken, der wird enttäuscht sein, dass eine Vollladung bei einem BEV aktuell gut 30 Minuten und mehr dauert, je nach Typ der Ladesäule (siehe hier) und dem im Fahrzeug verbautem Bordlader. Selbst mit neuer Ultra-Schnellladetechnik, wie sie aktuell BMW, Porsche und Siemens testen und aufbauen, dauert eine komplette Ladung immer noch gut 15 Minuten.

Es ist aber durchaus möglich, dass sich diese Ladepausen gut nutzen lassen. So hatte ich bei meinem Test des Hyundai Ioniq Elektro festgestellt, dass man locker mal einkaufen gehen kann, während auf dem Parkplatz das eigene Auto lädt. In Deutschland gibt es derzeit gut 16.000 Ladesäulen, an denen ein bis zwei Elektroautos gleichzeitig laden können.

Eine Schnellladesäule kostet etwa 100.000 Euro. Wallboxen für den privaten Gebrauch sind günstiger und belasten das Portemonnaie mit Preisen zwischen 500 und 5.000 Euro, je nach Ausstattung. Es ist eine Gewöhnungssache, mit einem Elektroauto unterwegs zu sein, wie mir auch unser Dr. Windows-Forenmoderator Alex alias Utgardus bestätigte. Er fährt seit mehr als einem halben Jahr ein Elektroauto und stand mir Rede und Antwort. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Er hat sich eine Strategie zurechtgelegt.

„Ich lade etwa alle zwei Wochen voll auf. Da fahre ich dann mit ca. 10% Akku-Kapazität hin. Ich komme mit meinem Hyundai Ioniq Elektro etwa 235 Kilometer weit. Da ich Zuhause nicht laden kann, muss ich dies unterwegs tun. In der Nähe meiner Arbeit befindet sich eine Ladesäule, dort kostet die Kilowattstunde 30 Cent. Oftmals lade ich auch auf dem Nachhauseweg. Da befindet sich nämlich – wenn ich einen kleinen Umweg in Kauf nehme – eine Lademöglichkeit. Ab und zu lade ich auch in der Stadt und gehe dann Einkaufen oder Spazieren. Komme ich wieder zurück zum Auto, ist es voll. Ich fahre eigentlich nie bewusst tanken, wie früher bei einem Verbrenner. Aber Langstrecken muss man mit dem E-Auto planen.“, so Alex.

Die verfügbare Reichweite kann eben zum Problem werden. Wer es gewohnt ist, mit einem Tank 800 Kilometer zurücklegen zu können, für den ist ein BEV aktuell nichts. Auch hier wird intensiv geforscht und in den nächsten 10 Jahren wird es wahrscheinlich Fahrzeuge geben, die auch eine Reichweite in der Größenordnung von 700 Kilometern plus x absolvieren können. Aber es bleibt dabei, dass eine Vollladung länger dauern wird, als bei einem Verbrenner.

Die Brennstoffzelle als Lösung? – Ein klares Jein.

Von Vielen wird die Brennstoffzelle als DIE Lösung für Automobile gesehen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Nun, jede Menge Technik. Wie das folgende deutschsprachige Video aufzeigt, wird neben dem Elektromotor auch eine Einheit zur Elektrolyse benötigt sowie Wasserstofftanks und ein – wenn auch im Verhältnis – kleines Akkupaket. Der zu betankende Wasserstoff wird mit hohem Druck von 700 bar in die Tanks gepresst. Diese müssen spezifisch gesichert sein, damit unter diesem gewaltigen Druck nichts passiert. An Bord des Fuel Cell-Elektroautos (oder kurz FCEV genannt) befindet sich ein kleines Kraftwerk, welches den Wasserstoff in Strom umwandelt. Dieser muss dann in einer Traktionsbatterie gespeichert werden, damit der E-Motor darauf zugreifen kann. Ein Vorteil eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs ist die schnelle Betankung. Innerhalb von weniger als 5 Minuten sind die Tanks voll. Und mit einem randvollen Tank sind dann auch mal 500 Kilometer drin. Alles gut, also?

 

Leider nein. Denn Wasserstoff selbst ist aufwendig und teuer in der Herstellung, das wirkt sich negativ auf die Energiebilanz aus. Für einmal Volltanken muss man mit Kosten wi bei einem Benziner rechnen. Der Kilopreis für Wasserstoff – der aktuell mehrheitlich aus Kohle hergestellt wird – ist hoch. Um H2 tanken zu können, braucht es zudem Tankstellen, doch das Netz ist derzeit erst im Aufbau. Bis 2023 soll es deutschlandweit 400 H2-Zapfsäulen geben.

Zum Vergleich: Es gibt aktuell gut 16.000 Ladestationen und mehr als 14.000 Tankstellen mit gleich mehreren Zapfsäulen für Benzin in Deutschland. Eine Herausforderung ist, dass es etwa eine Million Euro kostet, eine einzige Zapfsäule mit Wasserstoff aufzustellen. Ein Vielfaches einer Ladesäule also. Beim Brennstoffzellenauto selbst ist der niedrigere Wirkungsgrad ein Hemmschuh. Je nach Modell werden nur etwa 60% der eingesetzten Energie in Vortrieb umgewandelt. Kein Vergleich zu mehr als 85% Wirkungsgrad beim batterieelektrischen Automobil.

Zudem ist ein Brennstoffzellenauto mit hohen Kosten verbunden, da nicht nur viel Technik benötigt wird, sondern auch teure Rohstoffe. Die Wasserstofftanks müssen aus spezifischen und teuren Materialien wie zum Beispiel Carbon gefertigt werden, damit diese auch möglichst sicher sind und mit dem hohen Druck von 700 bar umgehen können. Zudem ist für die Elektrolyse auch Platin nötig, somit sind die Herstellungskosten und somit natürlich auch die Kaufpreise höher als bei einem BEV.

Selbstverständlich wird an Alternativen zu Platin geforscht. So oder so bleibt jedoch der benötigte Bauraum. Die Komponenten wollen irgendwo im Auto untergebracht werden. Wenn dabei möglichst wenig bis keine Einschränkungen für die Fahrzeugpassagiere vorhanden sein sollen, dann muss es zwingend ein Fahrzeug in einer bestimmten Größe sein. Bei einem Van (z.B. Mercedes B-Klasse) oder SUV lässt sich die ganze Technik gut verstauen. Wer dagegen eine klassische Karosserieform wie Limousine oder Kombi haben möchte, der muss in der Größenordnung eines BMW 5er oder VW Passat schauen. Bei kleineren Fahrzeugen wie einem aktuellen VW Golf oder kleiner, reicht der verfügbare Bauraum schlicht nicht aus.

Fazit

Es mag ernüchternd klingen, doch meiner Meinung nach wird es auch in den nächsten Jahren keine allumfassende Lösung geben. Vielmehr wird es einen Antriebsmix geben, also einen Anteil x an Verbrennern, einen Teil y an batterieelektrischen Fahrzeugen und einen Teil z an Brennstoffzellen-Fahrzeugen. Die jeweiligen Anteile werden je nach Markt und Jahr variieren.

Aber einzig und allein die Vielfalt macht’s! Nicht für jeden ist ein batteriebetriebenes E-Auto optimal. Ein Vertreter etwa, der jeden Tag seine 400 Kilometer am Stück unter Zeitdruck zurücklegen muss, hat schlicht keine Zeit, sich mindestens 30 Minuten an irgendeiner Ladesäule die Füße zu vertreten. Dafür muss er mit höheren Kosten leben, denn egal ob Brennstoffzelle oder Verbrenner – mit welcher Hybridart auch immer kombiniert – die Unterhaltskosten sind bei beiden Antriebsvarianten höher als bei einem batterieelektrischen Automobil.

Für Otto-Normalo-Fahrer, die viel in der Stadt unterwegs sind und nicht mehrere hundert Kilometer mit Zeitdruck zurücklegen müssen, werden kommende E-Autos mit Batterie immer attraktiver werden. Die Technik wird ausgereifter, die Reichweiten steigen und das Netz an Ladesäulen nimmt zu. Schon aktuell kann man mit manchen E-Autos wie dem Hyundai Kona Elektro mehr als 400 Kilometer zurücklegen und zahlt dafür weniger als 40.000 Euro. Diese rasante Entwicklung der Batterietechnik verleitet sogar manchen Entwicklungschef zu sagen, dass man die Brennstoffzelle nur in Nischenfahrzeugen vorfinden wird. Ein höherer Anschaffungspreis als beim Verbrenner wird auch weiterhin normal bleiben beim BEV (und auch beim FCEV), aber die Unterhaltskosten sinken immer weiter. Fakt ist, die Reifen qualmen und der Kunde wird mehr alternative Antriebe zur Wahl haben. Das muss auch sein, denn die Klimaziele sind mit den altehrwürdigen Verbrennern alleine nicht einhaltbar.

Wie seht Ihr das?

Quellen und weitere Informationen

Über den Autor
Claus Ludewig
Ich bin mit Windows 98 aufgewachsen und habe seitdem jede Windows- und Office-Version genutzt. Zum Entspannen dient die Xbox. Neben der engen Verbundenheit zu Microsoft-Produkten, schaue ich auch gerne mal über den Tellerrand hinaus in die weite Welt. Ich interessiere mich für alles, was vier Räder hat. In diesem Sinne nehme ich Euch gerne zu einer Spritztour mit.

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Kommentare
  1. Danke für den Artikel.
    Der badenwürtembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat übrigens gerade einen neuen Dienstwagen bekommen - ein Brennstoffzellenauto.
    Guter Artikel. Danke. Ich überlege auch auf ein Elektro Auto um zu steigen. Mein Arbeitsweg beträgt mit umweg über die Kita 3 Kilometer. Auf der Arbeit haben wir E Säulen in Masse da wir als Kommunales Unternehmen schon über viele E Fahrzeuge verfügen. Zurzeit liebäugel ich mit einem Opel Ampera von 2013-2014. Der kommt zwar bloß 80km rein Elektrisch und fährt noch 400km mit Benzin, aber da ich zu 90% zur Arbeit fahre in der Stadt wäre es für mich völlig ausreichend. Und wenn's mal in Urlaub geht dann eben mit Benzinmotor. Aber 90% würde ich rein elektrisch hinkommen.
    "Der Reifen- und Bremsabrieb ist zwar durch das höhere Gesamtgewicht eines E-Autos im Vergleich zu einem Verbrenner höher, jedoch liegt der so anfallende Emissionswert immer noch meilenweit unterhalb eines jeden herkömmlichen Verbrennungsmotors."
    Ein Elektroauto sollte durch die Rekuperation (Motorbremse) einen geringeren Bremsabrieb haben als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Im besten Fall garkeinen.
    Das Ganze ist eine schwierige Sache. Ich selber habe mir noch vor 7 Monaten einen Benziner neu gekauft. Warum? Ich habe hier im Ort nur eine Ladestation für Strom. Am eigenen Haus habe ich keine Möglichkeit zu laden(Laternenparker). Wo sollte ioch also Laden?? Dazu fahre ich auch häufig mit dem Auto in den Urlaub, das ist mit Elektro nicht machbar, bzw. extrem Umständlich. Wir haben zwar zwei Autos, da meine Frau auch mit dem Auto täglich zur Arbeit fährt, aber eben ohne Infrastruktur(Ladestationen) macht es keinen Sinn......
    Da hätte man, ähnlich wie in vielen holländischen Städten, erstmal einige Ladestationen aufbauen müssen, und nicht erst die Autos!
    Ich war vor einem Jahr in Holland, da waren in jeder!! Straße 4-6 Ladesäulen. Man hat ein Chipkarte, zieht sie durch, und kann aufladen. Das wäre was!!!
    Am eigenen Haus gibt es keine Möglichkeit ein E-Kfz zu laden?
    So eine Aussage verstehe ich nicht. Prinzipiell kann man am eigenen Haus eine Ladestation ohne großen Aufwand installieren lassen. Je nach Ausführung beginnen die Kosten ab 1000 € (sollte für eine vollständige Ladung über Nacht, kein Schnellladen, ausreichen). Sofern Sie auf dem eigenen Grundstück oder direkt davor parken wäre dies sicher kein Hindernis! Cooler Nebeneffekt! Man startet morgens im Winter mit einem geheizten Fahrzeug, da die elektrische Zusatzheizung dies ermöglicht!
    Allerdings sind E-Autos aktuell trotz Förderung noch zu teuer, die elektrische Energie kommt überwiegend nicht aus erneuerbaren Energien und auch die Ökobilanz ist nicht besser als ein Verbrennungsmotor.
    Ein Hybridfahrzeug würde in den meisten Fällen den Anforderungen genügen, wobei eine "elektrische Betankung - Batteriekapazität" mit ca. 100 km Reichweite für die meisten Nutzer optimal sein dürfte.
    Stellt sich noch die Frage, was aus den Batteriebergen wird, nachdem diese auch zum Zwischenspeichern der mittels Photovoltaik erzeugten Energie nicht mehr taugen.
    Übrigens, m. W. wird die meiste Energie für das Heizen verbraucht, überwiegend mit fossilen Rohstoffen. Im Sinne der Ökobilanz wäre bei entsprechender Energieerzeugung hier eine erhebliche CO2 Ersparnis möglich!
    Gruß
    Hafe
    Sehr guter Artikel.
    Für mich ist das E-Auto noch lange keine Alternative.
    Abgesehen von den Punkten die bereits im Artikel sehe ich die Infrastruktur in
    Deutschland als größten Stolperstein.
    Wenn man bedenkt das in dem Niederlanden 2016 schon ca. 26000 Ladestationen vorhanden waren, sind 14000 in Deutschland 2018 einfach lächerlich.
    Dann gab es mal einen interessanten Bericht zum Stromnetz und E-Autos im TV, wo aufgezeigt wurde das in vielen Orten das Stromnetz gar nicht in der Lage ist Massen an E-Autos zu verkraften. Dazu müssen sog. Trafohäuschen erstmal erneuert werden. In dem Bericht wurde ein Beispiel einer Großstadt (ich glaube Stuttgart) gebracht wo in einem Stadtteil nur 1000 Autos gleichzeitig ans Netz gehen müssten um dafür zu sorgen das der gesamte Stadtteil keinen Strom mehr hat weil das Netz wegen Überlastung kollabieren würde.
    Stand jetzt scheinen mir Hybriden die sinnvollste Alternative für die Meisten Autofahrer.
    Guter Artikel. Danke. Ich überlege auch auf ein Elektro Auto um zu steigen. Mein Arbeitsweg beträgt mit umweg über die Kita 3 Kilometer. Auf der Arbeit haben wir E Säulen in Masse da wir als Kommunales Unternehmen schon über viele E Fahrzeuge verfügen. Zurzeit liebäugel ich mit einem Opel Ampera von 2013-2014. Der kommt zwar bloß 80km rein Elektrisch und fährt noch 400km mit Benzin, aber da ich zu 90% zur Arbeit fahre in der Stadt wäre es für mich völlig ausreichend. Und wenn's mal in Urlaub geht dann eben mit Benzinmotor. Aber 90% würde ich rein elektrisch hinkommen.

    3km mit dem Auto? Schon mal ans Laufen oder Fahrrad gedacht? Es muss ja nicht jeder täglich 35km radeln wie ich, aber solche Kurzstrecken? Ist auch gesund.
    Zu den Antrieben? Wasserstoff aus Kohle ist Banane, aber er wäre ein idealer Pufferspeicher für die oftmals im Überfluss zur Verfügung stehende Windenergie.
    Auch wenn ich den Klang von 6- oder 8-Zylindern mag, von mir muss das Geräusch nicht sein. Da ich mir nie Autos kaufe, sondern diese nur 2 bis 3 Jahre lease, kann mir auch der Kapazitätsverlust egal sein. Ebenso kann es mir egal sein, wie viele Fußballstadien gebaut werden müssen, um die Zweitnutzung am Laufen zu halten. Aber solange es nicht funktioniert, dass ich mein Auto vor Fahrtbeginn 20 Minuten heize und dann meine mehrfach im Jahr übliche Strecke von 650 km in unter 4 Stunden brutto absolvieren kann, ist dass Thema kein Thema. Was man aktuell nicht übersehen darf, die momentanen Reichweitenzuwächse beziehen sich auf Regionalbahngeschwindigkeitsniveau (es ist leider nach wie vor so, dass ein Tesla nach recht kurzer Zeit von sich aus einen Begrenzer reinhaut).
    ich bin schon mit dem Renault Zoe 48h lang Probe gefahren. schöner Wagen, schönes fahren und laden ist in meiner Stadt zum Glück kein großes Problem. aber preislich war er völlig unattraktiv. @10 man kann das Auto schon vorheizen (oder kühlen) lassen und zum Großteil besteht schon ein Tempolimit. die wenigstens fahren über 130kmh dauerhaft auf der Autobahn, dieses Argument find ich immer witzlos. Reichweite ist ein Punkt, aber für die meisten reicht es mittlerweile. Typisch deutsch ist aber, man sucht sich etwas aus seinem Leben, was nur höchstens einmal im Jahr kommt und sucht sich danach sein Auto aus. Ich verstehe nie, warum dann nicht einfach ein 40 Tonner gekauft wird. (berühmte Waschmaschine, die man ja spontan mal fahren muss).
    650km in unter vier Stunden, also inklusive Anfahrt zur Autobahn ein Schnitt von über 150km/h? Alles klar! Dann wäre vielleicht aber eine Rakete die bessere Lösung... :-)
    3km mit dem Auto? Schon mal ans Laufen oder Fahrrad gedacht? Es muss ja nicht jeder täglich 35km radeln wie ich, aber solche Kurzstrecken? Ist auch gesund.
    Zu den Antrieben? Wasserstoff aus Kohle ist Banane, aber er wäre ein idealer Pufferspeicher für die oftmals im Überfluss zur Verfügung stehende Windenergie.

    Die Kita macht um Sechs früh auf. Halb Sieben beginnt meine Arbeit. Vorher noch umziehen, das schaffe ich nicht mit dem Fahrrad, habs versucht. Wenn du nen Zwerg hast/hattest wirst du wissen das man wenn man in die Kita geht mit einem dreijährigen nicht nur zwei Minuten braucht. Wenn ich zehn nach, viertel raus komme ist das schon gut. Und dann wird's eng. Im Sommer fahre ich Simson, falls das auch zählt ;-)
    interessanter Artikel. Ich glaube auch, die Mischung macht's. Für mich wäre das z.Zt. auch nichts. Ich komme locker über 1000km mit 'ner Tankfüllung und auf dem Weg nach Hause nochmal Pause machen hab ich auch keine Lust. Ich würde mir wünschen, dass viel mehr auch für die Förderung, Verbesserung und vor allem Attraktivität des ÖPNV mehr getan/geforscht/investiert wird, auch ausserhalb der großen Stadt. Aufm Land kommt man ja ohne Auto praktisch nicht wirklich weit ...
    "Der Reifen- und Bremsabrieb ist zwar durch das höhere Gesamtgewicht eines E-Autos im Vergleich zu einem Verbrenner höher, jedoch liegt der so anfallende Emissionswert immer noch meilenweit unterhalb eines jeden herkömmlichen Verbrennungsmotors."
    Ein Elektroauto sollte durch die Rekuperation (Motorbremse) einen geringeren Bremsabrieb haben als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Im besten Fall garkeinen.

    Bremse vielleicht ja, solange planmäßiges Bremsen Dank vorausschauender Fahrweise stettfindet. Aber dem Reifen ist es egal wer ihn bremst oder beschleunigt. Sein Abrieb bleibt immer.
    Zum Thema gibt es hier https://sedl.at/Elektroauto sehr gute Informationen.
    Aus meiner Sicht ist der Elektromotor der beste Automotor. Das Übel ist nur wie kommt der nötige Strom zur rechten Zeit und in nützlicher Frist in das Auto.
    Ich fahre beinahe täglich zwischen 0 und 100 Km. Ab und zu können daraus auch unerwartet 300 Km werden. Es gibt gelegentlich auch Fahrten von 600 bis 900 Km. Ein Elektroauto mit Range Extender käme meinen Anforderungen am nächsten. Vorerst bleibe ich beim bewährten Benziner und bemühe mich anderswo umweltschonend zu handeln.
    Den (Kunststoff)Abfall an Land und in den Meeren erachte ich als grössere Übel.
    Ich hab nicht nur einen Zwerg und kenne das Kita-Gehampel bestens. Auf Kurzstrecken bin ich hier städtisch trotzdem mit dem eBike plus Anhänger schneller als mit dem Auto.
    Mit 1kwh schaffe ich fast 200km. Da kann ein Zoe nicht mithalten. Dafür gönne ich mir für Langstrecken einen 3l Sechszylinder und mache auch einen 150kmh Schnitt (ja, das geht) Brennstoffzelle finde ich interessant, aber die Reiskocher drumherum nicht.
    OT:
    @weltenleser
    Ich hab mich da etwas falsch ausgedrückt. Die Aussage mit dem 40 Tonner und co war wieder auf die Allgemeinheit gemünzt, nicht speziell auf dich bezogen.
    Btt:
    Für mich würde ein E Auto reichen, das gebe ich offen und ehrlich zu, aber da ich, bevor es verboten wird, einen V8 genießen wollte, hab ich einen.
    harfer
    Am eigenen Haus gibt es keine Möglichkeit ein E-Kfz zu laden?
    So eine Aussage verstehe ich nicht. Prinzipiell kann man am eigenen Haus eine Ladestation ohne großen Aufwand installieren lassen. Je nach Ausführung beginnen die Kosten ab 1000 € (sollte für eine vollständige Ladung über Nacht, kein Schnellladen, ausreichen). Sofern Sie auf dem eigenen Grundstück oder direkt davor parken wäre dies sicher kein Hindernis! Cooler Nebeneffekt! Man startet morgens im Winter mit einem geheizten Fahrzeug, da die elektrische Zusatzheizung dies ermöglicht!
    Allerdings sind E-Autos aktuell trotz Förderung noch zu teuer, die elektrische Energie kommt überwiegend nicht aus erneuerbaren Energien und auch die Ökobilanz ist nicht besser als ein Verbrennungsmotor.
    Ein Hybridfahrzeug würde in den meisten Fällen den Anforderungen genügen, wobei eine "elektrische Betankung - Batteriekapazität" mit ca. 100 km Reichweite für die meisten Nutzer optimal sein dürfte.
    Stellt sich noch die Frage, was aus den Batteriebergen wird, nachdem diese auch zum Zwischenspeichern der mittels Photovoltaik erzeugten Energie nicht mehr taugen.
    Übrigens, m. W. wird die meiste Energie für das Heizen verbraucht, überwiegend mit fossilen Rohstoffen. Im Sinne der Ökobilanz wäre bei entsprechender Energieerzeugung hier eine erhebliche CO2 Ersparnis möglich!
    Gruß
    Hafe

    Wie soll das gehen?? An der Hauswand montieren, und dann geht jeder an die Ladestation?? Und das Kabel liegt dann einfach auf dem Gehweg rum? Sowas ist doch Unsinn. Solche Aussagen mag ich, schön veralgemeinern....
    Hybride, ja hatte ich mir auch angesehen, ein ähnliches Auto... Aber: Bei [email protected] Preisunterschied hat man wieder keinen Grund dafür, da spart man lieber die 10xxx, da kann ich Jahre für Tanken.......
    An der Hauswand montieren, und dann geht jeder an die Ladestation??
    Das wird sich jeder zweimal überlegen bei den Strafen, die auf Stromdiebstahl stehen.
    Verhindern könnte man das jedoch auch anderweitig, wenn endlich sinnvolle, genormte Verriegelungstechniken sowohl für den an ein Fahrzeug gesteckten als auch den ungesteckten Stecker existieren würden. Vielleicht gibt's die ja schon. Am Markt scheinen die aber für mich als stillen Beobachter der E-Auto-Szene noch nicht angekommen zu sein.
    Die anderen Probleme einer um sich greifenden E-Mobilität will wieder mal keiner wahr haben. Faktisch gibt es auf Jahre hinaus keinen reinen Ökostrom in den westlichen und östlichen Industrieländern. Es reicht halt nicht mit reinen installierten ökologischen Kraftwerksleistungen anzugeben, wenn es um die tatsächlich produzierten Kilowattstunden geht. Auch daß plötzlich nachts jeder sein E-Auto laden will, aber bisher maximal die Heizung, drei Fernseher im Standby und vielleicht mal die Waschmaschine im Keller lief, will berücksichtigt werden. Daß dazu kaum Erfahrungen bestehen, zeigen ja die Testprojekte, die einige Energieunternehmen gerade laufen lassen.
    Alles schön und gut, solange die Early Adopter der Allgemeinheit auf der Tasche liegen und das mit der ihrer Testfreudigkeit begründen. Die harte Realität kommt, sobald die deutsche Umwelthilfe alle Verbrennungsmotoren verboten hat, aber die Gesellschaft plötzlich merkt, daß es ohne nutzbare KfZ zumindest mittelfristig nicht geht. Der ÖPNV ist jedenfalls keine Alternative, denn der ist jetzt schon überall überlastet. Wenn die Menschen, die täglich freiwillig auf A5, A40 und Co. im Stau stehen, auch noch mit der Bahn fahren würden, dann - das weiß jeder derzeitige Bahnpendler - reichen die via Medien dargestellten Zustände in ostasiatischen U-Bahnen nicht annähernd, um das Chaos und die Enge zu beschreiben.
    Sehr guter Artikel, danke. Bis jetzt haben mich Brennstoffzellen-Autos immer angesprochen, aber da die Ladetechnik so immens teuer ist glaube ich auch nicht, dass das der große Durchbruch ist. Dachte, dass der Stauraum dem eines Elektroautos ähnelt.
    Kennt ihr den Dreisatz?
    Nehmen wir an, 100kW =136PS werden beim Fahren eine Stunde lang abgerufen. Um das wieder aufzuladen, müssen 10kW (das ist die Größenordnung Hausanschluss)10 Stunden lang entnommen werden. Abends 18:30 Uhr in Deutschland macht das dann jeder. Da ist noch kein Herd und keine Waschmaschine in Betrieb.
    Die 100kW werden sicher nicht im Fahrzyklus dauerhaft abgerufen, deshalb haben wir hier die Ladeverluste im Ausgleich mal weggelassen.
    Ein frohes, gesundes Neues Jahr wünsche ich :-)
    Vielen lieben Dank für das Lob und die interessanten Kommentare! Es macht mir Spaß, für Euch zu recherchieren und Euch die "Mobilität der Zukunft" etwas näher zu bringen.
    Ich habe den Artikel aktualisiert, um das Thema Rekuperation beim E-Auto (auch beim Brennstoffzellen-Auto nutzbar!). Denn wer die Rekuperation - eine sehr starke Motorbremse - häufig bspw. in der Stadt nutzt, der schont in der Tat die Bremsen. Allerdings sollte man natürlich trotzdem auch (ab und zu) die physische Bremse benutzen. Alleine schon, damit diese nicht Flugrost bekommt...
    @build10240: Bei aktuellen E-Autos (BEVs) gibt es eine elektromagnetische Sicherung der Ladekabel. Sobald das Ladekabel am Fahrzeug verbunden ist, wird es elektromagnetisch gesichert. Ein Abziehen - ohne vorher es zum Beispiel mit einer Taste am Autoschlüssel o.Ä. - zu entriegeln, ist unmöglich! Das geht nicht. Durch die dicke Ummantelung der Ladekabel, ist auch ein "Aufschneiden" praktisch nicht durchführbar. Und sollte es doch irgendwie gelingen, naja, er/sie hat es nur einmal gemacht...Da Stromschlag.
    Bzgl. Ökostrom, nun ja das ist Länderspezifisch. In Österreich wurde 2017 schon 72,1% des Stroms aus "erneuerbaren Energien" gewonnen.
    In Deutschland dagegen betrug der Anteil "erneuerbarer Energie" (regenerativer Energie) im Jahr 2017 33,1% am Strommix. Der Großteil wurde und wird durch Kohle (Braunkohle und Steinkohle) erzeugt, nämlich 37,2%. Jeweils Brutto und nicht netto (Abzug des Stromes, die die Kraftwerke selbst benötigen). Siehe: https://www.stromauskunft.de/strompreise/strommix-in-deutschland/ und https://oesterreichsenergie.at/daten-fakten-zur-stromerzeugung.html .
    Es ist eben eine Sache, wie die jeweiligen Länder das handhaben. Fakt ist aber auch, dass in Deutschland etwa 20% des erzeugten Stroms "zu viel" war und exportiert werden musste. Diese Menge könnte man locker hernehmen, um E-Autos zu laden. Übrigens kann der Nissan Leaf - wie alle BEVs mit CHAdEMO-Anschluss - auch Strom abgeben. Sprich: Beim Stromausfall kann man dann Strom aus dem E-Auto ziehen und im Haus/Wohnung nutzen. Diese Vehicle2Grid-Funktion soll - später einmal - auch bei E-Autos mit CCS-Anschluss erhältlich sein.
    Um dem Problem entgegen zu wirken, dass es zu einer Netzüberlastung kommt, wenn alle E-Autos einer Straße gleichzeitig laden, gibt es bei Ladesäulen und Wallboxen eine intelligentes sog. "Last-Management". Das prüft dann - IoT lässt grüßen - wie das Stromnetz ausgelastet ist und teilt sich die Ladeleistung dann entsprechend ein. Wird gerade viel Strom verbraucht, lädt das E-Auto langsamer, wird weniger Strom verbraucht, lädt es schneller. Wirklich smart geht das aber nur, bei Wallboxen und Ladesäulen. An der üblichen Haushaltssteckdose ist so eine Steuerung nicht vorgesehen, kann jedoch vom Netzteil des E-Autos teilweise übernommen werden. Dennoch, auch am Thema "Last-Management" wird geforscht und es gibt ja bereits Produkte am Markt mit integriertem Management-System.
    @Smidgy
    Entschuldige, dass ich dich etwas korrigieren muss: Der Bremsabrieb ist wesentlich geringer als bei fossilen Autos, weil hauptsächlich durch Rekuperation gebremst wird. Nur bei Notbremsungen oder sehr starken muss die Scheibenbremse noch eingreifen. Daher ist auch die Wartung der Bremsen so günstig.
    Zum Wasserstoffauto:
    Diese Technologie hat eine sehr starke Lobby, weil man hofft so die Konsumenten wieder mittels diktiereten Wasserstoffpreisen und hohen Wartungskosten melken zu können. Dass der badenwürtembergische Ministerpräsident Herr Winfried Kretschmann so ein Auto als Dienstwagen bekommen hat, zeigt von dieser guten Lobby-Arbeit :) und wirft auch ein Licht auf auf den Politiker.
    Aber Energietechnisch ist das Unsinn. Und der einzige Vorteil der schnellen Betankung fällt auch beinahe weg, wenn erst einmal die neuen Batterieladungstechniken greifen (15 Minuten versus 10 Minuten, oder so).
    Die hohen Preise für die Autos selber und die für die Ladestellen und den Service dieser Autos sind das größte Hemmnis.
    Für PKWs wird sich das nicht durchsetzen, denke nicht nur ich. Auch Daimler hat ja die Entwicklung so gut wie eingestellt.
    Eigentlich setzen nur mehr Japan (Toyota) und Südkorea (Hyundai) auf das Wasserstoffauto.
    Natürlich wird es einige Jahre einen Mix geben ... Aber das Pendel hat jetzt ausgeschlagen in Richtung Battery Electric Vehicles (BEVs).
    Auch hier wird es eine enorme Entwicklung geben in Richtung mehr Reichweite und Ladegeschwindigkeit.
    Das Laden meines eAutos dauert nur 10 Sekunden. Wenn ich heimkomme, 5 Sekunden fürs Anstecken, und wenn ich fortfahre, wieder 5 Sekunden fürs Abstecken. Und dabei habe ich permanent 300 bis 400 km Reichweite in der Batterie wenn ich das Auto in Betrieb nehme. Nur selten benötigt da jemand mehr für seinen Alltag. Auf Fernreisen nutze ich die 100 kW Ultraschnelllader, und mehr als 300 km fahre ich sowieso nicht mehr am Stück. Da tut eine Pause immer gut.
    @Topfi:
    Diese Annahme ist komplett falsch. Der Verbrauch eines eAutos liegt bei 10 - 35 kWh pro 100 km, je nach Tempo und Wetter und Auto.
    Bei 100 km/h eine Stunde lang verbraucht mein eAuto etwa 17 kWh. Ich lade bis jetzt nur zu Hause, und nur mit 3.6 kW. Das ist lächerlich und entspricht in etwa den Verbrauch von 2 Haarfönes.
    Boogie2005
    Wie soll das gehen?? An der Hauswand montieren, und dann geht jeder an die Ladestation?? Und das Kabel liegt dann einfach auf dem Gehweg rum? Sowas ist doch Unsinn. Solche Aussagen mag ich, schön veralgemeinern....
    Hybride, ja hatte ich mir auch angesehen, ein ähnliches Auto... Aber: Bei [email protected] Preisunterschied hat man wieder keinen Grund dafür, da spart man lieber die 10xxx, da kann ich Jahre für Tanken.......

    Ach das gibt es so viele Dinge die aufzuklären sind.
    Natürlich kann man das am Haus montieren, und mittels RFID Chip eine Ladung freigeben. Sogar mit unterschiedlichen Chips kann man mehrere User dazu berechtigen.
    Hybride sind eine nicht so gute Lösung. Komplex und Wartungsintensiv. Manche Hersteller (auch deutsche) haben einige Probleme damit.
    Und wie du schon fest gestellt hast ist es einfach teuer zwei Antriebstechniken zu verbauen.
    Diese Hybride werden über kurz oder lang aus dem Verkauf verschwinden.
    Dann ziehe 20% jeweils für Lade- und Entladeverluste ab, dann sind wir bei der Hälfte. Hier geht es nicht um Prozente, sondern um Größenordnungen. Außerdem haben viele 2 Autos, dann kommen Staustrecken im Winter dazu (Heizung) usw. Das alles habe ich leider jeden Tag.
    Es gibt Nischen, wo das wirklich alles sinnvoll ist, aber nicht im flächendeckenden Individualverkehr. Bestenfalls innerstädtisch. Abgesehen davon sind Elektroautos aktuell verkehrstechnisch der größte Umweltfrevel überhaupt. Mit Atomkraftwerken könnte sich das eventuell im Betrieb (und auch nur da!) rechnen. Leider ist das so, ich würde auch lieber elektrisch fahren.
    Synthetische (z.B. Wasserstoff) und Biokraftstoffe sind derzeit ein sinnvoller Entwicklungsgegenstand.
    prom
    Ich lade bis jetzt nur zu Hause, und nur mit 3.6 kW. Das ist lächerlich und entspricht in etwa den Verbrauch von 2 Haarfönes.
    Ein Fön läuft täglich nur einige Minuten. Alle anderen Geräte, die in einem typischen Haushalt 3,6 kW ziehen, tun das bestenfalls mehrere zehn Minuten täglich. Wie lange dauert es mit den 3,6 kW bis die Batterie vom E-Auto voll ist?
    Es ist für manche Aspekte der Stromproduktion durchaus sinnvoll Leistungen zu vergleichen, aber relevant ist hier die Energie und die ist nun mal zeitabhängig.
    Was ist denn ein typischen Haushaltsgerät mit 3,6 KW ? Mein Backofen kann es nicht sein.
    Eigentlich ist das eine Menge Holz (sagt man hier so) und da gibt es nur wenige Geräte die diesen Verbrauch haben. Herd mit Backofen und zwar dann wenn Platte und Offen genutzt wird. Ein Fön oder Staubsauger mit 1500-1800 sind schon ziemlich heftig.
    3,6 Dauerverbrauch macht sich deutlich bemerkbar.
    Edit:
    Der ADAC hatte mal einen Test. Insgesamt oft günstiger dennoch gilt wohl auch, Augen auf bei der Modellwahl. An den Stromkosten wird man sich halt gewöhnen müssen. Die sind natürlich hoch. Auf der anderen Seite fallen auch Kosten weg.
    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e-mobilitaet/antrieb/elektroauto-kostenvergleich/
    Edit:
    Ich frage mich gerade wie der Aufbau einer Infrastruktur überhaupt finanziert werden soll? Mancherorts braucht es an jeder Laterne eine "Zapfsäule für mind2 Fahrzeuge. Tankstellen wurden immer weniger, das Netz müsste vermutlich wieder verdichtet werden. Für die Abfertigung von Anzahl Autos in X Zeit braucht es deutlich mehr Platz und fast ein Umspannwerk für jeden Rasthof.
    Wer soll das eigentlich bezahlen?
    Investition für die Zukunft. Kauft ein Grund, stellt ein Parkdeck mit Lader pro Stellplatz auf und vermietet Dauparkplätze. Kann sich lohnen.
    Mein Backofen kann es nicht sein.
    Backöfen sind durchaus auch als Einzelgerät ohne Herd mit 3,6 kW verfügbar. Die brauchen aber eben pro Betriebszyklus so etwa 1 kWh und das ist nicht mal ein Zehntel dessen, was ein E-Auto benötigt.
    Herd mit Backofen und zwar dann wenn Platte und Offen genutzt wird.
    Es hat schon seinen Grund, warum auch Herde ohne Backofen mit 3x2,5mm² angeschlossen werden sollten. Wenn alle Herdplatten auf maximaler Stufe heizen, brauchen die das schon. Nur kommt das selbst bei mehrstündigen Kochsessions nur einige Minuten vor.
    Es gibt im Haushalt keine Geräte, die auch nur annähernd an den Verbrauch und den zeitlichen Verlauf des Leistungsbedarfs eines E-Autos herankommen. Und genau auf diesen typischen Verbrauch und Leistungsbedarf sind die Stromnetze innerhalb und außerhalb der Haushalte ausgelegt.
    @Setter: Jeder Haushalt in Deutschland hat standardmäßig mind. einen Starkstromanschluss. Darüber läuft z.B. der Backofen. Zusätzlich lässt sich - nach Prüfung durch einen Elektriker - an eben diesen Hausanschluss eine Wallbox montieren. Diese kann dann bis zu zwei E-Autos zeitgleich mit Strom befüllen. Je nach Leitung und Wallbox-Modell variiert die Ladegeschwindigkeit. Möchte man mit 22kW laden, so muss ein Antrag beim lokalen Stromanbieter gestellt werden, damit dieser diese zusätzliche Belastung für das Stromnetz in seine Berechnungen aufnehmen kann. Begnügt man sich hingegen mit einer kostengünstigeren 11kW oder schwächeren, Wallbox, dann darf man diese zuhause aufstellen, OHNE dies vorher mit dem Stromanbieter abklären zu müssen.
    Der Vorteil von Wallboxen, die im Endeffekt privat genutzte Ladesäulen mit AC-Strom sind, ist, dass man ein integriertes "Stromlast-Management-System" hat. So stellt die Wallbox automatisch die aktuell passende Ladeleistung zur Verfügung in Abhängigkeit mehrerer Parameter. Damit es auch nicht zu einer Überlastung des lokalen Stromnetzes kommt.
    Die Installation einer Wallbox muss von einem Elektriker erfolgen.
    Als Alternative lässt sich eben an jeder SCHUKO-Haushaltssteckdose laden. Dann jedoch mit max. 3kW. Sprich: Sehr langsam. Das ist wirklich nur fürs Notladen gedacht.
    Was die Investitionen in die Lade-Infrastruktur angeht: Nun, klar ist das ein Haufen Geld. Nur jammern hilft nicht! Es muss getan werden, weil wir mehrere alternative Antriebsformen brauchen. Es gibt NICHT die eine Lösung!
    Wasserstoff ist viel zu teuer und auch alles andere als umweltfreundlich, da mehrheitlich aus Kohle hergestellt. Zudem eben mit enormen Kosten verbunden, die ein Vielfaches der #bev also Batterie-E-Autos betragen!
    Dennoch kann ein Brennstoffzellenauto für einen bestimmten, sehr solventen Kundenkreis, die Lösung sein. Für die Masse, denke ich, nein.
    Synthetische Kraftstoffe haben das "Problem", dass auch hierbei wieder lokal ein Schadstoffausstoß stattfindet. Beim #egas, also synthetisch erzeugtem Erdgas bspw., wird das "Problem" nur umgelagert. Klar wird u.a. aus CO2 wieder synthetisch Erdgas erzeugt, aber beim Fahren kommen trotzdem giftige Gase aus dem Auspuff. Genau, wie heute schon beim Verbrenner. Das bringt also lokal, in den Städten, gar nix!
    Eventuell KÖNNTE es sich von der Menge des emittierten CO2 zwar ausgleichen für die Umwelt, aber - wie gesagt - es bringt lokal für die Städte nix. Und DAS ist ja auch wichtig...
    Jeder Haushalt in Deutschland hat standardmäßig mind. einen Starkstromanschluss. Darüber läuft z.B. der Backofen.
    Da kann dann aber nicht einfach die E-Auto-Tankstelle parallel angeklemmt werden. Selbst wenn man zusätzliche Leitungen aus dem Sicherungskasten verlegt, dürfte das nicht unbedingt reichen. Die gesamte in einem Haus bzw. Wohneinheit zur Verfügung stehende Leistung ist auch begrenzt. Anhand der Sicherungen unter dem Zähler läßt sich das ganz gut auf ca. 25 kW je Zähler abschätzen. Neben den anderen Geräten in einem Haushalt dürfte kaum Spielraum für mehr als die typische Steckdosenleistung sein.
    Jeder Haushalt in Deutschland hat standardmäßig mind. einen Starkstromanschluss.

    Das kann jetzt nicht so ganz stimmen. Ein Herdanschluss kann, und das ist gar nicht so selten, auch über eine Brücke realisiert sein.
    Für ein Hausanschluss ist das meist so, da gibt es auch oft Drehstromanschlüsse im Keller. Aber jeder Haushalt, das passt nicht so ganz.
    Jeder Haushalt in Deutschland hat standardmäßig mind. einen Starkstromanschluss.

    Das kann jetzt nicht so ganz stimmen. Ein Herdanschluss kann, und das ist gar nicht so selten, auch über eine Brücke realisiert sein.
    Für ein Hausanschluss ist das meist so, da gibt es auch oft Drehstromanschlüsse im Keller. Aber jeder Haushalt, das passt nicht so ganz.

    OK, das stimmt. Ich muss mich korrigieren! Tut mir leid.
    Beim HAUSanschluss ist ein Starkstromanschluss üblich.
    Siehe hierzu: "Heute ist Dreiphasenwechselstrom (=Starkstrom) für Hausanschlüsse generell üblich, um größere Verbraucher bis zu einigen zehn Kilowatt wie Elektroherde, elektrische Durchlauferhitzer, Saunaöfen oder Ladegeräte für Elektroautos zu betreiben. In der Hausverteilung, die auch den Stromzähler aufnimmt, werden mehrere, meist einzeln durch Leitungsschutzschalter abgesicherte Stromkreise auf den verschiedenen Phasen installiert. Damit werden Verbraucher für 230 Volt Wechselstrom gleichmäßig in das Kraftnetz eingebunden. Größere Geräte mit elektrischen Leistungen bis 3,6 Kilowatt wie Waschmaschine oder Geschirrspüler werden dabei meist einzeln abgesichert."
    Quelle: http://www.udo-leuschner.de/basiswissen/SB123-06.htm .
    Das bedeutet aber widerum, dass es sehr wohl möglich wäre, an diesem Dreiphasenwechselstromanschluss eines Hauses, eine Wallbox anzuschließen. Denn es gibt ja bspw. drei unterschiedlich nutzbare Phasen. Man könnte also eine der drei Phasen hernehmen und daran eine Wallbox anschließen.
    Dann hätte man immer noch Phasen übrig, für z.B. die Küchengeräte samt Bad (insgesamt 1 Phase notwendig) und 1 weitere Phase für alle anderen Räume. Das genügt in der Regel.
    Übrigens: Bei allen Verteilerkästen der Deutschen Telekom ist ein mehrphasiger Stromanschluss vorhanden, der aktuell ungenutzt ist! Daher hat die Deutsche Telekom angekündigt, zukünftig alle Verteilerkästen in ganz Deutschland mit einer Ladesäule auszustatten. An einer Säule können dann jeweils bis zu zwei E-Autos gleichzeitig laden.
    Siehe: https://www.telekom-ladestrom.de/ladestellen/ .
    Das bedeutet aber widerum, dass es sehr wohl möglich wäre, an diesem Dreiphasenwechselstromanschluss eines Hauses, eine Wallbox anzuschließen. Denn es gibt ja bspw. drei unterschiedlich nutzbare Phasen. Man könnte also eine der drei Phasen hernehmen und daran eine Wallbox anschließen.
    Dann hätte man immer noch Phasen übrig, für z.B. die Küchengeräte samt Bad (insgesamt 1 Phase notwendig) und 1 weitere Phase für alle anderen Räume. Das genügt in der Regel.
    So einfach ist das eben nicht. Es muß davon ausgegangen werden, daß alle Geräte gleichzeitig laufen. Zusammen mit der Art der Verteilung ergibt sich dann, daß man weder eine Phase für einen Dauerverbraucher nehmen kann noch überhaupt genug Reserven hat, um mehr als 3 x 16 A für ein Gerät zu nutzen.
    Wie viel Prozent der Kfz.-Nutzer in Deutschland besitzen einen eigenen Stellplatz vor, neben, hinter oder unter ihrer Unterkunft? Die die keinen besitzen, wie viele Meter entfernt von der Eingangstür parken die in der Regel? Wird es bald ein Gesetz geben, dass der, der als letzter nach Hause kommt auch morgens als erster wieder fahren muss, weil sonst der Kabelknoten nicht wieder auflösbar ist?
    Schaut man mal in die meisten Mietshäuser, wohnen dort min 8 Parteien und müssen sich einen Hausanschluß mit 3 x 63 Ampere teilen, braucht man nur zu rechnen wie viel auf eine Wohnung entfallen,
    nämlich nur 22,87 Ampere , 2 Stromkreise a 16 Ampere sind aber schon 32 Ampere = ca.6 KW , z.bsp Waschmaschine= 2,8KW , Trockner= 3 KW , oder Geschirrspüler =2,8 KW+ Bügeleisen oder noch der E-Herd mit 3 Platte und Backofen = 10 KW , in Betrieb.
    Das Bügeleisen ist da noch der kleinste Verbraucher mit knapp 1000 Watt = 6 Ampere, wer zudem noch Durchlauferhitzer nutzt a 21 KW weiss ganz schnell wie schnell er zum Sicherungskasten laufen muss um die Sicherungen wieder einzuschalten,
    Dazu jetzt auch noch min eine Ladestation für min 5 Autobesitzer im Haus, spätestens jetzt dürfte jedem klar sein das das absolut nicht aufgeht
    Die jeweiligen Stadtwerke gehen übrigens immer von einer Vollast für 66% pro Stunde aus , nur die Hausanschlüsse sind meistens auch schon in den 50 -60ern gebaut worden, und das waren immer 3x63 Ampere, nur in den Häusern danach ging man etwas höher, ab 70er Jahre 3x 100 Ampere und dementsprechend wurden die Leitungen zu den Häusern auch verstärkt
    Das nächste Problem kündigt sich auch schon an, die allgemeine Stromversorgung in DE , Atomkraft wird abgeschaltet, Steinkohle ist auch nicht mehr, Braunkohle ist wohl als nächstes dran, Windparks werden in DE kaum noch genehmigt, bleibt nur noch Nord-und Ostssee, aber wie Die Kabel in den Rest in Deutschland verlegen: Das ist schon allein eine Baustelle für sich,:D Umweltschutz wegen ein paar Mäuse oder andere Getier, oder persönliche Unanehmlichkeiten, Hoch oder tief . also Strom aus dem Ausland kaufen , womöglich Frankreich und Atomstrom, da waren wir doch schon mal ;)
    Wie man sieht so einfach ist es in DE nicht ein E-Auto zu fahren
    Der liebe Klaus erklärt uns ganz einfach in seinem nächsten Artikel wo er den ganzen Ökostrom hernehmen will nachdem die sagenhaften 1,6 % Marktanteil E- Mobilen bereits heute die hälfte des jährlich Produzierten Ökostroms durchkneten. Können ja gerne wieder alle AKW´s und runtergefahrenen Kohleblöcke wieder befeuern und danach mal sehen was an den Stromfressern dann noch Ökologisch ist in Deutschland aber diesmal dann mit Einberechnung der Feinstaub Belastung durch Braunkohleabbau, den zig Gigawatt pro jeden Bagger der dafür Baggern muss, der zusätzlichen Abgas Belastung und den voraussichtlich irgendwann kostenden Menschenleben durch Erdbeben durch Geothermale Energie etc. die ja nachweislich in Bayern bereits zur erhöten Beben aktivität in ehemals geologisch Toten Gebieten führen etc.
    Und wenn er dann schon mal dabei ist erklärt er uns auch in einem Abwasch warum noch nie in der Geschichte dieses Planeten so wenig CO² in der Atmosphäre war und warum dieser Planet 3,5°C im Schnitt zu kalt ist wird er ja wohl hinbekommen
    @Rottendam: Immer schön fair bleiben, bitte! Es steckt ne Menge harter Arbeit hinter solchen Artikeln, gell...
    Wie Du schon völlig richtig anmerkst, entsteht natürlich beim Abbau auch Feinstaub. Aber bitte nicht vergessen, dass bei JEDER Antriebsart dieser Welt irgendwo irgendwelche Feinstaubbelastungen existieren!
    Es gibt nur eine Fortbewegungsart, wo (theoretisch) nix entsteht: Wenn man zu Fuß geht :-)
    Sogar das Radfahren ist umweltschädlich! Wen das jetzt schockt, dem sei gesagt, dass bei vielen Rädern Metall verbaut ist. Und das muss tatsächlich hergestellt werden. Wodurch wiederum die Umwelt mit Feinstaub etc. belastet wird...
    So, genug Spaß :-)
    Insofern halte ich das für ein Scheinargument. Jedem muss bitte klar sein, dass es nur um eine Reduzierung des Feinstaubs gehen kann, wenn man vom Auto spricht.
    Und da ist eben das E-Auto erheblich besser als ein Verbrenner. Denn was oft vergessen wird: Das Erdöl muss "gewaltsam" aus der Erde gelöst werden. Mit viel Technik, viel Feinstaub usw. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Es ist absolut nicht mehr zeitgemäß, nur noch auf den Verbrenner zusetzen. Punkt. Das geht halt zukünftig aus diversen Gründen nicht. Sei es jetzt umwelttechnisch oder auch ökonomisch, denn es wird immer teurer, einen Verbrenner zu fahren. Davon bin ich überzeugt.
    Klar, ist ein Batterie-E-Auto nicht für jedes Fahrprofil die Lösung. Einem Vielfahrer, der 400 km plus x am Stück zurücklegt und dabei Zeitdruck hat, nützt ein E-Auto nix. Das ist mir klar. Hatte ich ja auch so geschrieben.
    Zum Strom: In Deutschland produzieren wir zu viel Strom. Das ist fakt! Wir müssen zukünftig die Netzauslastung intelligent steuern. Darum ja die Argumentation mit Wallboxen, öffentl. Ladesäulen mit "Last-Management"-System. Es ist genügend Strom vorhanden, keine Sorge. Und selbst wenn es mal nicht ausreicht, dann wird Strom importiert von anderen Ländern. Oder aber man nutzt Vehicle2Grid (V2G), sprich sein Batterie-E-Auto als Stromspeicher, der dann auch Strom abgeben kann, um ein benachbartes E-Auto zu laden. Das geht bei manchen E-Fahrzeugen heute schon...
    Etwas jammern der deutschen Stromkonzerne gehört zum Geschäft...Letztendlich wird es aber ordentlich Geld in die Kassen spülen, das heilt dann die (Investitions-) Wunden ;-)
    Momentan ist das halt noch nicht der Fall, aber das kommt bestimmt.
    Und nochmal: Nur der Antriebsmix macht?s! Je nach persönlichem Fahrprofil wird entweder die eine Antriebsart bevorzugt oder eine andere Art. Daher wird es nicht "nur" Batterie-E-Autos geben, sondern lediglich einen Anteil x am gesamten Fahrzeugbestand in Deutschland.
    Investitionen in die Zukunft müssen aber getätigt werden. Punkt.
    weltleser
    Wie viel Prozent der Kfz.-Nutzer in Deutschland besitzen einen eigenen Stellplatz vor, neben, hinter oder unter ihrer Unterkunft? Die die keinen besitzen, wie viele Meter entfernt von der Eingangstür parken die in der Regel? Wird es bald ein Gesetz geben, dass der, der als letzter nach Hause kommt auch morgens als erster wieder fahren muss, weil sonst der Kabelknoten nicht wieder auflösbar ist?

    Eine Lade-Infrastruktur wird eine großer Herausforderung, die auch viel Geld kosten wird. Laternen öffentliche Stellplätze Parkdecks und Häuser, müssen wohl aufgerüstet werden.
    Raststätten bedürfen größere Stellflächen- die ohnehin schon knapp sind. Heute schon kaum mehr möglich auf den Hauptrouten abends zum "pinkeln" auszufahren.
    Das wird sicher spannend.
    Das mit der Ladeinfrastruktur an jeder Laterne verstehe ich nicht. Im Moment hängt ja auch nicht an jeder Laterne ein Reserve-Benzinkanister für die, die das Tanken vergessen haben. Schon heute hat jedes Elektro eine Mindest-Reichweite von 100 km oder mehr - das muß ausreichen, um tagsüber zu fahren und wieder nach Hause zurückzukehren. Für lange Strecken kann man ähnlich wie Benzin-Tankstellen eine Ladeinfrastruktur aufbauen (das existiert teilweise schon). Auch Arbeitgeber können ihre Firmenparkplätze mit Lademöglichkeiten ausstatten. Aber es muß eben nicht an jedem öffentlichen Stellplatz eine Steckdose sein..
    Schon heute hat jedes Elektro eine Mindest-Reichweite von 100 km oder mehr - das muß ausreichen, um tagsüber zu fahren und wieder nach Hause zurückzukehren.

    Und dann? Parken und warten an einer Tankstelle? Lebenszeit am "Ladeplatz" vergeuden? Viele Autos haben nun mal einen Laternenparkplatz und da bietet es sich an.
    Ein Verbrenner kann man eben mal auf dem Weg zur Arbeit tanken. Wie lange dauert ein "kurz laden" für 50 -100Km? 20, 30 Minuten wird ein E bestimmt stehen müssen, vermute ich mal. In der Zeit können gut 3 Verbrenner getankt werden. Der zusätzliche Stehplatz muss geschaffen werden um die gleiche Anzahl am Fahrzeugen bedienen zu können. Die Laterne kann helfen eine Überlastung, Zeit/Platzbedarf abzumildern.
    Deswegen auch das hier erwähnte Laden daheim. Bei Verdichtung werden heuer häufiger Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage gebaut. Jedoch verfügen in einer typischen Innenstadt die wenigsten über einen Stellplatz auf dem eigenen Grundstück.
    Bezüglich Ladestationen muss hier umgedacht werden. Mit Strukturen Tankstellen/Raststätten wird es auf die Dauer nicht gelingen.
    Auch Arbeitgeber können ihre Firmenparkplätze mit Lademöglichkeiten ausstatten

    Das sind auch nur größere Unternehmen, welche auch Stellplätze für Arbeitnehmer bereitstellen.
    Nachtrag
    @Claus007 danke für deine Artikel und Betreuung deiner Themen. Und Chapeau, du gehst wie Kevin sehr souverän mit Kritik um.
    Moin,
    eine neue Alternative die gerade im der Testphase ist und in den neuen Audi soll, sind Feststoffbatterien. Laden in 15 min für 500km reichweite hört sich schonmal gut an :-)
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